Samstag, den 30. Januar 1932.
erledigen kann. Die Plenarberatungen dürften in einer einwöchigen Tagung abgeschlossen werden können. Auf der Tagesordnung stehen auch die Anträge der Deutschnationalen und Kommunistischen Partei auf Landtagsauflösung.
Die Japaner durchbrechen eine vereinbarte Kampfpause. Schanghai, 29. Januar. Eine durch Vermittlung des englischen und des amerikanischen Generalfonfuls heute nachmittag in Schanghai zustandegekommene Ruhepause in den Kämpfen wurde schnell wieder abgebrochen. Am späten Nachmittag erschien ein japanisches Flugzeug über dem Fremdenviertel und warf eine Bombe auf das Haus der amerikanischen Methodisten. Bald darauf wurde auch eine Bombe über der Chinesenstadt abgeworfen. Infolge dieser Vorkommnisse entbrannten die Kämpfe aufs neue. Jm Fremdenviertel betrachtet man die Lage als äußerst ernst. Die Hospitäler reichen nicht annähernd für die Aufnahme der Verwundeten aus.
Das finanzielle Ergebnis der hessischen Konkurse.
Nach der letzten Konkursstatistik wurden in Hessen 132 Konkurse beendet. Jn 64 Konkursen fielen die nichtbevorrechtigten Forderungen vollkommen aus, in weiteren 17 betrug die Quote weniger als 10 Prozent. Nur 35 Konkurse brachten es auf eine Quote von über 20 Prozent. Im ganzen betrugen bei den beendeten Konkursen die Massekosten 225 000 RM., die Masseschulden 235 000 RM. und die Schuldenmasse 5 784 000 RM, darunter 754 000 RM. bevorrechtigte Forderungen. Den insgesamt 6,2 Mill, RM. Verbindlichkeiten stand nur eine Teilungsmasse von 981 000 RM. gegenüber, so daß im Gesamtdurchschnitt nur 15,7 Prozent der Konkursverbindlichkeiten ge= deckt wurden.
Die Steuerausfälle.
In den Monaten Oktober bis Dezember 1931, dem dritten Viertel des Rechnungsjahres 1931, sind an Besitz- und Verkehrssteuern( in Mill. Mark) 1231,7 aufgekommen, an Zöllen und Verbrauchsabgaben 704,3, insgesamt 1936,0. Jm vorhergegangenen zweiten Viertelahr des Rechnungsjahres 1931 betrugen die Einnahmen zusammen 2039,3, fonach 103,3 mehr als im dritten Viertel.
Vor schweren Entscheidungen.
„ Gießener Zeitung"
zahlungen erwachsen sind. Deutschland also steht heute nicht mehr allein; auch im Ausland ist die Erkenntnis gewachsen: es sei notwendig und nicht länger aufschiebbar, einen Schlußstrich unter dieses dunkelste Kapitel der Nachkriegsgeschichte zu ziehen.
*
Frankreich aber wir haben es erst fürzlich wieder vom französischen Ministerpräsidenten zu hören bekommen pocht auf seinen Deutschland abgezwungenen Schuldschein. Es spricht von der Heiligkeit der Verträge, es spricht von der„ ,, Moral", die nicht aus dem internationalen Leben verbannt werden dürfe. Wie aber kann man sich auf die Moral berufen, um einen undurchführbar gewordenen Tributplan zu erhalten, einen Tributplan, der auf Grund eines höchst anfechtbaren Rechtstitels zu einer wachsenden Verelendung des deutschen Volfes und zur nachhaltigen Störung der Weltwirtschaft geführt hat? Sind es etwa moralische Erwägungen, die Frankreich veranlassen, selbst von den Baseler Sachverständigen erkannten Symptomen deutscher Not achtlos vorbeizugehen? Von 21. Millionen Arbeitnehmern in Deutschland sind nahezu 6 Millionen ohne Erwerb; über ein Drittel des industriellen Lebens im Lande ist stillgelegt; die Landwirtschaft ist aufs höchste geschwächt; das Volkseinkommen ist unablässig geschrumpft; die öffentliche Finanzwirtschaft hat mit laum überwindbaren Schwierigkeiten zu tämpfen. Deutschland ringt um seine Existenz, wenn es unberechtigte und unerfüllbare französische Forderungen ablehnt.
