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Bekanntmachungen.
910) Die Lieferung des für das Bezirksge⸗ fängniß pro 18% benöbthigten Holzes und Stro⸗ hes, sowie des Brodes und warmen Essens für die Schüblinge und die auf Verfügung Großh. Kreisraths, Stadt- und Landgerichts dahier in⸗ haftirten Personen, soll
Mittwoch den 22. Juli l. J., Vormittags 9 Uhr, auf dem Großh. Polizeibüreau dahier, an den Wenigstnehmenden versteigert werden. Gießen den 9. Juli 1840. Der Großh. Hess. Kreisrath. Knorr.
155) Nächsten Montag, den 27. Juli, soll das Pfarrhaus zu Queckborn, im Kreise Grünberg, 45 Fuß lang, 37 Fuß breit und zwei Stock hoch,
nebst allem Zugehör, die Oefen ausgenommen,
sodann das Waschhaus, 39 Fuß lang, 16 Fuß breit und zwei
Stock hoch,
an den Meistbietenden öffentlich versteigert werden.
Diese Gebäude sind für jeden Oeconomen brauchbar. Das Waschbaus läßt sich ebenfalls zu einem geräumigen Wohnhaus einrichten.
Die Großh. Bürgermeister werden dienster⸗ genst ersucht, dieses in ihren unterhabenden Ge⸗ meinden gefalligst bekannt machen zu lassen.
Queckborn im Kr. Grünberg, den 13. Juli 1840. Der Bürgermeister Schmitt.
1579 Arbeitsversteigerung.
Nächsten Samstag, den 25. d. M., Mittags 1 Uhr, sollen verschiedene Neparaturbeiten an der Kirchhofsmauer, der Kirchenuhr und der Orgel zu Kirchberg, an den Wenigstnehmenden oͤffentlich versteigert werden.
Die Arbeiten sind veranschlagt:
Maurerarbeit zu 349 fl.— kr. Schreinerarbeit zu 7 6„—„ Reparatur der Thurmuhr zu 6„—„ Reparatur der Orgel zu 15„ 19„
Steigbedingungen und Ueberschläge liegen bei dem Unterzeichneten zur Einsicht offen, und wird bemerkt, daß die Versteigerung dahier statt⸗ findet. Nuttershausen den 14. Juli 1840.
Der Bürgermeister
Nohr bach.
156) 280 fl. Kapital liegen bei dem Unter⸗ zeichneten gegen gerichtliche Versicherung zum Aus— leihen bereit. Auch kann eine kleinere Summe, entweder 100 fl. oder 80 fl., getrennt abgegeben werden.
Allendorf a. d. Lumda, am 3. Juli 1840.
Der Kirchenrechner der evangelischen Kirche daselbst.
Deines.
sr.———
Miscellen.
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Der Baum⸗Doctor. (Fortsetzung.)
Der Gummi⸗ oder Harzausfluß ist den Obslbaͤumen, insbesondere den Pflaumen⸗, Kir⸗ schen⸗/ Aprikosen⸗ und Pfirschenbäumen, noch nachtheiliger, als der Mehlthau. Ein solcher Ausfluß rührt entweder davon her, daß man den Baum von einem kranken Baume aus fort— gepflanzt hatte, oder daß man ihn, wenn er ur⸗ sprünglich gesund war, in einen unschicklichen Boden oder in eine untaugliche Lage verpflanzte.
Alte, schon sehr lang angebaute Gärten, deren Boden es an Feuchtung fehlt, wie Aprikosen und Pfirschen sie so sehr lieben, und der mit scharfem beißendem Dünger gleichsam gesättigt ist, liefern selten gesunde Aprikosen⸗ und Pfirschenbäume. Eben so schädlich sind diesen Bäumen kalte, tho⸗ nige, die Feuchtigkeit lange zurückhaltende, auch wohl mit einer sauren und eisenhaltigen Unter⸗ lage versehene Gruͤnde. Auf solchem Boden trei⸗ ben die Bäume während des Sommers gewöhn⸗ lich starke, schwammige, nicht gehörig ausgereifte Schößlinge, welche einen Ueberfluß von roben wässerigen Saͤften enthalten, im Winter vom Froste leiden, dann im nächsten Sommer Gummi


