1. September.
Thiermedicinische Rundschau etc. 269
Was den einzelnen Anfall anbelangt, so kann man, falls der Biss frühzeitig bemerkt wird, durch Auswaschen mit Alkohol(der Toxalbumine fällt) zunächst das etwa noch dort lagernde Gift unwirksam zu machen suchen. Sind aber bereits Allgemeinerscheinungen eingetreten, so gilt es, die erhöhte Erregbarkeit im Gebiete des Vagus wieder herabzusetzen(Opium, Bromkalium, Stro- phantus ete.)
Ist der Anfall beseitigt, dann bleibt noch die Aufgabe, durch systematische Behandlung gegen die schon vorher bestebende chronische vasomo- torische Reizbarkeit anzukämpfen, um so das Individuum gegen ein eventuelles Recidiv wider- standsfähiger zu machen.
Literatur.
1) Voyage en Perse fait dans les années 1807, 1808 et 1809. Paris 1809.
2) Voyage en Perse à la suite de Pembassade russe en
3) De l'Argas de Perse, déerit par les voyageurs ous le nom de Punaise venimeuse de Miana. Moskau 1823.
4) Zur Anatomie von Argas persicus. Berichte der Wiener Academie 1858.
5) Précis des caractéres génériques des Insectes.
6) Argas reflexus Latr., ein neuer Parasit des Menschen Virchow's Archiv Bd. 19
7) Argas reflexus als Parasit an Menschen. Virchow's Archiv, Bd. 18.
8) Ebendaselbst, Bd. 87.
9) Alt,„Ein Fall von Urticaria factitia“ Diese Wochen- schrift No. 8, 1892.
Arzneimittellehre.
Uebt anhaltende Aufnahme von sauren Mineralsalzen einen Finfluss auf das Körpergewicht der Thiere und auf die Zusammensetzung der Knochen aus? II. Abhandlung. ¹) Von H. Weiske. 2)(Landw. Vers. 1891, 141— 268)
Die früheren Versuche batten, wohl in Folge des starken Heuconsums, bei welchem auch der Harn der mit saurem phosphorsaurem Natrium gefutterten Thiere stets noch deutlich alcalische Reaction besass, ein negatives Resultat bezüg- lich obiger Fragestellung gezeitigt. Vorliegende Versuché sind daher mit veränderter Versuchs- anordnung angestellt.
Sieben Kaninchen von einem Wurfe im Alter von 3 ½ Monaten wurden in folgender Weise er- nährt und liessen hierbei die beigesetzten Ge- wichtszunahmen u. s. w. erkennen:
(Siehe nachstehende Tabelle.)
Diese verschiedenartige Fütterungsweise hatte den Zweck, das Verhalten der Thiere bei Ver- abreichung eines Futters mit alcalisch reagi- render Asche(Heu) ohne oder mit Beigabe von
1) Diese Zeitschrift 1891, S. 607. 2) Landw. Versuchsstationen 39(1891), S. 241— 268.
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Hafer festzustellen und dann weiter in Vergleich zu bringen mit dem Verhalten bei einem Futter mit sauer reagirender Asche(Hafer), und zwar zum Theil unter gleichzeitiger Beigabe von saurem phosphorsaurem Natrium.
Aus vorstehender Tabelle ist ersichtlich, dass die mit Heu und Hafer gefütterten Kaninchen Nr. I u. II sehr regelmässig und gut zunahmen, wogegen das mit Heu allein genährte Thier Nr. O eine bedeutend geringere Zunahme aufweist. Von den ausschliesslich mit Hafer gefütterten Kaninchen bat Nr. III an Lebendgewicht wenig zugenommen, Nr. IV Sogar schliesslich etwas ab- genommen. Ein gleiches, nur noch verstärktes Verhalten hat die Beigabe des sauren Phosphates bei V und VI bewirkt.
Achnliche Ergebnisse auszugsweise mitgetheilte
lässt die folgende, Tabelle erkennen,
1) Im Original offenbar ein Druckfehler(1933). 2) Während des Versuchs gestorben.