Unaushaltsam drängen die reparationspolitischen Ereignisse heran. Reif zur Entscheidung ist die Stunde. Zwar sind die Hemmungen groß, die Kräfte stark, die der einzig vernunftgemäßen Lösung des Tributproblems der Schuldenstreichung entgegenstehen. Wohl bemüht man sich krampfhaft, dem kraft seinen eigenen Schwergewichts dem letzten Ziel zu eilenden Wagen der Reparationen Bremsflöte anzulegen, das Tempo zu mäßigen, wenn nicht gar das Gefährt zum Stillstand zu bringen. Aber vergeblich ist das Unterfangen; zwecklos im letzten Grunde, weil die Zeit ihr unerbittliches Urteil gesprochen hat; und gefährlich überdies, weil neue Zündungs- und Reibungsflächen in einer ohnehin mit Explosivstoffen gefüllten Welt geschaffen werden. Mag Frankreich sich auch der Entwicklung entgegenstemmen, mag es versuchen, den reißenden Strom der weltpolitisch, weltwirtschaftlich bedingten neugeformten Kräfte durch Staudämme aufzufangen der elementaren Wucht der wirtschaftlichen Tatsachen können Paragraphen und politische Klauseln nicht standhalten. Nur verzögern kann solch intransigente Haltung die Endlösung- bestimmt sie nicht dauernd aufhalten. Eins aber scheint festzustehen: die unnachgiebige französische Saltung wird uns einen harten Endlampf nicht ersparen.
*
-
*
an den
Deutschlands Stellungnahme ist durch die Erklärung des Reichskanzlers vor aller Welt eindeutig festgelegt. ,, Es liegt flar zutage, daß Deutschlands Lage ihm die Fortsetzung politischer Zahlungen unmöglich macht. Ebenso flar ist, daß jeder Versuch, das System solcher politischer Zahlungen aufrechtzuerhalten, nicht nur für Deutschland, sondern für die ganze Welt zum Unheil führen muß." Jm Sinne dieser Kanglerworte hat die Regierung Kompromißlösungen abgelehnt, für die eine reale Möglichkeit nicht mehr gegeben ist. Deutschland ist nicht in der Lage, irgendein neues Zahlungsversprechen einzugehen. Worauf es zunächst ankommt, ist: die Nerven bewahren! Und weiter: um des höheren Zweds willen parteipolitische Gegensätze u= rückzustellen( wenn's auch schwer fällt). Die Abwehr unberechtigter Forderungen, ebenso aber auch einer unerträglichen Ver= schleppung der Endlösung des Reparationsproblems erfordert eine geschlossene Front des ganzen deutschen Volkes.
Die reparationspolitische Gesamtlage hat sich- und das wird Deutschlands Kampf erleichtern in verhältnismäßig furzer Zeit grundlegend gewandelt. Einst stand Deutschland allein einer nahezu geschlossenen Front der Gläubigermächte gegenüber, kämpfte es noch vergeblich um den Sieg der wirtHeute schaftlichen Vernunft gegen politische Uebermacht. haben die furchtbaren Wirkungen der weltumspannenden Krise den führenden Staatsmännern im Auslande, namentlich in Italien und England, die Augen geöffnet und sie, leider erst nach Hekatomben von Opfern, gelehrt, welche schweren Gefahren aus diesem unheilvollen System politischer Zwangs
Rolli, der Stürmer.
Roman von Falk Heldburg. ( 4. Fortsetzung.)
,, Wer könnte wohl etwas dabei finden, wenn Sie mich zu einer Autofahrt einladen?"
Lokales.
Neue Währung.
Nr. 4.
