1. October.
Thiermedicinische Rundschau etec.
Greve-Borken i. Westf 10 Mk.; von dem Verein schle- sischer Thierärzte 300 Mk.; von der Redaction der Zeitschrift für Veterinärkunde zu Berlin 80 Mk.; vom Rem Dep.-Rossarzt Stottmeister- Flottwell 10 Mk.; vom Thierarzt Ahrend-Oremlingen 20 Mk.; vom Thierarzt Damann-Helmstedt 10 Mk.; vom Phierarzt Hilpert- Braunschweig 20 Mk.; vom Thierarzt Hoffmeister-Lem- menstedt 20 Mk; vom Thierarzt Isernhagen-Holzminden 10 Mk.; vom Thierarzt Lies-Braunschweig 20 Mk.; vom
Thierarzt Löhr-Königslutter 3 Mk.; vom Thierarzt Ritter- Wolfenbüttel 20 Mk.; vom Thierarzt Saake-Wolfenbüttel 20 Mk.; vom Thierarzt Schrader-Helmnstedt 10 Mk.; vom
Thierarzt Uhde-Gandersheim 20 Mk.; vom Wittlinger-Hessen 3 Mk. In Summa 1231 Mk. 30 Pfg.
Thierarzt
Zurückgesandt wurden an die Buchhandlung von Zick- feldt zu Osterwieck, weil nur von Thierärzten Beiträge zum Gerlach-Denkmal angenommen werden sollen, die s. p.
eingesandten 20 Mk., bleibt 1211 Mk. 30 Pfg. Hierzu die laut Veröffentlichung vom 6. März 1889 eingegangenen 17213 Mk. 70 Pfg, im Ganzen 18425 Mk.
Damit alsbald der an dem Fonds noch fehlende Geld-
betrag zusammengebracht werde, bitte ich um weitere Bei- träge. Münster, den 13. September 1889. k Dr. Steinbach, Kassirer für das Gerlach-Denkmal.
Kleine Mittheilun gen.
— Ueber die Infectiosität des Fleisches bei Tuber-
kulose machte Prof. Bollinger auf dem letzten Ober- bayerischen Aerztetag Mittheilung Zunächst hatte Dr. Kast-
ner im pathologischen Institut zu München Versuche mit
dem Fleischsaft perlsüchtiger Rinder angestellt, wobei
sich ergab, dass durch Ueberimpfung derartigen Fleisch⸗ saftes auf Meerschweinchen Tuberkulose nicht zu erzeugen
ist. Weitere Versuche des Dr. Steinheil¹), wobei das Muskelfleisch von Menschen verwendet wurde, die an Lungentuberkulose gestorben waren, ergab das nicht er- wartete Resultat, dass sämmtliche Impfungen ein positives Ergebniss lieferten. Die Möglichkeit, dass auch bei
Theile desselben
2. Kleinvieh und Pferde: Kälber 150 642, davon waren ungeniessbar 64 Stück, Schafe 30 360, davon waren ungeniess bar 20 Stück, Ziegen 7 795, davon waren ungeniess- lar 4 Stück, Schweine 190055 davon waren ungeniessbar 78 Stück, zusammen 373852, davon waren ungeniessbar 166 Stück. Pſerde 1002, davon waren ungeniessbar 12 Stück.
Nothschlachtungen. Grossvieh: Ochsen 368, davon waren ungeniessbar 14 Stück, Farren 72, davon waren ungeniessbar 11 Stück, Kühe 5214, davon waren ungeniess- bar 860 Stück, Rinder 1035, davon waren ungeniessbar 94 Stück, zusammen 6689, davon waren ungeniessbar 979 Stückh. Kleinvieh: Kälber 1175, davon waren un- geniessbar 52 Stück, Schafe 75, davon waren ungeniessbar 1 Stück, Ziegen 48, davon waren ungeniessbar 4 Stück, Schweine 1151, davon waren ungeniessbar 74 Stück, zu- sammen 2 449, davon wareu ungeniessbar 131 Stück.
