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24 Thiermedieinische Rundschau etc. 1891 No
nächsten Nummern berichtet werden. Ein Vortrag aus der thierarzt nach Siegen versctzt. Kreisthierarzt Koschardt allgemeinen Sitzung der Naturforscher und Aerzte befindet von Schlawe nach Koelleda.
sich schon in dieser Nummer.
Die nächste Versammlung der deutschen Maturforscher und Aerzte wird in Nürnberg statifinden.
— Bezüglich der Anstellung von Schlachthof⸗ inspectoren in Preussen wird uns ein Specialfall mit- getheilt, der eine Entscheidung des Oberpräsidenten her- beigeführt hat. Aus den Acten geht hervor, dass Schlacht- hofinspectoren als auf Lebenszeit angestellt anzusehen sind, wenn ihre Anstellung nach den Bestimmungen der be- treffenden Städteordnung und ohne weitere Einschränkung nach Ablauf ihrer Probedienstzeit erfolgt ist Wo keine Probedienstzeit stattgefunden und vereinbart ist, gilt die Anstellung sogleich auf Lebenszeit
— Megen Verkaufs der Milch von Kühen, die an Maul- und Klauenseuche litten, verurtheilte die Strafkammer in Halle jüngst einen Rittergutsbesitzer zu 1000 Mk. Geldstrafe event. 3 Monaten Gefängniss und wegen unterlassener Anzeige zu 100 Mk. Geldstrafe. Der Staats- anwalt hatte 3 Monate Gefängniss und 3 Wochen Haft be- antragt.
— Der mit allen Erfordernissen der Neuzeit aus-
gestattete Schlacht- und Vichhof in Nürnberg ist vor Kurzem eröffnet worden. Die Oberleitung desselben ist einem Thierarzt übertragen worden
— Theoretisch-practische Fleischschaucurse für Proviantamtsbeamte, Intendanturbeamte und Tahl- meister der Landarmee. Nachdem das kaiserliche Marineamt zu Beginn d. J. einen theoretisch practischen Fleischschaueursus für Marineärzte und Marinebeamte unter Leitung des Privatdocenten Dr. Schneidemühl in Kiel versuchsweise hat abhalten lassen, ist auch das preussische Kriegsministerium der Einrichtung solcher Curse für Proviantamtsbeamte und Zahlmeister näher getreten. Die königlichen General-Commandos sind beauftragt worden, jährlich einen solchen Cursus für die genannten Beamten der Garnison einzurichten und mit der Leitung desselben den Corps-Rossarzt bezw einen Oberrossarzt zu beauftragen. Im Januar n. J. soll darüber berichtet werden, ob die dauernde Einrichtung bezw. die Wiederholung der Qurse in angemessenen Zeitsbschmitten empfohlen werden kann, sowie schliesslich, ob auch an anderen Garnisonsorten gleiche Curse unter Leitung von Oberrossärzten abzuhalten wären. Das königl. preussische Kriegsministerium hat ausserdem sämmtlichen General-Commandos Abschrift des Lehrplanes übergeben, wie ihn der oben genannte Dr. Scheidemüh! bei dem Gange seines Unterrichts ausgearbeitet und dem kaiserl. Marineamt mitgetheilt hatte.
Der vorstehende Erlass des preussischen Kriegs- ministeriums überträgt den höheren Militärthierärzten wichtige Aufgaben im Interesse der Gesundheitspflege. Mögen die betheiligten Thierärzte die Aufgabe zur Zu- friedenheit erledigen; sie werden damit sich und der thier- medicinischen Wissenschaft einen Dienst erweisen.
Personalien.
Anstellungen. Thierarzt Hintzen zum Schlachthaus- verwalter in Kleve. Thierarzt Simon zum Schlachthaus- inspector in Rathenow. Oberrossarzt Jerke zum Schlacht- hofinspector in Lüben. Thierarzt Füllbier zum Schlacht- hofinspector in Freiberg in Schlesien. FKreisthierarzt Dr. Mehrdorf, zum Departementsthierarztin Königsbergi. Pr. Thierarzt Warnke zum Kreisthierarzt in Küstrin. Thier- arzt Kalteyer zum Kreisthierarzt in Usingen. Thierarzt Freyer zum Kreisthierarzt in Graudenz. Thierarzt Dam- mann zum städtischen Thierarzt in Berlin. PThierarzt Rievel zum anatomischen Assistenten in Hannover.
