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gelt es an Originalität. Die Haupt ſzene in der Todtengruft mahnt ſtark anRobert der Teufel. Die Dar⸗ ſtellung war ſo ziemlich gut. Wir er wähnen beſonders die Herren Fiſcher, Klauer, Voſinger und de. Mad. Grill iſt ſchon über die Jahre hinaus, um eineſchmuke Dirne zu repräſentiren. Als Neuigkeit mel⸗ den wir, daß Dem. Schebeſt, un⸗ ter glänzenden Bedingniſſen, im künf tigen Frühjahre auf dem Hoftheater zu Dresden mehrere Gaſtrollen geben wird. E. v. Hag.

Wien(9. Jan.). Das The a⸗ ter in der Joſephſtadt hat zufällig durch den Baſſiſten Mel linger ihre Oper um ein tüchtiges Mitglied bereichert. Er wußte ſich bei ſeinem erſten Deput in der Parthie des Jägers, in Kreutzers herrlichem Nachtlager, ſogleich in die Gunſt des Publikums zu ſezen. Man hat die große Arie im zweiten Akte, ſelbſt von dem trefflichen Pöck nie ſchöner ge hört; ſicher ſteht er an Zartheit des Vortrages über ihm. Auch an Mad. Kraus⸗Wranitzki hat dieſe Bühne eine gute Acquiſition gemacht, was vorzüg lich in der BelliniſchenNachtwandle, rin bemerkt wurde, die in der erſten Darſtellung, und bei anderer Beſezung fiasko machte, nun aber entſchieden den Beifall der zahlreichen Gönner dieſer Bühne errang. Hr. Kreipl war am erſten Abend trefflich, am zweiten je doch durch Heiſerkeit gehindert, ſeine liebliche Stimme in voller Kraft und Reinheit zu entfalten. Das plözliche Unwohlſein eines Sängers von Seite der Direktion zu annonciren iſt ein ſicheres Drittel ihm die Gunſt des Publikums zu erhalten, und ein Zei⸗ chen der Achtung und Aufmerkſamkeit für daſſelbe. Die Holtei's ſezen da⸗

ſelbſt nach immer ihre ſtark beſuchten

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Gaſtſpiele fort. Seine Stüke haben alle, wie auch:der dumme Peter bewies, eine eigene das Gefühl anre gende Wirkſamkeit. Nimmt man es mit der Wahrſcheinlichkeit der Fakta, und des: Wie und Warum nicht ſehr genau, ſo findet der Beſchauer derſelben immer ſeine Rechnung. An dieſem Theater wirdRobert der Teu⸗ fel mit neuem Koſtüm, Dekoratio nen oc. einſtudirt. Das Theater an der Wien ſchleppt ihr ſie⸗ ches Leben mühſam fort, und da die Kunſtreiter-Familie Knie ihm nicht auf die Beine helfen ſo will man es nun mit denFalſchmünzern, dar⸗ geſtellt von den Sängern des Joſeph⸗ ſtädter Theater verſuchen. Der helle Glanz einer andern Bühne ſoll den getrübten dieſer ins rechte Licht ſtel⸗ len. O närriſche Welt! Die erſte Neuigkeit in dieſem Jahre auf dem Hofburgtheater iſt ein Schau⸗ ſpiel von C. W. Koch:die Vorle⸗ ar 35 Berlin(2. Jan.) Am lezten Tag des verfloſſenen Jahres gab uns das königſtädtiſche Theater ein neues einaktiges Stükchen:der Domeſtiken ball, oder: Kleider machen Leute von A. Cosmar. Die Dienſtboten eines Berliner Fabrikanten benuzen die Ab⸗ weſenheit ihrer Herrſchaft, um einen Domeſtikenball zu geben. Alle erſchei⸗ nen im Koſtum ihrer Herrſchaften, da her denn Hr. Nikodemus Pumprich, ein plumper Kleinſtädter, der eben an⸗ langt, um die Tochter des Hauſes zu freien, das Hausmädchen für ſeine Zu⸗ künftige anſieht und ſelbſt dagegen für einen ausgekleideten Bedienten gehal ten wird. Das Erſcheinen der Herr ſchaft gibt zu manchen Verwechslungen Anlaß und Hr. Pumprich wird ausge lacht. Eine geſchikte Hand würde aus dieſem Sujet, das einen franzöſi⸗ ſchen Zuſchnitt hat, viele drollige Si⸗