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Nr. 69 Sumstag, den 29. August 1931.

jeder wirtschaftlicher

Cen bis zum Begin ahme von Auslands

Lokales.

Sonntagsgedanken.

Der Sonntag hat in unserer Zeit leider vielfach seine hohe heilige Bedeutung verloren. Viele Dinge sind es, die ihn

ndische Geldgeber ate entweihen. Ich nenne nur den zum Teil übertriebenen -mußte Deutschlan Sport, der gerade den Sonntag zu seinen Triumphen wählt. nd schwere volfswirles, was übertrieben wird, ist ungesund. Nicht der Sport an

itsei hier gemeint, sondern die Art, wie ihm vielfach heute pehuldigt und wie dadurch Raubbau getrieben wird an Körper

r politischen Schulder and Gesundheit. Wo rohe Gewalt und Brutalität beginnen, da en des weltwirtschaft t der gesunde und vernünftige Sport auf.

ufen. Was insbeson

In den Klang der Sonntagsgloden drängt sich heute mehr

-eldverkehr betrifft, soe je der Ruf nach dem Sportplay. Das wird oft zum Miß­a. in der ungefundenong in der Harmonie von Menschen, für die gerade der Sonn­ie beiden wichtigten eg mit seinen Feierstunden ein Ausrasten und Ruhen, ein Sich­Staaten und Frant ben und Finden bringen könnte. War nicht immer der Sonn­igen Magneten die lag das Bindemittel von Familie und Menschen, die Gemein­eich 3. B. hat allein aft suchen?- Is für 819 Millioner en Einfluß der Eltern und Erzieher gerade an diesem Tage? Von Herzen sei der Jugend Spiel und Sport vergönnt. Sie

Staaten gar für 15

Entwindet sich unsere Jugend nicht immer mehr

te bereits über rund Dürfen nur nicht ausarten so, daß für die Heiligung des Sonn­nigten Staaten über tags nichts mehr übrig bleibt. Denn alles hat sein Maß und men befigen also etme sein Ziel und wer darüber hinausgeht, entwertet auch Spiel elt. Dieser Ueberfluß und Sport und macht das Gesunde frank und das Schöne un­

Gießener Zeitung"

1. für die italienische Sprache dem Lektor Dr. Viktor Heyfelder in Darmstadt, Schloßgartenstraße 73; 2. für die französische Sprache dem Studienrat Friedrich Glaser in Darmstadt, Hein­richsstraße 141; 3. für die schwedische Sprache dem Fräulein Jrm= gard Günther in Gießen, Wartweg 5.

*

Festnahmen stedbrieflich Verfolgter. Der Knecht Wilhelm Freiensehner, geboren am 22. Januar 1913 zu Hainbach, Kreis Alsfeld, der unter dem falschen Namen Stumpf reiste und vom Amtsanwalt in Alsfeld steckbrieflich verfolgt wurde, wurde in Darmstadt festgenommen.

* Herbstregatta. Heute( Samstag) und morgen( Sonntag) wird von dem Verein für Rudersport 1913 die 11. Herbstregatta, die eine sehr gute Besetzung gefunden hat, durchgeführt. 85 Boote mit etwa 450 Rudern sind gemeldet und sind spannende Rennen zu erwarten. Gleichzeitig wird der Gießener Städteachter aus­gefahren.

* Verbandstag der ehem. 116er. Am 5., 6. und 7. Septem­ber 1931 findet in Mainz der Verbandstag des Verbandes ehe­maliger 116er, nebst den Feldformationen Res.- Inf.- Regt. 116, Landwehr- Inj.- Regt. 116, Res.- Jnf.- Regt. 186, Res.- Inf.- Regt. 222, Res.- Inf. Regt 254 und Res.- Jnf.- Regt. 418, verbunden mit einer Wiedersehensfeier und der Fahnenweihe des Vereins ehem. 116er Mainz, statt. Anfragen sind zu richten an A. Wolf, Mainz, Mombacherstr. 15.

