der Hohr und Hohlbach, an der Grünberger Straße an den Meistbietenden versteigert werden. Annerod den 5. Juli 1842. Der Bürgermeister
Peter.
Auszuleihen. 160) 6126 fl. Kirchenfonds liegen zu Laubach
Mistcelle. (Fortsetzung.)
Oefterer Wechsel des Samens, besonders wenn man den Grundsatz beobachtet, ihn aus schlechterem Boden und kälterem Klima zu wählen, hat beim Roggen immer Nutzen gebracht. Besonders ist Wech— sel des Samens bei den Staudenkornarten nöthig, weil sie stets von ihrer Bestaudungsfähigkeit verlieren, wenn sie längere Zeit in den Boden gesäet worden sind. Der Zeitraum, in welchem der Roggen theils nach der Art des Noggens, theils nach mannich— faltigen Umständen ein sehr langer und wohl der längste, denn irgend ein Gewächs gestattet. Man hat den gewöhnlichen Winter-Roggen, wenn die Ein saat im Herbst gehindert worden war, im December, im Februar und selbst noch im März gesäet und manchmal einen sehr guten Ertrag erhalten, obschon solche Saaten sehr ungewiß sind. Es sei hier von der Saatzeit des gemeinen Roggens gehandelt. Je nachdem dieser in Folge gewöhnlicher und nicht besonderer Umstände früher oder später gesäet werden muß, werden anch die zeitigeren Arten früher oder später gesäet werden können. Im Allgemeinen stim— men die Meinungen darin überein, daß im Durch— schnitt die fruheren Saaten einen höheren Ertrag geben, als die späteren. Er schoßt zeitig im Früh— jahre und es hängt daher die Größe seines Ertrages mehr von der Größe der Bewurzelung und der Menge der Seitentriebe, die er im Herbst gemacht hat, als von jenen ab, die er im Frühjahre macht, welche letztere, wenn zeitige und dauernde Früh— lingswärme eintritt, ganz unbedeutend sind, wo er nur dünnhalmig und mit wenig Nebensprossen
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gegen gerichtliche Sicherheit bis zum 1. October zum Ausleihen bereit.
Auskunft ertheilt der Kirchenvorstand zu Lar⸗ denbach und Decanatsrechner Schaad zu Laubach.
Laubach den 28. Juni 1842.
Schad Kirchenrechner.
emporwächst. Da der Roggen trockene Einsaat liebt, so ist bei zeitiger Saat immer darauf zu sehen, daß man eher trockne Witterung trifft, als später im Herbst, wo Boden und Atmosphäre feuchter wer— den; nicht zu gedenken, daß man dann, wenn man sich zu zeitiger Saat entschlossen und eingerichtet hat, um so eher den geeigneten Zeitpunkt zur Saat wäh— len kann, während man bei später Saatzeit, um nicht durch die Einwinterung überrascht zu werden, die Saat bei jeder Witterung einbringen muß. Tritt trockne Witterung im Herbst ein, so kommen, wenn auch das Aufgehen der Samen durch die Trocken— heit lange zurückgehalten mird, die zeitigen Saaten immer mehr erstarkt in den Winter, als die spaͤten; ein Vermälzen der Samen findet nicht so leicht Statt. Ueberwachsen sich auch die zeitigen Saaten bei einer günstigen Witterung im Herbst, faulen wohl gar im Winter und kommen schwächlich ins Frühjahr, so stößt doch eine Ausnahme die Negel nicht um. Doch können besondere Umstände eine spätere Saat räthlich machen. Wo die Bearbeitung in der Regel flach erfolgt, oder eines fehlerhaften Untergrundes wegen erfolgen muß, da verbreiten sich die L urzeln, weil sie nicht eindringen können, seitwärts und ver— laufen sich in einander, welches um so stärker ge— schieht, je mehr sie vor Winter Zeit dazu haben. Hierdurch entsteht Anfangs eine starke und schnellere Vegetation, die aber die seichte Krume so schnell und stark erschöpft, daß die Nahrung dann, wenn die Pflanzen im Frühjahre treiben follen, schon zum Theil erschöpft ist.
(Fortsetzung folgt.)
Druck und Verlag der G. D. Brühl' schen Buch- und Steindruckerei in Gießen.


