Miscellen.
Einiges uͤber zweckmaͤßige und Holz er— sparende Oefen-Anlegung, nebst einer naͤchstfolgenden lith. Tafel verschiedener Oefen.
(Fortsetzung.)
Sehr zweckmäßig hat sich auch folgende Vorrich— tung erwiesen. In den hintern Theil der Feuerstelle, wo diese in den ersten Zug übergeht, wo also der Rauch ansteigt, oder, dafern die Feuerstelle sehr lang ist, in denjenigen Theil, wo die Flamme aufhört, leitet man ein kleines Zugrohr durch den Boden der Feuerstätte, wodurch die zum Verbrennen des Nauchs erforderliche Luft zuge— führt wird. Diese Zuleitung darf aber nur ge— ring(nur eben für den gegebenen Zweck hin— reichend) seyn, weil sonst eine zu große Abküh— lung(s. oben) eintreten würde. Andere Vor— schläge s. in Leuchs Feuerungskunde S. 53 ff. e) Endlich soll der Ofen so eingerichtet seyn, daß die mit der Zimmerluft in Berührung ste— hende äußere Oberfläche desselben keine zu hohe Temperatur anzunehmen brauche, um die für den gegebenen Zweck erforderliche Erwärmung zu Wege zu bringen. Diese Oberfläche muß also groß genug sein. Im entgegengesetzten Falle tritt die an derselben sich erwärmende Zimmer— luft zu schnell in die Höhe u. setzt ihre Wärme an der Decke ab, statt sie vorher theilweise an die nebenliegende Luft der untern Hälfte des Zimmerraums abzugeben, in welcher eben die Erwärmung verlangt wird. Erfahrungen be— weisen, daß mit einer gegebenen Quantität Brennmaterial die größte Wirkung in dieser
beim Luftheizungsofen ein; denn hier wird gerade der heftigste Luftwechsel an der Oberfläche des Ofens beabsichtiget.)— Wir gehen nun zur Darstellung verschiedener Oefen über. Schnell heizende Oefen. Diese sind, nach dem Obigen, aus Eisen anzunehmen. Kupfer würde dieselben Dienste leisten, ist aber zu theuer u. der Gesundheit weniger zuträglich. Gilt es blos, einen gegebenen Raum auf die schnellste Weise, ohne wei— tere Rücksicht, zu erwärmen, so ist ein einfacher cy— lindrischer od. prismatischer Hohlkörper von Eisen— blech, in der Mitte mit einem bis auf 4 oder 5 Zoll an die Decke reichenden Unterschied(Zunge) u. einem nicht zu kurzen Rauchrohr, vollkommen ausreichend. Einen solchen Ofen zeigt Fig. 1. Die gewöhnlichen blechernen Windöfen sind meh
oder weniger demselben ähnlich. Sie sollten aber ü
billigerweise wenigstens aus den Wohnzimmern,
u. zwar namentlich aus denen der Armen, wo
sie sich noch häufig finden, ganz verdrängt werden;
denn sie sind die verschwendrischsten von allen Oefen (Fortsetzung folgt.)
Veraltete Aepfelbaͤume zu erneuern.
Lepechin auf seiner Reise durch verschie— dene Provinzen Rußlands theilt dieses Mittel mit, dessen sich viele Landwirthe daselbst bedienen. Der alte Apfelbaum wird auf einer Seite von allen seinen Wurzeln befreit, die man ihm ohne Schonung abhaut. Dann biegt man den Baum auf die Seite, wo die Wurzeln geblieben sind, und gräbt hier eine lange Grube, worin der Baum mit seinen Zweigen auf eine geschickte Art ein— gelegt und dann mit gedüngter Erde beschüttet
Beziehung dann ereicht wird, wenn die äußere wird. Der auf diese Art begrabene Apfelbaum Oberfläche des Ofens nur auf 6080 R. erhitzt e treibtenun Schößlinge, welche, sobald sie zu ei—
zu werden braucht. Auch in dieser Beziehung sind daher, wo nicht andere Umstände das Gegen— theil erfordern, besonders für hohe Zimmer, grö— ßere thoͤnerne Oefen kleinern eisernen vorzuziehen. (Ganz die entgegengesetzte Nücksicht tritt z. B.
niger Stärke gelangen, eingepflanzt werden.— Auf diese Weise werden aus einem einzigen Ap— felbaume oft dreißig erzeugt, welche viel eher Früchte tragen, als die, die aus gesäeten Kernen erwachsen sind.


