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Samstag, den 29. Oftober 1932.

Reparaturen oder Instandsetzungen finanzieren? Wir wollen die beschämende Tatsache nicht vergessen, daß man uns jahrelang diese Unmöglichkeit zugemutet hat, ohne zu berücksichtigen, wohin derartiges finnenloses Tun in der letzten Konsequenz führen muß. Man vermeinte einfach durch Machtsprüche einen ganzen Stand wirtschaftlich vernichten zu können, hatte die Rechnung aber ohne den Wirt gemacht, denn heute bezahlen diejenigen, deren Vertreter jene üblen Dinge ersonnen haben, die Zeche durch Erwerbslosigkeit und erzwungene Einschränkung ihrer An­sprüche.

So hart es auch ist für den Hauseigentümer, auf jenen scheinbaren Vorteil zu verzichten, der ihm darin zu liegen dünkt, daß er vielleicht einige Mark bei dieser oder jener Arbeit sparen fann, es muß auf diesen, wie gesagt, nur scheinbaren Vorteil Verzicht geleistet werden. Es fällt diese Verzichtleistung auch heute wirklich nicht mehr schwer, da sich die Zeiten auch bezüg lich der Forderungen die das Handwerk für seine Leistungen ver­langt, gewaltig gewandelt haben. Der Wettbewerb auf allen Gebieten handwerklicher Arbeit zwingt den Handwerksmeister zu schärfster Kalkulation, und zu höchster Leistung für das gebotene Gelo. Die heute manchmal noch bestehende Preisdifferenz zwi­schen dem Schwarzarbeiter und dem Handwerker wird doppelt wettgemacht durch verschiedene Umstände, die ausdrücklich im Interesse des Handwerks betont sein sollen.

,, Gießener Zeitung"

kann zu den übelsten Verwicklungen für den Hauseigentümer führen.

Auf vielleicht die größte Gefahr, die jedem erwächst, der Schwarzarbeit ausführen läßt, sei zum Schluß hingewiesen. Für jeden Unfall, auch beruflicher Art, der dem Schwarzarbeiter während der Tätigkeit für den Auftraggeber erwächst, haftet der Leßtgenannte. Eine Zufälligkeit, ein schlechtes Arbeits- oder Arbeitshilfsgerät kann den Hauseigentümer um sein Vermögen bringen, denn er muß Heilkosten, und wenn dauerndes Siechtum erwächst, eine lebenslängliche Rente aufbringen. Man wiege sich ja nicht in die Sicherheit durch abwegige Gedankengänge, daß es immer gut gegangen sei, und nun ernent gut gehe.

To bietet jede, auch die kleinste Schwarzarbeit dem Auf­traggeber eine Fülle übler Möglichkeiten, die er zweckmäßig dadurch vermeidet, daß er seine Arbeiten dem Handwerksmeister zurwendet. Die kleine Ersparnis, die er erzielt, wenn er Schwarz­arbeit ausführen läßt, erkauft er sehr teuer. Aber abgesehen von den vorgebrachten sachlichen Bedenken, sollte jeder Haus­eigentümer sich noch von folgenden lleberlegungen leiten lassen:

Nr. 43.

laufen. Diese Beträge sind verhältnismäßig so gering, daß es leicht möglich sein müßte, sie bei der Einbeziehung der Hauszins steuer in das Steuergusscheinverfahren mit zu berücksichtigen. Der Reichsverband gibt seiner Vermutung Ausdruck, daß die Ablösungsbeträge auch in den anderen Ländern nicht höher lie­gen. Die Eingabe schließt mit der Bitte, diesem Gesichtspunkt bei der beabsichtigten weiteren Prüfung der Frage besondere Beachtung zu widmen. Auch das Reichsfinanzministerium wurde über diesen nenen Schritt des Reichsverbandes informiert.

