müssen durch Nachpflanzung junger Stämme er⸗ setzt werden. Jährlich zu 760 gerechnet, gibt auf diesem Gute 70 Bäume Abgang, welches zu 6 Bäumen auf die Klafter gerechnet, 11¾ Klaf— ter Holz, 6 Klafter Erdstöcke und mit Einschluß des nöthigen Ausschneidens der übrigen Bäume und des Abfalles von ihren Aesten noch wenig⸗ stens 10 Schock Wellen abwirft. Mit den Erd⸗ stöcken und dem Wellenholze wird der Besitzer ge— wiß bei vernünftigen Feuerungsanlagen seinen ganzen Brennbedarf decken, und folglich die 143 Klafter Holz zum Theil als kostbares Nutzholz
für Tischler, zum Theil als eines der vorzüglich⸗
stenn Brennhölzer verkaufen können, welchen Er⸗ loͤs mit Einschluß des Werthes seines eigenen Brennmaterials mit 150 Nthlr. jährlich gewiß nicht zu hoch angeschlagen ist, und also den Ka⸗ pitalwerth eines solchen Gutes wieder um 3750 Nthlr erhöhet. Sämmtliche Angaben sind gewiß nicht sanguinisch zu hoch gegriffen, sondern wer— den sich sicherlich in der Erfahrung noch mehr zum Vortheil der Obstbaumzucht herausstellen.
Von allgemeinen Gesichtspunkten will ich nur kurz berühren:
1. den bedeutenden Zuwachs an Genuß⸗ Mitteln für die steigende Bevölkerung;
2. den erhöheten Wohlstand des Landman⸗ nes durch doppelt und dreifach gesteigerten Ka⸗ pitalwerth der Landgüter, und durch neue Ver⸗ kaufsartikel des Landmannes in frischem und be⸗ sonders in getrocknetem O bst;
3. durch Gewinnung von Obstwein an die Stelle des so schädlichen Branntweins, während jener für die schwer arbeitenden Volks⸗ Klassen das vorzüglichste Getränk ist;
4. durch Gewinnung von Obstessig, wel⸗ cher auch der Gesundheit weit zuträglicher ist, als der durch chemische Mittel scharf gemachte Essig aus den Bodenfrüchten;
5. durch Gewinnung vieler Nahrungsmittel zur Viehmast, durch die Rückstände von Obst⸗ Wein, Obstessig und Obstbranntwein;
7. endlich durch künftige Gewinnung einer großen Menge schönen Tischlerholzes und reich⸗ haltigen Brennmaterials, wodurch die Wälder in den holzarmen Gegenden geschont, und in holzreichen die tiefer liegenden Waldparzellen füglich der Ackerkultur zugewiesen werden koͤnnen, was bei der steigenden Bevölkerung sehr beach— tenswerth sein dürfte.
FFortsetzung folgt.)
An e kedot eg.
Eines Abends spielte Napoleon mit dem General Rapp nach der Schlacht bei Wagram am 6. Juli 1809 Karten. Er hatte vor sich eine große Menge Napoleonsd'or auf der Tafel liegen. „Nicht wahr,“ sagte er zum General Rapp,„die Teutschen lieben diese kleinen Napoleons sehr!“ —„Ja, Sire! weit mehr, als den großen!“— „Das kann man doch teutsche Offenherzigkeit nennen,“ erwiederte Napoleon lachend.
Beim Malen wollen alle Damen einen schoͤ⸗ nen kleinen Mund haben; als daher eine Dame den Mund über die Maßen zusammenzog, sagte der Maler:„Madame, wenn Sie wollen, male ich Ihnen gar keinen.“
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Fruchtpreise:
Städte.[Gemäs[Waizen Korn Gerste Hafer Erbsen Linsen n pfs fl. kr. Pf. fl. ke. pf. fl. kr. Pf. fl. kr. Pf. fl. kr. Pf] fl. kr. Mainz] das Malter 90 e— 41——— 5 85. 10 5 2 Frankfurt 1„— 8 45 0„%%%TTCTTTTTJJJVJTJVVTTTT Gießen 5 1 200 9 201200 8 10165 5 D410— 3 300—-—[—— Grünberg„27* rr
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