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Mittwoch, den 29. April 1931.

gewerblich Tätigen grundsätzlich identisch sind. Bei vielen mittleren und kleineren Betrieben von Industrie und Han­del besteht das einzige Eigenkapital, das aus der Inflation gerettet worden ist, in dem Immobiliarbesitz, und das Ge­schäft selbst wird seitdem im wesentlichen mit Kredit be­trieben, welcher gegen Eintragung einer Hypothek oder Sicherungshypothek gewährt wird oder doch jedenfalls den durch den Hausbesitz repräsentierten Aktivüberschuß der Bilanz zur Voraussetzung hat."

Die Entwertung des Immobiliarbesizes bedeutet für un­zählige Gewerbetreibende nicht mehr und nicht weniger als die Wegnahme des letzten Kapitals, auf dem ihr Kredit beruht.

Man dürfte deshalb kaum zu viel behaupten, wenn man sagt, daß die weitere Entwertung des Hausbesizes die Vernich­tung zahlreicher selbständiger Eristenzen zur Folge haben und die bedauerliche Konzentration von Handel und Gewerbe in wenigen Größtbetrieben in einem untragbaren Maße beschleunigen wird.

So viel über die Notwendigkeit der Beseitigung der Haus­zinssteuer. Ihre Beseitigung ist aber auch durchaus möglich, weil durch ihren Wegfall andere reguläre Steuerarten so er­heblich stärker fließen würden, daß sehr bald ihr Wegfall aus­geglichen wäre. Hierzu sind einige Berechnungen zu erwähnen, die auch der Regierung nicht unbekannt geblieben sein dürften. Es sind Berechnungen veröffentlicht worden, nach denen bei Wegfall der Hauszinssteuer aus Mehreinnahmen bei der Ein­kommensteuer vom Hausbesit, bei der Vermögenssteuer zufolge der Wertsteigerung von Grundstücken, Ersparnisse an persön­lichen und fachlichen Einhebungskosten, Umsatzsteuerzuwachs aus privatwirtschaftlicher Gebarung, Lohnsteuerzuwachs aus privat­wirtschaftlicher Gebarung, Gewerbesteuerzuwachs aus privat: wirtschaftlicher Gebarung, Grundsteuerzuwachs, Verkehrssteuer­zuwachs, Konsumsteuerzuwachs, Erbschaftssteuerzuwachs usw. von im ganzen 1 100 000 000 RM. zu erwarten seien. Diese Veröffentlichung hat der nicht unbekannte Steuerfachmann Dtt( Bunzlau) in den Hauptpunkten eingehend nachgeprüft, und er kommt unter genauer Begründung zu dem Ergebnis, daß durch das Mehreinkommen aus den genannten regulären Steuern etwa 1 365 000 000 RM. auf die Dauer zu errei chen seien, so daß gegenüber dem tatsächlichen Einnahmeausfall von 1 550 000 000 RM. bei der Hauszinssteuer nur noch eine Differenz von 185 000 000 RM. bestehen würde. Er meint dazu weiter, daß dieser Betrag mehrfach zu decken sei aus der Erhöhung der Steuerbeträge bei der allgemeinen Einkommen­und Körperschaftsteuer, bei der Gewerbesteuer und vor allen Dingen aus den dann zu erwartenden großen Ersparnissen bei der Arbeitslosenfürsorge von Reich, Ländern und Gemeinden. Es dürfte sich also lohnen, daß die Reichsregierung dieser Er­örterung ihre ganze Aufmerksamkeit widmet und sie auf ihre Stichhaltigkeit nachprüft.

Jedenfalls ist die baldige Beseitigung der Hauszinsstener unumgänglich.

Bernhard Shaw zum Arbeitslosenproblem.

