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einen feinen Bast, aber wenig Samen. Dieser Same artet nicht aus auf einem kräftigen gegen Mittag liegenden Boden, bei dünner Saat, vollkommner Reife, durch Dörren und 6 bis 7 jährige Aufbe⸗ wahrung. Der Same muß, wie in Liefland, oft aus einer andern Gegend bezogen werden.
Je wärmer Klima und Boden ist, desto früher säet man die Leinsaat, und bisweilen sogar nach Raps, der schnell vom Lande gebracht worden rauft den Flachs im Nothfall gleich nach der Blüthe, und röstet ihn im Frühjahre. Eine dichte Saat liefert einen langstengeligen feinen Flachs, und doch viel und beschattet den Boden besser, der weniger Unkraut hat. Die Saat wird schwach mit Erde bedeckt. Nußstreu entfernt die Erdflöhe.
Der Belgier ländert den geilen Bastflachs und bedeckt das Gegitter mit entlaubten Reisig, oder stängelt solchen mit dürren Neisern.
Wenn sich kleine Raupen an den Spitzen zeigen, so muß er in voller Blüthe aufgezogen werden; der Bast ist dann sehr fein, hat aber nur das halbe Gewicht, lichtgelbe Fasern, aber eine ausgezeichnete Festigkeit, welche sich auch beim Spinnen des Garns bewährt.
Der feinste Flachs bedarf einen milden lehmigen Sandboden, der fruͤher durch Pott⸗ ascheslederauswurf gedüngt worden war, in westlicher Lage, ferner echten rigaer dicht gesäten in der Blüthe ausgerauften Samen.
Beim verzögerten Naufen trocknet der Sast des Flachses ein. Mit Mühe entfernt die Bleiche die dadurch entstandene harzige Substanz. Feine Basterzeugung und starke Samengewinnung lassen sich nicht vereinigen. Man raufet bei trockner Witterung den Flachs und läßt ihn nicht lange in Haufen liegen, denn die Faser wird spröde, wenn der Flachs sich brühet. Er darf nicht vom Felde in die Thauröste gebracht werden, auch verliert man dadurch viel Samen. Nicht die Sonne, sondern die Luft muß ihn trocknen. Das Einbringen des Flachses ohne Abtrocknen darf sich nur der kleine Flachserzeuger erlauben.
(Schluß folgt.)
Einiges uͤber zweckmaͤßige und Holz er⸗ sparende Oefen-Anlegung, nebst einer naͤchstfolgenden lith. Tafel verschiedener Oefen.
(Fortsetzung.)
Halten wir nun, wie billig, die letztge— nannte Anforderung überall fest, so lehrt die Erfahrung, daß namentlich den beiden erstge— nannten nicht zugleich vollständig entsprochen werden kann. Es handelt sich daher überall zuerst darum, ob der fragliche Ofen mehr zur dauernden und gleichmäßigen, oder mehr zur schnellen u. vorübergehenden Erwärmung des Locales, für welches er bestimmt ist, dienen soll. Diese beiden Zwecke verlangen die Anwendung entgegengesetzter Mittel zu ihrer vollständigen Erreichung; doch lassen sich Maßre⸗ geln ergreifen, um beiden insoweit zu genügen, als das gewöhnliche häusliche Bedürfniß es er⸗ fordert. Um einen gegebenen Naum schnell zu heizen, ist ein Ofen erforderlich, welcher durch das in demselben angezündete Feuer schnell er— wärmt wird, u. die empfangene Wärme eben so schnell an die Zimmerluft abgiebt. Ein solcher Ofen muß daher aus guten Wärmeleitern gefer— tigt werden. Dergleichen sind für den vorliegen— den Zweck die Metalle, namentlich das Eisen, als das wohlfeilste u. brauchbarste. Je dünner dieses gewählt wird, desto schneller erfolgt die Erwärmung, also bei Eisenblech schneller als bei Gußeisen; aber in demselben Verhältniß tritt auch die Abkühlung schneller ein. Eiserne Oefen sind daher vorzüglich geeignet sür Gasthäuser, Hör— sale u. alle solche Gemächer, welche nur biswei— len auf Stunden erwärmt werden sollen; ferner für die mildern Klimate, wo meistens nur früh u. Abends eine kleine Heizung verlangt wird. Ein Ofen zu gleichmäßig dauernder Er— wärmung muß hingegen aus einem Material be⸗ stehen, welches die empfangene Wärme lange an sich hält. Ein solches(schlechter Wärmeleiter) erhitzt sich aber auch selbst verhältnißmäßig lang— sam. Für den Ofenbau dienen in dieser Hinsicht der gebrannte Thon u. Lehm. Je ausdau—


