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Samstag, den 20. August 1932.

Tränen gezahlten Steuern, sondern Arbeit schaffen, Arbeit anordnen, die so reichlich vorhanden ist, deren Bezahlung aber bisher weggesteuert wurde. Darum:

Weg mit dem Almosensystem, Weg mit der Hauszinssteuer; Der Arbeit freie Bahn!

Einzelheiten des 60 Millionen Projekts

für Landstraßenbau.

Aus den Richtlinien des Reichsverkehrsministers für die Verwendung des 60- Millionen- Kredits des Reiches zur Ar­beitsbeschaffung durch Landstraßenbau werden folgende Einzel­heiten bekannt:

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Die Mittel dürfen nicht für die laufende Unterhaltung der Straßen verwendet werden, sondern nur für die Verbesserung der vorhandenen öffentlichen Landstraßen. Die Hälfte der auszuführenden Arbeiten soll auf Fernverkehrsstraßen fallen. In Betracht kommen in erster Linie die eigentliche Verbesserung der vorhandenen Fahrbahnbefestigungen, ferner Ausbauarbeiten wie: Verbreiterung der befestigten Fahr­bahnen, Ausbau der Sommerwege, Begradigungen, Kurven­überhöhungen und Umgehungswege. Die Lebensdauer der auszuführenden Bauten soll 8-12 Jahre betragen, weil der Reichskredit in Darlehen von 8 bis 12- jährigerLaufzeit umge­wandelt wird. In erster Linie sollen inländische Bau­stoffe verwendet werden. Die Arbeiten sind durch Unterneh­mer auszuführen, die verpflichtet sind, zugewiesene Arbeitslose gegen Tariflohn zu beschäftigen. Arbeitsweisen, die viel Ar­beitslohn erfordern, sollen bevorzugt werden gegenüber solchen unter vorwiegender Verwendung von Großgeräten. Auch der freiwillige Arbeitsdienst soll unter einer Reihe von Einschrän= fungen herangezogen werden.

,, Gießener Zeitung"

Gelder flüssig zu machen. Dazu kommen in erster Linie die Abgaben aus dem Kraftverkehr in Betracht, die das Reich für allgemeinen Finanzbedarf verwendet. Es handelt sich um rund 200 Mill. RM. aus den Treibstoff- und Mineralölabgaben und Teile der für 1932 auf etwa 180 Mill. RM. geschätzten Kraft­fahrzeugsteuer. Wenigstens diese sollten sofort ihrem gesetz­lich festgelegten Zwed, dem Straßenbau zugeführt werden.

Die gut gemeinte Vorschrift, daß in erster Linie inländische Baustoffe verwendet werden sollen, ist leider dehnbar und nicht bindend. Wenn diese Vorschrift mehr als papierene Be­deutung haben soll, dann müßte klipp und flar die Aus­führung dessen verlangt werden, was der Reichstag am 26. Februar 1932 beschlossen hat, nämlich, daß bei Straßenin­standsetzungen nur heimische( in Deutschland aus deutschem Boden gewonnene oder überwiegend aus deutschen Roh­stoffen in Deutschland hergestellte) Baustoffe Verwendung fin­den dürfen, also deutsches Gestein und deutscher Straßenteer.

Bedenklich ist auch die Vorschrift, daß Arbeitsweisen mit Großgeräten grundsätzlich abgelehnt werden sollen zugunsten solcher, die viel Arbeitslohn erfordern. Nach einwandfreien Feststellungen unparteiischer Sachverständiger werden nämlich bei allen Bauweisen bei gleichem Geldaufwand gleich viel Leute beschäftigt. Durch diese Vorschrift wird also keine Mehr­beschäftigung von Arbeitskräften erreicht; sie kann aber zur Anwendung von Bauweisen mit viel Handarbeit führen, von denen irrtümlich angenommen wird, daß sie mehr Leute be= schäftigen als Bauweisen mit Großgeräten. Diese sind natür­liche Hilfsmittel beim neuzeitlichen Straßenbau; sie sind in ausreichender Zahl vorhanden und müssen verzinst werden.

