Bekanntmachungen.
15) Markt ele ging.
Nach dem, von Großherzoglich Hess. Kreis⸗ rathe des Kreises Alsfeld genehmigten Antrage, ist der in dem Großherzoglichen Kalender auf den 11. April d. J. eingetragene hiesige Vieh— und Krämermarkt auf
ie t ang den d d. verlegt worden.
Die Herren Bürgermeister werden hierdurch dienstergebenst ersucht, dieses im Interesse ihrer unterhabenden Gemeinden auf ortsübliche Weise bekannt machen zu lassen.
Homberg a. d. O. am 4. März 1838.
Der Bürgermeister G. Re p p.
16) Fruchtversteigerung bei dem Rentamte Gruͤnberg.
Donnerstag den 15. März d. J., Vormit⸗ tags 9 Uhr soll auf dem herrschaftl. Speicher zu
Grünberg eine ansehnliche Parthie 1837 r. herr⸗ schaftl. Früchte von Waizen, Korn, Gerste und Hafer, unter den bei der Versteigerung bekannt gemacht werdenden Bedingungen, öffentlich ver⸗
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steigert werden. Grünberg am 1. März 1838. Großh. Hess. Rentamt das. Boettich er.
14) Bau- und Nutzholzversteigerung.
Montag den 12. d. M., des Vormittags 9 Uhr, sollen in dem Gemeindewald von Hochel— heim, Distrikt Weißbuch, 64 sehr schöne Eichen— Bau⸗ und Nutzholzstämme, öffentlich versteigert werden.
Dieses Holz liegt nahe bei der Wetzlarer— Frankfurter Straße.
Niederkleen den 3. März 1838.
Der Bürgermeister er eee
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Miscellen.
Die Obstbaumzucht zu eigentlichen land⸗ wirthschaftlichen Zwecken.
(Fortsetzung.)
Weitere Veredlungsarten will ich nicht an⸗.
fuhren, obgleich es noch eine Menge derselben gibt, die aber alle mehr oder weniger von den hier angeführten abgeleitet sind. Das Baum— wachs, dessen ich mich zur Veredlung der Bäu— me bediene, besteht aus gleichen Theilen gelben Wachses, ungesalzener Butter und dicken Terpen⸗ tins, die auf gelindem Kohlenfeuer wohl mit einander verschmelzt und gerührt und dann auf umgekrempten Papier- Bogen gegossen werden, worauf es bald dick wird. Dieses Wachs hält sich viele Jahre, ist gut zu verarbeiten und lei— stet überhaupt gute Dienste. Behandlung der jungen Bäume nach der Veredlung. Im ersten Sommer hat man besonders dar⸗ auf zu sehen, daß kein Verband einwäͤchst. Ferner hat man fleißig nachzusehen, ob auch
irgendwo ein Verband fehlerhaft geworden ist, so daß Regen und Luft schaden kann, dem man
aber sogleich abhelfen muß. Auch muß die Baumschule ebenfalls einige Male gereinigt werden. Von allen Bäumen, bei welchen dle
Edelreiser angewachsen sind, müssen fleißig die nachtreibenden wilden Augen entfernt werden. Wenn man auch den bereits stark gewachsenen Bäumen keine Pfähle geben kann, so muß man wenigstens denselben Stecken geben, und sie da— ran binden, weil sonst der Wind zu viel Scha— den anrichten könnte.
Die Behandlung der Bäume im folgenden Jahre bei den Okulirten.
Sobald man sieht, daß die Augen an⸗ schwellen, nimmt man den Verband, welchen man allenfalls zur besseren Beschützung wider die Kälte noch gelassen hat, ganz weg, schneidet den Stamm scharf über dem edlen Auge rein weg und verstreicht die Stelle mit Baum wachs. Alle unter dem Auge sich befindenden Triebe und Augen müssen ebenfalls weggenommen werden und dürfen für beide in Zukunft nicht mehr auf⸗ kommen. Fortsetz. folgt.
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