Samstag, den 19. März 1932.
Unternehmer, ihren Sorgen und Schwierigkeiten und von ihren so unersetzlichen Funktionen in der Volkswirtschaft nur ganz nebelhafte und dazu verzerrte Vorstellungen haben. Es ist wahrhaftig fein Wunder, wenn eine Wirtschaftspolitik im Sumpf endet, die, statt von Minerva, der Göttin der Klugheit und des Wissens, von Leuten maßgebend beeinflußt wird, die der nötigen Erfahrung und Sachkunde ermangeln und alles nur unter der Froschperspektive der Agitationswirkung ansehen. Gegegenüber dem ungeheuren Schaden, der auf diesem Wege über das ganze deutsche Volf gebracht worden ist, verblassen alle in der Wirtschaft selbst vorgekommenen Fehlgriffe, mögen sie im einzelnen auch noch so sehr zu verurteilen sein. 3um großen Teil sind sie nur Folgen der falschen Wirtschaftspolitik, von ihr erst möglichst oder auch gerade zu provoziert. Jedenfalls ist es eine Niederträchtigkeit, sie dem Unternehmertum in Bausch und Bogen oder dem privatkapitalistischen Wirtschaftssystem zur Last zu legen.
So ist nun die Wirtschaft seit Jahr und Tag der Abladeplag für die ebenso massenhaft wie minderwertigen Gehirnausscheidungen ehrgeiziger Dilettanten geworden. Aber wehe ihr, wenn sie sich gegen dieses Schuttabladen zur Wehr jetzt! Die rücksichtslosen Kritikaster der Wirtschaft haben nämlich verdammt empfindliche Hühneraugen und schreien schon Zeter und Mordio, wenn man nur mit dem Finger darauf hindeutet. Sie fühlen sich so sehr als die berufenen Richter, daß sie es schon als Majestätsbeleidigung empfinden, wenn die Opfer ihrer Kritik noch muden, anstatt sich demütig zu unterwerfen. Dabei verschanzen sie sich regelmäßig hinter das werktätige Volt" oder hinter ,, die deutschen Arbeiter" und versuchen noch so maẞvolle Abwehrschritte der angegriffenen Arbeitgeber mit den hohlen Schlagworten der Arbeiterfeindlichkeit" und der ,, sozialreaktionären Gesinnung" niederzufnüppeln. Es ist dasselbe Spiel, das Frankreich mit Deutschland treibt; der politisch ohnmächtige Gegner soll durch eine strupellose Propaganda nun auch noch moralisch entmannt, dadurch mundtot gemacht und so ganz und gar der Willkür der anderen Seite ausgeliefert werden.
Darauf läuft es ja auch hinaus, wenn Herr Jmbusch in seiner Essener Heyrede, die in Nr. 12 der DB3. bereits ihre gebührende Abfertigung gefunden hat, den bergbaulichen Unternehmern in giftigstem Ton vorwirft, daß sie noch Geld für die Presse und für die Geltendmachung ihrer Interessen vor der öffentlichen Meinung hätten. Als echter Demagoge ruft Imbusch natürlich das ganze ,, deutsche Volk" zu Hilfe: wenn es sich das gefallen lasse, dann verdiene es, ein Stlaven volf zu sein. Er will das deutsche Volt als Meute mißbrauchen, um die Presse abzuwürgen, in der die Unternehmer noch zu Wort tommen. Dann sind sie natürlich glatt erledigt. Das weiß Herr Imbusch, der als alter Gewerkschaftspraktiker die Bedeutung der Presse und öffentlichen Meinung im Zeitalter der Massendemokratie sehr wohl tennt, ganz genau, aber eben des= halb strebt er danach. Wenn man den riesigen Presseapparat der Gewerkschaften tennt, auf den sie das Vielfache von dem verwenden, was die Unternehmer für den gleichen 3wed aufbringen können, und wenn man sieht, daß sie selbst auch heute noch nicht sich hier beschränken, um die Ersparnisse arbeitslosen Mitgliedern zugute kommen zu lassen, dann wird einem die
nicht zu überbietende Unverfrorenheit dieſes Imbuschschen Vor
stoßes klar.
