Hackfrüchten, Kartoffeln, Rüben u. s. w. und dünge hierbei gut. f

Man säet die Lucerne entweder allein oder un⸗ ter Hafer, Gerste, Lein oder grün abzumachendes Mengfutter. Die Frucht, mit welchem die Lucerne gesäet ausgestellt wird, darf nicht dick gesäet und muß zuerst untergebracht werden. Hierauf eggt man, säͤet den Kleesaamen, eggt dann diesen unter ꝛc., und, walzt oder schleift den Acker. 5

Man braucht zur Aussaat dieselbe Quantiät Saamen, wie bei deutschem Klee, muß aber vor⸗ zuͤglich darauf bedacht sein, daß die Lucerne mög⸗ lichst gleich zu stehen kommt. a

Den Sammen kann man dadurch leicht probi⸗ ren, daß man eine Anzahl Körner zwischen Lösch⸗ papier legt, die man einige Tage stets feucht er hält, und an einen warmen Ort legt. Die guten Körner keimen in einigen Tagen.

Nachtfröste sind, wie bemerkt wurde, der jun⸗ gen Pflanze sehr schädlich; darum säe man die Lu⸗ cerne erst Anfangs Sommer, wo keine Nachtfröste mehr zu besorgen sind.

3. Behandlung nach der Saat.

Man muß hauptsächlich darauf bedacht sein, daß das ausgesäete Mengefutter die Kleepflänzchen nicht ersticke, dasselbe deßhalb frühzeizig abmachen. Wenn die Frucht zu dick oder fett steht, daß sie sich legt, ist es räthlich, sie nicht zur Reife kommen zu lassen, sondern sie grün abzufuttern.

Sobald die Lucerne so weit heraus gewachsen ist, daß sie den Boden bedeckt, wirkt das Gypsen auf deren Wachsthum sehr wohlthätig: man braucht auf den Morgen Land ein Malter, auf die gewöhn⸗ liche Weise ausgestreut. Dieses Gypsen muß jedes Jahr wiederholt werden. Will man einen besonders hohen Ertrag erzielen, so muß während des Win⸗ ters der Acker gedüngt werden. Nimmt man hier⸗ zu langen Stalldünger, so eggt man diesen im Früh⸗ jahr wenn keine Nachtfröste mehr zu befürchten sind, wieder weg: doch ist hierbei viel Vorsicht zu gebrau⸗ chen, indem durch die Wärme die Pflanze verzär⸗ telt wird, leicht herauswächst und von Frösten er⸗

drückt wird. Kurzer Mist, möglichst gleich verbreitet, ist

deßhalb zu empfehlen. Ob Düngung mittelst Jauche günstig wirke, darüber wiedersprechen sich die ge⸗ machten Erfahrungen; Einige wollen sie sehr vor⸗ theilhaft gefunden haben, nach Andern hätte die Jauche Unkraut gezogen und das Vieh den Klee nicht gern gefressen. N

In jedem Frühjahr muß die Lucerne gehörig geeggt werden: im ersten Jahre indessen etwas schwä⸗ cher als in den folgenden. 5

4. Erndte.

Häufig wächst die Lucerne schon im ersten Jahre

so hoch, daß man sie abzumachen, in Versuchung geräth: indessen ist dieses für das Aufkommen der⸗ selben höchst schädlich, und deßhalb zu unterlassen. den ganz vollen Ertrag liefert sie erst im dritten Jahre mit Einschluß desjenigen, wo sie gesaͤet wurde. Bei warmem Frühling kann man schon Mitte Mat die erste Schur vornehmen, und muß mit dem Ab⸗ futtern beginnen, wenn derselbe 7 8 Zoll Höhe hat, weil sonst die Stengel hart werden, bis das letzte abgemäht wird. Sie wächst sehr ichnell nach, ist namentlich einem trocknen Jahre nicht so sehr ausgesetzt, wie der rothe Klee, weil sie sehr tief Wurzeln faßt, und so mehr Feuchtigkeit aus dem Boden anziehen kann.

Die Lucerne kann alle 5 6 Wochen also bei günstiger Witterung 4 Smal abgemäht werden. Der Ertrag jeder einzelnen Schur ist wegen der Höhe, welche dieselbe erreicht, ungefähr; höher als der des rothen Klees.

Das Heu von derselben wird gemacht, wie das vom rothen Klee die passendste Zeit ist, ehe der Klee die Blüthknospen ansetzt. 0 5

5. Verhältniß des Nahrungsstoffs.

Der Nahrungsstoff des Lucerner Klee's ist dem des rothen gleich: zu Gras und Heu verhält sich der grüne Lucerne und das Heu davon wie 100: 110, d. h. 100 Pfd. Klee ist so nahrhaft, als 110 Pfd. Gras, ebenso ist es mit dem Heu.

(Beschluß folgt.)

Fruchtpreise. Waizen.] Korn. Gerste.][ Hafer.[Erbsen. Städte. Datum. Malter. Malter. Malter. Malter. Malter. Pfund fl.] kr. Pfund fl. kr. spfund fl.] kr.[pfund fl. kr. fl. fehr. pf. (Gießen.. 8. März. 2006 25] 180 4 40 160 3 50 br [Grünberg. 1. März. r ar Darmstadt. März. CJJJJSS00SJV ainzz 22. Februar. 6 4 32 3, 36 3 4 44 1 Frankfurt a. M.. 8. März. 5-[ 4 35 180 2481 4301

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l'schen Buch- und Steindruckerei.

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