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Versteigerung von Bierbrauereigeräthschaften. Montag den 24. März d. J., des Morgens um 9 Uhr, werden auf dem Rathhause zu Allendorf an 5 Lumda, folgende Bierbrauereigeräthschaften, näm ich: 1) eine Pfanne von Kupfer, eirca 6 Ctr. schwer, und 6 Ohm neuen Maaßes enthaltend und 2) fünf noch zum Theil ganz neue Bütten, mit noch sehr brauchbaren eisernen Neifen, versteigert. Allendorf an der Lumda, den 27. Februar 1834. Der Burgermeister, Wagner.

Bekanntmachung. Betreffend: Die Errichtung einer Spar- und Leihkasse für die Kreise Gießen und Grünberg.

Dem in der Versammlung vom 6. Januar ge- faß ten Beschluße zufolge, hat der ernannte proviso rische Ausschuß die Statuten definitiv redigirt, die selben drucken lassen, unter die Mitglieder des Ver eins und in sämmtlichen Gemeinden der beiden Kreise verbreitet, und zugleich nach Maaßgabe dieser Sta⸗ tuten zur Wahl der Gesellschafts-VBeamten, eine wei tere Versammlung anf Mittwoch den 19. März, Mor⸗ gens 8 Uhr, auf dem RNathhause zu Gießen, aube⸗ raumt, zu welcher die Vereins- Mitglieder hierdurch eingeladen werden.

Diejenigen, welche bis zu diesem Tage ihren Beitritt anzeigen, bedürfen einer besonderen Auf nahme nicht.

Gießen, den 5. März 1834.

Der Großh. Geh. Rath, K. Ch. Knorr, als Vorstand des provisorischen Ausschusses.

Vermischte Nachrichten.

62) Bei Unterzeichnetem ist die, in mehreren Zeitschriften erwaͤhute Brochuͤre: Wohlmeinender Rath der Vor steher der Deutschen Gesellschaft in Newyork, an Deutsche, welche nach den vereinigten Staaten von Nord- amerika, auszuwandern beabsichti 117 zur Einsicht zu haben. Auch ist der⸗ elbe autorisirt mit 1 welche von Bre⸗ men aus nach Amerika uͤbergehen wollen, die Contracte wegen der Schiffsplaͤtze abzu⸗ schließen, und wird Auswaͤrtigen auf Ver langen auf portofreie Anfrage gerne Aus⸗ kunft uͤber die Bedingungen geben.

J. G. Pfeil, wohnhaft bei Hru. Kfm. Spruck auf dem Markt.

124) Ich verfehle nicht, mit Beginn des Früh⸗ jahrs anzuzeigen, daß ich auch wieder für dieses Jahr Borden, Glanz⸗ und italienische Strohhüte zu waschen übernehme, und ersuche Diejenigen, welche mich mit ihrem Zutrauen beehren wollen, mir die Hüte recht bald zukommen zu lassen, indem ich dadurch in Stand ge setzt werde, dieselben bestmöglichst besorgen zu können.

Auch diesesmal, so wie bisher, geht mein eifrig stes Bestreben dahin, meine geehrten Gönner auf das Sorgfältigste und Billigste zu bedienen.

Gießen, im Februar 1834. Henriette Heß.

Miscellen. Ueber die Behandlung der Wiesen.

(Beschluß.)

§. 46. Bei der Ueberstauung wird das Wasser nur auf die Wiese gelassen, so lange das Gras noch nicht in die Höhe geht. Man benutzt vorzugsweise die Zeit, wenn die Gewässer im Herbst, Winter oder Frühjahr durch Regen oder Schneeabgang mit düngenden Theilen getrübt sind. Auch 8 bis 14 Tage nach der Heuerndte wird mit Nutzen wieder über staut. Das Wasser wird zu dem Ende durch Schlie ßen der Schleußen so angestaut, daß es die ganze Wiese bedeckt und seine besseren Theile absetzt. Nach mehreren Tagen wird es wieder abgelassen. Man darf dies nicht eher wiederholen, als bis die Wiese wieder abgetrocknet ist, und je öfter man es, mit Nücksicht auf den Boden, wiederholt, um so kürzere Zeit soll das Wasser stehen.

3. Düngung und sonstige Pflege der Wiesen.

§. 47. Wiesen, die nicht bewässert werden kön⸗ nen, auch nicht zufällig von Zeit zu Zeit uͤberschwemmt werden, beduͤrfen um so mehr einer regelmäßigen Düngung, je trockner ihre Lage ist.

§. 48. Damit jedoch dem Ackerfeld nicht auf der einen Seite entzogen werde, was man auf der andern den Wiesen giebt, so sorge man fuͤr diese vorzugsweise für solche Düngstoffe, durch die dem Ackerfeld weniger entzogen wird; namentlich lasse man diesem den eigentlichen Stallmist, es sei denn, daß man solchen nicht alle dafür brauche.

§. 49. Die für die Wiesen besonders tauglichen Düngstoffe sind: alle Arten von Kompost(Menge⸗ dünger aus Abfällen, Gassenkoth, Erde ꝛc.), welchen man zu dem Ende mit größtem Fleiß und in mög⸗ lichster Menge bereiten muß. Ruß, Asche, Dung salz(besonders auf moosige Wiesen). Pfuhl, Pferch. Gips(für trockne Wiesen, jedoch abwechselnd mit andern Düngmitteln). Kalk(für entwässerte saure Wiesen). Das Ueberfahren mit Mergel und selbst mit gewöhnlicher, nur nicht lettiger Erde, bei moo rigen Wiesen selbst das Auffahren von bloßem Sand,