Der Sozialist Bernhard Shaw schreibt in der Fabian­Essays":

Gießener Zeitung"

unter dem Kapitalismus und auf dessen Kosten zu gewinnen ( eine Politik, deren wahrer Kampfruf ist: Was ein Dieb ge­stohlen hat, stiehl du ihm auch!) steckt dahinter mehr die Drohung des Bankrotts, als die Verheißung des Millenniums. Wenn die Zahl der Arbeitslosen in die Millionen geht, und wenn die Ar­beitslosen zum beträchtlichen Teil aus Exsoldaten bestehen, die in einem Krieg von unerhörter Furchtbarkeit gelernt haben, Men­schenleben gering einzuschäßen, dann werden die Arbeitslosen tatsächlich eine Armee, die auf Kosten des Landes lebt. In die­sen Drangsalen, die in der Geschichte früherer Zivilisationen auch schon vorgekommen sind, sucht der Kapitalismus immer die Leute, die er nicht beschäftigen kann, und die er nicht wagt, ver­hungern zu lassen, zu kaufen. Arbeitslosigkeit wird so für das Proletariat ein anerkanntes Mittel des Lebensunterhalts. Es gibt jetzt junge Männer in der Blüte ihrer Jahre, die niemals gearbeitet haben, und Proletarierkinder, die ihre Eltern nie arbeiten gesehen haben. Wenn zwei oder drei Arbeitslose zu­sammenwohnen, können sie von der Arbeitslosenunterstützung ganz komfortabel, nach ihrem eigenen Standard von Komfort, leben, indem sie von dem Kapitalismus so lange erpressen, bis er bereit ist, seine Gewinne mit ihnen zu teilen. Wenn diese Ver­einigung von zwei oder drei Arbeitslosen eine Vereinigung von 200 oder 300 oder gar 2000 oder 3000 Arbeitslosen werden sollte und sie wird es werden, wenn das System der Arbeitslosen­unterstützung den Ruf der Permanenz gewinnt, dann werden die eleganten Massenheime der Arbeitslosen die niedrigen Woh­nungen derjenigen beschämen, für die die Arbeitsvermittlungs­ämter noch Stellen finden können. Angehörige der Saisonge­werbe beziehen jetzt die Arbeitslosenunterstützung für die tote Saison, für die früher die Arbeitssaison vorsorgen mußte. Dieser Stand der Dinge ist klar die Wiederholung der Brot- und Zirkusspiele" des römischen Proletariats. Die Parallele wird Deffnung der Kinos an Sonntagen befürwortet, weil sie dazu bald noch deutlicher werden. Denn da die englische Polizei die helfen, die Straßen leer und ruhig zu machen, ist es ganz gut möglich, daß wir vom Staat gestellte Kinos bekommen werden, als ein Mittel zur Verhinderung von Arbeitslosenunruhen. Und das muß enden, wie das römische Reich geendet hat, nämlich mit dem Banfrott

,, Ueberall werden verzweifelte Versuche( Neuverteilung des Reichtums im Wege der Steuern, staatliche Regulierung der Löhne, Industriegesetzgebung) gemacht, um innerhalb der Schranken des Kapitalismus Abhilfe oder wenigstens Linderung. zu verschaffen. Aber Neuverteilung des Reichtums innerhalb der Schranken des Kapitalismus bedeutet Liebesgaben für Be­schäftigungslosigkeit anstatt Löhne für produktive Arbeit. Und Regulierung von Löhnen in den Fabriken hilft den Arbeitslosen nicht. Dank der Verbreitung der sozialistischen Jdeen wird es in Großbritannien als selbstverständlich hingenommen, daß das Einkommen der Kapitalisten jährlich im Ausmaß bis zu 50 v. H. fonfisziert und periodische Angriffe auf ihr Kapital in Gestalt der Erbschaftssteuer von ähnlicher Höhe verübt werden, mit direkter Verteilung des Ergebnisses an das Proletariat in Form von Bargeld. Wenn all dies Teil einer Entwicklung zum Sozia= lismus bildete, könnte man sich als Sozialist freuen. Aber da es in Wirklichkeit der Versuch ist, die Vorteile des Sozialismus

Der Regenschirm.

