1. October. Thiermedicinische Rundschau etec. 5
man demnach auch das Medicament zuerst nur⸗ beobachtete negativen Fälle. VDie anfänglich eum grano salis empfehlen können, so sei man widersprechenden Angaben über die Anwendung doch berechtigt, weitere Versuche anzustellen. des Eserin hätten gezeigt, dass es nicht gut ist,
In einem Schlusswort des Vortragenden fasst ohne Weiteres bei der Beurtheilung der Heil- derselbe das Ergebniss der Besprechung dahin wirkung solcher Mittel zur Tagesordnung über- zusammen, dass ein gut beobachteter positiver zugehen. Fall wichtiger sei als viele unvollkommen
(Fortsetzung folgt.)
Ueber Elektroendoskope.
In thierärztlichen Versammlungen ist gelegent- lich die endoskopische Methode der Untersuchung innerer Organe erwähnt, wie solche neuerdings in der Menschenheilkunde öfters verwerthet wird. Dem vön verschiedener Seite ausgesprochenem Wunsche, eine Abbildung des Apparates zu bringen, sind wir in der Lage zu erfüllen, indem wir dem im Verlage von Wilhelm Knapp in Halle er- schienenen Werke ¹) nachfolgende Zeichnungen
2— d
mit Genehmigung des Herrn Verlegers entnehmen. Die Beleuchtung geschieht mittels elektrischen 8 Lichtes. Der untersuchte Körpertheil wird durch G
entsprechende Spiegelvorrichtung der Besichtigung
durch den untersuchenden Arzt zugängig gemacht. Näher auf die Einrichtung dieser Instrumente, welche von Leiter in Wien gefertigt werden. einzugehen, gestattet uns der Raum nicht.
Fig. 1 stellt die elektrische Beleuchtung des Blasengrundes, Fig. 2 elektrische Beleuchtung der Blasenrückenwand und Fig. 3 Anwendung des Gastroskops dar. In Fig. 4 ist das Nitze- Leiter'sche Gastroskop für sich abgebildet. Um die sich entwickelnde Wärme zu mässigen, ist Wasserkühlung durch entsprechend angebrachte feine Röhren in dem Instrumente vorgesehn.
6 A
S
S8
—2
¹) Das Licht im Dienste der wissenschafclichen Forschung
von Stein. Infectionskrankheiten. Ueber Rauschbrand beim Pferde. Von Professor Bei einem an emphysematöser Geschwulst Semmer-Porpat.(Deutsche Zeitschr. für Thiermed., des rechten Hinterschenkels verendeten Pferde fand S. bei der Obduction die betreffende Extre-
Dem von Professor Hess im Canton Bern 1884 mität vom Kreuz bis zum Sprunggelenk, ebenso beobachteten Falle von Rauschbrand beim Pferde Hodensack und Praeputium geschwollen, durch fügt S. folgenden hinzu: 6Gase autgetrieben, mit blutig-Serös-suhkigem Ex-


