Nach beendigter Holzversteigerung werden 3 Abtheilungen des alten Schiffenberger Wegs zum Planiren und Ausroden aller Steine an den We— nigstnehmenden in Accord gegeben.
Gießen den 22. Juli 1842. Der Großh. Revierförster v. Buseck. G fen n de y. 2 172) Auf der Chaussee zwischen Gießen und
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Lollar ist eine Kappe und ein seidenes Halstuch gefunden und auf Gr. Bürgermeisterei zu Daubrin⸗ gen abgegeben worden, wo solche der sich legitim i rende Eigenthümer wieder in Empfang nehmen kann.
Daubringen den 21. Juli 1842.
Der Bürgermeister Bieß er.
Migcelle.
Fortsetzung.)
In einem moorigen und torfigen Boden, der von der Feuchtigkeit aufgetrieben und vom Frost leicht in die Höhe gezogen wird, leiden die stärker bewurzelten Pflanzen der zeitigen Saat mehr, als die weniger bewurzelten der spätern. Was nun unter zeitiger oder später Saat zu verstehen sei, ist ein sehr relativer Begriff, der nach Lage, Klima sehr verschieden modifieirt wird. In einem großen Theile Deutschlands gilt die Annahme, daß 14 Tage vor und so viel nach Michaelis die beste Saatzeit sein und es werden auch in diesem Zeit⸗ raume die meisten Saaten eingebracht, doch bedingen die Verhältnisse bald eine srühere, bald eine spätere Saat. In kältern und in höheren Gebirgsgegenden beginnt die Saat schon im August und wird im Anfange Septembers beendet, im dem thätigen, warmen Boden in Niederungen und Ebenen, bei
einem warmen Klima, ist die Saatzeit der October.“
Die magern Ländereien werden zuerst, die gedüng⸗ ten zuletzt besaͤt, weil sich in ersteren die Saat vor Winter langsamer, in letzteren schneller ausbildet. Uebrigens wird die Saatzeit auf einen bestimmten Termin nicht festgesetzt werden können, weil man⸗ cherlei Umstände diesen bald früher, bald später herbeiführen. Ein sorgsamer Landwirth bringt seine Roggen⸗Aecker zu gehöriger Zeit in den zur Ein— saat nöthigen Zustand, allein er wird dieß nicht alle Jahre in derselben Zeit bewerkstelligen können.
Wenn der Roggen in Brache kommt, so hat er dieß allerdings mehr in seiner Gewalt, aber auch die Brachbearbeitung kann durch ungünstige Wittenung durch sich in die Länge ziehende Ernte und andere Umstände verzögert werden. Folgt der Roggen auf andere Früchte, so ist die Bestellung des Ackers von deren früherer oder späterer Aberntung abhängig. Hat man nun aber das Land zu gehöriger Zeit fertig, so kommt es doch immer auf zwei sehr wesentliche Bedingnisse an, deren Berücksichtigung die Einsaat verzögern kann. Zuerst kommt es darauf an, daß trockne Einsaat erfolgt, ist daher die Witterung zu der Zeit, wo die Einsaakzeit eintritt, naß, ist der Boden nicht trocken genug, so ist es immer besser, mit der Saat zu warten und sie lieber später zu machen, als sie naß einzuschmieren. Nur im Sand⸗
boden schadet eine nasse Einsaat weniger. Die 5
andere Bedingung ist die bereits erwähnte, den Noggen in die gehörig gesetzte Saatfurche zu säen. Alle Erfahrungen stimmen über das! erforderliche Setzen der Saatfurche von der Saat so vollständig überein, daß erfahrene Landwirthe, wenn sie auch sonst auf eine zeitige Saat halten, lieber später säen, um diese Bedingung zu erfüllen, ja sogar rathen, im Nothfalle lieber eine Bestellungsfurche weniger zu geben, weil sie dieß dem Gedeihen des Noggens für minder nachtheilig halten, als ihn in frisch gepflugtes Land zu sähen.
Cortsetzung folgt.)
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Druck und Verlag der G. D. Brühl'schen Buch- und Steindruckerei in Gießen.
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