Die Einnahmen und Ausgaben Hessens im März.

Nach den Zahlen des Finanzministeriums betrugen im Mo­nat März des Rechnungsjahres 1930 die Einnahmen im ordent­lichen Etat insgesamt 5,610 Mill. RM., und zwar aus Steuern 3,696 Mill., aus den Betrieben 0,181 Mill., aus der Justizver= waltung 0,380 Mill, aus Volfsbildung, Kunst, Kultus und Wis­senschaft 0,061 Mill, und aus der übrigen Landesverwaltung 1,292 Mill. Die Ausgaben beliefen sich im März auf 6,189 Mill., und zwar für die Justizverwaltung 0,379 Mill., für Volksbil­dung, Kunst, Kultus und Wissenschaft 1,976 Mill., für werte­schaffende Erwerbslosenfürsorge 0,000 Mill., für Wohnungswesen 1,046 Mill., für den Schuldendienst 0,607 Mill., für Ruhegehälter 1,007 Mill. und für sonstige Ausgaben 1,174 Mill. Jm März verbleibt also eine Mehrausgabe von 0,579 Mill. Beim Ende des Rechnungsjahres 1930 beziffert sich das Defizit auf insgesamt 13,823 Millionen im ordentlichen Haushalt und auf insgesamt 4,056 Mill. im außerordentlichen Haushalt.

Albert Pünktlich war zum Prokuristen der Firma Schlau & Co., ernannt worden. Auf Grund der mit dieser Ernennung verbundenen Gehaltserhöhung hatte Pünktlich sich nicht nur dazu verstiegen, seinen alten, schon jahrelang in seinem Besitz befindlichen und von seiner Person unzertrennlichen Regen­schirm durch einen funkelnagelneuen, mit echter Silberkrüde, zu ersetzen, sondern auch seinen Freund, Referendar Lustig, zum Abendschoppen einzuladen. Mit dem alten Regenschirm aber hatte es seine eigene Bewandtnis. Böse Zungen behaupten, daß er ein Familienerbstück und durch Vermächtnis seitens eines ver­storbenen alten Landpastors in den glücklichen Besitz dessen Nef­fen Pünktlich gekommen sei. Weiter war Tatsache, daß Pünkt­lich nie ohne seinen Regenschirm ausging, mochte Regen oder Sonnenschein, Schneegestöber oder Frost herrschen. Diese Eigen­tümlichkeit in Verbindung mit der vorsintflutlichen Form seines treuen Gefährten hatte dem neugebackenen Prokuristen bei sei nen Freunden den Spitznamen Professor" eingebracht. Nur einen charakteristischen Zug hatte Pünktlich mit jenem bekannten Professor" nicht gemein; er ließ nämlich seinen alten Schirm nie stehen, sondern brachte ihn sets wieder mit in seine Woh­nung zurüd.

In einem bekannten großen Restaurant erwartete Referen­dar Lustig zur verabredeten Stunde seinen gütigen Gastgeber, um- wie er sich juristisch auszudrüden pflegte dessen Kosten ,, im Armenrecht" zu soupieren.

heute auf

Gerade warf er einen Blick auf die Uhr, als auch der Pro­fessor" mit gewohnter Pünktlichkeit eintrat. Nach fräftiger Be grüßung und nochmaliger Beglückwünschung betrachtete Lustig seinen Freund von oben bis unten

"

,, Du kommst mir so verändert vor, Professor! Macht das die neue Position? Hast du einen neuen Anzug? Oder- ,, Rein, aber einen neuen Regenschirm!" unterbrach ihn Pünktlich, den Neuerstandenen stolz emporhaltend.

,, Ein hochfeiner Apparat", meinte der Referendar, aber

Aus dem hessischen Landtag.