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Die Deutsche Staatspartei stellt nach dem Scheitern der Verhandlungen mit den Radikal- Demokraten folgende Kandi­daten für den Wahlkreis Hessen- Darmstadt auf:

1. Oberstudiendirektor Dr. Weiner, Offenbach a. M.; 2. Großtaufmann W. Christ, Mainz; 3. Gewerkschaftssekretär H. Meschtat, Worms; 4. Bantbeamter E. Gabriel, Offenbach a. M.; 5. Fabritant A. W. Heil, Butzbach.

Handwerk und Hausbesitz zählen zu den Grundpfeilern des Der 31. Oktober dienstfrei für evang. Beamte.

Mittelstandes, einer sozialen Schicht, die für das Bestehen un­seres Vaterlandes unbedingt notwendig erscheint. Für den Mittelsband zu kämpfen ist unsere Pflicht, und eine eiserne Not­wendigkeit, denn wenn wir auf den durch die Reichsverfassung verbrieften Schuß warten wollen, dann gehen wir zugrunde, ehe uns der Schutz erreicht. Nur aber, wenn sich der Mittel­stand enger noch als bisher zusammenschließt, wenn sich die ein­zelnen Glieder gegenseitig stügen, werden wir in dem Kampf um unsere Selbstbehauptung bestehen. Das Handwerk ist am Erliegen, wie auch wir. Versuchen wir es vereint, uns gegen die Gewalten zu stellen, die gegen uns find, stüßen wir das solide Handwerk, das so schwer um seine Existenz zu ringen hat, so stützen wir uns selbst.

Der Handwerker hat seinen Ruf zu verteidigen, der Schwarzarbeiter, der Anonyme, als Gelegenheitsarbeiter nicht. Für das, was der Handwerker leistet, hat er einzustehen mit seinem Namen. Pfuscht er, oder läßt er pfuschen, so hat dies für ihn üble Folgen, denn nicht nur der Auftraggeber wird ihn in Zukunft meiden, und sich einem Meister zuwenden, der ihm verläßlicher dünkt, sondern auch zunächst Unbeteiligte werden Kenntnis erhalten von der ungenügenden Leistung jenes Unzu­verlässigen, und der Schaden wird größer werden, als er zunächst scheint. Diese Erkenntnis ist namentlich bei Meistern des äl teren Schlages zu einer Manie geworden, diese Ueberängstlichen lassen lieber ein Geschäft fahren, ehe sie sich herbeilassen, eine Arbeit nicht so sauber und unter Verwendung nicht so guten Materials, wie dies vor Jahren üblich war, auszuführen. Wenn man also eine Arbeit einem soliden, und für gute Werk: mannsarbeit bekannten Meister des jeweiligen Faches überträgt, so darf man gewiß sein, guten Gegenwert für sein Geld zu er­halten. Dieses beruhigende Gefühl sollte wohl eine Mehrausgabe rechtfertigen. Es darf auch keineswegs verkannt werden, daß die Summe der Erfahrungen, die ein Handwerks­meister repräsentiert, sich sehr oft zum Nußen des Auftrags­gebers in der Form günstiger Ratschläge auswirkt. Jedes Handwerk ist eine Kunst für sich, die sich nicht darin etwa er schöpft, etwas hinzuhauen, nur damit irgendein Loch stopft ist. Jeder einzelne Fall einer Instandsetzung sollte unter Berücksichtigung aller Faktoren geprüft werden. Dies kann nie der Laie und nur selten der Arbeiter, der eben Arbeiter ist, voll bringen, dazu gehört jene Summe von Erfahrungen, die nur der selbständige Handwerker sich erwerben muß, und sich auch zwangsläufig erwirbt, weil er dauernd vor neue Probleme ge stellt wird, die er zur Zufriedenheit seiner Auftraggeber lösen muß.

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Und derjenige, der nun in diesen Tagen selbst die kleinste Arbeit vergibt, er handelt als Freund seines Volkes, er hilft an seiner bescheidenen Stelle und mit seinem kümmerlichen Scherflein dazu, daß es wieder aufwärts geht in unserem Vaterland. Und wer wollte das nicht von uns?

Einbeziehung der Hauszinssteuer in das Steuergutscheinverfahren.