Herr Imbusch ist nicht der erste Beste. Er steht an der Epige
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der christlichen Gewerkschaften da, wo früher der jetzige Reichsarbeitsminister Dr. Stegerwald gestanden hat. Aber welch ein Abstand zwischen diesen beiden Männern! Herr Ste= gerwald hat sich durch seine staatsmännischen Qualitäten, durch sein ehrliches Streben, dem Wohle des Ganzen zu dienen, und durch den Mut, mit dem er sachliche Gründe der Rücksicht auf die Popularität überordnet, allgemeine Hochachtung erworben.
Rolli, der Stürmer.
Roman von Falt Heldburg.
( 11. Fortsetzung.)
,, Geduld morgen! So sagen Sie immer, und dabei bleibt es. Aber ich will arbeiten!"
,, Heilige Mutter Gottes! Arbeiten wollen Sie? Aber nein, ich bin ganz erschroden. Sie arbeiten doch als Fußballspieler! Sie trainieren jeden Tag! Sie spielen jede Woche was wollen Sie? Sie verdienen doch mehr Geld als jeder Bankbeamte, und haben das herrlichste Leben!"
Roland sah mutlos aus dem Fenster.
,, Sie wollen mich nicht verstehen. Vielleicht können Sie mich auch nicht verstehen. Sport fann für mich nur Freude und Erholung sein."
,, Liebster Freund, für Ihren Sport werden Sie doch glänzend bezahlt! Aber ich sehe schon, daß ich Sie nächstens als Arbeiter in einer Gefrierfleischfabrik unterbringen muß. Dann haben Sie Ihren Willen und ich meine Ruhe."
er
einen
Roland ging. Es war alles zwecklos bei diesem Manne. Er schlenderte am Kai entlang. Da erblickte Dampfer, an dessen Gaffel die deutsche Fagge wehte. Er sah mit brennenden Augen hinüber.
Ein Stüd Deutschland, ein Stück der Heimat... Schnell wandte er sich.
Darüber, daß er einsam in dieser fremden Stadt geworden
war, fonnte ihn nichts mehr forttäuschen.
Er hatte seine Wohnung erreicht. Er wollte sein Zimmer aufsuchen. Barbara, der schwarze Hausgeist, stürzte ihm aufgeregt entgegen.
Don Rolando", rief sie, ein Brief, ein Brief!"
Wer konnte ihm schreiben?
Der Brief war von Hilde Gorenflo.
Acht eng beschriebene Schreibmaschinenseiten.
Roland Lichti mußte sich jetzen.
Dann las er, langsam, Zeile für Zeile.
wissen Sie, Roland, daß Rot- Weiß und Fortuna sich vereinigt haben? Direttor Kornberg hat sich mit Dr. Kurth ausgesprochen, und dieser hat die Leitung des neuen Vereins übernommen. Der Mannschaft fehlt nichts als ein MittelStürmer.
Wollen Sie diesen Posten nicht ausfüllen? Sie wären hochwillkommen. Man spricht immerfort von Ihnen.
Ein Geständnis muß ich Ihnen machen: Das Telegramm, das Sie vom Bankhaus nach Paris erhielten, war von mir. Ich wollte Sie vor einer fleinen Dummheit bewahren, aber die allergrößte ist dabei herausgekommen. Auch die Welt, die den Fußball bedeutet, ist voller Rätsel."
Und so ging es weiter. Ernst und Scherz in bunter Mischung, die ganze Hilde.
Roland faltete die Blätter zusammen und wollte sie in seine Brieftasche legen, da fiel ein Bild aus dem Kuvert, die Photos graphie Hildes.
,, Gießener Zeitung"
Herr Imbusch dagegen gehört zu den engjtirnigen gewerkschaftlichen Agitationsvirtuosen, deren Horizont nicht über die gewerkschaftlichen Agitationsbelange hinausreicht, und die nicht einmal zu begreifen vermögen, daß es den Arbeitern nicht gut gehen kann, wenn es den Unternehmern schlecht geht. Es ist kennzeichnend für die sture Einseitigkeit Imbuschs, daß er auf der Jubiläumstagung der christlichen Gewerkschaften im Oktober 1925 heftig gegen Stegerwald polemisiert hat, der zu sehr ins Politische hineingewachsen sei und die gewerkschaftliche Seite nicht stark genug vertrete.
