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wird auch zum Gerben und zu Tinte(die auf

dem Papier schön schwarz ist) wirklich gebraucht, Versuche in Frankreich bestätigen. In Frarkreich(wo es Kastanten-Wälder giebt) als Schlagholz gezogen und in ge⸗ wissen Jahren nach ihren Gehauen abgeholzt, die sich sehr willig wieder verjüngen. Das Holz wird dort zu Bau- und Nutzholz, ingleichen zur Feue Verkohlung angewendet. Auch dient

wie neuere

werden sie

rung und es daselbst zu Weinpfählen und Faßreifen, und man verfertigt Tonnen daraus. Wegen der fei⸗ neren Oeffnung des Holzes sollen zwar die Weine darin langsamer gähren, aber desto weniger aus⸗ dünsten und dadurch stärker und angenehmer blei⸗ ben. Von allen zu Fässern gebrauchten Holz⸗ Arten widersteht diese am Längsten der Faͤulniß. Neuere chemische Untersuchungen haben gezeigt, daß dieser Baum viele alkalische Eigenschaften hat. Der berühmte Chemiker Lavoisier be, nützte den Kastanienbaum zur Erzeugung des Salpeters fur die Republik der Franzosen, die, unrein in ihren Elementen, und verdorben in ihrer Zusammensetzung, Alles schlachtete, was

nicht schlecht war, wie sie.

Blatt häu se.

Einem Grundbesitzer im Eure- Departement, dem die Blattläuse seit mehreren Jahren viele Aepfelstämmchen in seiner Baumschule zerstörten, ist es gelungen, diese Insekten durch Auflösung von schwarzer Seife zu vertreiben. Dieses Mit⸗ tel kostet wenig und besteht darin, daß man die aufgelböste Seife mittelst eines Pinsels auf alle jene Stellen der Bäume, wo man die Insekten sieht, und besonders auf den obern Theil der Wurzeln aufträgt. Es läßt sich leicht bei den jungen Stämmchen in Baumschulen, bei den eben erst gepfropften und bei den Spalierbäumen an⸗ wenden. Nur bei ganz großen freistehenden und mit einer dicken Rinde versehenen Aepfelbäumen durfte es sich als unaus führbar erweisen.

Anekltoden.

Der Perser Schach⸗Abbas der Große ritt eines Morgens auf die Jagd, und einem Bauer be gegnend bäumte sich sein Pferd, indem es scheu geworden war.Haut ihn nieder! rief Abbas der Große zornig seinen Begleitern zu.Was hab ich denn gethan? schrie der arme Bauer. Gethan? gethan? versetzte der Schach; ab⸗ scheulich siehst du aus; so daß mein Pferd vor dir erschrak und ich beinahe gestürzt wäre.

Das hast du gethan. O wie abscheu⸗ lich muß demnach dein Antlitz sein, rief der Ar⸗ me, das mir entgegen kam, um meinen Tod her⸗ beizuführen. Dieser Witz aus Todesangst ergöotzte so sehr den Beherrscher der Glaubigen, daß er den Bauer, anstatt ihn hinrichten zu lassen, be⸗ schenkte.

Ein junger Mensch gieng nachdenkend auf der Straße und bemerkte etwas zu spät, daß er auf einen Offizier stieß, der ihm entgegen kam und nicht ausweichen wollte.Ich pflege nicht jedem Maulaffen auszuweichen, sagte der Krieger.

Aber ich, antwortete der Civilist und trat

auf die Seite.

Eine Frau, die sehr verschwenderisch war, kaufte sich einmal ohne Wissen ihres Mannes ein kostbares Kleid. Als sie es das Erstemal anzog, fragte der Mann: Was hast du denn da schon wieder?Ei, erwiederte die Frau,alle meine Freundinnen haben ein Kleid a la Paginini, also habe ich auch eines haben müssen. Der Mann wurde darüber zornig; er gab ihr eine Ohrfeige und sprach:Da hast du noch etwas a la Paga⸗ nini! Weinend lauft die Frau vor Gericht und beklagt sich, daß sie von ihrem Manne eine Ohrfeige a la Paganini erhalten habe.Was ist denn dies? fragte der Nichter.Ach, mein Gott! seufzte die Frau,es war halt eine Ohr⸗

feige auf einer Seite.

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