Soweit die Richtlinien des Reichsverkehrsministers. Alle Beteiligten werden lebhaft begrüßen, daß nun doch etwas Geld für Straßenbau zur Verfügung steht. Wenn man aber be= denkt, daß in den vergangenen Jahren durchschnittlich 600 Mill. RM. jährlich für Straßen ausgegeben worden sind, er= scheint die Summe von 60 Mill. viel zu klein. Sie reicht auch nicht annähernd aus, weil in 1932 faum etwas ausgebessert worden ist. Das liegt daran, daß einerseits die Ueberweisun gen aus der Kraftfahrzeugsteuer größtenteils für Zins- und Til­gungsverpflichtungen aus früheren Straßenbauten verwendet werden; zum anderen erwarteten viele Straßenbaupflichtige aus dem seit April erörterten Arbeitsbeschaffungsprogramm große Geldsummen, mit denen sie dann dauerhafte Beläge bauen wollten. So ist es gekommen, daß jetzt ganz große Teile unseres Straßennetzes dringend überholt werden müssen. Hier­zu reichen die 60 Mill. RM. feineswegs aus, selbst wenn man sie zu Schutzanstrichen vorhandener Beläge verwenden könnte. Aber das ist nach den Richtlinien des Reichsverkehrsministers leider nicht zulässig. Denn sie schreiben für die auszuführen­den Bauten eine Lebensdauer von durchschnittlich zehn Jahren vor. Dem sicheren Vernehmen nach haben einige Verwaltun gen deshalb sogar die Absicht, Pflaster zu verwenden. Das ist aber sicherlich nicht der Zweck der Vorschriften. Denn Pflaste­rungen sind so teuer, daß in den einzelnen Landesteilen die 60 Mill. RM. werden über das ganze Reich mit über 200 000 Kilometer Durchgangsstraßen verteilt-nur ganz ungenügende Strecken ausgebaut werden können, während der Rest der Straßen dem Zerfall ausgesetzt bleibt.

Planmäßiger Städtebau in Rußland

in Theorie und Praxis.

Lokales.

Sonntagsgedanken.

Nr. 33

Da gab es Menschen und gibt es noch heute, die die Arbeit als Strafe Gottes ansehen. Aber Millionen stehen heute auf der Straße, brot und arbeitslos, die Arbeit als ein Geschenk vom Himmel betrachten würden. Tausende begreifen erst heute die Wahrheit des Sprichwortes, daß Arbeit das Leben süh macht.

Ein Architekt der May- Gruppe namens Schulz erzählt in einem langen Aufsatz in der Bauwelt", Seft 26/1932, wie schwierig sich in Rußland die Durchführung des beabsichtigten planmäßigen Städtebaues ermöglichen läßt. Schulz, ehemali­gerger Regierungsbaumeister, äußert sich, als ein in russischen Diensten stehender Spezialist, selbstverständlich zu allen diesen Dingen sehr vorsichtig und zurückhaltend; trotzdem geht aus seinem Ausjah hervor, daß ein planmäßiges Arbeiten zur Zeit in Sowjetrußland noch nicht möglich ist. Wir geben hier den Schlußabjazz seiner Ausführungen wieder:

Für die Unterhaltung der Straßen ist also nach wie vor nicht gesorgt. Da über die Verwendung der 60 Millionen in­zwischen offenbar schon in anderem Sinne verfügt worden ist. bleibt nichts übrig, als zur Straßenunterhaltung anderweitig

Die Landsknechte

Sportroman von Emil Wöhner.

( Nachdruck verboten.)

Hast Du ein Leid im Herzen, das nicht heilen will, das dir den Tag grau färbt und deine Nächte qualvoll macht geh zur Arbeit, zu der herben und tüchtigen Frau; sie führt dich heraus aus diesen grauen Nebeln in den frischen Luftstrom des Lebens. Oder bist du gar abgewichen vom geraden Weg und auf jumpfigen Pfad geraten und möchtest du wieder zurüd in geordnete Bahnen dann rufe die Arbeit, die rettende

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Frau, und sie wird dich mit ihrer Herben Hand anfassen und zurückziehen von den falschen Wegen und dich wieder auf eine feste Straße stellen. Und hast du etwas verloren, Geld oder Güter und glaubst du dadurch arm geworden zu sein, sei nicht verzagt und wende dich neu an die Arbeit, die reiche Frau, die leere Taschen und leere Herzen immer neu zu füllen vermag.