Ehrgeiz und herrschsüchtig in hohem Grad, selbst überempfindlich und dabei zügellos in der Polemik gegen andere, repräsentiert er denjenigen Typ des Gewerkschaftsfunktionärs, der sich heute allgemeiner ,, Beliebtheit" erfreut und auch bei den intelligenten Arbeitern abgewirtschaftet hat. Manche Arbeiter sind es satt geworden, sich durch Leute in Jersal und Wirral führen zu lassen, die mehr Zunge und Lunge als Stirn und Gehirn sind und die nichts anderes können, als mit dem Schlagwort- Dreschflegel dreinhauen und schwersten Flurschaden anrichten, den dann mit den Unternehmern auch der wirkliche Arbeiter bezahlen muß. Keinem urteilsfähigen Arbeiter fann auch die geistige Impotenz entgehen, die aus jeder Zeile der Jm busch'schen Rede spricht, und es wird nicht wenige Arbeiter geben, die uns zustimmen, wenn uns die anmaßende Schulmei= sterei dieser Rede den Ausruf entlodt: ,, Sus Minervam!". ( Spitama in Nr. 19 der Deutsch Bergwerks- 3tg.. ds. Js.)
Lokales.
Das Oster- Reinemachen
steht vor der Tür! Sage niemand, daß diese Tätigkeit von feiner Bedeutung sei! Für die Hausfrau hat dieser Haufen Arbeit" sogar sehr viel zu sagen-: die Befreiung der Woh nung von allem Winterstaub, der sich in Betten, Polster, Tep piche und Gardinen eingefressen hat, die Fensterscheiben blind und die Möbel unansehnlich machte. Die Herren der Schöpfung wollen das nicht immer einsehen; denn vielen ist das Rumoren mit Eimern und Bürsten, das Klopfen, Möbeltüden, Gardinen stangen- Abnehmen usw. ein Greuel. Zum Teil, weil sie dabet Hand anlegen müssen, zum Teil, weil die Reinemache- Zeit zu den ungemütlichsten Zeiten im Hause gehört und die Gattin leicht in einen erregbaren Zustand versetzt, so daß es hier oder da ohne ein kräftiges Wortlein nicht abgeht.„ Nein, Mann, mit dir ist auch nichts los," heißt es dann vielleicht, wenn seine Herrlichkeit den Stuhl zu knapp an die Tischkante stellte und mit der flatternden Gardinenstange in den Händer rüdwärts hinunterflattert. Bedauern? Gott bewahre! Geschimpft wird noch, während ,, Er" verbissen den Staub von den Filzen und Kleidern schüttelt und sich mit den nicht gerade salonfähigen Ausruf: ,, Mach' deinen Dr... alleene!" von dem Felde seiner segensreichen Tätigkeit zurückzieht, während die Frau ihm nach schmettert:„ Mit Eich Männern is ach nischt los!" Richt ge= rade erbaulich, aber vertraulich. Daß aber auch mancher Mann manchmal so furchtbane Umstände macht, wenn et mal
Der richtige Weg zur Erlangung
schöner weißer Zähne unterli
feitigung bes häßlich gefärbten Bahnbelages
Ist folgender: Drüden Sie einen Strang Chlorobont 3ahnpaste auf die trodene Chlorodont- Zahnbürste( Spezialbürte mit gezahntem Borstenschnitt), bürsten Sie Ihr Gebiß nun nach allen Seiten, auch von unten nach oben, tauchen Sie erst feßt die Bürfte in Waffer und spülen Sie mit. Chloradont- Mundwasser unter Gurgeln gründlich nach. Der Erfolg wird Sie überraschen! Der mißfarbene Bahnbelag ist verschwunden und ein herrliches Gefühl der Frische bleibt zurüd. Süten Sie sich vor minderwertigen, billigen Nachahmungen und verlangen. Sie ausdrüdlich Chlorodont- Zahnpasta. Unter. Boririegspreise.
Lange sah er das Bild an
Welch föstliche Mischung von fröhlichem Kinde und wissendem Menschen war diese Hilde.