* Die hessischen Dragoner bei Brandeville. Der 29. August 1914 ist für die hessischen Dragoner einer der denkwürdigsten Tage des Weltkrieges. An diesem Tage haben sie die Feuertaufe Garde- Dragoner 23 und Leib- Dragoner 24- waren im Verband der 3. Kavallerie- Divi­ston auf den Maasübergang bei Dun angesetzt.

rach und wird seinem jön. befruchten, entzogen erhalten. Die beiden Regimenter Das soll die Jugend gerade am Sonntag beherzigen und die en Schuldnerländer Feierstunden dieses Tages einteilen und verteilen, daß ihm seine einstige Bestimmung nicht genommen wird. In einem gesunden me wird eine Ueber Leib, den der vernünftige Sport stählt und festigt, muß aber auch ise nicht möglich seir Raum bleiben für eine gesunde Seele.

ei grundfählicher A Dung politischer Schul

Der Sonntagsschreiber.

*

Unredlichkeiten bei der Stadtverwaltung. Die Untersuchung der vorgesetzten städtischen Behörden hat en. In die Beschein ergeben, daß der Angestellte, der Verwaltungsassistent Wcy= von dem betreffenden zich, mit Hilfe von mehreren Gießener Geschäftsleuten die ar 1931 zu entrim Stadt um mehrere tausend Mark geschädigt hat. Es wurde dabei flichtigen Betriebser mit fingierten Lieferungen gearbeitet, die der Stadt voll in 1928 richtete. Nur Rechnung gestellt wurden und von ihr auch bezahlt wurden, anuar 1931 eine Bewohl entweder gar nichts oder nur ein Teil geliefert worden wa eingetretenen Becar. An dem unrechten Gut hat sich Weyrich dann bereichert. nung, die aber viele bekannt geblieben

tar 1931 konnte end veil die Steuerafli die Betriebe, deren Be wirtschaftlichen

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In den letzten Tagen wurde ferner ein zweiter Fall von Veruntreuungen bei der Stadtverwaltung festgestellt und aufgeklärt. Hierbei hatte der Vollstreckungsbeamte Beyer Gel­der im Betrage von nahezu 4000 RM. kassiert und in seine Tasche gesteckt. In beiden Fällen hat die Stadtverwaltung bei der Staatsanwaltschaft Anzeige erstattet.

*

*

Verkehrsstörungsklagen. Beim Polizeiamt mehren sich die Klagen über Verkehrsstörungen durch Aufstellen von Fahrrädern auf den Bürgersteigen vor den Eingängen zum Stadtpostamt in der Neuen- Bäue und im Neuen Weg. Ein Platz zum Aufstellen der Fahrräder steht nicht zur Verfügung. Nach§ 31 der Allge­meinen Straßenverkehrsordnung vom 21. Oktober 1927 dürfen Gegenstände, durch welche der freie Verkehr behindert, oder die

Singabe an den Rids Sicherheit und Leichtigkeit des Verkehrs beeinträchtigt wird, auf für solche Aufbringegengelassen werden. Durch das Auſſtellen der Fahrräder auf fordert, deren Verms den Bürgersteigen vor der Stadtpost insbesondere vor der Neuen­

öffentlichen Wegen nicht aufgestellt, hingelegt, hingeworfen oder

e für solche die durd allgemeinen ungünfti Reingewinn zu reb

Säue wird der freie Verkehr ganz erheblich behindert, zumal der Bürgersteig sehr schmal ist und dicht neben ihm die Straßenbahn fährt. Das Publikum wird ersucht, Fahrräder in Zukunft nicht cuf den Bürgersteigen vor der Stadtpost aufzustellene. Die Poli­zeibeamten sind angewiesen, darauf zu achten, daß die Sicher­heit des Verkehrs auf den Bürgersteigen durch Aufstellen, Hin­legen, Hinwerfen, oder Liegenlassen von Gegenständen nicht

Sre 1842 als Anhang als herausgegeben, Befehl seiner Majeft behindert wird. mehemaligen Palmid

* Kraftpost- Fahrplanänderung. Die Kraftpost nach Hochel­

lung einer Denttafe heim fährt von Sonntag, den 30. August ab, vom Bahnhof in

ch nicht, denn es fin Weine laut auf, edle

Gießen um 18.30 Uhr ab und berührt die folgenden Haltestellen:

Stoßfeufzer genügte, bießen Liebigstraße 18.32, Klein- Linden 18.39, Abzweig Allen­