— Verwaltungsbericht des öffentlichen städtischen Schlachthofes in Kiel für die Zeit vom 1. April 1888 bis Ende März 1889 Erstattet von dem Vorsteher des Schlachthauses, Thierarzt Ruser. In dem genannten Zeit- raume wurden 940 Ochsen, 936 schwere Bullen, 2801 Kühe, 1583 fette Quien, 455 leichte Bullen, 472 Starken, 6322 fette Kälber, 17 207 Schweine, 2712 Schafe, 3626 Lämmer, 49 Ziegen, 8307 nüchterne Kälber, 510 Pferde geschlachtet; im Ganzen 45 920 Thiere. Von diesen Thieren wurden 250 ganze Thiere beanstandet und der Akademie über- wiesen, und zwar 3 Ochsen, 3 Bullen, 157 Kühe, 11 Quien, 1 fettes Kalb, 61 Schweine, 4 Schafe resp. Lämmer, 7 nüch- terne Kälber und 3 Pferde. Wegen Tuberkulose wurden 170 ganze Thiere(163 Kühe, 3 Bullen, 3 Ochsen, 1 Kalb) und 606 Organe beanstandet.
— Auf Veranlassung der Königl. Regierung in Schles- wig wird seir dem 1. April d. J. über das Vorkommen von Tuberkulose bei geschlachteten Rindern in jedem einzelnen Falle, gleichgültig ob das ganze Thier oder nur erkrankt oder beanstandet sind, unter genauer Angabe des Signalements und des Grades sowohl
als auch der erkrankten Organe, seitens der Schlachthof-
Verwaltung, letztererer
schweren Fällen von Rindertuberkulose das Fleisch nicht
ganz unverdächtig ist, dürfte weiter zu prüfen und zu
diseutiren sein.(Münch. med. Wochenschr.) — Antipyrin geht in Combination mit verschiedenen
anderen Arzneikörpern leicht Zersetzungen ein.
So bildet
sich in einer Mixtur die 4,0 Antipyrin und 5,0 Ohloral-
hydrat auf 15,0 Wasser enthält, eine miſchige Trübung und eine ölige Flüssigkeit scheidet sich ab. Bei Combi- nation von Antipyrin mit Extract der Chinarinde entsteht
ein Niederschlag, der fast sämmtliche wirksame Bestandtheile Wur Weise über den Grad und die Ausbreitung der Tuberkulose
enthält, während in der Flüssigkeit kaum noch Spuren von Alkaloid oder Antipyrin zurückbleiben.(Pharm. Journ.)
Antipyrin verträgt sich endlich, wie ein Münchener Col⸗
lege mittheilt, auch nicht mit salicylsaurem Natron; Pulver, welche ein derartiges Gemisch enthalten, bilden nach kürzester Zeit eine schmierige Masse. Man thut daber wohl am besten, das Mittel aliein, lediglich unter Beisatz eines Geschmackscorrigens zu verordnen.
(M. M. Woch. No. 31.)
— Ueber die im Jahre 1888 im Grossherzogthum
den Bad. thierärztlichen Mittheilungen folgende Angaben: 1. Grossvieh: Ochsen 21824, davon waren geniessbar 1 Stück, Farren 6 797, davon waren ungeniess- bar 3 Stück, Kühe 25993, davon waren ungeniessbar 187 Stück, Rinder 77 636. davon waren ungeniessbar 24 Stück, zusammen 132049, davon waren ungeniessbar 215 Stück.
¹) Ueber dieselben soll werden.
eingehend berichtet
später Der Herausgeber.
un-
dem Verkäufer oder Züchter, soweit zu ermitteln war, mit folgendem Bemerken Mittheilung gemacht:
„Vu ihrer Information theilen wir nach Anordnung der Königlichen Regierung Ihnen Obiges hierdurch mit, um Sie in den Stand zu setzen, die zur Tilgung, sowie zur Verhütung der Verbreitung und der Vererbnng ge- eigneten Massnahmen treffen zu können.“
Die Schlachthof-Verwaltung. Es wäre gewiss sehr zu wünschen, wenn ein gleiches Verfahren an allen deutschen Schlachthöfen eingerichtet würde. Auf diese Weise würden die Landwirthe in bester
in ihrem Viehstande unterrichtet.
— Kosten für Untersuchung holländischen Zucht- viches auf Freiheit von ansteckenden Krankheiten bei der Einfuhr über die Grenze des Deutschen Reiches. Sr. Excellenz der Herr Minister für Landwirth- schaft, Domainen und Forsten hat in einer Verfügung an den Herrn Oberpräsidenten von Westfalen, das Nachstehende angeordnet:
Die beamteten Thierärzte haben für die in Rede ste-
Baden vorgenommenen Schlachtungen entnehmen wir henden Untersuchungen und für die Ausstellung der Be-
fundscheine zu liquidiren: I. Wenn die Untersuchung an ihrem Wohnorte statt-
gefunden hat, an Gebühren:
für 1— 10 Thiere 3 Mk. für 61— 70 Thiere 21 Mk. „ 11— 20 6 0 8„„3 — 13 „mnn00 51— 60 5 1
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