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Zu Nr. K. 2042.

Betreffend: Einen, mehrere Gemeinden des Kreises Grünberg betroffenen Hagelschlag.

Giessen am 9. Juli 1834. 0

5 Der Großherzoglich Hessische b Kreisrath des Kreises Giessen

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saͤmmtliche Großherzogliche Buͤrgermeister und Beigeordneten der Neben gemeinden dieses Kreises.

Aus der Großh. Hess. Zeitung vom 2. Juli werden Sie bereits ersehen haben, Juni die Gemarkungen Reinhardshain, Beltershain, Lumda, Stangenrod, Grünberg mehr oder weniger von einem Hagelwetter betroffen worden sind,

gesammte hoffnungsreiche

daß am 27. Goͤbelnrod, welches größtentheils die

. Erndte dieses Jahres in wenigen Minuten vernichtete, und so die Bewohner der ohnedem meistens verarmten Gemeinden einem Elende preiß gab,

das Sie in seiner vollen Größe

würdigen werden, wenn Sie erwägen, daß dadurch nicht allein der ganze Nahrungszweig bis zur näch⸗

sten Erndte vernichtet ist, sondern es selbst an deren Saatfrüchten für

das künftige Jahr gebricht.

Die höchste Staatsbehörde hat in Berücksichtigung dieses Unglücks eine allgemeine Collecte für

die Provinz Oberhessen gestattet, und fordere ich Sie deshalb auf, sey es in Geld oder Früchten, eifrigst zu unterziehen, und erstere binnen 14 Tagen Früchte können auch erst nach eingethaner Erndte verabreicht werden. Ich kann von den Angehörigen meines Bezirks erwarten,

Neuning dahier abzuliefern; die

sich der Sammlung von Beiträgen, an den Accessisten

daß Sie auch hier gerne das Elend

lindern zu helfen bereit seyn, und nicht hinter anderen entfernteren Bezirken zurückbleiben werden. K.

Erh. Ken oer x.

Miscellen. Deutschlands Goldgruben.

Aller Orten in Deutschland klagt man mehr oder weniger über Geldmangel und Nahrlosigkeit, und doch hat Deutschland so manche unversiegbare Goldgruben, welche bis jetzt nicht benutzt worden, ob sie gleich uͤberdieß zu Tage liegen und reines Gold bieten. Wenn die Hülfe, welche wir Deut sche so vielseitig erwarten, nur von Innen her kommen kann, und wenn die Goldgruben, welche es besitzt, zur allgemeinen Wohlfahrt benutzt wer den sollen, so ist es einleuchtend, daß man nicht mit Klagen und Seufzen die Zeit verlieren, son dern Hand an's Werk legen muß, und zwar ein Jeder nach seinen Kräften. Wenn ich nun bereit bin, zuförderst eine deutsche Goldgrube zu eröffnen, welche bei allgemeiner Benutzung eine Ausbeute von jährlich vielen Millionen gewährt, welche aus

Hand in Hand gehen, und mehrseitig den Wohl⸗

stand fördern, und von keinem ein Opfer fordern, im Gegentheil auch denen, welche zunächst die Hand dazu bieten, nächst dem schönen Lohn des eigenen Bewußtseyns, als deutsche Vaterlandssreunde wirk⸗ sam zu seyn, reichlichen Ersatz verheißen, so mache ich zur Ausführung nur auf jenes Unerläßliche An⸗ spruch, ohne welches die Deutschen über kurz oder lang in Armuth und Sklaverei versinken müssen. Ich rechne nämlich auf Liebe für's deutsche Vaterland, welche zur Einheit, zum Gemeingeist und zur Wohlfahrt führt, und auf Vernunft, wel

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che Vorurtheile verbannt, und das Gute und Dien⸗ liche gern ergreift und leicht werden die Schätze gewonnen seyn.

Diese eine ergiebige Golgrube nun, welche

hier nachgewiesen wird, und welche für Deutschland

jährlich mindestens zehn Millionen Thaler bringen kann, bletet sich in der Erzeugung des vaterländi⸗ schen Zuckers, und zwar in der aus Kartoffel- stärke dar. Erwägt man, daß im Jahre 1831 in Hamburg eilf Millionen Centner Zucker, in Stettin 70,975 Centner Zucker und 73,059 Centner Syrup, in Bremen 1832 263/636 Centner Zucker,

mithin im Ganzen 14,407,670 Centner eingelaufen

sind, ohne andere Zufuhren zu berücksichtigen, und nimmt man an, daß Deutschland jährlich nur den zehnten Theil hiervon, mithin etwa eine Million Centner Zucker consumirte, und den Centner nur zu zehn Thaler rechnet, so sind dieß mithin zehn Millionen, welche jährlich für Deutschland verloren gehen, und welche leicht für dasselbe gewonnen werden können. serem Deutschland in so manchem Gediegenen zurück⸗

stehend, ist gleichwohl in Beziehung auf diesen Ge⸗

genstand wieder weit voran, und nur, weil mehr

Gemeingeist in ihm wohnt, denn es mogen dort

wohl schon hundert Zuckerfabricken bestehen, welche den Zucker aus Runkelrüben gewinnen. Die Gründe, warum ich jetzt die Errichtung der Runkelrüben⸗ Zuckerfabrikation nicht vorschlage, ob ich sie gleich nicht ausschließen möchte, sind unter andern: die Bereitungsart ist zur Zeit noch manchen Schwierig

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