Auf der Rückseite der Photographie stand zu lesen: Was du tun willst, das tue bald!"
Nach kaum einer Stunde hatte Roland an Hilde Gorenflo gefabelt.
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,, Heilige Mutter Gottes! Arbeiten wollen Sie? Aber nein, ich bin ganz erschroden." Heimkehr.
Die fast dreiwöchige Fahrt auf dem Hamburg- Süd- Dampfer Cap Arcona" war zu Ende.
Roland Lichti wandte sich noch einmal zurüd, umfaßte mit einem Blid das Schiff, das mit rauchenden Schloten und glühenden Lichtern am Kai lag. Nun noch ein schnelles Abschiednehmen von einer fernen bunten Welt.
Ein neues Leben begann.
Die Heimat rief ihren Sohn.
Nr. 11
mit Hand anlegen soll! Und beim Militär wurde gar nicht groß gefragt; da hieß es, seinem Feldwebel stumm gehorchen! Warum kann das im Hause nicht der Fall sein?- Doch Scher beiseite; wenn nach wütendem Klopfen der Matratzen, nach Rau schen der Wasserleitungen, Klirren der Eimer, Rumpeln der Schrubber, Hader, Mops, Staubsauger und Besen die Wohnung wieder in einen blitsauberen Zustand versekt und von allem Schmutz, allen Spinngeweben, und sonstigem Unrat gründlis befreit ist, so daß die schöne Ostersonne durch blankgeputzte Fensterscheiben und scheinbar funkelnagelneue Gardinen. lächeln fann, freut sich auch das Oberhaupt der Familie des gelungenen Werkes hausfraulicher Reinemachkunst, wenn er sich auch nach 3ornesausbrüchen seiner Ehehälfte sentimental denten mag: Mir geht's wie dem Staubsauger, allen Dr... muß ich rein fressen!
* Reichspräsidentenwahl. Der Wahltag ist in unserer Stad teiner Stelle ohne Störung der Ordnung verlaufen. An brauchte die Polizei einzuschreiten. Die Wahlpropaganda trat kaum in Erscheinung. Die Wahlbeteiligung war außerordent lich stark, sie betrug 85,89 Prozent und hatte folgendes Er gebnis:
Duesterberg 1057,
von Hindenburg 11 76 Hitler 6825,
Thälmann 1564 Stimmen.
* Luftbarkeiten in der Karwoche Auf Grund der Verfü gung des Herrn Ministers des Inner vom 10. März 1924 3 Nr. M. d. J. 7792 und 19. März 1929 zu Nr. Md. J. 1237 haben am Palmsonntag, den 20. d. M. öffentliche Luftbarkeiten zu unterbleiben. Theatralische und Kintovorführungen werden nur dann zugelassen, wenn die Darbietungen ernsten oder be lehrenden Inhalts sind und der besonderen Bedeutung und Weihe dieser Tage angepakt sind. Am Karfreitag, den 25. M., sind nach wie vor öffentliche Luftbarkeiten jeder Art, aud solche mit ernstem Hintergrund, nicht erlaubt. An den übrigen Tagen der Karwoche einschließlich Ostersonntag find theatra lische Vorführungen und Konzerte aller Art, einschließlich der Begleitimusit bet Lichtspielen zulässig, wenn sie ebenfalls ern sten, belehrenden Inhalts sind und der Bedeutung und Weih dieser Tage angepast werber Oeffentliche Lanzlustbarkeiten werden für diese Tage grundfählich nicht genehmigt. Die fü die Karwoche vorgesehenen Konzertprogramme find im 1. Bo lizei- Bezli, Zimmer Rt. 5, zweds Prüfung sofort, späteens bis 18. d. M., in dappelter Ausfertigung einzureichen.
* Prälat Diehl Honorarprofessor Ernannt wurde am 1 März der Prälat D. theol., Dr. jur. h. c. Dr. phil. Wilhelm Diehl zu Darmstadt zum ordentlichen Honorarprosessor an der Landesuniversität.
* Bom Boltamt. Eine amtlie Verlaufssteller Boffiert zeichen ist bei Fräuletin Frieda: Jaast, Bahnhofstrafe 33, einge richtet worden.
