1. September.
Thiermedicinische Rundschau ete.
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2. Bei Hunden werden vom Naphthalin nach Mikroorganismen nachweisen, die durchaus 1
keine
innerer Verabreichung nur sehr kleine Mengen Bezichung zum Scharlach haben können, 2. B. resorbirt, denn nach einmaliger Application selpst den Staphylococcus eitreus, den Kartoffelbacil-
sehr grosser Gaben(6,0 und darüper) gelang der
Verimpfungen dieses Bacillus auf
Nachweis des Mittels im Harn überhaupt nicht, Kaninchen und Meerschweinchen haben ein ne-
und bei längerem Gebrauch(3mal täglich je 0,8 in Pillenform) fanden sich erst nach Verabreichung der 9. Posis Spuren des genannten Mittels im Harn. Es durfte sich demnach das Naphthalin,
wenigstens pei Hunden, nicht zur Przielung eine
gatives Resultat ergeben.
Ausser den zwei von Klein und Edington angegebenen Mikroorganismen konnte Rasskin besonders häufig einen Mikrococcus nachweisen,
r der morphologisch entschieden von allen bekann- entfernten Wirkung, z. B. zur Pesinfection des ten Mikroorganismen abweicht.
Im Blute ist
Vrins bei Blasenkatarrhen, eignen, während die dieser Mikrococeus in den frühesten Krankheits- obigen Mittel(Hydrargyrum salicylicum. Oy stadien zu finden und nur in schweren Fällen naphthoösäure und Sozojodol) nach dieser Richtung konnte man ihn noch am 4. pis 5. Kranheits-
hin, wie dies ebenfalls schon von Ellenberger
Hofmeister und Langgaard angedeutet worden ist, sicherlich noch eine erfolgreiche therapeutische
Verwendung finden dürften. Hierüber hofft Vert
zu können.
tage nachweisen. Charakteristisch ist die Lage der Coccen in den weissen Blutkörperchen: ist das Präparat nach Gram gefärbt, so erscheinen
sie entweder einzeln oder zu zwei plau getfärbt; sehr bald in einer besonderen Arbeit perichten
sie sind von verschiedener Grösse, und wo sie als Piplococcen erscheinen, ist einer von ihnen
Infectionskrankheiten.
grösser und besser gefärbt als der andere. In den Fällen, wo die Kranken während der ersten
6 4 Tage der Krankheit zu Grunde gegangen sind Zur Frage über die Aetiologie des Scharla chs. S
Von Frau Rasskin.(Vortrag. Vers. russ. Aertzte. Tage-
blatt 1889).
Die Mehrzahl der Arbeiten, die pis jetzt über dieses Thema veröffentlicht worden sind, ver⸗ dienen keine Aufmerksamkeit; von grösserem In-
teresse sind nur zwei Arbeiten. dié fast gleich- zeitig im vorigen Jahre erschienen sind. Es sind dies die Arbeiten von Klein, der den specifis chen Scharlacherreger in seinem Mikrococcus scar- latinae, und die von Edington, der denselben im Bacillus scarlatinae gefunden hat. Frau Rasskin hat nun im vorigen Jahre eine Reihe von klinisch- pacteriologischen und experimentellen Untersuchungen über die Aetiologie des Schar- lachs angestellt und ist dabei zu dem Resultate gelangt, dass der Mikrococeus scarlatinae Klein's keine directe Bezichung zur Entstehung des Scharlachs besitzt. sondern nur pei den ver- schiedenen schweren Complicationen dieser Krank- heit eine wesentliche Bolle spielt. Den Bacillus scarlatinae Bdington's hat Referentin nur in sehr seltenen Fällen in Culturen von Blut und Schuppen bekommen können. Es wurde das Blut von mehr als hundert Scharlachkranken zwischen dem 2. bis 14. Krankheitstage mikros- copisch und bacteriologisch untersucht, und nur in 4 Fällen war in den Culturen Edington's Bacillus zu beobachten; in den mikroscopischen Präparaten des Blutes war letzterer kein einziges Mal zu finden gewesen. In den Schuppen ist er in der That sehr häufig zu finden gewesen und, wie Edington angegeben hat, häufiger in den späteren als in den früheren Stadien, allein nicht minder häufig konnte man dort auch andere
konnte wan den Mikrococens auch in den inneren
Organen— im Pharynx, in der Leber, in den Nieren, in den Lungen, in der Milz und auch in der Haut— nachweisen. In den Schuppen
konnte man ihn constant finden. Der peschriebene Mikrococcus erwies sich als FKrankheitserreger für Kaninchen und Meer- schweinchen. Bei directem Einführen einer reinen Bouilloncultur ins Blut dieser Thiere gehen diese Thiere am 5. bis 6. Tage zu Grunde, wobei die Mikrocoecen die oben geschilderte charakte- ristische Lage in den weissen Blutkörperchen einnehmen. Da jedoch bei den Phieren eine echte Scarlatina nicht hervorgerufen war, so hält Frau Rasskin die Frage über die Specificität dieses Mikrococeus für Scharlach noch nicht für entschieden, empfiehlt aber ihren Befund einer ferneren Nachuntersuchung.
Mittheilungen aus Vereinen und Versammlungen.
— Auszug aus dem Bericht der XV. General-Ver- sammlung des thierärztlichen Provinzial-Vereins für Posen. Abgehalten am 27. Mai 1888 in Mylius' Hotel zu Posen.
Es sprach sodann Departementsthierarzt Heyne- Bromberg über den„diphtheroiden Katarrh der Respirations- schleimhaut beim Pferde.“ Redner führte Folgendes aus:
„Meine Herren. Im verflossenen Jahre habe ich zwei
Mal, in meinem früheren Wirkungskreise, Obornik, Gelegen- heit gehabt, eine Prkrankung unter den Pferden zu péob- achten, die während des Lebens der letzteren den Rotz- verdacht in hohem Grade erweckte, ohne dass sich jedoch dieser Verdacht bei der Section bestätigte. Missfarbiger
Nasenausfluss, ulcerative Entzündungen der Nasenschleim-
haut, theils diphtheritischen Charakters, harte Drüsen-
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