Ein bei dem Pjane dorf 18.49, Lützellinden 18.52, Abzweig Rechtenbach 19.02, Hörns gen einquartierter fra beim 19.10 und Hochelheim 19.15. Der Bahnhof und der Ort Großen- Linden sowie die Orte Klein- und Groß- Rechtenbach Derden bei dieser Kraftpost nicht mehr berührt.

he fundig war, entde in Dettingen itehende Tischen Polizeitünite, and mit souveräner

pürung und Verhaft die Dienstverrichtungen eines Dolmetschers und beeidigten Ueber­

Schrift, welche man o ..geheiligte Majestät roßen" und demnach

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erhaftet, nach Ansbad er schaffte man ihn stung Braunau am

Gasthauses Zum wei Es bestand aus fie Baim, wie Napoleon es m5. August 1806 befo

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* Dolmetscher und Uebersetzer. Das Gesamtministerium hat phers für die gesamte Hessische Staatsverwaltung übertragen:

Der Mittelstürmer von Hollywood.

Ein Fußball- Roman von Sidney Horler. 16. Fortsetzung.

In diesen Augenbliden moralischer und physischer Not war is wiederum Warriner, der seinen Leuten mit gutem Beispiel poranging. Für einen Mann in seinen Jahren bot er physisch ine erstaunliche Leistung, und sein können stand im Einklang mit seiner Energie. Wenn er auch mit den Jahren eine Kleinig leit langsamer geworden war, so hatte er dafür an Spielerfah= ung gewonnen. Sein blonder Kopf war überall zu sehen; immer und immer wieder warf er seine Angriffsreihe nach vorn. Auch Marr, von unerschütterlichem Kampfgeist beseelt, gab jein Bestes. Er führte Attacke auf Attade gegen das feindliche

Palm in den Tod, or, aber das Tor, das heißersehnte Tor wollte nicht kommen. oechl und Michael Gra Schüsse trafen die Pfosten, die Querstange, das Seitennet. Sie

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Dr. Ludwig Roth

prallten von anderen Girnsley- Spielern ab, aber statt ins Nek ju springen, brachten sie höchstens Ecken ein, die nie ausgenützt verden formten. Ein Teufel schien im Ball zu stecken.

Die Angreifer hatten jedoch den üblichen Girnsley- Tribut für ihre Kühnheit zu bezahlen. Ueberall außerhalb des Straf­taumes wurden die Gäste strupellos zu Boden gelegt. Bei Halb­jeit hinkte die halbe Gästemannschaft in das Ankleidezimmer.

In diesem düsteren und ungaftlichen Raum erwartete Sam Hollister seine Burschen. Er weinte beinahe vor Aufregung.

Ihr müßt in der zweiten Halbzeit zwei Tore schießen, Jungens!" sagte er. Hier! Ich habe soeben ein Telegramm vom Bürgermeister von Hollywood bekommen vom Bürgermeister, Jungens! Hört ihr?" wiederholte er beinahe schreiend. Da, lest, was drinnen steht: Großes Interesse hier für Pokalspiel. Wünsche euch viel Glück!"

,, Wißt ihr, was das bedeutet?" schluchzte er beinahe hyste isch. Endlich wacht Hollywood auf und nimmt von uns Notiz! Eine Menge Leute wird uns in der Station erwarten, wenn wir Jungens! Ihr müßt ihr müßt dieses Spiel gewinnen!" Seine Stimme brach plöglich, und er verließ rasch den Raum.

* Schlechte Aussichten für die Hühnerjagd. Die Hühnerjagd hat begonnen oder steht vor ihrem Aufgang. Die ersten Feld­hühner erscheinen auf den Speisekarten. Die Aussichten für die Hühnerjagd sind nach maßgeblicher Ansicht sehr gering, was sich schon daraus ergibt, daß die ersten Ergebnisse mehr als 50 Pro­zent alte Hühner gebracht haben.

* Trinkerfürsorge. Der Alkoholismus ist eine Quelle unsäg­lichen Elends. Darum arbeitet die Innere Mission in Hessen an seiner Bekämpfung, nicht im Kampf gegen den Alkoholismus als Massennot, sondern in der Hilfeleistung an den einzelnen Op­fern der Trunksucht. Durch nachgehende Fürsorge und Betreuung sucht sie dem Alkohol Verfallene wieder frei zu machen. Sie verrichtet diesen Dienst in besonderen Beratungsstellen für Alkoholkranke. Sie berät Trinker und deren Angehörige un­entgeltlich, führt die Kranken einer Heilbehandlung in Heil­stätten entgegen. Den Schutz der Familien läßt sie sich durch rechtliche und fürsorgerliche Maßnahmen angelegen sein. Bis jetzt befinden sich u. a. in den Kreisen Friedberg und Schotten solche Beratungsstellen.