* Aus dem Stadttheater. Hente, Samstagabend, 8,15 Uhr, ift eine Sondervorstelling zuguntam der Gießener Wintermot hilfe. Ane morgigem Sonntag wird als Fremden vorstelling das Shakespeare's Trauerspiel, Romeo und Juifa" gegelen Anfang 6,30 Uhr nachmittags.
* Goethe Bund. Am Vorabend des großen deutschen Ge denktages des 100. Todestages Goethes, am Montag, dem 21 März, abends 8 Uhr, spricht in der Neuen Aula in einer Goathe Gedenkstunder Ludwig Müller über Goethe- Dichtungen. Zur Verschönerung des Abends gibt der Bauersche Gesangverein einige Gesangsvorträge
* Ein Ufa- Tonfilme vom Kraftwagen ,, PS" wird am Sonn tag, den 2. März, vormittags 1,15 Uhr, im Lichtspielhaus it der Bahnhofstraße gegeben, und ist für alle, die am wirtschaft Lichen Betrieb des Kraftfahrzeugs interessiert sind, sehenswer
Er schritt aus, blieb aber überrascht stehen. Herr Lichti, da sind Sie ja wieder." Maria Hedemann reichte ihm lächelnd die Hand. Meche wisch führte er diese an die Lippen.
Wie unwirklich war das. Was lag alles zwischen de Gestern und dem Heute! Die weiche dunkeltönende Stim streichelte ihn förmlich. Wie damals, im März. Aber je war November.
„ Ich glaube, Herr Lichti, ich bin schuld an Ihrer Flucht stimmt's?"
Es tam ihm vor als ob Maria mit diesem Gedanken b tettierte. So einfach war für ihn das alles nicht gewesen. ,, Es stimmt, Frau Maria Hedemann", sagte er zurü haltend.
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Also doch!" Wie schuldbewußt sentte sie den Kopf. fürchtete es, und es ließ mir feine Ruhe. Deshalb bin ich hi Wie froh war ich als ich in der Zeitung las, daß Sie an Bo der Cap Arcona" heimkehren würden."
Schneller fuhr sie dann fort:„ Paris, ja, das war ei Kette von Jrrnissen und Wirrnissen: als ich von dem B schaftsrat Dr. Karsten hörte, daß Sie noch am Sonntagabe abreisen wollten
Wollten?" unterbrach er sie ich mußte. Aber ich fu nicht. Ich bam zu Ihnen. Doch Sie
Schweigen wir davon, lieber Herr Lichti. Ich tat Ihn Unrecht, weil ich Ihnen zu wenig vertraute. Kann ich wieder gutmachen? Glauben Sie, daß wir unser Schicksal n forrigieren fönnen?"
Rolands Blide umfaßten die wundervolle Frau Ein ter Hauch ihres Parfüms umwehte ihn. War er überhaupt gewesen ein halbes Jahr?
Wenn man mir vor wenigen Minuten noch", fagte Langsam ,,, auf der„ Cap Arcona" diese Frage vorgelegt ha würde ich die Antwort schnell gegeben haben. Aber jetzt Und jetzt?" drängte sie ,,, welche Antwort geben Sie jekt " Nun müssen Sie mir Zeit lassen. Man kann nicht wenigen Augenbliden das umdenken, was ein Leben, ein leben in zwei Erdteilen zur Erstarrung gebracht hat. Ich Er schwieg. Was sollte er auch sagen?
" Ich bin hier mit meinem Wagen, Roland." Aus ih Worten flang etwas wie stille Resignation. Dann warf den Kopf empor; es war eine trotzige Gebärde. Sie wo sich nicht ergeben: Ist es Ihnen recht, wenn ich Sie einlo mit mir zu fahren? Ich denke, wir gebrauchen nicht viel m Zeit als mit der Bahn."
Er zögerte.
Und, um seine Bedenken zu zerstreuen, setzte sie hin ,, Uebrigens weiß Kornberg von meiner Fahrt." Kornberg!
Er wollte sie nicht fränten, aber
er würde nicht mit fahren. ,, Nun wie ist's? Selbstverständlich nehmen wir Ihr päd mit." Worte und Blide drängten und flehten. ( Schluß folgt)
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