34 Thiermedieinische Rundschau ete.

1886/87. No. 3

Es mag zugegeben werden, dass der ein- sichtige Offizier von jener Befugniss in Wirklich- keit nur selten und in ganz besonderen Fällen Gebrauch machen wird. Wie viele andere werden aber in der Vorstellung, es besser zu verstehn, recht häufig von jener Bestimmung Gebrauch machen. Die Bücher über Behandlung von Pferde- krankheiten, welche in den letzten Jahren von höheren Militärs verfasst worden sind. berechtigen recht sehr zu jener Annahme. Wenn wir ferner erwägen, wie noch in jüngster Zeit ein höherer Offizier in einem sehr verbreiteten militärischen Organ dem Militärwochenblatt der Homoeo- pathie grolse Lorbeeren streute und deren An- wendung bei Behandlung der Militärpferde em- pfahl, so dürfte es kaum ausbleiben, dass diese wissenschaftliche Lüge wie ein berühmter Gelehrter sagte gelegentlich einem Rossarzt zur Richtschnur bei Behandlung von Militärpferden pefohlen wird. An sich mag es für die Ver- breitung eines richtigen Urteilsüber jene gedankenlose Nachäfferei, in der sich kein Atom von Wahrheit und Vernunft befindet(Ellen- berger-Schütz, allgem. Therapie) sehr zweckmässig sein, wenn recht viel jeneBehandlung befohlen würde, allein das Ansehn der zuständigen Sach- verständigen des Heeres muss hierdurch aufs empfindlichste geschädigt werden. Wir wollen hier nicht erörtern, in welche Lage der jüngere und ältere Militär-Thierarzt durch solche An- ordnungen den unteren Militärchargen gegenüber gebracht wird, sondern wir wollen nur von Neuem darauf hinweisen, dass Liebe zum Beruf und Achtung vor seiner Stellung nimmermehr bei Personen erzielt werden kann, die nach mehr- jährigen Fach-Studien später durch die angeführten Bestimmungen ihr Thun und Lassen bei Behand- lung kranker Thiere nach event. Anordnung eines wenn auch gelegentlich sehr informirten Laien gestalten sollen.(Fortsetzung folgt.)

Gerlach-Denkmal. An Beiträgen sind eingegangen: Vom Verein württemb. Thierärzte(1. Rate) 300 M.; vom Thierärztl. Verein in Westpreussen(1. Rate) 200 M.; vom Thierärztl. Verein in Westfalen(1. Rate) 200 M.; vom Assistent H. Frick in Berlin 5 M.; vom Thierarzt Schramm in Poln. Wartenberg 6 M.; vom Oberrossarzt Börendt in Hannover 10 M.; vom Prof. Dr. Fröhner in Berlin 20 M.; vom Oberrossarzt Giesecke in Demmin 10 M.; vom Thier- arzt Fechner in Bernau 10 M.; vom Thierarzt Bergmann in Tennstädt 10 M. 5 Pf.; vom Oberrossarzt a. D. Mertens in Oranienburg 10 M.; vom Thierarzt Wellendorf in Schönberg(Holst.) 20 M.: vom Thierarzt Ewert in Teterow (Meckl.) 3 M.; vom Hofthierarzt Henger in Stuttgart 20 M.; vom Prof. Dr. Sussdorf in Stuttgart 15 M.; vom Kreis- thierarzt Kiefer in Czarnikau 10 M. 5 Pf.; vom Gestüt- Rossarzt Schadow in Leubus 5 M.; vom Thierarzt Feld- mann sen. in Lüneburg 10 M.; vom Kreisthierarzt Heck in Lippstadt 10 M.; vom Thierarzt Reissmann in Strassburg Wekermark) 10 M.; vom Oberrossarzt Sternberg in Mainz 20 M.; vom Kreisthierarzt David in Nauen 20 M.; vom