Der Landtagsabgeordnete Reiber, der seit Februar 1919 als Mitglied der Demokratischen Partei angehörte und nach dem Tode Henrichs deren Führer war, ist mit Rücksicht auf die Vor­gänge bei der Beratung und Abstimmung über das Pädagogische Institut aus der demokratischen staatsparteilichen Fraktion aus­geschieden. Zunächst wird er jedenfalls einer anderen Mitglie­dervereinigung des Landtags nicht beitreten. Mit diesem Aus= tritt verliert die Fraktion ihre Sitze im Aeltestenrat des Land­tags, wie auch in den Ausschüssen, da jetzt nur noch vier Mit­glieder( Donat, Eberle, Minister Korell urd Schreiber) ange­hören.

Nr. 34.

Aus Nah und Fern.

Trohe. Am 1. Mai tritt Bürgermeister Schmidt nach fajt 40jähriger Dienstzeit in den Ruhestand. Zu seinem Nachfolger wurde Beigeordneter Rau gewählt.

nimm es mir nicht übel, Professorer steht dir nicht, er paßt nicht zu dir und über kurz oder lang sehe ich dich doch wieder mit deinem alten." Wieso?"

Büdingen. Mit dem 1. April 1932 wird unsere Gemeinde von einem noch zu wählenden Berufsbürgermeister geführt

werden.

Friedberg. Gelegentlich einer Versammlung der Deutschen Volkspartei machte Herr Abg. Dr. Niepoth auch Ausführungen über die Hefragangelegenheit. Die Versammlung billigte ein mütig die bisherige Haltung des Provinzialausschusses, der einen Verkauf des Ueberlandwerkes Oberhessen abgelehnt hatte, er mächtigt aber ihre Vertreter im Provinzialausschuß, dafür ein­zutreten, daß die Verhandlungen mit der Preag weitergeführt werden.

,, Ja", fuhr Lustig fort ,,, ich habe so eine geheime Ahnung, als ob dir dein neuer Begleiter untreu werden könnte."

,, Aber erlaube! Ich habe noch nie meinen Schirm stehen lassen," entrüstete sich Pünktlich ,,, das klingt ja fast wie der Vor­wurf der Vergeßlichkeit!"

Friedberg. Zum Besuch des hiesigen Polytechnikums haben sich 50 Studierende neu angemeldet. Der Gesamtbesuch während des Sommersemesters beträgt etwa 400.

Mittwoch, den

Holland

Der Fußball­Fußball- Bund ein der deutschen Ma tarte, forgfältig tionalmannschaft volles Unentschied res Ergebnis für die Niederländer Spielverlauf hatt Schneller als ihr G fchloffener an. M anderen Tormann hätte, denn der F Form alles, was Minute der erster fam der Schuß au Uebrigens war die denn fie hatten i Beginn der zweit der Kampf ausgeg mehr im Angriff deutschen Schlacht ten sich sehr, fie ein zweites Tor fa richter erfannte a Die deutsche nicht enttäuscht. G Sturm, wo die red mur Richard Hofm reihe, deren beste war, und auch die auch in Kreg eine Die Entscheid wurde von einem teft aufgenommen Ueberhaupt fonnt Bergquist oft wen Deutschland mit jes Verhältnis de hatte als Schiedsr

Mainz. Die Arbeiten des Stresemann- Ehrenmals am Rhein gehen rüstig voran. Nachdem das Fundament fertiggestellt wurde, ist jetzt mit dem Aufbau begonnen worden, so daß die Einweihung am 5. Juli dieses Jahres vorgenommen werden fann.

Mainz. Die Bäder und Brotfabriken geben bekannt, daß sie infolge der steigenden Mehlpreise gezwungen sind, den Preis für das zweipfündige Mischbrot erste Sorte um 2 Pf. auf 48 Pf., und für das zweipfündige Mischbrot zweite Sorte und Roggenbrot um 3 Pf. auf 43 Pf. zu erhöhen.

Frankfurt. Vor dem Großen Schöffengericht begann Diens tag die Verhandlung gegen Hecken und Genossen wegen der um fangreichen Diebstähle. Die Verhandlung dürfte drei Tage in Anspruch nehmen.