.. weißt Du, wer zur Leipziger Messe fährt? Der mit 824 Geldprämien ausgestattete Adressenwettbewerb der Leipziger Messe, der das Geschäft des Einzelhandels beleben und diesen so in die Lage versetzen will, wieder in stärkerem Maße als Abnehmer bei der mit der Leipziger Messe eng verbun denen deutschen Fertigwarenindustrie aufzutreten, erfreut sich einer äußerst regen Beteiligung aus allen Kreisen der Konsumen­tenschaft. Die Bedingungen für die Teilnahme sind ja auch äußerst einfach. Man braucht nur in die Läden der Einzelhänd­ler, der Handwerks- oder Gewerbetreibenden, die nicht schon von vornherein ein Schild mit der Aufschrift Wir besuchen die Leipziger Messe" in ihr Schaufenster gehängt haben, zu gehen und zu fragen, ob der Chef oder Einkäufer zur Leipziger Herbst­messe fährt. Wird die Frage bejaht, so schreibt der Anfragende den Namen des Geschäfts auf ein vorgedrucktes Formular, das fostenlos bei besonders bezeichneten Geschäften und Ausgabestel­len oder auch dem Leipziger Meßamt selbst erhältlich ist, und sendet dieses bis zum 6. September an das letztere ein. Wer die größte Zahl Meßbesucher seiner Stadt aufgeführt hat, hat An­spruch auf die für seine Stadt ausgesetzte Prämie, wozu gege­benenfalls noch eine der Länder- und Deutschlandprämien tritt.

Kraftfahrzeugbestand im Reich.

Jm Deutschen Reich wurden am 1. Juli 1931 insgesamt 1507 129 Kraftfahrzeuge, davon 792 075 Krafträder, 522 943 Per­sonenkraftwagen und 161 072 Lastkraftwagen gezählt. Der Kraft­fahrzeugbestand ist damit gegen das Vorjahr um rund 6 v. H. angewachsen. Jm einzelnen ist die Zunahme bei den Krafträdern um rund 8 v. H. gestiegen, bei den Personenkraftwagen um rund

3.

Bis zum letzten Atemzug.

Die Hollywood- Spieler nahmen erstaunt die kleinen Zitro­nenscheiben, die Kanonier Sage herumgereicht hatte, aus dem Mund und sahen sich verdugt an. Sie fonnten verstehen, daß Sam Hollister aufgeregt war, aber das Telegramm war ihnen ein Rätsel. Wer hatte dieses Wunder vollbracht? Den Einwoh­nern von Hollywood war es bis jetzt vollständig gleichgültig gewesen, ob die Mannschaft ihre Spiele gewann oder verlor oder ob sie überhaupt nach Hollywood zurückkehrte.

,, Träum' ich oder wach' ich?" fragte Walter Bell, der winzig fleine linke Flügelmann. Der Bürgermeister will wissen, ob es uns allen gut geht und ob wir Wärmeflaschen aus Gummi oder aus Ton in die Betten haben wollen, wenn wir zurüd tommen! Halt mich, Jimmy!" rief er aus und stützte sich auf Bill Lenies, des linken Flügelstürmers, starke Schulter. ,, Halt mich oder ich fall' um!"

Ein tobendes Gelächter begleitete seine Bemerkung. Die Nachricht, die der Manager ihnen gebracht hatte, war auch zum Laden, wenngleich die Heiterkeit ironisch war.

,, Daran ist der Cup schuld, sag' ich euch," sprach Nixon, der linke Läufer, weise. Auch Leute, die nichts vom Fußball ver­stehen, interessieren sich während der Pokalrunde für den Sport. Ich glaube, ein paar Leute haben den Bürgermeister auf das heutige Spiel aufmerksam gemacht, und er schickt das Telegramm genau so, wie er ein Telegramm an die lokalen Aussteller einer Rindviehausstellung schiden würde."

