zu verdanken, nicht aber dem Fleiß,

4 Miscellen. Vorschlag zu einer Verbesserung in

der Kleeheu- Bereitung. (Von einem Landwirth der hiesigen Gegend eingesandt.)

Zur Erhaltung der Gesundheit unserer Hausthiere ist wohlseine gesunde Nahrung als Haupterforderniß anzunehmen. Einsender dieses ein practischer Landwirth hat dennoch oft die Beobachtung ma chen müssen, daß bei der Vereitung des Kleeheu's beinahe dasselbe Verfahren angewendet wird, wie bei dem Grasheu, obgleich der Klee, vermöge sei ner natürlichen Schwere, einer ganz andern Be handlung bedarf. Nicht selten geschieht es, beson⸗ ders bei vorhergegangener nasser Witterung, daß die⸗ ses-Kleeheu schon Mist ist, ehe es das Vieh zu fressen bekommt und dennoch will man sich oft nicht erklären können, wie es kommt, daß das Vieh nicht mehr so munter und daß bei den Kühen die Milch⸗ gabe so bedeutend gemindert ist. N

Die bisherige Kleeheu- Bereitung ist allgemein

bekannt und zu einfach, um darüber etwas zu schrei⸗ ben, und man hatte es nur einer guten Witterung wenn man ein gutes Kleeheu einerndtete; um aber auch bei nicht gar zu schlechtem Wetter ein solches zu gewinnen, bringt Einsender dieses ein noch nicht bekanntes Verfahren in Vorschlag. Es ist folgendes:

Man mache sich Pfähle von 2% bis 3 Fuß Länge, unten zugespitzt und oben mit 2 Löchern ins Kreuz versehen, in welche 2 Stöcke angebracht wer⸗ den, so, daß diese Stöcke 4 Arme ins Kreuz(4) bilden. Nachdem nun der Klee abgemäht ist, wer⸗ den diese armigen Pfähle zwischen die Gemaden (Schwaden) in das Land gesteckt, so, daß sie 3 bis 4 Fuß von einander entfernt sind und 2 Fuß über der Oberfläche der Erde hervorragen. Auf diese gearmten Pfaͤhle wird alsdann der Klee so gelegt, daß er von allen Seiten eine Abdachung bildet, um den Abfluß des Regens zu befördern und, indem er hohl liegt, von allen Seiten von der Luft be spült werden und von der Feuchtigkeit und Aus⸗ dünstung der Erde wenig annehmen kaun. Wenn nun der Klee auf solche Weise von Zeit zu Zeit umgewendet wird, so wird man finden, daß er nicht

allein schneller trocknet, sondern auch eine schönere Farbe und einen angenehmern Geruch annimmt, daß er ferner die Blatter behält, dem Vieh ein schmackhafteres und nahrhafteres Futter giebt und sich im Frühjahr eine beträchtliche Saamenerndre auf dem Lagerboden vorfinden wird.

Das Keef (Beschluß.)

Das reine Kreosot also ist eine farblose ölar tige Flüssigkeit; es hat einen durchdringenden und unangenehmen, jedoch nicht stinkenden Geruch, der in einiger Entfernung nach der Meinung vieler dem des Bibergeils, in der Nähe mehr dem des geräucherten Fleisches ähnelt. Sein Geschmack ist

erst höchst brennend und ätzend auf der Zunge, er

zeugt sogleich Verletzungen darauf, wie ein starkes organisches Gift, und geht dann, bei starker Ver mischung mit Speichel, hintennach ins Süßliche über. Es fühlt sich schwach fettig an, und ist von der Konsistenz eines etwas kühlen Mandelols. Durch Erwärmung wird es dünnflüssig.

Auffallend ist die Wirkung, die das Kreosot auf das Eiweiß und das Blutroth im Blute hat. Beide bringt es augenblicklich zum Gerinnen. Auch wenn in mit Wasser verdünnte Eiweislösung, nur ein Tropfen Kreosot gebracht wird, so umhüllt es sich sogleich mit weißen Häuten von niedergeschla⸗ genem Eiweiß. Darin ist nun auch die Ursache zu suchen, warum das Kreosot die Sicherung des Flei sches vor der Fäulniß hervorbringt. Darin ist nun auch die Ursache zu suchen, warum das Kreosot die Sicherung des Fleisches vor der Fäulniß hervor⸗ bringt. Diese ist außerordentlich. Frisches Fleisch in Kreosotwasser gelegt und nach einer halben bis ganzen Stunde herausgenommen und abgetrocknet, besitzt das Vermögen, nunmehr in freier, warmer Sonnenluft aufgehängt bleiben zu können, ohne Fäulniß einzugehen.Ich habe, sagt Herr Br. Reichenbach, einzelne Stücke Nindfleisch in die Julisonne gehängt, und, wenn sie abtrockneten, oftmals mit reinem Wasser befeuchtet, dennoch ver⸗ mochte ich keine Fäulniß einzuleiten. Die Wespen, die bekanntlich alles fliehen, was sich im geringsten

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