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gebissen.

Wegen Tollwuth sind im Departement Meurthe- et-Moselle 3 Hunde und im Departement des Vosges 7 Hunde getödtet worden; im Departement Meurthe-et-Moselle wurden 4 Personen gebissen.

Der Landesthierarzt,

Mittheilungen aus thierärztlich Versammlungen.

Versammlung des thierärztlichen Vereins in Westpreussen am 5. Juni d. J. in Danzig.(Vorläufige Mittheilung). Die Versammlung wird von dem Stellver- tretenden Vorsitzenden Kreisthierarzt Ollendorf-Elbing eröffnet und zunächst der Feier des 50 jährigen Jubiläums als Thierarzt seitens des Stabsarztes a. D. Bleich in Danzig gedacht. Der genannte College wird zum Ehren- mitglied des Vereins ernannt. Ausserdem wurden die Herren Professor Dieckerhoff-Berlin, Professor Püt?z- Halle, Professor Rabe-Hannover, Professor Esser-Göt- tingen zu Phrenmitgliedern des Vereins gewählt. Der stell- vertretende Vorsitzende und der Schriftführer Dr. Felisch- Graudenz werden auch für das folgende Jahr mit der Lei- tung des Vereins betraut. Als Vereins-Organ soll auch fernerhin die von Dr. Schneidemühl! herausgegebene Rundschau benutzt werden. Hierauf hält Herr Kreis- thierarzt Dr. Felisch einen eingehenden durch zahlreiche geographische Karten und mehrere Tabellen erläuterten Vor- tragüber die Verbreitung der Rotzkrankheit in Westpreussen in den 10 Jahren vom 1. April 1876 pis 31. März 1886(Der Vortrag soll später hier aus- führlicher mitgetheilt werden, Red.). A8 nächster Ver- sammlungsort wird Elbing gewählt, und zwar September 1888 gelegentlich der landwirthschaftlichen Provinzialaus- stellung daselbst.

Generalversammlung des Vereins schlesischer Thierärzte am 8. Mai 1887 in Breslau. Anwesend 23 Collegen. Vorsitzender Pr. Ulrich. Wegen Erkran- kung des Schriftführers Kreisthierarzt Barth-Breslau wird interimistisch Thierarzt Encke-Breslau mit diesem Amte betraut. scheinen, bittet den von ihm angekündigten Vortragüber die Nothwendigkeit gesetzlicher Massregeln gegen die Perl- sucht in der nächsten Versammlung halten zu dürfen.

Verein der sächsischen Oberlausitz zum 25 jährigen Stiftungs- feste die Glückwünsche des schlesischen Vereins übermittelt worden sind.

ber Verein beschliesst, auch ferner ausführliche Be- richte über seine Verhandlungen in der von Dr. Schneide- mühl herausgegebenen Rundschau zu veröffentlichen und

¹) Nach einer Mittheilung des Vorstandes war irrthüm-

Phiermedicinische Rundschau ete.

Tollwuth getödtet worden; 35 Personen wurden

Dr. Fiedler-Cosel, der verhindert ist, zu er-

Ferner theilt der Vorsitzende mit, dass dem thierärztlichen

jedem Mitgliede einen Bericht zu übersenden ¹). Kleinere

lich ein Protokoll an ein in Friedrichsberg bei Berlin noch

1887. No. 21.

Berichte sollen derSchlesischen undBreslauer Zeitung zugeschickt werden.

Herr Haselbach-Oppeln ergreift sodann das Wort zu seinem Vortrage überThymol wobei derselbe etwa Folgendes ausführt:

Thymol, ein dem Camphor ähnliches, aus der Labiate Thymus Serpyllum L. gewonnenes Pflanzenfett, wurde zu- erst von Volkmann-Halle in die Menschenheilkunde einge- führt und veröffentlichte dessen damaliger Assistent eine Broschüre über den Gebrauch und die Wirksamkeit des neuen Heilmittels, wodurch Referent auf dasselbe aufmerk- sam wurde. Derselbe gebraucht es seit 10 Jahren und wendet es vor allen anderen Desinfectionsmitteln nicht zum wenigsten seiner Billigkeit( gr= 15 Pf.) wegen mit dem besten Erfolg in den verschiedensten Fällen an. Was die Löslichkeit des Thymols anlange, so sei dasselbe leicht in Alkohol und Aether, schwerer in Kochendem, gar nicht in kaltem Wasser löslich. Persönlich wendet er zu Ausspritzungen 11 2000 heissen Wassers und zum Bestrei- chen von Wunden 1: 30 Ol. Olivar; an. Redner zieht Thymol unter allen Umständen dem Carbol vor, da es nicht nur frische und gut granulirende Wundflächen schaffe, Sondern auch schlechte und übelriechende Absonderungen in kurzer Zeit beseitige. Ganz vorzüglich sei aber das Mittel zu Ausspritzungen des Uterus bei resp. nach zurückgebliener Nachgeburt, wozu man 5 gr Thymol in 10 Liter heissem Wasser löst, die Flüssigkeit nach dem Erke n auf Flaschen ziehen und tägliech 23 mal je ½ Flasche einspritzen lässt. BRedner glaubt auch, dass durch mehrmalige Einspritzungen der angegebenen Lösung nach sonst ganz normal erfolgtem Abstossen der Nach- geburt dem Kalbefieber in den meisten Fällen vorgebeugt werden könne. Ueber Dosirung des Mittels zum imer- lichen Gebrauch, von dem sich Redner ebenfalls gute Dienste verspricht, ist leider noch nichts bekannt. Zum Schluss empfiehlt derselbe aus vollster Ueberzeugung das Mittel den Collegen zur fleissigen Benutzung. Debattirt wurde über diese Mittheilungen nicht.

Der ebenfalls von Herrn Haselbach angekündigte Vortrag überBeobachtungen von Stralenpilzen bei Schwei- nen und Rindern wurde, da jenem leider das Sprechen erschwert war, von dem Schriftführer aus derMonats- schrift des Vereins der Thierärzte Oesterreichs zur Ver- lesung gebracht.

Als Schlachthausthierarzt hat H. reichlich Gelegenheit, interessante Beobachtungen zu machen, da Tausende von Obduktionen häufig das schätzenswertheste Material liefern. Die von Duncker-Berlin zuerst beim Schwein festge- stellten Actinomyceten hat H. schon zu derselben Zeit ge- funden, das Gebilde aber wegen dessen äusserst subtiler Natur nicht für Actinomyces gehalten. Erst später ist es

redigirtes Blatt geschickt und von diesem aufgenommen worden. Den Abschnitt überVeröffentlichung der Berichte hatte jene in solchen und ähnlichen Sachen bekannte Re- daktion einfach unterdrückt; wohl aber unter dem Protokoll die Namen zweier Vorstandsmitglieder stehn lassen. Red.