Ja, die Arbeit macht das Leben süß. Sie schützt deine Ge fundheit und stärkt deine Muskeln; sie würzt dir dein Mahl und spricht dir alle Tage aufmunternde Worte über deinen Wert ins Ohrt und hütet dich aber auch vor Uebermut durch kleine und große Mißerfolge. Und für deinen Sonntag gibt ste dir die rechte Freude und das rechte Lachen mit und schenkt dir zu deinem Becher den rechten Durst. Und alle Abend schließt sie dir leise die Lider zu. Der Sonntagsschreiber.

,, Alle diese Schwierigkeiten, gesteigert durch die Maß­stäbe, die bei allen Aufgaben in Frage kommen, lassen die Stetigkeit der Planwirtschaft als bedenklich erscheinen. Die Schwierigkeiten werden durch die politischen Umstellungen. noch erhöht. Trotzdem wäre es einseitig, zu folgern, daß die Zustände in der UDSSR. das Versagen der Planwirtschaft be­wiesen. Wir können wohl einen anderen Schluß ziehen: daß wir mit deutschem Personal und deutschen Organisations- und Erzeugungsmitteln diesen Aufbau zielbewußter, gleichmäßiger und klarer vollziehen würden, als jenes seiner intellektuellen Oberschicht fast völlig beraubte Land es vermag, dessen träge und erdenschwere Landbevölkerung noch in mittelalterlichen Vorstellungsformen lebt. Die wenigen Spezialisten, die drüben tätig sind, können unter den bestehenden Verhältnissen nur vorbereitende Schulungsarbeit leisten, deren Früchte sich erst nach Jahren zeigen werden. Auf Bilder ausgeführten Ar= beiten werden die deutschen Zeitschriften noch warten müſſen

( 14. Fortsetzung.) Sie haben sich schon ganz verausgabt. Man konnte es eben ja schon merken. Aber anders müssen wir jetzt spielen! In der Mitte ist das Spielfeld nicht mehr zu gebrauchen, aber an den Seiten ist der Boden noch verhältnismäßig gut. Adolf, Erich und Frih, ihr müßt von jetzt ab nach Möglichkeit alle Vorlagen an die Außenstürmer abgeben. Nur so können wir Boden gewinnen".

vorausgesetzt, daß sie nicht, wie eine englische Zeitschrift, geschickte Modellbilder bringen wollen. Die Güte der Aus­führung, das Fehlen des Außenputzes, die vorläufigen Ofen­rohre aus den Fenstern bei nicht arbeitender Fernheizung lassen es zweifelhaft erscheinen, ob die Planfertiger selbst Wert auf Veröffentlichungen legen werden."

Er wandte sich an Ernst Gehle und Otto Drees. ,, Los, Jungs, zeigt jetzt, was ihr könnt. Möglichst an den Seitenlinien entlang und dann im richtigen Moment den Ball zur Mitte. Aber schnell muß es gehen. Tempo! Tempo! Wir müssen den Gegner überrumpeln! Er darf überhaupt nicht wissen, was los ist. Ehe er sich auf unsere veränderte Spiel­weise eingestellt hat, müssen wir ausgeglichen haben! Immer genaue Vorlagen und nicht so flach, daß wir auch mit dem Kopf schießen können. Willi und Karl, wir müssen uns vor allen Dingen gut stellen. Und nicht soviel abgeben! Immer gleich auf den Kasten! Wir müssen doch siegen! Wir kön= nen's auch. ganz bestimmt!"

.

Die Spieler waren wieder auf dem Platz. Der Regen hatte aufgehört. Die Gegner hatten einen Läufer in die Verteidigung zurückgeholt und dafür die Stürmerreihe um einen Mann ge­schwächt.

* Ertrunken. In der Nacht zum Freitag badeten in der Nähe des Bootshauses des Marinevereins zwei Studenten und ein Gerichtsreferendar. Auf bisher noch ungeklärte Weise versant plötzlich unbeobachtet der Gerichtsreferendar A. Wein­mann aus Darmstadt und wurde nicht mehr gesehen. Als die beiden Studenten das Ausbleiben ihres Kameraden bemerkten, machten sie sich sofort auf die Suche und benachrichtigten auch die Polizei, die dann gemeinsam mit der Wache der Militär­badeanstalt die Lahn absuchte. Die Nachforschungen blieben aber bisher ergebnislos.