Gamstag,
3u
mitgeteilt: follte auf d freundschaft berger Ber
Stunde die fragte der der maßgeb Ausbleibens Vormittag abgefagt wa
aufgenomme
Gespräch mi
das
mittag von bahnhofs au des Gespräc der die An wiedererfan
ihm perfon der Bahnho
anderen Gie Führung de
bofshalle in den der Um Brenn
finden in der gen ftatt Uhr bis 6,15 Die Puppe
Aus
Mufit von
Wunderlam
Die Gegenwart scheint eine gute Zeit für Projektemacher zu sein. Die Not macht die Menschen mehr als sonst empfänglich für alle Pläne, die den Schein erweden, als ob sie eine Besse rung bringen können. Solche scheinbaren Heilpläne laufen besonders häufig auf eine Umgestaltung der Währung hinaus. Die einen wollen eine ganz neue Währung einführen( zinsloses Geld, Wära, Schwundgeld, Festmark usw.), andere wieder wollen neben unserer Reichsmartwährung noch eine besondere Währung lediglich für das Inland schaffen( Binnenmark u. a.). Alle diese Pläne kommen entweder darauf hinaus, daß alles so bleibt wie es ist, also nur der Name oder das Aussehen des Geldes geändert wird; eine solche Währungsänderung wäre also unnütze Arbeit. Oder aber die Projekte brächten eine GeldentDann ändert sich allerdings mehr als nur wertung. Aeußere, diese tiefergehenden Aenderungen haben wir jedoch alle schon einmal in der Inflationszeit bis 1923 erfahren; fie dürfen nie mehr eintreten. Auch die Einführung einer Binnenmark würde Inflation bedeuten, denn entweder müßten entsprechend der Ausgabe von Binnenmark Reichsmark eingezogen werden, dann hätte sich nichts geändert außer dem Namen; oder die Binnenmark würde neben der Reichsmark ausgegeben, das wäre dann eine gefährliche Geldvermehrung. Außerdem würden alle das bessere Geld, nämlich die Reichsmark, hamstern, das bessere Geld würde durch das schlechtere verdrängt. Das Ergeb nis wäre unerwünschte Stockungen im Zahlungsverkehr. Aus allen diesen Gründen lehnen auch alle verantwortlichen Stellen solche und andere Pläne ab.
ㄓ
Keine Auflösung der Universität Gießen! Jm wieder werden Gerüchte über die angebliche Auflösung der Universität Gießen verbreitet. Diese Gerüchte sind unwahr. Weder hat die Reichsregierung die Schließung der Universität Gießen verlangt( sie hat selbst die darüber in der Presse erschie nenen Nachrichten in aller Form für unrichtig erklärt), noch hat die hessische Regierung jemals die Absicht gehabt oder geäußert, die Landesuniversität aufzuheben. Im Gegenteil, sie hat durch den Herrn Staatspräsidenten Dr. e. h. Adelung immer wieder den festen Willen bekundet, die Universität Gießen zu erhalten und mit den zur Verfügung stehenden Mitteln auszubauen, und hat diesen Willen bei jeder sich bietenden Gelegenheit ver wirklicht. Alle Lehrstühle sind besetzt. Die Seminare, Institute und Kliniken der Universität Gießen sind in den Jahren nach dem Kriege erheblich vermehrt und erweitert worden, befinden sich in bestem Bauzustande, verfügen über die modernsten Einrich tungen und bieten den Studierenden ausreichende Arbeitspläge. Die Universität Gießen steht in nichts den anderen deutschen Universitäten nach, genießt aber den großen Vorzug, nicht über füllt zu sein, und gewährleistet daher ein ruhiges Arbeiten und ein erfolgreiches Studium.
