dungen nach Italien, dieses Alles verstärkte jenen Eifer mehr, als es in spätern Zeiten nur irgend einmal wieder geschehen konnte.

5) Seit dem Zeitraum, in welchem unter Bo⸗ nifacius und Kaiser Karl dem Großen und dessen Nachfolgern die Hierarchie und in Folge der⸗ selben das Feudalwesen sich festsetzte, fing der Acker⸗ bau der Deutschen immer mehr an in Verfall zu kommen; anstatt Ueberfluß an Getreide zu haben und dasselbe an nähere oder entferntere Völker ab⸗ zugeben, litt unser Vaterland häufig an Hungers noth. Zwar lag dieses nicht in dem Plan Karl des Großen, der gern die Haus- und Feldwirth⸗ schaft gehoben hätte und welcher deswegen die zu seiner Zeit üblichen bessern Verfahrungsarten schrift⸗ lich abfassen ließ, damit diejenigen, welche seine Domänengüter verwalteten, nichts wesentliches über⸗ sehen möchten, allein seine Begünstigung des römi⸗ schen Bischoffs und die Unterordnung unter diesen Bischoff, zu welcher er seine Geistlichen nöthigte, verdarb Alles. Diese Priesterschaft verleitete ihn zu dem verwüstenden Neligionskrieg gegen die ge werbfleißigen, den Ackerbau auf das kräftigste trei⸗ benden Sachsen, und reizte diesen zur Nache gegen seine fränkischen Landsleute, und deren Landgüter und Fluren. Dreißig Jahre dauerten diese gegen seitigen mit der größten Erbitterung geführten Be⸗ fehdungen und Verwüstungen; Slavische mit der Leibeigenschaft behaftete Volksstämme zogen in die von den weggeführten sächsischen Familien erledig ten Bauernhöfe ein, und verdrängten die Bewirth⸗ schaftung des Landes mit freien selbstständigen Grund besitzern durch eine elende Sclavenwirthschaft. Die Kapitularien Karls des Großen haben nur für uns so weit Werth, als wir daraus sehen, was die Deutschen vor ihm in der Feldwirthschaft gelei⸗ stet haben; denn er war ein Deutscher und lebte unter Deutschen, und die Gegenstände, die er in seinen Anordnungen als Theile der Haus- und

Feldwirthschaft bezeichnet, die Baumgärten, Müh⸗ len u. dgl. waren nicht etwa bloß seinen südliche⸗ ren, sondern auch seinen nordöstlichen Domänen,

ja eben so auch, laut den alten Urkunden von den

an die Geistlichkeit gemachten Schenkungen und Verträgen, einer Menge von Gütern und Höfen in Nordfranken und Thüringen eigen.

6) 7) Den empfindlichsten Stoß brachte Karl dem deutschen Feldbau durch den Zehenten bei, welchen er einer selbstsüchtigen um das Wohl der Landwirthschaft sich wenig kümmernden Geistlichkeit einräumte, und der späterhin auch wieder auf reiche und mächtige Laien überging. Diese Belastung, ja fast möchte man sagen, Bestrafung des Kunstfleißes und des Unternehmungsgeistes im Feldbau kannten früher die Deutschen nicht; dieses war es, was meh⸗ rern deutschen Stämmen die Regierung jenes Kai⸗ sers so verhaßt und unerträglich machte. Nunmehr fängt man an, von Wuüstungen in Deutschland und von verlassenen Höfen zu sprechen, nunmehr wurde die Landwirthschaft schläfrig und mit Geringschätzung behandelt, weil ihr Ertrag, so sehr verkümmert und insbesondere die Mittel zur Unterhaltung des Ackers in seiner Kraft und zu seiner Verbesserung, durch die Beraubung des Strohes, und in Folge des Blutzehenten, durch die Verminderung des Vieh⸗ standes dem Landmann entzogen wurden. Mit die⸗ ser Verarmung des in den mittlern Ländern von Deutschland lebenden noch selbstständigen Bauers hielt seine Herabwürdigung von Seiten der auf ihre päpstliche Weihe stolzen Priester und der auf ihr Schwert sich stützenden Vasallen gleichen Schritt; die Kleriker waren so sehr dem wahren Christen thum entfremdet, daß sie noch härtere Tyrannen des Bauerstandes waren, als selbst die Ritter und späterhin die schwäbischen und fränkischen Bauern im Bauernkriege erst die Klöster und dann nachher die Burgen zerstörten.

(Fortsetzung folgt.)

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preige.

Prucht

Waizen.] Korn. Gerste.] Hafer.[ Erbsen. Linsen. Städte.] Datum. 5 i

Malter. Malter. Malter. Malter. Malter. Malter.

Pfund fl. kr. Pfund fl. kr. pfund fl. kr. Pfund fl. kr. fl. kr. pf. f kr. pf. 1. 85 200 6 180 4 10460 3 415( 3 E Grünberg. 19. April. 4 30 3 301 13- 2 45 iB Darmstadt.. 5. April.1 H1 3. 1 121 2 9 2 2 1* Mainz 24. Mai. s, 7 5. 25 Frankfurt a. M.. 120. Mai. 4 50 3 300 317 240 4 20%

Druck und Verlag der G. D. Brühl'schen Buch- und Stein druckerei. 1

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