Ball davon. Ehe der feindliche Verteidiger ihn angreifen tonnte, pazte er das Leder sauber zu Körner zurück, der halb­hoch zum Mittelstürmer weitergab. In hohem Sprung föpfte Theo den Ball in den Kasten! Tor.! 2: 2!

Aha, dachte Theo, sie wollen den Sieg halten. Also Angst haben sie doch".

* Direkte D- Zug- Verbindung Gießen Bad Homburg. Die tägliche direkte D- Zug- Verbindung Berlin- Bad Hamburg bleibt auch im Monat September hindurch bestehen. Das Zugpaar ver fehrt ab Gießen 17,23 Uhr, an Bad Homburg 18,34 Uhr; ab Bad Homburg 12.19 Uhr, an Gießen 13.26 Uhr.

* Verstärkter Flurschutz während der Erntezeit. Seit eini ger Zeit mehren sich die Klagen über vorkommende Flurdieb stähle. Der Minister des Innern hat deshalb die Kreisämter angewiesen, während der Erntezeit dem Flurschutz ihre beson= deres Augenmerk zuzuwenden. Die Ortspolizeibehörden sollen entsprechend angewiesen und nötigenfalls auch Gendarmerie­und staatliche Polizeibeamte zum Flurschutz mitherangezogen

Aber jetzt hatten die Gegner die Taktik der Landsknechte erkannt. Wie ein Schatten folgten die feindlichen Verteidiger den beiden Außenstürmern. Noch einmal glückte es den Lands= fnechten, schnell und unerwartet in den Strafraum des Gegners zu gelangen. Aber den scharfen Schuß des Rechtsinnen konnte der Torwart noch eben über die Latte lenken. Ede! Es war unmöglich, mit dem nassen, schweren Ball eine saubere Ecke genau vor's Tor zu treten. Während die Spieler den Ball vorm Tor erwarteten, hatte sich Hoffmann unauffällig etwa zwanzig Meter vom Kasten in der Nähe der Strafraumede aufgestellt. Er stand ganz frei. Drees paßte ihm den Ball genau zu, und ehe die Gegner sich von ihrem Staunen erholen und Hoffmann abseits stellen konnten, hatte dieser schon das Le­der an den überraschten Torwart vorbei ins Netz gejagt. Die Landsknechte führten 3: 2!

Und nun entwickelte sich ein gigantischer Kampf, der jämt liche Zuschauer in Atem hielt. Blitzschnell gab Adolf Müller einen aufgefangenen Ball an Janzen ab, der das Leder sofort an den Linksaußen weiterspielte. Drees raste mit dem Ball an der Außenlinie entlang.. eine wunderschöne Vorlage an Willi Hoffmann und ehe der Gegner recht zur Be­finnung gekommen war, lag der Ball im Netz. Tor!

.

Hei! Das waren wieder die alten Landsknechte! Nun wehrt euch, ihr Gegner! Die Landsknechte greifen an! Sie wollen siegen! Seht, wie ihre Augen blitzen, wie ihnen der Siegeswillen aus dem Gesicht leuchtet! Jetzt nehmt euren Mut zusammen! Verteidigt euer Heiligtum! Die Landsknechte greifen an!

Wieder war es Adolf Müller, der einen weiten Querpaß zu Gehle schickte. Der Rechtsaußen jagte wie der Wind mit dem

werden.

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* Die Jahrhundertfeier des Gustav- Adolf- Bereins. Gustav Adolf- Verein, die große Hilfsorganisation für das evan­gelische Auslandsdeutschtum, begeht seine Jahrhundertfeier oom 17. bis 21. September in Leipzig, der Stadt seiner Grün­Dung.

* Tierschutztragung. Der Tierschutzverein für Hessen hält am Donnerstag. 15. September, in Alzey im Saale des Kasinos seine 51. Hauptversammlung ab.

War das Spiel bislang trotz des ungünstigen Bodens noch immer fair durchgeführt worden, so setzte jetzt ein Umschwung ein. Zu sehr hatten die Gegner schon mit einem Siege gerech net. Nun schien der so sichere Erfolg vereitelt. Ihrer Ent täuschung gaben sie durch unnötige Härte Ausdruck. Der Schiedsrichter war nicht schlecht. Aber es gehörte doch ein be­sonders geschultes Auge dazu, um einwandfrei festzustellen, wie weit bei den Stürzen und Anrempeleien der glatte Boden oder ein Verschulden des Gegenspielers in Frage kamen.

