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19 aus der Hülle oder aus der Nindensubstanz, welche man gewöhnlich Kleie nennt;

29) aus einer unmittelbar unter dieser Rinde befindlichen, gelblichen, durchsichtigen Substanz, welche sich bis gegen den Mittelpunkt des Kornes hin verlängert, beinahe die Hälfte des Umfanges des Kornes ausmacht, und Gries(gruau) ge⸗ nannt wird;

3) endlich aus dem Sazmehle, welches sich in der Mitte des Kornes befindet, und eine weiße Masse voll glänzender, krystallinischer Punkte bildet. B. Wenn man die Rinde oder die Hülle des Kornes sorgfälltig ablöͤst, so zeigt sich, daß dieselbe aus drei sehr dünnen Häutchen besteht, welche ein Gefäßgewebe oder ein Netz bilden, welches aus klei⸗ nen, neben einander befindlichen, und durch zahl⸗ reiche Anastomosen oder Verbindungen mit einander communicirenden Röhren besteht. fäße sind mit vegetabilischem Safte und mit Sub⸗ stanzen erfullt, die den im Inneren des Kornes ent⸗ haltenen ähnlich sind.

Zwischen der zweiten und dritten Haut befindet sich eine Schicht einer klebrigen, dem Gummi ähn⸗ lichen Substanz, welche das Korn ringsum umgibt.

Da nun die Kleie aus einer großen Menge kleiner, mit den Nahrungssäften der Pflanze er⸗ füllten Gefaͤßen besteht, so ergibt sich schon hieraus, daß dieselbe im Verhältniß ihres Gehaltes an meh⸗ ligen und gummigen Bestandtheilen nährend seyn muß. Andererseits kann aber die Kleie nur zum Theil nahrhaft seyn, weil die Substanz, welche das Gehäuse der Rinde und der kleinen Röhren bildet, nichts weiter als Holzfaser oder Stroh ist, welches sich wohl für pflanzenfressende Thiere, keineswegs aber für den Menschen als Nahrungsmittel eignet.

C. um zu erfahren, in welchem Verhältnisse die Kleie in dem Weizen enthalten ist, verfuhr Pon⸗ celet auf folgende Weise:Ich nahm 7 der schön⸗ sten Weizenkörner, die ich finden konnte, nagte ein Korn nach dem andern ab, und fand, daß sie sämmt⸗ lich von gleichem Gewichte waren, d. h. daß jedes Korn einen Gran Markgewicht wog, so daß folglich alle 7 Körner zusammengenommen 7 Grane Markge⸗ wicht hatten. Ich nahm mir dann die Mühe, von diesen Körnern, mittelst der Spitze eines Federmes⸗ sers, die drei Häutchen abzuziehen, aus denen die Rindensubstanz besteht. Bei jedem Messerschnitte untersuchte ich mit der Luppe, ob ich weder zu viel noch zu wenig weggenommen hatte, so wie ich vor⸗ zuglich auch darauf sah, daß nichts von der Sub⸗ stanz, die ich ablöste, verloren ging. Alle die auf diese Weise abgelöste und gesammelte Kleie wog ge nau einen Gran, während die übrig gebliebenen abgeschälten Körner zusammen 6 Gran Markgewicht wogen. Ich wog ferner auch die Kleie und die ab⸗ geschälten Körner mitsammen, und erhielt dadurch wieder meine 7 Gran. Ich glaube also hieraus

Diese kleinen Ge⸗

schließen zu dürfen, daß die Kleie in dem nicht durch⸗ gebeutelten Mehle den siebenten Theil ausmacht, wo⸗ bei jedoch die der Kleie immer anhängende gummi⸗ harzige Substanz mitgerechnet ist. 145 20

D. um auf eine genaue und von dem eben be⸗ schriebenen Verfahren verschiedene Weise das Ver⸗ hältniß der Rindensubstanz oder der Kleie in dem

Korne zu bestimmen, nahm ich selbst zu folgendem

Mittel meine Zuflucht.

Ich wählte 30 schöne Körner, und weichte die⸗ selben, nachdem ich sie vorher genau gewogen, einige Augenblicke in heißes Wasser, um sie anschwellen zu machen. f oft in einem Stücke abging; diese Ninde wusch ich mehrere Male in Wasser aus, um sie dann, nachdem sie einige Tage an der Luft getrocknet worden, neuer⸗ dings wieder zu wägen.

(Fortsetzung folgt.)

Kartoffelkeime.

Das wuͤrtembergische landwirthschaftliche Cor⸗ respondenzblatt, Heft 2. d. J., beweiset durch um⸗ ständlich dargelegte Versuche, daß die Behauptung der Engländer, daß die Fortpflanzung der Kartoffeln durch Keime nachtheilig, und diejenige durch ganze Kartoffeln einträglicher sey, im Klima Würtembergs vollkommen falsch ist. Sowohl zu den Keimen, als zu den gelegten ganzen Kartoffeln nahm man am 16. April 1832 in Hohenheim eine gelbe große dickhäutige engl. Kartoffelart. Die Krautentwicklung zeigte sich am 13. Mai bei den Keimen, und am 15. Mai hei den ganzen Kartoffeln. Man machte den Versuch mit 33 Keimen auf 136 Quadratfuß; sie wurden aus 4 Kartoffeln ausgeschnitten, und auf eine gleiche Fläche, welche gleichen Boden, Luft und Wärme ge⸗ noß, wurden 3 ganze Kartoffeln gelegt. Diese letz⸗ teren lieferten 74 Stück von 20 Pfund 2 Loth, und die 33 Keime 91 Stück von 59 Pfund 26% Loth.

Bewaͤhrtes Mittel gegen die Feldmaͤuse.

Hr. Dr. Ch. in Strasburg schlägt folgendes, durch die Erfahrung erprobtes und dabei wohlfeiles Mittel gegen die Feldmäuse vor: Man nimmt schwarzes Steindl(petroleum), und träufelt es auf Werg, Wolle, alte Lappen ꝛc. r

ses Oels, welches man in fast jeder Materialhand⸗

lung und Apotheke bekommt, ist den 3 so a i daß sle nicht nur wegweichen, sondern auch N 0 4 oder 5 Stellen

ines Ackers hinlegt, so ist in einigen Stunden keine Ma 1 Dasselbe Mittel dient

davon sterben. Wenn man davon an

Maus mehr darauf zu sehen. auch gegen die Maulwürfe.

Dann nahm ich die Rinde ab, die nun

Der Geruch die⸗

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