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Staar, der Dorndreher, der Holzheher, die Schwalben, die Nachtschwalbe oder der sogenannte Ziegenmelker, der Kukuk. Alle diese leben fast

ausschließlich von Insekten; der Schaden, der ei

nigen zugeschrieben wird, scheint nicht im Ver⸗ haltniß zu ihrem Nutzen zu stehen. Der Specht kommt zuweilen in die Gärten, um Weintrauben und andere suͤße Früchte zu verzehren. Auch der Staar besucht nicht selten die Weinberge, um Traubenbeeren zu verzehren, und fügt auch den Krautfeldern oft Schaden zu. Die Lerche, die Goldammer, der Buchfink ernähren sich zwar zum Theil von Körnern oder Saamen, scheinen aber dennoch eher nützlich als schädlich zu sein. Alle diese Vögel verdienen also vom Landmanne in Ehren gehalten, und, wo nicht besondere Um⸗ stände dagegen sind, geschont zu werden.

Außer den genannten sind noch manche geö ßere Vögel zu den nützlichen zu zählen, welche nicht blos Insekten, sondern selbst größere schäd⸗ liche Thiere vertilgen. So verzehren namentlich die Rabenkrähe, Saatkrähe, die Dohle, die El ster auf den Feldern nicht blos die Larven des Maikäfers(die Engerlinge), die Werren oder Maulwurfsgrillen und andere schädliche Insekten, sondern auch die so schädlichen Feldmäuse: ein Nutzen, der im Ganzen wohl bedeutender ist, als der Schaden, den die genannten Krähen oder Nabenarten(wie man sie gewöhnlich nennt), dem Mohn durch Abknickung der Köpfe zufügen. Zu den Vögeln, welche zur Verminderung der Feld Mäuse mitwirken, gehören ferner noch die Tag Raubvogel, ferner die Nachteulen, welche im Fluge auch zahlreiche schädliche Nachtschmetterlinge vertilgen, und die Rohrdommel.

Nun fragen wire warum werden alle diese Vögel denn durchaus, und ganz besonders unter Toleranz der Eltern von unserer Jugend so ver⸗ folgt und vertilgt? Warum bringt man diesen Artikel nicht auch in die Schulbücher, wie er in die Polizei-Gesetzbücher aufgenommen worden?

Und nicht blos auf dem Lande wüthet dieser Greul des Wegfangens und Abnehmens sammt den Nestern, sondern selbst in größeren Städten kann diesem Unfug nicht leicht gesteuert werden; dieß beweist ein Artikel aus München im Cen⸗ tralblatte des landwirthschaftlichen Vereins, vom Jahre 1836 S. 422, welches darüber sagt:Die Polizei-Direktion von München verkündet zwar das Verbot gegen Wegfangen der Vögel und Abnehmen ihrer Nester alljährlich bei Strafe; aber was fruchtet es? Man sieht stets junge Leute im englischen Garten, welche die Nester abneh⸗ men, und jedes Jahr fühlt man mehr diesen Mangel der Singvögel, die für diesen Zauber garten in jeder Hinsicht größtes Bedürfniß wären. (Fortsetzung folgt.) * 0

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Der SHusarengeneral von V. pflegte die Un⸗ erschrockenheit und den Muth der Truppen scherz⸗ weise dadurch zu prüfen, daß er sich von ihnen an seinem Knebelbarte zupfen ließ und dann recht herzlich lachte, wenn er nach der Hand des jungen Soldaten schnappte und dieser erschrocken zurückfuhr.

Diese Probe machte einst der General mit einem ganz rohen Rekruten. Auf Befehl dessel⸗ ben zupfte der Soldat heftig an dem Barte, und und wie gewöhnlich, schnappte der alte Krieger plötzlich nach dessen Hand; aber ganz wieder alle Erwartung endigte sich die Szene. 8

Willst du beißen? rief der Rekrut, und gab dem General eine so derbe Maulschelle, daß dieser zurücktaumelte; aber nach der ersten Ueber raschung war er doch mit der Gegenwart des Geistes des Rekruten sehr zufrieden und, anstatt ihn zu bestrafen, machte er ihm ein Geschenk an Gelde.