Das mag sich verhalten wie immer, Nid," antwortete Ben Warriner und zog seinen Jersen über den Kopf ,,, aber das Tele­gramm hat unseren Hollister verrüdt gemacht, und wir müssen das Wettspiel gewinnen, und wenn es nur seinetwegen ist."

,, Wie sollen wir das fertigbringen, Ben?" grinste Tranfield. ,, So ein Schiedsrichter, wie wir ihn heute haben, ist imstande und schließt den Mann, der ein Tor schießt, aus! Der Kerl soll sich in acht nehmen! Wenn ich jemals im Leben mordlustig war, war es in dem Augenblid, als dieser arme Jrrsinnige das erste Tor gab! Es war genau so ein Tor, wie er ein Schieds­richter ist!"

Nr. 69.

4 v. H., bei den Lastkraftwagen um rund 2 v. H. Die größte Zu­nahme weisen auch in diesem Jahre die Kleinkrafträder auf: 21 v. H. gegen eine Vermehrung von 39 v. H. im Vorjahre. Der Anteil der ausländischen Marken ist durchweg etwas zurüd­

Aus Nah und Fern.

Leihgestern b. Gießen. Der 10 Jahre alte Schüler Hans Brückel in Leihgestern ist gestern auf tragische Weise ums Leben gekommen. Während sich die Eltern auf dem Felde befanden, hat sich der Junge von 15 Uhr ab allein in der elterlichen Woh­nung aufgehalten. Als der Vater gegen 17 Uhr nach Hause kam, fand er den schwerverletzten Jungen in einer Blutlache liegend vor. Der sogleich herbeigerufene Arzt verbrachte denselben mit­tels Autos in die Gießener chir. Klinik, woselbst der Junge noch am gestrigen Tage verstorben ist. Ueber die näheren Umstände läßt sich bis jetzt Bestimmtes nicht sagen, die polizeilichen Er­mittlungen, die vom Polizeiamt Gießen aufgenommen wurden, sind noch im Gang.

Beuern. Für die am kommenden Sonntag stattfindende Bürgermeisterwahl wurden folgende drei Wahlvorschläge einge= reicht: 1. Bürgermeister Gg. Wilh. Lindenstruth; 2. Landwirt Joh. Karl Belloff; 3. Arbeiter Ludwig Pfeiffer.

Alsfeld. Der bekannte Männerchorkomponist Albert Gun­drum, dessen im Volkston gehaltene Liedweisen gern gesungen werden, wird heute 72 Jahre alt. Von seinen Chören sind das ,, Das Vaterhaus", O Jugendzeit, o Jugendglüd", Zwischen Weichsel und Vogesen", die bekanntesten.

Schotten. In Steinberg ist nach einer fast 40jährigen amt­lichen Tätigkeit der dienstälteste Bürgermeister des Kreises Schotten, Bürgermeister Heinrich Kaiser, verstorben.

Darmstadt. Der Zweigverein Darmstadt des VHC. feiert am 5. und 6. September das Jubiläum seines 50jährigen Be­stehens.

Dillenburg. Von beachtlichen Erfolgen kann die Segelflug­schule Hirzenhain( Dillkreis) berichten. Bei günstigem Wetter startete der Flieger Freusberg aus Düsseldorf am Mittwoch, und es gelang ihm, in furzer Zeit eine Höhe von 800 Meter über Tal zu erreichen. Der Flieger vermochte sich nicht weniger als zwei Stunden 49 Minuten in der Luft zu halten. Er überflog Dillen­burg, das etwa 10 Kilometer Luftlinie vom Startplatz entfernt ist, zweimal.

Camberg. Am 28. August waren 650 Jahre verflossen, daß König Rudolf 1. dem Dorfe Camberg auf Veranlassung von Graf Gerhard IV. von Diez Stadtrechte verlieh.

Für 65 000 R.- Mart Wollwaren gestohlen. Frankfurt a. M., 28. Aug. Ein 19jähriger Heizer einer hiesi­gen Wollwarenfirma in der Goethestraße hat im Laufe von vier Jahren, ohne daß es die Geschäftsleitung bisher bemerkt hatte, aus den Verkaufsräumen für 65 000 Mark Wollwaren aller Art, Hemben, Krawatten usw. gestohlen. Ein kleiner Teil der ge­stohlenen Sachen wurde bei dem Heizer und bei etwa zehn Familien, die von ihm gekauft hatten, wiedergefunden. Wo die anderen Sachen geblieben sind, konnte noch nicht festgestellt werden.