Frankfurt. Am letzten Sonntag haben sich in Frankfurt nicht weniger als fünf Personen das Leben genommen. Alle Personen begingen die Tat aus wirtschaftlichen Sorgen.

Frankfurt. Beim Rangieren von Güterwagen wurde ein 35jähriger Arbeiter zwischen zwei Puffer gequetscht. Mit schwe­ren Verletzungen brachte man ihn ins Krankenhaus.

Frankfurt. Der Magistrat hat beschlossen, den scheidenden Mitgliedern Stadtkämmerer Asch und Stadtrat Dr. Schmude die Ehrenplakette der Stadt Frankfurt zu verleihen.

Bad Homburg. Etwa 25 Expedienten der bedeutendsten eng­lischen Reisebüros statteten Bad Homburg einen Besuch ab. Sie wurden von der Kurverwaltung zu einem Tee im Kurhaus ein­geladen, worauf sich eine Besichtigung der Kunstausstellung ,, Mittelrheinische Landschafs- Malerei" und sämtlicher Kurein­richtungen anschloß.

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Korntal. Ein bei einem Landwirt beschäftigter junger Mann zog sich bei der Arbeit eine Wunde an der Hand zu, in die etwas Kunstdünger geriet. Es entwickelte sich eine Blutver­giftung, woran er unter gräßlichen Schmerzen verstarb.

Leipzig. Aus dem Museum am Augustusplatz ist der Oris ginal- Dürer- Kupferstich Ritter, Tod und Teufel" gestohlen

worden.

4 Wochen unentgeltlicher Aufenthalt im Sauerlande! Ein neuartiges Preisausschreiben, bei dem nicht nur dieser eine Preis, sondern noch 22 weitere, alle zum freien Aufenthalt in guten Hotels und Gasthöfen des Sauerlandes, Siegerlandes und Wittgensteins, winken, sindet sich im Unterkunftsverzeichnis 1931 des Sommerfrischenführers vom Sauerlande, Siegerlande und Wittgenstein, gemeinsam herausgegeben vom Sauerländischen Gebirgsverein zu Iserlohn und vom Westfälischen Verkehrsver­band zu Dortmund. Gegen Zahlung von 25 Pfg. ist das Heft bei diesen Stellen erhältlich.

Nach langem Suchen endlich das Richtige für meine Zähne. Nach breimaligem Gebrauch blendend weiße Zähne, trotzdem dieselben durch vieles Rauchen braun und unschön wirkten. Ich werde nichts anderes mehr gebrauchen, als Chlorodont" B., Horst Berg. Man verlange nur die echte Chlorodont- Zahnpaste, Tube 54 Pi. und 90 Pf., und weise jeden Ersatz dafür zurüd.

Gelbe Raucherzähne

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jeder Wirt haftet ohne weiteres für solche Verluste, sondern nach § 701 des Bürgerlichen Gesetzbuches haftet nur ein, Gastwirt". gleichgültig, ob er sein Geschäft Hotel, Gasthof, Wirtschaft, Her­berge oder Pension( hôtel garni), nennt, welcher gewerbsmäßig Fremde zur Beherbergung" aufnimmt, dem aufgenommenen Gaste für den Schaden, den dieser durch Verlust oder Beschädi­gung eingebrachter Sachen erleidet. Eingebracht in diesem Sinne ist z. B. schon ein Handkoffer, welchen der Gast am Bahn­

او

,, So ist das nicht gemeint," begütigte der andere. ,, Also lege hofe dem Gasthof oder Hoteldiener übergeben und Wäsche, die ab und gehen wir zum gemütlichen Teil über!"