Aufruf des Deutschen Ausland- Instituts. Durch die wirtschaftliche Not des deutschen Volkes ist auch die gemeinnützige Arbeit des Deutschen Ausland- Instituts in Stuttgart schwer bedroht. Gerade seine treuesten Freunde und Mitglieder sind angesichts der geldlichen Schwierigkeiten nicht mehr in der Lage, durch ihre Beiträge die gemeinnützige Arbeit und völlg kostenlose Auskunftstätigkeit des Instituts in der bisherigen Weise zu unterstützen. Es fehlen die Mittel zur weiteren Ausgestaltung der Bücherei, zum Ankauf wertvoller antiquarischer Literatur, zur Beschaffung von Bildern und Karten vom vergangenen und gegenwärtigen Leben der Auslandsdeutschen in aller Welt. So wendet sich das deutsche Ausland- Institut an alle Deutschen im Inland und Ausland mit der Bitte: freiwillig mitzuhelfen, um dieses stolze Werk des ganzen Volkes zu erhalten und auszubauen. Das kann auch, abgesehen von Geldspenden, auf mancherlei Art geschehen: wer sich die Mühe nimmt nachzusehen, findet sicherlich in Bücherschränken und vergessenen Winkeln alte Bücher vom Auslandund deutschtum, Programme, Satzungen, Berichte sonstige Drucksachen von deutschen Vereinen im Ausland, Bilder und alte Auswandererbriefe oder Dokumente vom Auslanddeutschtum, womöglich sogar für das Museum und die Ausstellung des Instituts geeignete Gegenstände volkskundlicher Art. Was dem Einzelnen als Besitz wertlos oder unerheblich erscheinen mag, ist für das Institut und seine Sammlungen wichtig und bedeutsam. Das Deutsche Ausland- Institut Stuttgart, Haus des Deutschtums, bittet sehr herzlich um Uebermittlung solcher Stücke und ist für jede, auch die kleinste Mitarbeit und Gabe dankbar!
,, Das meine ich auch! Ich fürchte aber, daß zum Beispiel Ihr Chef anders denken könnte, vorausgesetzt, daß Sie ihm von unserer Fahrt erzählen werden... Er würde sich schon deshalb seine Gedanken machen, weil er über Dinge unterrichtet ist, die meine Zukunft betreffen. Hören Sie noch zu? Darf ich zu Ihnen offenherzig sein? Vielleicht können Sie mir dann sogar manchen guten Rat geben. Ich glaube nämlich, daß man zu Ihnen Vertrauen haben darf. Kennen Sie Direktor Korn
berg, den Kali- Kornberg? Kennen Sie ihn genauer? Was halten Sie von ihm? Ein ganzer Mann nicht wahr? Aber das wissen Sie wohl noch nicht, daß Kornberg mich heiraten will?
Maria Hedemann distanzierte sich von ihrem Gefährten und bat um eine zweite Zigarette.
,, Als mein Mann bei der Flugzeugkatastrophe in Rumänien tödlich verunglückte, glaubte ich, daß das Leben für mich nur noch den einen Sinn hätte, meinen Hans zu einem tüchtigen Menschen zu erziehen. Ob es wahr ist, daß die Zeit alle Wun den heilt? Ich denke und fühle jetzt anders. Dazu kommt, daß ich in finanzieller Beziehung nicht mehr so unabhängig dasteye, wie vor drei Jahren beim Tode meines Mannes. Meine Pension ist nicht der Rede wert. Das mir von meinem Manne hinterlassene Vermögen besteht hauptsächlich in dem Anteil an den Hedemann- Gruben, die aber schon über ein Jahr stilliegen. Natürlich sind noch mancherlei Attien da, gute und weniger gute aber das alles wissen Sie als Brofangs Mitarbeiter ebenso gut wie ich, und auch das wissen Sie, daß alles bis da hin beliehen ist. Ich weiß schon gar nicht, wie ich meine Bitfen um neues Geld noch motivieren soll. Ich bewundere die vornehme Art, in der ich von Brosang behandelt werde. Heute hatte ich zum ersten Male den Eindruck, daß der Wind anders weht
Direttor Kornberg habe ich schon vor etwa zwei Jahren fennengelernt, als er mir ein leines Paket Aktien der Süddeutschen Holzverkohlung abnahm. Er hat mir dann auf seine Art den Hof gemacht. Ich schätze ihn sehr und halte ihn für einen ungewöhnlichen Menschen. So unsentimental er scheinen möchte, jo leicht wird es einer flugen Frau werden, ihn zu regieren."
,, Und weshalb erzählen Sie mir das alles?"
