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ſen bel bleſer Gelegenheit erwaͤhnen, daß bieſer brave Schauſpieler erſt un längſt in der Rolle des Pierre(in Sheridan-Knowles„Marianna“) ei⸗ nen um ſo glänzendern Triumph fei⸗ erte, da nicht lange vorher der be— rühmte Hofſchauſpieler Hr. Löwe darin excellirte.— Ein intereſſantes Konzert, unter dem Titel:„Vieles und Vie⸗ lerlei“, gab am 2. Nob. Hr. Czwrezek. Die Wahl der Nummern, ſo wie deren Ausführung verdienen Anerkennung.— Von einer ältern Darſtellung der Oper „Zampa““ haben wir nachzutragen, daß Hr. Erl, in dem Hauptpart, erfreuliche Proben ſeines progreſſiven Kunſttalen— tes lablegte und bei dem Publikum, das ihm vielen Beifall ſpendete, den Wunſch rege machte, daß ihm ein größe⸗ rer Wirkungskreis beſcheert ſein möge. — Das neue Luſtſpiel()) von Angely: „Von ſieben die Häßlichſte“ gefiel we— gen ſeiner ziemlichen Drolligkeit. Ge diegenes war hier nicht zu erwarten.— Aber es hat wohlberechnete Situatio— nen und einen erträglichen Wortwiz, der allgemein anſprach, und ihm eine lange Dauer auf dem Nepertoir ver— ſpricht. Die Hrn. Grohmann, Fiſcher, Poſinger u. Dem. Leynſitt verdienen Er— wähnung.— Neſtroy's Meiſterſtük: „Zu ebener Erde und erſter Stok““, das in Wien ſo großes Furore machte, wird dieſe Woche mit ſehr ſplendider Aus- ſtattung zur Aufführung kommen. Wir prophezeihen einen großen Sukeeß. Wien(4. November.) Die Di⸗ rektion des k. k. Hofburgtheaters iſt im Begriffe, den Ertrag einer Vor— ſtellung einer Tragödie von Schiller dem Monument des unſterblichen Sän—
gers zu widmen.— Im k. k. Hoſopern⸗
theater gab der großherzogl. badiſche Hofkapellmeiſter Franz Lachner eine Akademie. Bei dieſer Gelegenheit pro— duzirte der wakere Meiſter der Töne
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elne neue Symphonie in Esdur von ſeiner Kompoſition, die mit dem lau— teſten und höchſt gerechten Veiſall auf⸗ genommen ward. Das ausgezeichnete Orcheſterperſonale ſchien begeiſtert zu ſein von der Schönheit der Kompoſition und von der Freude, den lange Ver⸗ mißten wieder an der Spize zu ſehen. Könnten wir ihn nur wieder den Un— ſern nennen! Dlle. Carl, von der wir ſchon ſo vieles Gutes berichteten, wird die kunſtſinnige Stadt Peſth beſuchen, um dort eine Reihe bon Gaſtſpielen zu eröffnen. Der herrlichen Sängerin wird bei den Kunſt und Verdienſt eh⸗ renden Bewohnern der Königſtädte ge— wiß eine freundliche Aufnahme zu Theil werden. Wir freuen uns, die verehrten Leſer auf die Genüſſe aufmerkſam zu machen, die den Kunſtverſtändigen aus den Gaſtrollen der Dlle. Carl erwach— ſen werden.— Das Theater in der Leo— poldſtadt brachte uns eine Neuigkeit von Albini:„Zu zahm und zu wild“, welche jedoch auf anderen Bühnen ein Alterthum iſt. Ein: Machwerk ohne Wiz und Situation(es müßte denn die verbrauchte Verwechslung der beiden Brüder eine genannt werden), ohne Charakterzeichnung und Verwiklung, ſchleppte ſich das Luſtſpiel langweil end über die Bretter, und nur das wahr— haft ausgezeichnete Spiel der Mitwir— kenden erhielt das Publikum bei guter Laune.— In Raimunds:„Varometer⸗ macher auf der Zauberinſel“ und„Dia— mant des Geiſterkönigs“ ſpielte Hr. Weiß die Rollen des Quekſilber und des Florian mit Beifall. Hr. Lanner produzirte bereits 2 Mal auf dieſer Bühne in den Zwiſchenakten Walzer, Galoppen und Potpourris und erhielt vielen Applaus.— Dr. Karl Töpfers Luſtſpiel:„Die Einfalt vom Lande“ ward im Joſephſtädter-Theater zur Beneſize des Herrn Kindler aufgeführt, und hatte ſich des entſchiedenſten Bei—


