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Risse, Voranschläge und Steigbedingungen liegen bei dem Großh. Buͤrgermeister zu Nutters⸗ hausen zur Einsicht offen.

Die Großh. Bürgermeister werden ersucht, dieses in ihren Gemeinden mit dem Anfügen be kannt machen, zu lassen, daß nach beendigter Versteigerung dieser Arbeiten auch zugleich das ehemals zur Schulscheune gefällte, hier in Rut tershausen liegende, schon bereitete Holz, meist mietend versteigert werden soll.

Nuttershausen den 19. Mai 1840.

Der Großh. Buͤrgermeister No her beach.

121) Freitag den 29ten Mai l. J., Nach⸗ mittags 2 Uhr, soll auf dem Büreau des Großh. Bürgermeisters zu Watzenborn die Anfertigung von 85 90000 Stück Lehmsteinen, unter den alsdann bekannt gemacht werdenden Bedingun gen, öffentlich an den Wenigstnehmenden in Ac cord gegeben werden. 1

Watzenborn den 20ten Mai 1840. Der Großh. Bürgermeister Philipp. 122) Versteigerung eines Brauhauses.

Dienstag den 9. Juni d. J., Vormittags 11 Uhr, soll an Ort und Stelle das Brauhaus

zu Naunheim auf den Abbruch, nebst Brauge⸗ schirr, an den Meistbietenden, unter den im Termin bekannt gemacht werdenden Bedingungen, versteigert werden. l

Dasselbe ist einstöckig, 34 Fuß lang und 27 Fuß weit, von gutem Eichenholz mit Ziegel dach und zwei Treppen; im Jahre 1826 neu erbaut. Die Braugegenstände sind:

ein kupferner, gut gehaltener Kessel, 8 bis 9 Ohm haltend;

eine Maischbüuͤtte mit drei eisernen Reifen, ohn⸗ gefähr 15 Ohm haltend;

zwei Bierbütten, jede mit drei eisernen Reifen und jede 8 bis 9 Ohm haltend

eine Kandel, ein Hopfenkorb und eine hölzerne Malzdörre.

Naunheim den 20. Mai 1840.

Der Bürgermeister Schäfer.

126) Bei einem Nechnungsführer auf dem Lande, ohnweit Friedberg, kann ein Scribent, gegen angemessenen Lohn und Unterhalt, Be schäftigung finden. Nähere Auskunft ertheilt Nentmeister Friedrich zu Griedel.

Miscellen.

Die Raupen, Mai- und andere den Obst Baͤumen schaͤdliche Kaͤfer, und wie die Besitzer von Obstgärten die Bäume gegen sie zu schützen haben.

15 Monate Mai, bei einer zeitlich eintreten den Frühlingswärme, auch früher, fängt die Naupenplage an, welche in manchen Jahren so groß ist, daß die hoffnungsvollste Obst-Ernte darüber zu Grunde geht, ja daß sogar die Bäume selbst, durch den Verlust aller Blätter äußerst geschwächt werden, so daß sie darüber oft ganz eingehen, oft durch mehrere folgende Jahre kränkeln und kein Obst tragen.

Es ist freilich eine Hauptsache, daß man im Spätherbste und während des Winters die

Bäume von allen darauf befindlichen verdürrten Blättern reinige, da in den selben immer Nester von Naupen-Eiern sind. Die Weibchen der Schmetterlinge, welche in diese Blatter ihre Eier gelegt haben, umspinnen sie mit einem feinen Spinnengewebe, durch wel ches sie gegen das Abfallen festgehalten werden, sich übereinander verschließen, und so den Nau pen⸗Eiern den Schutz gegen Schnee, Regen, Frost und kleinen Hagel gewähren. Wer diese in den dürren Baumblättern verborgenen Rau pennester fleißig über den Winter sammelt, und nicht auf der Erde im Garten liegen läßt, son dern verbrennt, erspart sich das weit mühsamere Abklauben der ausgekrochenen Naupen im Fruͤh⸗ jahre und im Sommer.

Auch die Nester der Ringelraupen kann man über den Winter größtentheils, wenn gleich nicht