1. Oetober.
PThiermedicinische Rundschau ete.
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lebter Staubarten(Russ)]), so lässt sich der Schluss ziehen, dass die weitaus grösste Mebrzah! d er in die Lungen eindringenden Tuperkel- keime von den physiologischen Kräften des Organismus vernichtet wird und entweder im Lungenparenchym selbst oder innerhalb der Lymphbahnen dem Untergang anheimfällt. Von vielen Tausenden von Tuberkelpilzen, die staub- förmig in die Lunge eindringen, werden dem- nach immer nur einzelne zum Haften und zur Vermehrung gelangen können.
Giſt von beliebigen Organen(Verdauungstractus, Peritoneum, Subeutis) aus in den Körper einge- drungen sein kann. Wenn demnach der Ort der Erkrankung nicht immer abhängig ist von der Fintrittspforte des tuberculösen Virus, so muss nicht jede Tuberculose der Lungen auf Inhalations- infection zurückgeführt werden(Beispiel: Pis- Seminirte subacute Lungentuberculose bei Kindern).
In Bezug auf die primäre Tuberculose des Hodens, der Knochen und Gelenke
muss eine latente hämatogene Infection angenom-
Die loeale Prädisposition der Lungen- men werden, wobei das Gift von irgend einem Organ(Lunge, Schleimhäute) aus eindringt ohne
spitze für die Aufnahme und Vermehrung des tuberculösen Giftes beruht wahrscheinlich auf mehreren Factoren, wobei die wangelhafte Func- tion dieses Lungentheils(mangelhafte In- und Exspirationsbewegungen) die epistatische und ma- rantische Anämie und wahrscheinlich auch konio- tische Reizzustände eine wesentliche Rolle spielen. Die fortgesetzte Inhalation mancher Staubarten—
pesonders mineralischen und metallischen Staubes
— macht die Lunge in hohem Grade disponirt zur tuberculösen Infection, ebenso wie gewisse con- stitutionelle Finflüsse, z. B. Anämie, Diabetes, chronische Verdaungsstörungen, Gefangenschaft ete.
Spuren zu hinterlassen, ungefähr wie die infec- tiõse primäre septisehe Endocarditis oder die in- fectiõse Osteomyelitis kryptogenetisch durch hä- matogene Infection entstehen.
Die Tuberculose des Kehlkopfs entsteht in der Regel auf dem Wege der intrabronchialen und intratrachealen Autoinfection, durch Ver- schleppung des infectiösen Bronchial- und Lungen- secretes, wobei die Stagnation der Sputareste in den Buchten der Kehlkopfschleimhaut die locale
Infeetion begünstigt. Die relative Seltenheit der
ulcerösen Kehlkopftuberculose bei Kindern hängt
Das tuberculöse Gift vermag— nament- mit der geringeren Häufigkeit der Lungencavernen lich bei Kindern und jüngeren Individuen— das und dem rascheren Verlaufe der Kindertuberculose intacte Lungengewebe zu passiren, um in zusammen.
den intrathoracischen Lymphdrüsen(Bronchial- drüsen) sich festzusetzen und zu vermehren. Von
Die obere Hälfte des Verdauungstractus: Mund- und Rachenhöhle, Oesophagus, Magen,
den pronchialen und mediastinalen Drüsen aus Duodenum und Jejunum sind für die Ansiedlung findet dann öfters eine regionäre Verschleppung der Tuberkelpilze wenig disponirt; die Prä-
des auch auf die centralen Theile der Lungen, auf die Pleuren und das Pericard statt.
Bei einigermassen resistenten Individuen zeigt sowohl die localisirte Spitzentuberculose, wie auch die Tuberculose der intrathoracischen Lymphdrüsen eine ausgesprochene Neigung zu langsamem Fort- schreiten, zum chronischen Verlauf, zur Obsolescenz und Verödung mit Bildung bindegewebiger schie- ferigschwieliger Narben. Verkalkung und schliess- lich zur vollständigen Heilung. Jede suspecte Spitzenaffection der Lunge und wahrscheinlich auch jede analoge⸗Affection der Lymphdrüsen ist als infectiös und nicht geheilt anzuschen, so lange noch käsige und käsig-kalkige Producte vorhanden sind. Als vollständig geheilt sind nur jene Fälle anzuschen, die als einfache narbige Schwielen mit oder ohne kalkige Einlagerungen angetroffen werden.
Die allgemeine Prädisposition der Lunge für die Ansiedlung, Vermehrung und den Durchtritt des tuberculösen Giftes— ähnlich derjenigen der Lymphdrüsen und der Milz— zeigt sich weiter- hin auch in dem Auftreten der metastati- schen Tuberculose der Lunge, wobei das
Giftes auf die benachbarten Drüsen, wie
dilectionswege bei der intestinalen In- fection sind die Lymphfollikel des Ileum und des Dickdarms; im Vergleich mit anderen Organen(Lungen) ist der Intestinaltractus jedoch weniger disponirt und offenbar widerstandsfähiger gegenüber dem tuberculösen Gifte. Lehrt doch die experimentelle Erfahrung, dass dieselbe Gift- menge, welche von der Subeutis und vom Peri- toneum aus sicher tödtet, bei der Fütterung er- heblich weniger gefährlich ist.
Auf der anderen Seite vermag das tubereulöse Gift zweifellos die Schleimhaut der oberen Ver- dauungswege(Rachen) zu passiren und eine pri- märe Localtuberculose der Halslymphdrüsen zu erzeugen. Die Schleimhäute der Kinder sind in dieser Richtung offenbar leichter durchgängig als die der Erwachsenen. Die primäre Tuberculose der Halslymphdrüsen(tubereulöse Serophulose) der Kinder entsteht in dieser Weise durch das in die Anfänge des Verdauungstractus(oder auch der Respirationswege) eingedrungene Gift(Jah- rungs- und Luftinfection), wobei auch zufällige Verunreinigung eine Rolle zu spielen vermäg.
Die Darmtubereulose kommt selten als primäre, weit häufiger als secundäre Erkrankung vor.
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