Der ,, Evangelische Beamtenverein Hessen" schreibt uns: Am Reformationstag( 31. Oftober) werden in diesem Jahr in den verschiedenen evangelischen Gemeinden Festgottesdienste für Erwachsene und Schüler abgehalten, zu deren Besuch nicht nur die Mitglieder unseres Vereins, sondern alle evangelische Beamte hiermit eingeladen werden, wobei darauf hingewiesen sei, daß die Dienstbefreiung der Beamten usw. zum Zwed des Besuchs der Gottesdienste für den gesamten Voltsstaat Hessen durch Verfügung des Hessischen Gesamtministeriums be­reits im vergangenen Jahr geregelt worden ist. Die Verfü­gung lautet:

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Der Reichskanzler hat den Antrag des Reichsverbandes des deutschen Handwerks auf Einbeziehung der Hauszinssteuer in das Steuergutscheinverfahren dem Reichsfinanzminister zuge­stellt, um die Angelegenheit nochmals zu prüfen. In Verfolg seiner bisherigen Schritte hat der Reichsverband des deutschen Handwerks nunmehr nochmals eine Eingabe an den Staatssekre­tär der Reichskanzlei gerichtet, in der carauf hingewiesen wird, daß die bislang vorgenommene Ablösung der Hauszinssteuer nicht das Hindernis bilden könne, wie anscheinend Reichsregierung angenommen werde. Nach den dem Reichsver: bard des deutschen Handwerks vorliegenden Angaben wird z. B. der Umfang der für ganz Sachsen erfolgten Ablösung auf we niger als 5 Millionen RM. bei einem Hauszinssteuerauf­kommen von ungefähr 100 bis 120 Millionen M., also auf nicht mehr als 4-5 Prozent, geschätzt. Für Bayern soll sich der Ablösungsbetrag ebenfalls auf etwa 5 Millionen RM. be­

Der Schwarzarbeiter vollbringt, unbelastet von all diesem eine Arbeit, er empfängt seinen Lohn, und damit ist für ihn die Angelegenheit erledigt. Hierin schlummern große Gefahren für den Arbeitgeber. Die Folgen unsachgemäßer Arbeiten sind oft sehr schwere und unheilvolle. Die sind noch verhältnismäßig am leichfesten zu ertragen, die sich nur auf den Geldbeutel aus wirken. Wenn ein Hauseigentümer von einem Pfuscher eine Wohnung anstreichen läßt, und der Anstrich blättert ab, so ist dies zwar betrüblich, aber weiter nicht schlimm. Er wird er­neut Arbeit vergeben müssen, und für die Zukunft daraus lernen. Sehr oft aber werden Arbeiten durch Schwarzarbeiter vorge nommen, deren unsachgemäße Ausführung zu schweren Ver­pflichtungen für den Auftraggeber führen können. Denn für alle Gefahren, die aus jener Schwarzarbeit erwachsen, haftet der Hauseigentümer. Die elektrische Leitung etwa, die der zugelassene Elektromeister ausgeführt hat, wird nie eine Quelle der Inanspruchnahme aus Haftpflicht für den Hauseigentümer bieten können. Er hat einen Meister mit der Herstellung be­auftragt, der hat durch seine Person die Gewähr für fach- und sachgemäße Arbeit übernommen. Anders aber, wenn etwa eine zufäßliche Leitung durch einen Schwarzarbeiter verlegt worden ist. Wird jene Leitung zur Ursache irgendeines Unglücks falles, so wird man keinen Augenblick zögern, den Hauseigen­tümer, der jene Leitung hat verlegen lassen, am Dhr zu kriegen. Jene Möglichkeiten, auf Grund von Arbeiten aus dieser Art in Anspruch genommen zu werden, sind unzählige. Die Wahl gif­tiger Farben, schlecht oder gar nicht trocknender Farbmittel

Zum Weltspartag 1932

am 29. Oktober

Richt jeder Finder ift fo ehrlich! Ein Schornsteinfegermeister entbedte im Ramin elres Landwirtes einige Humbertmarkscheine. Da er annahm, baß es sich um nicht mehr gültiges Geld honbelte, gab er es felnen Kindern zum Spielen. Ms ber Landwirt helmlam, vermißte er zu seinem Entseßen das Geld. Glücklicherweise hatten die Kinder die Scheine sorglich behandelt, so daß sie dem Landwirt unversehrt wieder zw geftellt werden konnten."