er auf sein Zimmer gelegt hat. Hierbei ist es auch gleichgültig, ob der Gast die Sachen vorausschidt, mitbringt, sich bringen oder schiden läßt. Die Haftung kann freilich durch Vereinbarung aufgehoben werden; ein Anschlag aber des Inhalts, daß der Gastwirt die Haftung ablehnt, ist ohne Wirkung. Ausschluß der ,, Mein Schirm, mein neuer Schirm! Kellner! Herr Wirt!" Haftung tritt ferner ein, wenn der Schaden durch die Schuld

Alles hat sein Ende, so auch der sogenannte gemütliche Teil. Nach Erledigung der Rechnung rüsteten sich die beiden Freunde zum Aufbruch. Lustig nahm H1 und Stod vom nahen Garde= robestände, Pünktlich Hut und

so tönte sein Verzweiflungsruf.

Alles war in fieberhafter Aufregung, aber der schöne, neue Regenschirm war und blieb verschwunden.

,, Lustig, Unglücksrabe, Mensch, was nun!" flagte der Pro­fessor ratlos.

,, Was nun?" meinte dieser ruhig. Hoffentlich liegt nur eine Verwechselung vor, ein Irrtum, es wird dir also nichts anderes übrig bleiben, als tatsächlich einmal ohne Schirm nach Hause zu gehen und morgen nochmals Nachfrage zu halten."

Nachdenklich schritten beide eine zeitlang neben einander her. Plötzlich brach Albert Pünktlich das tiefe Schweigen zaghaft: ,, Wenn er nun gestohlen wäre?" wandte er sich an seinen Begleiter. ,, Wer?"

,, Nun, der neue Regenschirm natürlich, wer sonst!" ,, Ach ja," wachte dieser aus seinen Gedanken auf. Richtig. der Regenschirm. Ja, dann mußt du deinen alten wieder nehmen."

,, Aber Mensch!" rief der Professor entsetzt ,,, du bist doch Jurist. Der Wirt haftet mir doch nach dem Gesetz für den Berlust der bei ihm eingebrachten Sachen!"

,, Werter Freund, da bist du doch schwer im Irrtum! Nicht

des Gastes selbst oder eines Begleiters desselben, oder infolge der gefährlichen Beschaffenheit der beschädigten Sache selbst oder durch höhere Gewalt( Blitzschlag) entstanden ist.

Ein Schent

wirt indessen, Inhaber eines Cafés oder Restaurants, ist tein ..Gastwirt" im Sinne des Gesetzes. Er ist nur dann zum Scha­denersatz verpflichtet, wenn ihm Vorsatz oder grobe Fahrlässig keit nachgewiesen wird. Doch, hier trennen sich unsere Wege! Nun schlafe wohl, tröste dich über den herben Verlust und auf Wiedersehen morgen mit dem alten Regenschirm!"

Wissen Sie schon!

In einer fleinen Stadt Hollands wurde eine Lehrerin ge jucht. Drei Damen wurden in die engere Wahl gezogen, eine wurde nach langem Hin und Her zur Besetzung der va fanten Stelle auserforen.

Da aber für die neue Lehrerin das zur Verfügung stehende Bett zu kurz war, beschlossen die hoch: weisen Stadtväter-man sollte es nicht für möglich halten! die lange Lehrerin wieder laufen zu lassen und eine Lehrerin, die zu dem Bett paßte, zu nehmen.

Weitder Am Sonntag um die Meistersch Alemannia Aachen mangelnder Schuß BiB. Bielefeld v Die Vereine in fo 3: 1 Punkten, Vi mit 2: 2 Punkten, Die Entschei lich am 3. Mai Fortuna Düsseldo Bielefeld- Meid Da die zwei

Glüd haben, am 5 wohl die größeren Am 10. Mai j schaft beginnen; mehreren Verbänd So ift 3.83 heinlich weil d runde auf den 1

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1900 Gießen 1. Butzbach 1. Jg

Grünberg Jgd. Lohnberg Jgd. Braunfels 3g

1900 Gießen 2 1900 Gießen 3 1900 Gießen E Nauborn Sch. Buybach Sch.