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erſt 29 Jahre alt, am 25. September an einer bösartigen Ruhr geſtorben. In einem Alter, in welchem andere Komponiſten kaum ihre Laufbahn be treten, hatte Bellini ſchon Lorbeern geſammelt. SeineStraniera,Son nambula, derPirata, dieNor ma, und zuleztdie Puritaner, be⸗ gründeten ſeinen Ruf unter ſeinen Landsleuten, den Italienern, und ver ſchafften auch im Ausande ſeinem Ta⸗ lente Anerkennung. DiePuritaner hatte er für Paris geſchrieben, war, um die Oper dort in die Szene zu ſe⸗ zen, im vorigen Jahre dahin gereiſt, und hatte nach dem äußerſt glänzenden Erfolg vom König das Kreuz der Eh renlegion erhalten. Er ſchrieb noch ei nige andere, weniger gelungene Werke, darunter dieCapuletti und Mon⸗ tecchi. Bellini wird nicht jenen großen Meiſtern zugeſellt werden, die durch eigenthümlichen Flug des Genie's und durch Klaſſizität ihrer Schöpfungen eine unvergängliche Stelle in der Kunſt geſchichte einnehmen. Als Komponiſt von achtbarem und glüklichem Talent, der ſich häufig, beſonders in Erfaſſung ly riſcher Momente, eine neue Bahn brach, gebührt ihm nichtsdeſtoweniger Aner kennung, und ſein Hinſcheiden in einem Alter, in welchem noch zahlreichere und gediegenere Schöpfungen von ihm er wartet werden konnten, iſt allerdings in einer Zeit, die an begabten Ton dichtern nicht eben Ueberfluß hat, als ein bedeutender Verluſt für die Kunſt zu betrachten. B. London. Am 19. September war man in London über das Schikſal des Hrn. Green ſehr beſorgt, der Tags vorher in einem Luftballon aufgeſtie gen war. Vor ſeiner Abfahrt hatte er geäußert, er wünſche Jemand von leich

tem Gewicht und noch leichterem Beu

tel als Reiſegefährten; ſogleich erbot ſich Hr. Butler, Wundarzt in Wool⸗ wich, für 10 Guineen zur Mitreiſe. Ungefähr zwei engliſche Meilen von Vauxhall, dem Ort der Auffahrt, ſenkte Hr. Green den Ballon, und bat Hrn. Butler, auszuſteigen, da er un möglich mit ihm fahren könne. Herr Butler machte Einwendungen; der Luft fahrer aber erklärte ihm, er werde ihm die Gründe ſeines Verfahrens ſpäter mittheilen. Sodann ſtieg er wieder auf, und man erfuhr nichts mehr von ihm. Vielleicht hat er ſeinen früher ange kündigten Plan, hei günſtigem Winde über den Kanal nach Frankreich zu fah⸗ ren, in Ausführung gebracht. Spä⸗ tere Nachrichten melden Folgendes: Von dem Luftſchiffer Green iſt nun ein Schreiben aus der Grafſchaft Norfolk eingelaufen, wo er ſich mit ſeinem Bal⸗ lon niederließ, weil er ſah, daß der Wind, anſtatt den Ballon über den Kanal zu führen, ihn der Nordſee zu trieb. Er brachte eine ganze Nacht in der Luft zu, und ließ bengaliſche Feuer los, die, nach dem rauſchenden Beifall zu urtheilen, große Verwunderung er regten. Er glaubt, ungefähr 137 eng liſche Meilen zurükgelegt zu haben, und behauptet, er hätte noch 5 Tage und 5 Nächte in der Luft zubringen können, da ſein Vallon faſt gar keinen Gasverluſt erlitt · M. Paris. Ein Kutſcher in Paris kann vor Verwunderung noch nicht wie der zu ſich kommen. Er war zwiſchen 11 und 12 Uhr auf dem Bok ein klein Bischen eingeſchlafen; als er um Mit ternacht aufwachte, war er und das

Kabriolet noch da, aber das Pferd war fort und iſt noch immer nicht wieder gebracht worden. B. München. Strauß und ſeine Geſellſchaft aus Wien werden auf den 5. Okt. in München erwartet. C.

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