Versetzungen. Kreisthierarzt Wenderhold zum Kreis⸗
Militärische Stellungen. Mit Wahrnehmung vacanter Veterinärstellen in Bayern wurden beauſtragt die Veterinäre Göbel vom 3. Feld-Artill.-Regmt. Hiller vom 3. Feld- Artill-Regmt Günther im 2. Chev-Regmt. Baumgart im 2. Ul.-Regmt. Zu Rossärzten des Beurlaubtenstandes wurden ernannt die Unterrossärzte der Reserve: Nehls, Haubold, Wolf und Thoss.
Niederlassungen und Wohnsitzveränderungen. Distrikts- thierarzt Rohr von Dahn nach Speyer. Thierarzt Dor- mann in Seessen. Thierarzt C. Löhr von Seessen nach Börsum(Braunschweig). Thierarzt Alois Strauss von Dillingen in Wewding(Bez. Donauwörth). Thierarzt Schneeweiss in Krappnitz i. Schl.
Todesfälle. Kreisthierarzt Güttler in Niesky.
Offene Stellen. Offene amtliche Stellen im deutschen Reiche.
[Es werden hier nur diejenigen offenen Stellen stets mit- getheilt, welche seit Erscheinen der vorhergehenden Nummer entweder neu hinzugekommen oder von Neuem ausgeschrieben worden sind. Stellensuchende Thierärzte müssen deshalb auch die vorhergehenden Nummern durchsehen.]
— Schlachthofinspectorstelle in Ludwigslust. Fixum ausser freier Wohnung und Feuerung 1800 Mk. Bewerbung an den Magistrat.
— Schlachthofthierarztstelle in Rastenburg. Gehalt 2200 Mk neben Wohnung und Feuerung. Bewerbungen an den Magistrat.
— Schlachthofinspectorstelle in Deutsch-Eylau. Ge- halt 2100 Mk. nebst freier Wohnung, Heizung und Be- leuchtung.
— Schlachthofthierarztstelle in Düsseldorf. Gehalt 2700 Mk. und freie Wohnung. Bewerbungen an den Magistrat
— Kreisthierarztstelle des Kreises Frankenberg. Zu- lage 300 Mk. Bewerbungen innerhalb 4 Wochen an den Regierungspräsidenten in Kassel.
— kKreisthierarztstelle des Kreises Schlawe. Be- werbungen an den Herrn Regierungspräsidenten in Köslin.
— Kreisthierarztstelle des Kreises Montjoie. Zulage etwa 650 Mk. Bewerbungen bis 15. Nov. an den Land- rath Herrn Sasse zu Montjoie.
— kKreisthierarztsteſie des Kreises Büren. Zulage 800 Mk. Bewerbungen bis 1. December an den Herrn Re- gierungs-Präsidenten in Minden.
offene nichtamtliche Stellen im deutschen Reiche.
— In Grünberg in Schl. Auskunft vom Magistrat.
— ln Laage in Mecklenb. Näheres vom Magistrat.
— ln Petershagen a. d. Weser.
— In Treptom a. d. Rega. Remuneration 600 Mk. Bewerbungen an den Magistrat.
Briefwechsel.
Herrn L. in G. Ein solches Buch ist uns nicht be- kannt. Man muss gegebenen Falls aus der periodischen Litteratur das Wichtigste zusammenstellen.
Herrn K. in D. Die BRegierung ist Landespolizei- pehörde und als solche befugt durch ihre technischen Or- gane(Departements- und Kreisthierärzte) öffentliche Schlacht- häuser besichtigen zu lassen. Dass das Schlachthaus eine städtische Einrichtung ist, bleibt dabei nebensächlich. Eine Berufung würde demnach aussichtslos sein.
Für den Inhalt(excl. Inseratentheil) verantwortlich: der Herausgeber.— Druck und Verlag von Wilhelm Knapp in Halle a. S.