* Straßensperre. Wegen Vornahme von Kanalbauarbeiten

Jetzt oder nie!" dachte Günter Freund. Ich muß diesen Ball halten. Koste es, was es wolle".

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Da kam das Leder angesaust! Zwar warf der Torwart sich in die richtige Ede, aber er konnte den schweren nassen Ball nur mit den Fingerspitzen berühren. Tor...! Das Spiel stand unentschieden 3: 3!

Theo mußte seinen ganzen Einfluß aufbieten, um die Spie ler wieder zu beruhigen.

Was einmal geschehen ist, daran läßt sich nichts ändern. Los, wir müssens schaffen!"

Besonders der feindliche Mittelläufer fiel durch sein un­faires Verhalten auf. Als Karl Schäfer einmal den Ball vor sich hertrieb und in voller Fahrt war, stellte er ihm ein Bein, so daß der Rechtsinnen lang in den Dred schlug und einen Augenblid liegen blieb. Aber er tam doch ohne Hilfe wieder auf. Der Schiedsrichter glaubte, daß der Stürmer ausgerutscht sei. Theo Hansen war sofort bei seinem Kameraden. Er er­schraf über das wutentstellte Gesicht seines Innenstürmers und befürchtete das Schlimmste.

,, Bloß keine Aufregung, Karl", versuchte er ihn zu beru= higen. Wir haben ja den Sieg. Wenn die Gegner sich nicht mehr anders zu helfen wissen, ist das ja schlimm genug."

Der ungewohnte schwere Boden hatte auch die Landsknechte mehr mitgenommen als bei normalen Spielen. Aber Theo biß die Zähne zusammen.

,, Nur teine Müdigkeit", rief er Adolf Müller zu. 3um Ansruhen haben wir nachher noch Zeit genug.

Aber schon nahte das Verhängnis! Bei einem Gewühl im eigenen Strafraum rempelte Karl Schäfer den feindlichen Mit­telläufer, obwohl dieser den Ball schon abgegeben hatte, so stark an, daß der Gegner sich ebenfalls auf der Erde wiederfand. Der Schiedsrichter pfiff: Elfmeter!

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Die Halbzeit neigte sich ihrem Ende zu. Noch immer stand das Spiel unentschieden. Einmal wäre den Landsknechten bald das Siegestor geglüdt. Aber der feindliche Verteidiger wat eine Sekunde eher am Ball als Theo Hansen. Das schlecht ab gewehrte Leder konnte Adolf Müller abstoppen. Theo hob den Arm. Da kam der Ball auch schon wunderbar zugespielt im halbhohen Bogen auf ihn zu. Theo stand mit dem Rücken gegen das feindliche Tor. Er hatte keine Zeit mehr, sich um zudrehen. Da nahm er den Ball mit dem Fuß aus der Luft und sandte ihn über seinen Kopf weg ins feindliche Tor. Dann fiel er hin Als Theo sich wieder aufrichtete, sah er, daß der Ball im Netz lag. Brausender Beifall erscholl! Von

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diesem fabelhaften Torschuß waren die Zuschauer so hingerisjen mertt. Der und überwältigt, daß es ihnen in diesem Augenblid gar nicht egnete der S zum Bewußtsein kam, daß mit diesem Tor die Landsknechte endgültig den Sieg an sich gerissen hatten. 4: 3! Drei Mi nuten später ertönte der Schlußpfiff. Das Spiel war zu Ende!

In den Umkleideräumen herrschte bei den Landsknechten Freude und Begeisterung. Theo Hansen war der Held des Tages. Eben tamen Bringhoff und Dr. Bargmann in die Tür ,, Draußen wartet ein Mann in Uniform auf Sie", wandte sich der Trainer an den Mittelstürmer. ,, Du, Theo, der will dich verhaften, weil du das Siegestor geschossen hast!" rief Adolf Müller..

Als Theo nach draußen tam, stand dort ein Chauffeur. ,, Sind Sie Herr Hansen?" ,, Jawohl".

Er überreichte Theo eine gebrauchte Eintrittskarte. Auf der Rückseite stand mit Bleistift geschrieben:

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