Der Landwirt wird beftimmt kein Gelb mehr Schornftein verstecken. Die Behre daraus: Das Gelb gehört zur Sparkasse. Dort ist es ficher und arbeitet mit an der Bekämpfung ber Wirtschaftsnot.

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Die Sensation der III. Inter­nationalen Polizei- Sternfahrt

von

Eine deutsche Rekordleistung:

Mit dem Motorrad durch die glühende Sahara.

In der diesjährigen III. Internationalen Polizei Sternfahrt gewannen bie bekannten Motorradsportler Gebr. Auffermann- Essen für ihre außerordentlichen Leistungen ben Sonderpreis. Sie erzählen hier von threr abenteuerlichen Fahrt:

,, In allen Orten, in denen am 31. Oktober evangelischer Gottesdienst abgehalten wird, ist den Beamten, Angestell­ten und Arbeitern der evangelischen Konfession auf An­suchen Urlaub zum Besuche dieses Gottesdienstes zu erteilen. Zur Dienstbefreiung ist lediglich rechtzeitige vorherige An­zeige des Beamten an seine vorgesetzte Dienststelle notwen dig, daß er zu dem genannten 3wed und für die Besuchs­zeit dem Dienste fernbleiben will. Eine Anrechnung auf den Erholungsurlaub hat nicht stattzufinden

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Wie wir weiter erfahren, hat das Landeskirchenamt, mehr­fachen Wünschen aus der Beamtenschaft entsprechend, auch die Reichs- und sonstigen Stellen( Reichsbahn, Reichspost, Reichs­finanzverwaltung, Süddeutsche Eisenbahn A.-G., Hess. Eisen­bahn A.-G. usw.) auf diese Verfügung aufmerksam gemacht und dabei der Hoffnung Ausdrud gegeben, daß den bei den genann ten Stellen tätigen evangelischen Beamten usw. auf Ansuchen ebenfalls Gelegenheit gegeben werde, dem Gottesdienst beizu­wohnen. Wir geben uns dabei der Erwartung hin, daß auch diejenigen Stellen, die etwa bei dieser Einladung nicht erfaßt worden sein sollten, in gleicher Weise verfahren.

Bet biefer Buverlässigkeitsfahrt mit Weitwertung" hatten wir es uns in den Kopf gefeßt, einmal etwas bisher noch nie Da gewesenes uns zu leisten. Wir beschlossen, nach einigem Hin und her, mitten in der Wüste Sahara zu starten, mit dem offiziellen Biel aller Sternfahrer Raiserslautern/ Rheinpfalz, wofür 6 Tage zur Verfügung standen. Fast hätten wir uns zuviel vorgenommen, und nur einigen sehr glüdlichen Bufällen hatten wir es zu ver banten, daß wir es schafften.

2000 Rilometer Sahara- Fahrt!

Schon auf der Fahrt zum offiziellen Startplaß burchquerten wir größere Streden der Sahara, und zwar über bie Dasen Bou Saâda, Bistra, El Qued, Touggourt, Quargla. Diese Strede rechnet bei der Beurteilung der Länge ber Sternfahrt nicht mit. Wir fuhren mit der offiziellen und inoffiziellen Strede allein in der Sahara 2000 Stilometer. Es ist besonders bemerkenswert, baß wir biese Fahrt während der heißesten Jahreszeit machten, das Thermo­meter stieg auf 70-75°. Die geitung in Algier, La Dépêche Algerienne schrieb: Bum ersten Mal ist es zu verzeichnen, daß mitten im Hochsommer eine derartige Fahrt bei einer ungeheuren Size durchgeführt wurde."

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zu fahren. Wir waren durch die Wahl dieses Startplages die ersten Motorfahrer, die die Sahara offiziell als Startort für eine Zuber lässigkeitsfahrt gewählt haben.