Kreisthierarzt a. D. Kärnbach in Haynau 5 M.; vom Korps- rossarzt Haase in Berlin 10 M.; vom Oberrossarzt Köster in Berlin 10 M.; vom Kreisthierarzt John in Haynau 15 M.; vom Kreisthierarzt Bombach in Portmund 50 M.; vom Prof. Dieckerhoff in Berlin 100 M.; vom Landesthierarzt Wolff in Dessau 100 M.; vom Kreisthierarzt Lehm ann in Nordhausen 20 M.; vom Gestiüts-Inspector Pfeifer in Repitz 10 M.; vom Thierarzt Dietrich in Schafstedt 10 M.; vom Thierarzt Bösenberg in Asendorf 3 M.; vom Kreis- thierarzt F. Ziegenbein in Gr. Oschersleben 20 M.; vom Oberrossarzt Engel in Sprottau 20 M.; vom Kreisthierarzt a. D. Lausch in Tilsit 10 M.; vom Thierarzt Schrader in Rohrsheim 5 M.; vom Bezirksthierarzt Brauer in Annaberg 10 M.; vom Korpsrossarzt Werner in Stettin 50 M.; vom Thierarzt E. Samplebe in Lengede 4 M.; vom Kreisthier- arzt Säzler in Görlitz 10 M.; vom Grenz- und Kreisthier- arzt Gabbey in Pless 15 M.; vom Grenz- und Kreisthier- arzt Hermann in Leobschütz 15 M.; vom Thierarzt Sahling in Harburg 10 M.; vom Thierarzt Mansholt in Emden 10 M.; vom Kreisthierarzt Meltzbach in Wollstein 6 M.; vom Oberrossarzt Rögener in Wirsitz 5 M.; vom Thier- ärztlichen Verein in Oberbayern 50 M.; vom Bezirksthierarzt Hausner in Burghausen 3 M.; vom Bezirksthierarzt Hauch in Karlstadt 3 M.; vom Kreisthierarzt Gross in Speyer 10 M.; vom Prof. Feser in München 10 M.; vom Kreisverein Niederbayern 50 M.; vom Bezirksthierarzt Schwarzmayr in Traunstein 3 M.; vom Kreisthierarzt Adam in Augsburg 10 M.; vom Kreisverein Schwaben 100 M.; von A. W. Zick- feldt in Osterwieck 20 M.; vom Prof. Friedberger in München 10 M.; vom Kreisthierarzt Kieckhäfer in Kyritz 5 M.; vom Verein für Oberfranken 25 M.; vom Kreisthierarzt Huth in Pasewalk 10 M.; vom Grenzthierarzt Pech in Ortels- burg 20 M.; vom Kreisthierarzt Bührmann in Halle(Westf.) 20 M.; vom Veterinär-Assessor Dr. Steinbach in Münster (Westf.) 100 M.; vom Departements-Thierarzt Woestendiek in Bochum 20 M.; vom Gestüt- und Kreisthierarzt Long in Warendorf 10 M.; vom Kreisthierarzt Flindt in Wieden- brück 10 M.: vom Schlachthofverwalter Albert in Ferlohn 10 M.; vom Kreisthierarzt Baldewein in Bielefeld 10 M.; vom Kreisthierarzt Grebe in Altena 20 M.; vom Thierarzt Schulte in Dortmund 50 M.; vom Kreisthierarzt Rothen- busch in Cöln 50 M.; vom Dep.-Thierarzt Schell in Bonn 50 M.; vom Kreisverein der Oberpfalz 50 M.; vom Kreis- thierarzt Hingst in Bunzlau 20 M.; vom Verein Thüringer Thierärzte(1. Rate) 200 M. Summa: 2396 M. 10 Pf.

Der Thierärztl. Centralverein der Provinz Sachsen, der Thüringischen und Anhaltischen Staaten bewilligte 1000 M.; der Thierärztl. Verein der Provinz Hannover 1200 M. und der Thierärztl Verein in Westpreussen 1000 M. als Beitrag für das Gerlach-Penkmal.

Münster W., den 8. October 1886.

Veterinr- Assessor Pr. Steinbach, Kassirer für das Gerlach-Denkmal.

Als humoristisch und charakteristisch theilen wir mit, dass der Apothekenbesitzer Wiebold in Hammersteinfür sofort einen jungen tüchtigen Thierarzt sucht. Schon früher haben wir darauf hingewiesen, dass es sich im Allgemeinen ompfiehlt, beiden von Apothekern bekannt gegebenen offenen Stellen für Thierärzte auch anderweitig(Magistrat, De- partementsthierärzte u. s. w.) Erkundigungen über die Stelle einzuziehen, weil häufig die Herren Apotheker die Ver- hältnisse zurosig ansehen.

Die Generalversammlung des Centralvereins Pom- merscher Thierärzte zu Stettin(Vorsitzender: Peparte- mentsthierarzt und Veterinär-Assessor Müller) hat am 17. October d. J. einen Beschluss des Inhalts gefasst, dass sie nur diejenige Zeitschrift, welche gegenwärtig unter der