270 Thiermedicinische Rundschau etc.

1892. No. 23.

welche sich auf einige Resultate beim Schlachten und bei der Untersuchung des Fleisches bezieht.

Frisches Trockenes

fetthaltiges ſ fetthaltiges 8 3* 8 5*

Ir gewicht Fleisch Fleisch§2 24 NI 0 0 0 8 8 8 %% 0

v. Leb. v. Leb. v.Leb. S S 2

g Gew.] g Gew. g Gew.

01320 54.3 1154. 47. 258.3 10. 776 28.6 12030 53.3 18215 523 430. 112090 622 18774 55 4382 111 1400 603 1243.6 536 268. IV 380 506 7256 41 1544 8. 78 12 v190 55 10406 48. 2703

v1 790 531 6399 430 1244

.

5%%%%%%% 6.40 5 88 5.82 6 36 7.8 6.49 7.92 Magnesia 3 0.20 O.17 0.16 0.20 0.15 0.18 O.17 Phosphor 6 1.17 1.13 1,10 1.19 1.26 1.22 1.43

Der Aschegehalt des wasser- und fettfreien Fleisches wurde am geringsten bei den wohlge- nährtesten, etwas grösser bei den im mässigen und am grössten bei den im schlechtesten Er- nährungszustand befindlichen Thieren, welche im verlaute der Versuche eine Gewichtsabnalnne erlitten hatten, gefunden. Ebenso verhält es sich mit dem Kalk und dem Phosphor; weniger ausgesprochen mit der Magnesia.

Bei eintretendem Fleischverluste scheint hiernach die Abnahme der organischen Substan? mit derjenigen an Mineralstoffen nicht Hand in Hand zu gehen.

VUeber die sehr eingebenden Untersuchungen der Skelette, bei welchen die Zähne, die langen Röhrenknochen der Extremitäten, sowie die übri gen Knochen eine getrennte Berücksichtigung fanden, bringt das Original in einer Reihe von Pahellen eine Fülle analytischen Materials. Hier kann jedoch nur die letzte, zusammenfassende Pabelle mitgetheilt werden.

Zusammensetzung der wasser- auf fetthaltigen Skelette.

Frisches 5 sche 6 Nr.Sxeett Wasser Fett Asche ſOrg. Subst.

e

I 208.34 70.82 34 21 61 10 38 72.93 35 42.99 20.62 III 15646 66.75 42.6 15 31 9.92 43.93 28.9 3019 19.3 IV 154 79 ½7 518 9 46 6.4 40. 26 24.4 15.7

N. c40 A0 00 po p 8.% g% 9% 8% 0 28.12 16.96 0.68 0.42 2.76 1.62 21 81 13.16 2.92 1.6 I36.53 17.5 0 88 0.42 3.64 135 28 33 13.63 3 55 70 II37.16 17.30 0 86 0.40 3.67 1.13 29.13 13.713.90 1.82 III 21.34 13.65 0.82 0.53 1.60 1.2 1780 11.38 3.37 1.51 IV 19.63 12.74 0.58 0.38 156 1 44 15 32 9.94 2.80 1.80 V 20.2713.38 0.64 0.43 1.38 1.6 16.33 11.7 2.35 1 58 VI 18.30 12.19 0.48 0.32 1.61 17 ſ14.68 98 2.11 1.40

Auch bezüglich der Knochen machen sich somit recht erhebliche Unterschiede bemerkbar. Obenan stehen wieder die beiden mit Heu und Hafer gefütterten Kaninchen Nr. I u. II, welche bei weitem das schwerste Skelett besitzen; dem- nächst kommt das mit Heu ernährte Thier Nr. O, und am niedrigsten sind die Gewichte der Ske- lette von Thier III bis VI, welche mit Hafer, theils ohne, theils mit Beigabe von saurem phos phorsaurem Natrium gefüttert worden waren.

Der procentische Wassergehalt des Skeletts ist bei den normal ernährten Thieren OII fast völlig gleich, und steigt derselbe bei den übrigen Thieren im umgekehrten Verhältniss zur Lebend- gewichtszunahme. Bei dem Fettgebalt der Knochen macht sich eine derartige Abhängigkeit von der Ernährungsweise resp. dem Ernährungs- zustand weniger deutlich und regelmässig be- merkbar.

Die Knochensubstan? der mit Hafer allein, oder mit Hafer unter Beigabe von saurem phos- phorsaurem Natrium gefütterten Thiere enthält terner sehr viel weniger Mineralstoffe und dafür entsprechend mehr organische Substanz, als die der normal ernährten Kaninchen.

Die einzelnen Mineralbestandtheile partici- piren an den betreffenden Mineralstoffverlusten ziemlich gleichmässig; nur Kalk und Kohlen- säure sind in etwas höherem Grade verloren gegangen.

Die besprochenen Unterschiede im Gewichte und der Zusammensetzung der Skelette stehen einerseits selbstverständlich mit dem allgemeinen Entwickelungszustand der Thiere im Zusammen- bang, anderérseits durfte aber auch die saure Beschaffenheit des Futters hierbei eine Rolle ge- spielt baben. Das Futter mit sauer reagirender Asche, ganz besonders, wenn hierzu noch saure Mineralsalze beigegeben werden, ohne dass gleichzeitige Futtermittel mit alcalisch reagiren- der Asche(Heu und dergl.) zur Aufnahme ge- langen, übt eine ähnliche mineralstoffentzichende Wirkung auf die Knochen aus, wie sie für Säuren pereits nachgewiesen worden ist. ¹) Da- gegen werden die Zähne augenscheinlich von

1) Piese Zeitschrift 14(1885), S. 677.