,, Weshalb? Um endlich die Meinung eines anderen Menschen zu hören über das, was ich vorhabe. Als ich Sie gestern mit dem Fußball wie mit einem Schicksal spielen, als ich Sie über das Kampffeld stürmen sah, so heiter, sicher und sieges bewußt, da habe ich Sie beneidet und mich gefragt, ob Sie, der überlegene Spieler, mit gleicher Kraft und Berechnung wohl auch die Bälle zu behandeln wüßten, die uns vom Schicjal zugeworfen werden. Ist Ihnen das, was ich sage, verständlich, oder rede ich Unsinn?"
Nein, ich glaube, daß ich jedes Jhrer Worte richtig verstehe." ,, Es freut mich, daß ich mich in Ihnen nicht getäuscht habe. Nun" hören Sie weiter. Sie kennen Direktor Kornberg. Ein bißchen kennen Sie auch mich... Soll ich Kornberg heiraten, oder soll ich ihn nicht heiraten?"
Lichtis Antwort fam schneller, als sie erwartet wurde. ,, Frau Hedemann, ich fann mir nicht denken, daß Ihnen diese Verbindung Glüd bringen wird. Sie sind erstaunt? Wenn Sie sich von der Jugend Rat holen, dürfen Sie nur diese Antwort erwarten."
, Aber was soll ich tun?"
" Zuerst abwarten, wie sich Brosang morgen stellen wird. Du lieber Gott, die Dinge können sich in wenigen Tagen gründlich ändern. Ein Anziehen der Kurse und
Ich fühle mich schon erleichtert, nachdem ich mich einmal aussprechen konnte. Wenn ich nur öfter einen Menschen hätte, dem ich sagen fönnte, wie mir ums Herz ist." Sie ergriff seine Hand.
„ Ich danke Ihnen sehr für Ihre Geduld, Herr Lichti. Es ist doch nur natürlich, wenn sich Jugend zu Jugend findet. Nicht wahr. Sie haben öfter ein Stündchen für mich übrig? Und wenn es sein muß, daß ich Frau May Kornberg werde..."
Wollen wir nicht von etwas anderem sprechen, gnädige Frau?"
* In den Ruhestand versetzt. Auf Grund des Gesetzes über die Altersgrenze der Staatsbeamten vom 2. Juli bzw. 19. De zember 1923 in der Fassung des Gesetzes vom 8. Oftober 1925 tritt am 1. März 1932 in den Ruhestand: Justizoberwacht meister beim Landgericht zu Gießen, Franz Xaver Andres.
Sie haben recht! Es wird auch Zeit, daß wir irgendwo ein Säppchen zu uns nehmen. Wie derken Sie über den Rindheimer Berg? Man bekommt dort ein gutes Eisen."
Sie öffnete das Schiebefenster: Franz, fahren Sie uns nach Bellevue hinauf!"
* Diebstähle. Aus einem Am Nahrungsberg im soge nannten Alten Feld gelegenen Garten wurde eine Obstwage mit verschiedenen Gewichtsteinen entwendet.
Eigentümer gesucht. Vor einiger Zeit wurde in der Anlage am Alten Friedhof ein Lederkoffer mit guterhaltenen tierärzt lichen Instrumenten und Arzneien gefunden. Wer Eigentums rechte geltend machen fann, wird ersucht, bei der Kriminal abteilung vorzusprechen.
* Das amtliche Fernsprechbuch für den Oberpostdirektions bezirk Darmstadt wird demnächst neu aufgelegt. Die Vorarbei ten hierzu werden am 1. März d. J. abgeschlossen. Bis dahi sind Aenderungen der Eintragungen bei der zuständigen Fernsprech- Vermittlungsstelle anzumelden.
Während des Abendbrotes unterhielten sie sich fast nur über den Sport. Roland Lichti schwärmte von der Reise, die die Rot- Weißen Ende der Woche nach Paris unternehmen würden. Er freue ich riesig darauf, denn er habe den Rhein überhaupt noch nicht gesehen. Maria Hedemann wußte allerlei Drolliges von ihrem Söhnchen zu erzählen. Als sich dann, es war wohl schon gegen 11 Uhr, ein Student an den Flügel setzte und sich im Spielen von Kommersliedern versuchte, war es an der Zeit, beim Chauffeur die Rückfahrt zu bestellen.
