——
38) Künftigen Mittwoch den 16. Mai l. J., des Vormittags um 10 Uhr, sollen auf dem Büreau des Großh. Bürgermeisters zu Watzenborn, die zur Erbauung eines Backhauses daselbst erforder⸗ lichen Arbeiten, bestehend in
Maurerarbeit, veranschlagt zu. 646 fl. 41 kr. Zimmerarbeit 5 5 263„ 16„ Dachdeckerarbeit 1 1 135„ 41„ Schreinerarbeit 1„ 22„ 16„ Schlosserarbeit 5 5 14% 42„ Glaserarbeit 7 1 22% 24„ Weißbinderarbeit„ 15 74% 43„
an den Wenigstnehmenden vergeben werden.
Die Risse, Voranschläge und Bedingungen liegen den Steiglustigen auf erwähntem Büreau zur Einsicht offen.
Gießen den 3. Mai 1838.
Hof manu.
37) Künftigen Dienstag den 15. Mat l. J, um 10 Uhr, sollen auf dem Bureau des Großh. Bürgermeisters zu Mainzlar, die zur Erbauung eines neuen Gemeindehauses daselbst erforder— lichen Arbeiten, bestehend in
Schlosserarbeit veranschlagt zu. St fl. 18 kr. Glaserarbeit 5„„ 9„, Weißbinderarbeit„ 5 163„ 18
an den Wenigstfordernden vergeben werden. Die Risse, Voranschläge und Bedingungen liegen auf erwähntem Büreau den Steiglustigen zur Einsicht offen. Hofmann.
35) Freitag den 18. d. M., Vormittags 10 Uhr, werden in dem Gasthause zum Blanken— stein dahier 25 Malter Korn und 190„ Hafer, oͤffentlich an den Meistbietenden versteigert, und bei annehmbaren Geboten der Zuschlag sogleich ertheilt. Gladenbach den 1. Mai 1838. Großh. Hess. Rentamt. v. Gehren,
36) Mittwoch den 23. Mai d. J., des Vormittags um 9 Uhr, werden bei dem hiesigen Rentamt circa 100 Stück Schnitthämmel öffent⸗ lich an den Meistbietenden versteigert.
Gladenbach den 28. April 1838.
Großh. Hess. Rentamt das. v. Gehren.
——
Maurerarbeit, veranschlagt zu. 341 fl. 7 kr. Zimmerarbeit 5 7 604„ 13„ Dachdeckerarbeit 17 5 106„—„ Schreinerarbeit f 1 315„ 41„ Miscellen.*
Wirkung der Elektrizität auf die Obstfruͤchte.
(Fortsetzung.) 8
Diese Wirkungen der Elektrizität auf den Geruch der Blumen und Früchte finden auch Statt, wenn man sie nicht selbst elektrisirt, sondern wenn sie nur in einer schicklichen Entfernung von Körpern, die man elektrisirt, stehen. Man bemerkt sie aber dann nur an der Seite der Pflanzen, die gegen die Elektrisir⸗Maschine oder gegen den nächsten elektrisirten Körper gekehrt ist. Dieselbe Erschei⸗ nung wird man auch an Pflanzen in Rücksicht ihrer Ausdünstung gewahr, die vermehrt wird, wenn man sie auch nur solchen Körpern, die man
elektrisirt, nahe bringt. Wie empfaͤnglich muͤssen also die feinen flüchtigen Theile der Gewäͤchse für die Eindrücke der elektrischen Materie sein! Man kann sich hieraus den Umstand erklaren, daß besonders zu der Zeit, wenn die in der At⸗ mosphäre herrschende Elektrizität sehr stark ist, eine so beträchtliche Veränderung in dieser Hin— sicht mit den Gewächsen vorgeht; wie besonders nach einem Gewitter-Negen die verschiedenen Theile der Pflanzen schneller hervorkommen, die Blumen eher aufblühen und ihren Geruch rascher, angenehmer und bestimmter von sich geben und ihn auch weiter verbreiten. Mit dem Geschmack der Früchte verhaͤlt es sich ebenso, wie mit dem Geruch. Die Elektrizität entwickelt denselben auf eine besondere Art und macht sse geschickter, eine angenehme Empfindung auf den Geschmacks⸗


