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Linien(Reihen) wählt man besonders darum, daß die Sonnenstrahlen so viel wie möglich Zu⸗ tritt haben. Damit aber die Bäume so viel wie möglich regelmäßig zu stehen kommen, ist es am Besten, wenn man der Quere nach gleichfalls Linien macht. Sind die jungen Bäume von ei— nem recht kräftigen Wachsthume, haben sie ein bedeutendes Wurzelvermögen, und ist der Boden, welcher zur Baumschule bestimmt ist, von der besten Qualität, so darf man die Querlinien ebenfalls zwei Schuh von einander entfernen, damit sowohl die Wurzeln, als auch die Kronen der jungen Bäume sich gehoͤrig ausbilden können. Auch ist dieses Weiterauseinanderpflanzen beim spätern Herausnehmen der jungen Bäume sehr günstig, weil man leicht jeden einzelnen Baum herausnehmen kann, ohne die nächststehenden, an der Wurzel, welche oft schon 1— 2 Schuh um sich greifen, zu beschädigen. Bei ungünstigen Verhältnissen des Bodens wäre die Entfernung der Bäume in den Neihen von anderthalb Schuh bedeutend groß genug. Jedoch müßten die Nei⸗ hen auch hier zwei Schuhe von einander entfernt
seyn. In diesen Reihen macht man sodann nach
folgender Ordnung die Löcher, worin die Bäum⸗ chen gesetzt werden sollen. Die mit a bezeichne⸗ ten sind die Hauptlinien, worauf alle Bäume gesetzt werden müssen. Die mit b bezeichneten sind die Querlinien, wo immer eine Reihe Löcher auf die Linie, die andere aber dazwischen gemacht werden muß, wie nachstehende Figur zeigt, da— mit die Bäume regelmäßig in Verband(Quin⸗ cunx) zu stehen kommen, wobei Krone und Wur⸗ zeln an Platz gewinnen. a 0 0 0 0
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Da aber der Boden— wie eben gesagt wor⸗ den— rigolt worden ist, so ist es nicht noth⸗ wendig, daß noch ein Graben die ganze Linie durch gemacht wird, sondern es ist hinlänglich, wenn nur immer da ein Loch gemacht wird, wo der Baum stehen soll, und auch dieses nur so
groß, als es die Wurzeln desselben erfordern, 1
damit er ohngefähr wieder so tief zu stehen kommt, als er in der Baumschule gestanden hat. Ich glaube daher behaupten zu müssen, daß außer der daran vorgenommenen Arbeit— daß man Löcher statt der Gräben macht— auch noch der Vortheil damit verbunden ist: daß erstens bei den im Herbste vorgenommenen Pflanzungen die Bäumchen nicht so leicht vom Froste gehoben werden konnen, und zweitens, bei den Pflanzun⸗ gen im Frühjahre nicht so viel zu gießen noth⸗ wendig ist, weil dadurch die Erde weniger locker wird, und folglich auch mehr Feuchtigkeit im Boden bleibt. Hier verstehe man aber wohl, daß ich nicht, wenn ich sage, daß die Erde weniger locker wird, sagen wollte, daß diese nicht gut sey, sondern nur meine, daß diese beim Aus⸗ werfen mehr austrocknet und Luft anzieht, weß⸗ wegen auch nachher immer mehr Wasser erfordert wird, als eine noch so lockere Erde, die aber im Frühjahre nicht aufgeworfen ist. f
Hat man vorschriftsmäßig alle Löcher ge⸗
macht, so fängt man an, so viel Sämlinge von den Samenbeeten heraus zu nehmen, als für die Baumschule erforderlich sind. Sieht man, daß man mehr Setzlinge hat, als man für die Baumschule bedarf, so versteht es sich von selbst, daß man nun die stärksten, welche auch gewöhnlich die am Geradesten und Besten gewach⸗ senen Stämmchen sind, zum Versetzen anhebt.
(Fortsetzung folgt.)