Sie mußten mit einer fast einstündigen Fahrt rechnen. Frau Maria gab ihrem Gefährten etwas von der Dede ab, denn es war falt geworden. Hin und wieder wurde der ver gebliche Versuch gemacht, eine Unterhaltung in Gang zu brin gen. Bald gab Maria Hedemann den Kampf gegen die Müdigkeit auf. Sie sant erst nach rechts in die Ecke des Wagens, um nach wenigen Minuten nach der anderen Seite zu fallen. Roland Lichti fing sie mit seinen Armen.
War er von den Anstrengungen des gestrigen und den E lebnissen des heutigen Tages so überreizt, daß er Wachen unb Träumen nicht mehr unterscheiden konnte- ihm war, als hörte er ein schmeichelndes, lockendes Gurren: Rolli
Da beugte er sich nieder, und ihm wurde nicht gewehrt. Als die ersten Tankstellen vor den Toren der Stadt auf tauchten, machte Roland Lichti den Versuch, die Schlafende z weden. Langsam fand sich Maria Hedemann in die Wirklich feit zurüd. Raum, daß es, nachdem der Wagen in der Hinden burgstraße hielt, zu einem flüchtigen Abschiedsgruß gefommer Des Wagens bedurfte er nicht mehr, und er entließ des übermüdeten Chauffeur mit einem guten Trinkgeld. Ihm schien es so, als ob sich hinter den Vorhängen in der ersten Etage eine Frauengestalt bewegte, die ihm zunickte.
wäre.
Diefe Borite fucher Freu Wied den 6. Febr einem eigen Shaf
nat Februa
Dorjahrige.
Luftmassen
gang, bei nä ten Woche 2 Luftströmung mild, Taum Shroffe Wit Ende des M
Er irrte sich nicht: Es war Maria, die oben stand und jetzt: wieder ganz wach war.
Mitternacht.
Sinnend jah Roland Lichti dem davongleitenden Wager. nach, wie diesen das Dunkel einer Nebengasse, in der sich die: Garage befand, verschludte.
Dann wandte er sich. Die Fenster des Kaffees, Museum". das schräg gegenüber dem Hedemannschen Hause lag, water hell erleuchtet. Seltsam aufreizend flangen ihm die Weiser einer tollen Jazzband entgegen.
Roland zögerte. Sollte er das Kaffeehaus betreten un noch einen Motta zu sich nehmen? An den runden Marmor tischen würden gewiß Freunde und Bekannte von ihm sihen Rein, den heutigen Abend wolle er sich nicht durch harmlok Scherze, durch banale Sportgespräche entweihen lassen.
Jegt prasselte es hernieder auf die Baumkronen. Rolan Lichti schlug den Mantelfragen hoch und ging schnell, in di Hubertusallee einbiegend, davon.
In der rechten Fensterede des Kaffees, inmitten einer l itigen Gesellschaft junger Leute saß Hilde Gorenflo. Den ganze Abend hatte sie hier gesessen und, durch einen Spalt der schweren Gardine lugend, in nervöser Erwartung auf die Straße g starrt. Erst als das Hedemannsche Auto vorgefahren war un Roland Lichti sich verabschiedet hatte, entspannten sich ihr Fortsetzung folgt Züge.
Die
In de
für die De
flädtifden
Stadtratsm
geforderte
ließ fich ni einen Teil
Defizit w und mußte
fteuern and
die Stadtr
zufrieden:
Mit
neuen Bab
1. De
Ki
und
3. De
Ku
S
Schön
heit bei d
Geficht wi
färbte, mi
nicht nur
für ein to
wegen.
nügend v und schled
auch die
Zahnwurz
dem heutig
Menich ge
wurzeln u
handelt we
bevor ein
ift. Dann
3abne an
Krantheit Torgfältige
nicht zu
mal, beljen
außen und
Reinigung
pajte zur
eines gute
Zähne den