Die Ueberfahrt ging von Marseille, dem Haupthafen für die französischen Kolonialländer, nach Algier, sie dauerte 22 Stunden. Schon diese Ueberfahrt war anstrengend, denn es machte sich sehr bald die von Afrika herüberwehende Hipe start bemerkbar.

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In Algier brachten wir zuerst unsere Maschine zum Polizei­Präsidium, da wir annahmen, daß sie hier am sichersten unterge­stellt war. In dem Hotel, das uns empfohlen worden war, wurden wir mit Liebenswürdigkeit aufgenommen. Wir waren sehr erfreut, als wir die Maschine am anderen Morgen im Bolizei- Präsidium wieder abholten und feststellten, daß fie vollkommen gereinigt, mit neuem Betriebsstoff versehen war.

Sn Bou- Saada- einer der schönsten Dafen in Algerie. Für die Wahl des Startplages waren jur uns verschiedene Ueberlegungen maßgebend. Zur Gewinnung des Weitpreises war es vor allem nötig, einen Plaß zu suchen, der möglichst weit von der Rheinpfalz, dem Ziel, entfernt lag. Man hätte wohl auch hier noch manchen anderen Ort, der gleich entfernt ist, finden können, aber wir tennen bereits ganz Europa von früheren Fahrten jeh: genau, und hatten den besonderen Wunsch, einmal die Sahara lennen zu lernen und außerdem ein Interesse daran, eine möglichst schwierige Strede, die die dentbar höchsten Anforderungen stellt,

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Ster ist ein Weg"( agen die Steinbaufen. Es besteht in Algier eine Verordnung, daß zum Betreten bes Subterritoriums eine besondere Erlaubnis des General- Gouber­neurs erforderlich ist. Während der heißen Monate werden bie Truppen aus den Forts, die sich dort befinden, bis auf wenige Ein­geborene und Militärangehörige, bie diese Hiße aushalten können, zurüdgezogen, so daß also dieses Gelände, troßdem es zum Hoheits­gebiet Frankreichs gehört, praktisch unbewacht ist. Die Unsicherheit für einen Europäer ist dadurch so groß, daß die französische Regie rung nicht bie Berantwortung für sie übernehmen möchte. Es ist gar zu leicht möglich, daß irgendein Defelt an der Maschine eintritt, und es ist dann schon recht gefährlich, sich mitten in der glühenden Sahara zu befinden. 8um mindesten wäre es nötig gewesen, nicht mit einer, sondern mit zwei Maschinen zu fahren, weil es, wenn eine Maschine tatsächlich befett ist, doch immerhin mit der anderen möglich sein wird, Hilfe zu holen. Aus diesem Grunde wurde auch uns die Erlaubnis zum Betreten des Südbezirkes von Algier aus wohlberechtigten Gründen nicht gegeben. Wir wandten uns darauf­hin an Herrn Direktor Simmenes bon ber Standard"-Del in Algier. Dieser Herr brachte es auf Grund seiner guten Beziehungen fertig, daß wir tatsächlich zum Startort fahren durften. Herr Direktor Zimmenes, der ganz Algier wie seine Westentasche kennt, mußte es allerdings übernehmen, die Reise für uns so zu organi fieren, daß irgendein Unglüdsfall praktisch unmöglich war. So beranlaßte er, daß auf jeder Dase, die durchfahren wurde, ein ge nügender Betriebsstoff- und Del- Vorrat bereitgehalten wurde. Fernerhin ließ er bei besonders schwierigen und von Sandbünen ge­fährdeten Streden einen oder zwei besonders für den Wüstenverkehr gebaute Spezial- Kraftwagen und begleiten. Drittens organisierte er ein vorbildliches Nachrichtensystem, das genau anzeigte, wo wir uns jederzeit befinden, wo wir um eine bestimmte Zeit starteten und wo wir anlamen. Diese Benachrichtigung geschah von Militär Station zu Militär- Station per Funtioruch. bildliche Organisation!

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