Migtcellen.

Die schaͤdliche Wirkung des Fruͤhlings⸗ Frostes durch Rauch von den Bluͤten abzuhalten.

Bekannt wird in vielen Jahrgängen unge heurer Schaden durch den Frühlingsfrost an den Blüten solcher Bäume angerichtet, die entweder wegen der Menge oder wegen ihres Standes durch Frostableiter nicht geschützt werden können. Aber durch Rauch kann der Frost im ganzen Garten(so wie auch in Weinbergen) gehemmt und sehr viel Schaden abgewendet werden. Die bequemste Art ist folgende: Man legt an den vier Ecken des Gartens Lohkaäse an, so wie auf der Seite, wo die Luft oder der Wind herweht, auch noch sonst an etlichen Plätzen, und zwar an jedem Platze und jeder Ecke zwei Stück. Diese müssen hohl auf Steine und so auf einander ge

legt werden, daß der untere ein wenig vor dem

oberen vorsteht. Damit die Winde den Lohkäsen im Brennen nicht hinderlich werden, so bauet

man vor denselben auf diejenige Seite etliche

Steine auf, wo der Wind herweht. Bei frost⸗ gefährlichen Nächten und Tagen werden sie an gezündet, und wenn ie bald abgebrannt sind, werden andere nachgelegt, bis die Gefahr vorü⸗ ber ist. Durch diese Nauchart wird der schädliche Frost abgehalten, und viele tausend Blüten wer den gerettet, wie man schon an solchen Bäumen zsieht, welche bei Häusern stehen und von welchen der verderbliche Grad des Frostes durch den Schornsteinrauch abgewendet wird. Die erwähn⸗

0 brennen, und deren Asche schon, wenn ste. nach⸗ her gesammelt und auf trockene Wiesen, Kleefel⸗ der ꝛc. gestreut wird, durch den reichlicher Er⸗ trag an Heu und Fütterung die Auslagen wie⸗ der ersetzt, des unsäglichen Nutzens an Obst nicht einmal zu gedenken

Heilung der Faulschaͤden an den Obst⸗ Baͤumen.

Ein Gartenfreund macht Folgendes bekannt: Vor ungefähr vier Jahren las ich in einem öffentlichen Blatte einen Aufsatz über Heilung der Faulschäden an den Stämmen der Frucht⸗ Bäume. Der Verfasser sagte: Er habe die Höh⸗

lung eines faulen Stammes mit abgelöͤschtem

Kalk ausgefüllt, worauf zwax der Baum getrau ert, das nächste Frühjahr aber desto freud ausgeschlagen und Früchte getragen habe; er mache dieß zur allgemeinen Benützung be a Ich machte nun einen Versuch damit an ei

großen, sehr dicken Birnbaum, dessen Aeste sich 155

weit ausbreiteten und frisch grünten, aber der Stamm hatte eine Höhlung an der Krone, wo durch eine Fäulung entstanden, eine Elle tiefer aber der ganze Kern des Stammes bis etwa 75 Schuh vom Boden rein verfault war. Ich ließ die Stammhöhle, so viel als möglich war, vom Moder reinigen und nach der Vorschrift von oben bis unten mit Kalk fest anfüllen Das nemliche nahm ich auch mit einem andern alten, höchst schadhaften Birnbaum vor, welcher noch dazu vom Sturmwind krumm gebogen und aufgeschlitzt war. Er trauerte, wie jener; jetzt aber treiben

ten Lohkäse aber sind die zweckmäßigste Feuerung beide, grünen frisch und tragen Früchte. hierzu, weil sie an einander fort und langsam 3 1 4 retůůů T«! Fruchtpreise: 1 dt e. Gemäss Waizen[ Korn 1 Gerste s Hafer J Erbsen insen 5 pff. tr.] Pf. fl. kr. Pf. kr. Pf. fl. kr. N Mein i ee e dee eee 45 Frankfurt 5 1 S 4 Gießen 1 200 s 300200 6 3046504 85

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