Miscellen. 91 45 beruhe. Nächst dem Leben, ist Freiheit und un⸗ 5 e abhängigkeit des Deutschen köstlichstes Gut. Die Versuch des Beweises, daß Deutschlands Begriffe davon gestalten sich, wie wir täglich sehen, unabhaͤugiger Fortbestand auf der Eiufuͤhrung sehr verschieden, und die Wege, auf denen man der allgemeinen Obstbaumzucht beruhe. 11 1 49 5 1 5 laufen durch 5 i n 5 einander. Dieß ist nicht gut. Der erste und ein⸗ 1- ben öffnet worden war, welcher dieselbe regelte Nichtung, welche die volksthümlichen Begriffe neh⸗ ehr eröffnet worden war, welcher ee e ,, Bildung, welche chaotisch keinen und erleichterte, hat sie, ohne einen merklichen Nück⸗ 18: 5 5 98 9 8 9 5 gemeinschaftlichen Zweck verfolgt. schritt zu machen, sich kräftig gestärkt und wacker 43 5 i beflissen. Nicht leicht ist ein einmal angeregter Kul⸗ Dieß Blatt eignet sich nicht, den paͤdagogischen turzweig mit mehr Uebereinstimmung und Ernst be- Theil dieser Materie durchzuführen. Wir nehmen trieben worden, und nicht leicht hat einer weniger als ausgemacht an, und setzen bei unseren günsti⸗ Widerstand gefunden, als die Obstbaumzucht. und gen Lesern voraus, daß sie darüber einverstanden doch steht dieser Kulturzweig allen andern darin seyen, daß jede Gemeinde des deutschen Volkes weit nach, daß er nicht, wie diese, im ersten Jahre durch eine eigne Erziehungsanstalt in den Stand schon zu Resultaten führt, sondern am Längsten auf gesetzt werden sollte, alle ihre Glieder, die es be⸗ den Erfolg warten läßt, und am Spätesten mit nöthigt sind, in übereinstimmenden Formen zu der Früchten lohnt. ö deutschen Sache, und zwar bis zur vollkommnen Die Resultate dieser Pflanzung sind durchaus Sunn und Ausübung derselben zu erziehen. befriedigend. Jeder thätige Beförderer der Obst⸗ Wenn die Schulen allenthalben in gleich gutem baumzucht sieht mit voller Zufriedenheit die Frucht 1 eee 5 0 bloße Erweiterung 1 2 reifen. Sie hat sich als eine edle, fruchtbarlohnende, ben für den volksthümlichen weck hinreichend. Je⸗ segenbringende Unternehmung bewährt. Der gegen⸗ 55 1 e Erweiterungen i ee Bad wärtige Stand derselben gestattet ein zuverlässiges Seb 3 1 8 en e e Urtheil darüber. Es ist kein Beispiel bekannt ⸗ge⸗ 5 Bong 5 555 e e e worden, daß durch die Obstkultur die übrigen Theile 1 Erfttlung a 55 5 95 Aus führung Senn der Landwirthschaft und Gärtnerei gelitten, daß tionalen Angelegenheit abhängt. ö durch sie andere nützliche Producte wären verdrängt, Wenn wir auf eine neue volksthümliche Ein⸗ und der Vorrath an nahrhaften und gesunden Nah- richtung und Verschmelzung der Schulen denken, so rungsmitteln wäre vermindert worden; kein Beispiel, müssen wir vor Allem die Mittel ausfindig machen, daß dieselbe den Vestand irgend einer Familie ge- deren Besitz uns den guten Erfolg verbürgt, Mittel, fährdet hätte. Hingegen sind die ländlichen Be- welche jedem deutschen Lande und jeder Gemeinde schäftigungen durch sie veredelt, der Speisevorrath anpassend und erreichbar sind, welche sich selbst immer ist vermehrt worden, und hat an Mannigfaltigkeit fort ergänzen, einen sicheren Geldgewinn verbürgen, zugenommen. Schon befriedigt mancher Landmann und uns stets an den gemeinschaftlichen volksthuͤm⸗ und Bürger die Eßlust seiner Angehörigen großen⸗ lichen Zweck erinnern. Wir kennen keines, das theils mit Obst, das ihnen besser schmeckt und bes⸗ uns näher liegt, leichter ist, in seiner allgemeinen ser anschlägt, als das Brod. Solche Proben berechtigen zu der Erwartung, repräsentirt, und auf festerm Grunde ruhet, als daß dieser Culturzweig zu großen Leistungen und die Obstb aumzucht, wenn sie erweitert, und in zu segensreichen Unternehmungen für Deutschland allen Gemeinden nach gemeinschaftlicher Verabre⸗ könne und werde ausgedehnt werden. Es kann also dung gepflegt wird.. 1 auch keinen Kenner dieses Culturzweigs überraschen, Beschäftigung, Nahrung und Sicher⸗ wenn wir mit dem Versuch hervortreten, zu beweisen, heit muß ein jeder Staat seinen Gliedern gewäh⸗ daß Deutschlands unabhängiger Fortbestand auf ren. Der Thätigkeits⸗Trieb ist allen Menschen einer allgemeinen Einführung der Obstbaumzucht angeboren, aber man darf diesen nie ganz sich selbst

Gleichförmigkeit auch zugleich den allgemeinen Zweck

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