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Bekanntmachung.
90) Dem Georg Nock zu Queckborn ist am 17. October ein weißes Bickschwein, im Werthe von 7 fl., entlaufen, dasselbe ist auf beiden Sei⸗
ten mit einem Nöthelstriche gezeichnet. Da man?
bis jetzt noch keine Auskunft von demselben er⸗
mitteln konnte, so bringe ich solches mit der Be⸗ merkung zur öffentlichen Kenntniß, daß, wenn sich daffelde an einem Orte aufbewahrt vorfinden sollte, man mir die Anzeige davon machen möge. Queckborn den 20. October 1838. Der Bürgermeister Schmidt.
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Miscellen.
A nh S 3 u 8 aus einigen Briefen des Doktors und Apothekers Liegel an den Redakteur des Obst⸗ baumfreundes.
(Schluß.)
Von den Haselnüssen verdient die rothe Lambertsnuß vor allen andern den Vorzug. Dieselbe ist zwar empfindlich für starke Kalte, wo sie oft in ihren Aesten erfriert, ist aber doch sehr tragbar und kommt in gedeckten Gärten gut fort.
Den schwarzen Maulbeerbaum kann ich deßhalb vor dem rothen und weißen Maul⸗ berebaume empfehlen, weil er dauerhafter ist als dieselben. Er unterscheidet sich von letzteren we— sentlich durch seine rauhhaarigen Blätter. Man kann ihn als Zwerg und auch hochstämmig zie— hen. Seine Beeren sind fast schwarz, groß, sehr saftig, säuerlichsüß und recht angenehm, die sel⸗ ten verschmähet werden. Die Tragbarkeit ist fast jährlich sehr reichlich, auch kann man mit demselben lebendige Einfassungen, Zäune und Hecken bilden.
Von den Johannisbeeren erhielt ich von den Gebrüdern Baumann in Bollweiler eine Sorte unter dem Namen große weiße englische Johannisbeere, mit perlweißen, großen Früchten, die früh zeitigen und einen weniger sauern Geschmack haben, als die gewöhnlichen Sorten und die großen rothen englischen. Ihre Früchte sind so durchsichtig, daß man die Kerne leicht zählen kann und die Fibern der Haut, ge— wöhnlich zehn an der Zahl, sind deutlich wahr—
zunehmen. Diese Sorte ist äußerst tragbar und
verdient vor allen angepflanzt zu werden. unsere Stachelbeere muß frühe zeitigen und eine ansehnliche Größe haben, ihre Haut
darf nicht hart, krachend und mit Haaren besetzt,
sondern weich, kahl und genießbar, das Fleisch selbst, weich und zuckersuß sein.
Da diese Früchte noch keine festen bestimm⸗ ten Namen angenommen haben, so kann man keine einzeln bezeichnen. Ich erhielt aus der Schule des Oberpfarrers Christ eine Sorte, die obgedachte Erfordernisse alle in sich vereinigt, sie ist eine gelbe, große, vortreffliche Frucht, die um Johanni zeitigt, unter dem Namen: Till's Siegende.
Obwohl die englische gelbe Himbeere eine gute Frucht ist, so ist ihr doch die rothe Niesenhimbeere aus Chili vorzuziehen.
Von den Erdbeeren ist unstreitig die An a⸗ naserdbeere die beste. Da aber der Stock nur sparsam trägt, so setze ich den Pröbstling auf den ersten Platz.
Da man die Quitte und Mispel in Gär⸗ ten nicht ganz entbehren mag, so will ich diese meinem Freunde ebenfalls noch, zum Schluße, bestimmen.
Die portugiesische Quitte ist unserer gemeinen Frucht weit vorzuziehen; es giebt davon ebenfalls eine birn- und apfelförmige Frucht, sie sind um die Hälfte größer und gekocht auch besser als die gewöhnliche Frucht. Der Strauch ist größer und eben so haltbar.
Von der Mispel giebt es ebenfalls eine grö— ßere Frucht, als unsere gemeine Art ist. Der Strauch hat sehr große, lange Blätter, ist aber für Kälte empfindlich. Ich erhielt diese Frucht gleichfalls von Christ unter dem Namen: Gro⸗ ße Gartenmispel. Man veredelt sie auf Birne und Quitte.
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