Ernte und Regenwetter.

Das in den letzten Wochen anhaltende Regenwetter hat der Getreideernte einen großen Schaden zugefügt. Wohl seit Jahr­zehnten sind nicht so große Regenmengen in den Haupternte­monaten Juli und August niedergegangen wie gerade in diesem Jahr. So sind im Juli in verschiedenen Teilen des Landes Hessen Niederschlagsmengen gemessen worden, die das doppelte wie dem mehrjährigen Durchschnitt entspricht, betragen. In einzelnen hessischen Städten wurden z. B. im Monat Juli 125,9 mm Regen festgestellt im 20jährigen Durchschnitt nur 71 mm, bis zum 21. August 153,2 mm gegen 72 mm im 20jährigen Jahresdurchschnitt. Jm Monat Juli und August ist teilweise zusammen soviel Regen niedergegangen, wie ungefähr der Hälfte des mehrjährigen Durchschnitts entspricht. Wenn auch an einigen Tagen Sonnen­strahlen zu beobachten waren, so war doch fast kein Tag in den letzten Wochen ohne Regen, und die Einbringung der Ernte durch diese immer wieder niedergehenden Schauer unmöglich gemacht. Dazu kommt, daß die Ernte in diesem Jahre durch die Nieder­schläge eine wesentliche Verzögerung erfahren hat. Die warme schwüle Witterung an verschiedenen Tagen brachte das Getreide zum Auswachsen. Dazu kamen die erheblichen Schäden, die durch Ueberschwemmungen entstanden sind.

Mit dem beruhigenden Lächeln, das nie verfehlte, die auf­geregten Gemüter im Hollywood- Lager zu besänftigen, ant­wortete Warriner dem zornigen Verteidiger.

,, Es war die ärgste Fehlentscheidung, die ich je in meinem Leben erfahren habe," gab er zu, aber jetzt ist sie vorbei und erledigt, Ben, mein Junge! In der zweiten Hälfte müssen wir spielen und nicht schimpfen! Hollister und die Direktoren werden schon über dieses Prachtexemplar von Schiedsrichter an den Verband berichten, aber das ändert nichts an der Tatsache, daß wir ein Tor gegen uns haben. Vorwärts, Jungens, gehen wir!" Als sie wieder den Platz betraten, beschattete der Hollywood­Spielführer feine Augen mit der Hand und sagte:

,, Seht ihr? Die Sonne fommt heraus, das ist ein gutes Omen für uns!"

Es bedurfte nicht dieser Worte ihres Spielführers, um die Männer in dem roten Dreß aufzupulvern. Walter Bell mochte scherzen, und Tranfield mochte schimpfen, aber das war nur ober­flächlich, jeder Mann der Mannschaft war im Innersten davon durchdrungen, daß ihre Stadt, die ihnen Glückwünsche geschickt hatte, auf keinen Fall enttäuscht werden durfte.

Die zweite Halbzeit begann auch sofort mit einer Sturm­attacke auf das Girnsley- Tor. Die Hollywood- Vorhut war im Handumdrehen Herr der Situation; der Ball ging von Mann zu Mann mit einer Präzision, die im Hinblick auf die Boden­verhältnisse erstaunlich war.

Auf der Außenlinie aufgehalten, gab Dean den Ball mit der Ferse an Pat Finnegan zurüd. Der Rechtsinnen legte Marr zieljicher vor, welcher den Ball noch erreichte, obgleich er sofort unfair angegangen wurde.

Kunstvoll gefälscht, schwirrte der Ball gegen das Tor. Mit Entsehen im Herzen und halb ersticktem Angstschrei sah die Menge, wie sich der Girnsley- Tormann mit einem verzweifelten Sprung dem Ball entgegenwarf. Sein langer Arm erreichte ihn noch, aber alles, was er tun fonnte, war, ihn niederzuschlagen, so daß er gerade vor des herankommenden Finnegans Füße ge­langte. Mit einer raschen Wendung entzog sich der Rechtsinnen einem wuchtigen Rempelversuch eines Girnsley- Berteidigers und Fortsetzung folgt. schoß.