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4) unterzeichneter macht hiermit einem ge⸗ ehrtem Publikum die Anzeige, daß von nun an auch Oelwaagen stets vorräthig sind.

Indem er auch hier bemerkt, daß er für deren Gute in Beziehung auf genaueste Bestimmung der verschiedenen Sorten Oele garantire, erlaubt er sich gleichzeitig, namentlich den geehrten Handels⸗ stand, auf deren Zweckmäßigkeit aufmerksam zu machen, indem diesem dadurch ein zuverlässiges Mittel an die Hand gegeben wird, alle und jede Art von Beimischungen fremder Fetttheile in eine Sorte Oel augenblicklich mit Genauigkeit zu be⸗ stimmen, ja sogar anzugeben, mit welcher Art Oel ein oder die andere Sorte vermischt ist.

Mit Gebrauchs⸗Anweisung kostet eine solche Oelwaage, welche mit Thermometer versehen ist,

3 fl. 30 kr. 36,

4 fl. 6 kr. L. Jungk, Mechanicus.

das dazu noͤthige Probier⸗Glas

5) Branntweinwaagen von vorzüglicher Güte, für deren Nichtigkeit garantirt wird, sind zu haben bei L. Jungk, Mechanicus.

Zu vermiethen.

27) Ein Gut, eine Stunde von Gießen, 64 Morgen Land und 14 Morgen Wiesen groß, nebst Wohn⸗ und Oekonomiegebäuden, so wie damit ver⸗ bundene Holz⸗ und Schäferei-Gerechtigkeiten, ist auf einen Zeitraum von Jahren aus freier Hand zu verpachten. Die Brennerei nebst vollständigen Brennereigeräthschaften wird nach Verlangen mit verpachtet. Ausgeber dieses sagt wo.

Vermischte Nachrichten.

14) 120 fl. sind aus der Kirchenkasse zu Al⸗ tenbuseck auszuleihen.

Altenbuseck den 19. Januar 1842. e

Der Kirchenrechner J. Freund.

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Miscellen.

Fortsetzung.)

2) Stauden⸗RN. Er hat eine große Bestauungs⸗ faͤhigkeitt als der gewöhnliche R., und treibt unter gleich günstigen Umständen stärkere, längere Halme, mit grö⸗ ßern Aehren, die mehr und größere, oft auch mehlrei⸗ chere Körner enthalten. Er muß zeitig; in kältere Ge⸗ genden schon im August, in wärmeren im Anfange Septemb. gesäet werden. Wegen seiner Bestaudungs⸗ fähigkeit wird er je nach der Kräftigkeit des Vo⸗ dens, um ein Viertheil oder ein Drittheil dem Maße nach dünner gesäet, als der gewöhnliche R. Er kann im Herbste abgehüͤtet und bei einem üppigen Wuchse abgemähet werden; ist gegen die nachtheili⸗ gen Einwükungen der Witterung weniger empfind⸗ lich, lagert seiner starken, rohrartigen Halme we gen nicht so stark, braucht aber im nächsten Som⸗ mer eine läugere Zeit zu seiner Ausbildung u. ge⸗ langt daher später zur Ernte. Er hat unbezwei⸗ felte Vorzuge vor dem gewöhnlichen R. und wird daher allgemein sehr geschätzt; doch verliert er diese Vorzüge im magern Boden u. bei einer spätern Saat

u. artet endlich in den gewöhnlichen N. aus. Auch durch lange Saat in demselben Boden verliert er immer mehr seine Eigenschaften und es muß daher von Zeit zu Zeit der Saame erneuert werden. Man unterscheidet auch unter dem Stauden-R. verschiedene Abarten, als den walachischen R., ägyptischen R. oder Jerusalemskorn, tu⸗ nesischen Stauden-R:. norwegisches Korn, archangelsches Korn, mexicanischen Stau den⸗R., auch den R. aus Sibirien u. aus Taurien. Bei allen diesen verschiedenen Abarten des Stauden-R. ist es noch gar nicht einmal er, mittelt, welche der Landwirth unter diesem oder je nem Namen versteht, indem dieselbe Art bald mit diesem, bald mit jenem Namen belegt wird. Fortsetzung folgt.)

Anekdoten.

Zu Muntuchun wird die große Zahl von Hun⸗

den deßhalb geduldet, um die Stadt lebhafter zu machen.

Ein sehr gelehrter Mann will den Beweis führen, daß die Dummheit contagiös sey, er behaupter dieß aus eigener Erfahrung.

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Druck und Verlag der G. D. Brühl'schen Buch- und Steindruckerei in Gießen.

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