1. November.
Thiermedicinische
Rundschau ete.
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oft bis zu 20 Bacillen. Bei längerer Pauer der Krankheit verschwinden die Bacillen zuletzt und es lassen sich nur einige in den Mesenterialdrüsen nachweisen. In solchen Fällen ergeben auch nur Culturen aus Mesenterialdrüsen positive Resultate.
Jungere Thiere sind empfänglicher für den Typhus als ältere. Die Aufnahme der Typhus- vacillen pei Hunden erfolgt meist mit der Nah- rung und dem Getränk, und der Magensaft ver- nichtet nicht die Bacillen, wie besondere Ver- suche des Verf. zeigten. Auch von den Athmungs- organen aus kann eine Infection erfolgen.
Die Typhusbacillen haben die grösste Aehn- ichkeit mit den Bacillen des Abdominaltyphus des Menschen. Ob beide identisch sind, bleibt vorläufig unentschieden.
Aus diesem Theil seiner Versuchsergebnisse kommt Verf. zu dem Schlusse, dass der Typhus der Hunde eine wohlcharakterisirte Infections- krankheit darstellt, die bisher zur Staupe gezählt wurde. Die Krankheit wird durch Baeillen ver- ursacht, welche mit den Bacillen des Abdominal- typhus des Menschen die grösste Aehnlichkeit haben; auch sind die Krankheitserscheinungen und die pathologischen Veränderungen bei Hunden vielfach ähnlich dem des Abdominaltyphus. Der Hundetyphus lässt sich auf Katzen, Kaninchen, Meerschweinchen, weisse Mäuse und Ratten über- tragen. Die Bacillen des Hundetyphus haben eitererregende Figenschaften. Ihre Virulenz nimmt in Culturen allmählich ab. ihre Lebensfähigkeit erhält sich in denselben gegen 5 Monate.
Zu den weiter unter dem Namen Staupe his- her zusammengefassten Krankheiten zählt dann Verf. die eigentliche Hundestaupe. Diese tritt am häufigsten von allen unter dem Namen
Staupe zusammengefassten Krankheiten auf. Die
Organismen derselben entwickeln sich auf den gebräuchlichen Nährböden entweder gar nicht oder sehr schlecht und Reinculturen dieser Mikro- organismen sind sehr schwer herzustellen. In alfen Fällen der Hundestaupe wurden im Blute in den Transsudaten, in der Milz und in anderen Organen kleine, etwas gebogene, in Gruppen beisammenliegende Bacillen nachge- wiesen. Culturversuche mit denselben gaben stets negative Resultate. Bei gesunden Thieren sind diese Organismen nicht zu finden. Verimpfungen dieser Culturen auf Meerschweinchen riefen weder eine örtliche, noch eine allgemeine Reaction hervor. Dagegen gingen zwei der geimpften Hunde an ausgesprochener Staupe ein und es fanden sich im Blute und in der Milz eine grosse Menge der genannten Staupebacillen.
Alle weiteren Untersuchungen zeigten, dass
kleiner, in Gruppen beisammenliegender, oft zu zweien unter einem Winkel zusammenhängender Bacillen nachzuweisen ist. Dieselben färben sich gut mit allen Anilinfarben, gedeihen nicht pei Zimmertemperatur auf den gebräuchlichen Nähr- põden, im Thermostaten bei 33— 35 Grad C. bilden sie in der sich verflüssigenden Gelatine wolkige Trübung und senken sich zu Boden.
An der Staupe können ganz junge, sowie ausgewachsene und ältere Hunde erkranken. Die sog. nervöse Form der Staupe ist nach des Verf. Ansicht weiter nichts als ein Folgezustand dieser Krankheit und entwickelt sich infolge von Trans- sudaten im Gehirn und Rückenmark, die bei der Staupe stets in mehr oder weniger ausgesprochenem Grade vorhanden sind. Der Umstand, dass die Staupebacillen so schwer auf den gebräuchlichen Nährböden gedeihen, erklärt die noch vorhandene Lücke in der Litteratur über die Aetiologie der Staupe.
Als dritte Krankheit der Hunde, welche pisher unter dem Namen Staupe der Hunde be- schrieben. jedoch von dieser zu trennen ist, nennt Verf. das Typhoid der Hunde. Das Typhoid hat grosse Kehnlichkeit mit dem Typhus, ist aber ätiologisch vom Typhus verschieden und wird durch einen charakteristischen, vom Typhus verschiedenen Bacillus verursacht. Im Blute, in den Transsudaten, in der Milz und Leber wurden vermittelst Färbung in Gruppen liegende kleine Bacillen constatirt, die grosse Aehnlichkeit mit den Staupebacillen hatten, nur waren dieselben etwas kleiner und dünner. Besonders zahlreiche Bacillen enthielt die Milz. Die Bacillen färbten sich gut mit Fuchsin, Gentianaviolett. Methylviolett und auch nach dem Gram'schen Verfahren.
Der Mikroorganismus wirkt besonders deletaer auf junge Hunde. Auf andere Thiere ausser auf junge Hunde gelang es nicht, das Typhoid zu übertragen.
verf. zicht als Gesammtergebniss seiner Untersuchungen folgende Resultate: Sowohl die khinischen Symptome, als auch der pathologisch- anatomische Befund bei allen drei bisher unter dem Namen„Hundestaupe“ beschriebenen Krank- heiten haben grosse Aehnlichkeit miteinander; nur eine genaue mikroscopische Untersuchung der specifischen Mikroorganismen gestattet eine genaue Gruppirung dieser Krankheiten. Die Typhusbacillen finden sich meist einzeln im Blute und den inneren Organen. Die Staupebacillen und Typhoidbacillen liegen meist in Gruppen zu- sammen. Die Typhusbacillen färben sich schlechter mit Fuchsin und entfärben sich beim Gram'schen
Verfahren, was bei den Staupe- und Typhoid-
Leber in allen Fällen von Staupe eine Menge
im Blute, in den Transsudaten, in der Milz und pacillen nicht der Fall ist.
Die Typhus- und Typhoidbacillen geben auf Agar, Gelatine und
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