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Thiermedicinische Rundschau ete. 1887. No. 4.

Endlich meine Herren, wollen Sie auch mit den Studirenden der übrigen thierärztlichen

Hochschulen des Deutschen Beiches das Band der Collegialität. durch die Förderung aller guten Werke, welche uns in unserm Berufe einigt, pflegen und nach pesten Kräften festigen.

60 weihe ich dieses Banner unserer Hochschule als ein Symbol des studentischen Geistes der Ehrfurcht vor S. Majestät, unserm Eabenen Kaisen und Könige und vor

Seinem Königlichen Hause der Liebe zum deutschen Vaterlande der PMflege echt vissenschaftlichen Strebens der bestHndigen 4rbeit æur VFhrderung der Bildung und

Gesittung der persbnlichen Erenhaſtigheit und der Würde des thierdretlichen Berufes

Vnd nn Hochansehnliche Versummlung! Tassen Sie uns diesen feierlichen 4ct besieheln mit dem Wunsche, der uns Allen in diesem Ahenhliche am Hereen liegt⸗

Möge die Königliche Mierdretliche Hochschule eu Berlin, Fiir welche dies Banner ſortan ein Teitstern sein wird, ihren Aufyaben stets voll und hane heniigen und als Ppflanestitte der wissenschuſtlichen Lehe und Forschung auf der Nohe der Zeit sich erhulten/

Mge sie auf die studirende Jugend eine wirksume Anrehunh ühen, sich mit Eifer dem Studieum eæu widmen und ihre gesammte geistige Bildung mit der Liebe zum fach- abissen schaftlichen Berufe hurmonisch eu vereinigen

Mõhe sie auch den practischen Mierdreten unseres Pandes, deren Afhabe es ist, die Wissenschaft im Dienste des Staates, der Communal- Veruultung, der Landairthschaft nd des hewerhlichen Lebens nutehringend aneubenden, immen eine wahre Alma mater bleiben/

Mõhe sie alle⸗eit eine geachtete Stellung unter den vissenschaſtlichen Hochschulen Berlins und des weiten deutschen Faterlandes behaupten

ſpin viinschen meine Herren/ dass sie immerdar hlhe und gedeihe und behräft

tigen dies gemeinsum mit dem freudigen Rufe:

die thierärztliche Hochschule zu Berlin lebe hoch!

Minutenlanger Beifall und Hochrufe folgten dieser tief pewegt gesprochenen Rede. Der

Gesang des nachfolgenden von Dr. Schmalz gedichteten Bannerliedes beschloss dann den Act der Fahnenweihe, welcher für alle Theilnehmer unvergesslich pleiben wird.

Mel.:Der Gott, der Eisen wachsen liess.

Nun flieg, Pannier, und schweb' empor, Du sollst durch Sturm und Wetternacht

Steig' auf wit Adlers Schwingen, Als heller Stern uns führen; Um rauschend durch der Wolkenflor Wenn uns umtost der Feinde Macht Zum Sonnen-Licht zu dringen. Wirst unsern Muth du schüren; Der Ehre Bahn zieh' uns voran, Mag dich geleiten Sieg und Ruhm Der Treu' sei uns ein Zeichen. Zum Ziel auf allen Wegen: Wir alle folgen Mann für Mann, Mag nie an unser Heiligthum Nie woll'n von dir wir weichen. Des Buben Hand sich legen. Blickt auf dies Zeichen unverwandt,Wie meine Ehre heh'r und rein Ihr Brüder, und zum BundeWill ich dies Banner halten,

Beicht treu und fest Euch heut die HandZum Tode treu will ich ihm sein. Und schwört zu dieser Stunde:Mag Gott darüber walten.