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ernder u. gleichmäßiger die Heizung verlangt wird, desto dicker, massiger müssen die Wände des Ofens angefertigt werden. Thönerne Oefen sind hiernach Cin Deutschland u. noch kältern Ländern) für eigentliche Wohnzimmer im Allge— meinen die geeignetsten.— Ehe wir zu näherer Beschreibung der vorzüglichsten Arten beider Haupt— gattungen von Oefen übergehen, bemerken wir in Beziehung auf die oben unter 3. 4. u. 5. ge⸗ stellten Anforderungen noch Folgendes: In An— sehung der Gesundheit ist hauptsaͤchlich darauf zu sehen, daß der Ofen den Luftwechsel im Zimmer befoͤrdere(was, beiläufig zu erwäh— nen, am vollständigsten durch die Luftheizung erreicht wird). In dieser Hinsicht verdienen die Oefen, welche im Zimmer geheizt werden, bei Weitem den Vorzug vor denjenigen, deren Hei— zung von außen, durch einen Hals, geschieht. (Fortsetzung folgt.)

Das Englisiren der Pferde.

Das Englisiren, dem man in der Regel noch das Coupiren(Schweifabschlagen, Stutzen) nachfolgen läßt, wird am liebsten im Frühjahr und Herbst unternommen.— Vorbereitung. Des Morgens vor der Operation erhält das Thier gar kein oder nur wenig Futter. Die Schweifhaare werden mittelst Bindfadens in zwei Zöpfe, doch nur mäßig fest, geflochten und jedes Zopfende an einem sogenannten hölzernen Knebel befestigt. ueber dem Stand des Thieres, an der Decke oder an zwei horizontal liegenden, nach hinten divergirenden u. an der Raufe u. dem Stande befestigten Latten, bringt man 4 Rollen, je zwei hinter einander, so an, daß die beiden vorderen, einander ziemlich nahen, über die Mitte des Nückens, die beiden hintern aber, welche von einander um vieles mehr entfernt sind, hinter die Gruppe des Thieres zu stehen kommen. Durch je zwei hinter einander stehende Rollen zieht man einen starken und gehörig langen Bindfaden, der mit dem vorderen Ende(später) an dem einen Schweifzopf befestiget u. an dem hintern Ende mit einem verhältnißmäßig schweren

Gewicht versehen wird. Als nöthige Instrumente u. Verbandstücke bedarf man: 1) ein gerades u. gewölbtes Bistouri; 2) einen Muskel- oder Arte⸗ rienhaken; 3) eine Schere; Y lokkeres Werg; 5) eine Hand voll gleich geschnittenes u. 12 Zoll langes Stroh u. 6) 2½ Zoll beite u. 1 Fuß lange Streifen fester Leinewand oder Tuchecken.— Operationsverfa hren. Nachdem das Pferd vorsichtig anf die linke Seite geworfen, kniet der Operateur mit dem linken Knie hinter das Thier, biegt mit der linken Hand den Schweif nach der Gruppe zu u. zeichnet sich mit dem Hefte des geraden Bistouris quer über die untere kahle Schweiffläche die Stellen an, wo die Einschnitte(Kerben) gemacht werden sollen. Die Zahl dieser ist, wenn das Pferd koupirt werden soll, 3—4, sonst nur 2.— Der erste Ein⸗ schnitt muß etwa 2 Zoll vom After, die übrigen 2—22 Zoll von einander entfernt seyn. Auf den gemachten Anzeichungen schneidet der Opprateur mit dem geraden Bistouri, indem er mit der kinken Hand den Schweif festhält, die Haut der untern Schweiffläche quer von einer Grenze des Haarwuchses zur andern, durch u. fängt da mit dem After zunächst an. Hierauf werden in den gemachten Einschnitten(der Neihe nach, vom After angefangen) die abziehenden Muskeln, u— zwar die der linken Seite stets zuerst, mit dem geballten Bistouri völlig durchschnitten, so daß sie bis zum letzten Cinschnitte 1 Zoll lang her⸗ vorspringen. (Fortsetzung folgt.) Wie erlangt mau, daß die Kuͤhe mit selte— nen Ausnahmen bei Tage kalben?

Sehr einfach dadurch, daß man die Kuh, wenn sie trocken bleiben soll, zum letztenmal Abends melkt und nicht Morgens oder Mittags. Man braucht dann nicht des Nachts bei der Laterne das Kalben der trächtigen Kühe zu be— aufsichtigen.

Die Kühe, welche in der Brunstzeit des Morgens zum Stier gebracht worden sind, kal— ben genau nach Verlauf von 40 Wochen, aber diejenigen, welche Nachmittags oder Abends zum Stier kommen, pflegen wohl 5 bis 5 Tage später zu kalben.

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