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Mittwoch, den 24. Juni 1931.
,, Gießener Zeitung"
Surnen, Sport
Sport und und Spiel.
Die Leichtathleten an die Front!
Bezirks Athletik- Meisterschaften.
Bei schwachem Besuch tamen am Sonntag in Göttingen die Bezirks- Athletit- Meisterschaften zum Austrag. Es waren neben den Hessen- Preußen und Kurhessen- Kassel außer den Göttingern nur noch VfB. Gießen( dessen wertvollste Kräfte bei den Heeres= meisterschaften beschäftigt waren), VfL. Wetzlar und Friklar verDie Spielvereinigung 1900- Gießen, die neun Bezirks meisterschaften zu verteidigen hatte, war fern geblieben, auch mancher andere Verein fehlte. Es dürfte daher doch zu emp=
treten.
büberfall auf einen hiesige fehlen sein, solange die wirtschaftlichen Verhältnisse derart kata
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Bücher.
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trophal sind, einen zentraleren Ort für die Austragung dieser Wettkämpfe auszujuchen.
Der erfolgreichste Athlet war Schaurig( Hessen- Preußen Kassel), der dreifacher Bezirksmeister( 100 Meter 11,2 Set., 200 Meter 23,2 Sef und Weitsprung 6,85 Meter) wurde und auch an den beiden Staffelsiegen seines Vereins über 4 mal 100 Meter und 4 mal 400 Meter hervorragend beteiligt war. Neben ihm ist der erst 19 jährige Kilo, FL.- Wetzlar, zu nennen, der sich ebenfalls drei Meisterschaften( Kugelstoßen, Distuswerfen und Fünftamps) holte. Die Leistungen im Kugelstoßen mit 13,40 Meter und im Distuswerfen mit 41,63 Meter sind hervorragend. Das schönste Rennen des Tages gab es über 1500 Meter. Melzenbach( Göttingen), Eisfeld( Kurhessen) und Christoph( Göttingen 05) lieferten sich über diese ganze lange Strede ein er= bittertes Ringen, das erst in dem letzten Meter seine Entschei= dung fand. Im 5000- Meter- Lauf fand Walpert bei Stenhing nicht den erwarteten Widerstand und siegte sicher. Sein Borsprung betrug im Ziel über 100 Meter. Schäfer- 1900 Gießen hätte ihn in dieser Konkurrenz aber sehr wahrscheinlich auf den 2. Platz verwiesen. In der 4 mal 100- meter- Staffel fam es zu einem harten Kampf zwischen Hessen- Preußen und ASC. Göttingen, den die Kasseler in der Besetzung Erdmann, Blümner, Freund und Schaurig in der für die Bahnverhältnisse guten Zeit von 44,9 Set. für sich entscheiden konnten.
Das Abschneiden der kleinen Abordnungen des VfB. Gießen und das von Kilo- VfL. Wetzlar ist aus den folgenden Ergebnissen zu sehen:
Ergebnisse:
100 Meter: 1. Schaurig, Hessen- Preußen Kassel, 11,2 Sek.; 2. Klee, ASC. Göttingen, 11,4; 3. Müller, VfB. Gießen,
11.5.
200 Meter: 1. Schaurig, Hessen- Kreußen Kassel, 23,2 Set.; 2. Klee, ASC. Göttingen, 23,3; 3. Müller, VfB. Gießen, 23,9.
400 Meter: 1. Duhr 53,9, 2. Löwenbaum 54( beide Hessen- PreuBen Kassel), 3. Fischer, VfB. Gießen, 55,1.
800 Meter: 1. Wollmer, Kurhessen Kassel, 2: 05,5 Min; 2. Jä ger, VfB. Gießen, 2: 09,1; 3. Alves, ASC. Göttingen, 2: 13,3. 1500 Meter: 1. Melzenbach, ASC. Göttingen, 4: 20,4 Min; 2. Eisfeld, Kurhessen Kassel, Handbreite zurück; 3. Christoph, 05 Göttingen, 4: 20,5.
5000 Meter: 1. Walpert, Kurhessen Kassel, 16: 49,5 Min.; 2. Schenhing, Hessen- Preußen Kassel, 17: 6; 3. Gläser, ASC. Göttingen, 17: 15,4.
4 mal 100- Meter- Staffel: 1. Hessen- Preußen Kassel 44,9 Gef.; 2. ASC. Göttingen 45; 3. Hessen- Preußen Kassel II 47.
4 mal 400- Meter- Staffel: 1. Hessen- Preußen Kassel 3:43 Min.; 2. ASC. Göttingen 3: 44,5; 3. VfB. Gießen 3: 50,5.
4 mal 1500- Meter- Staffel: 1. Hessen- Preußen Kassel 18: 37,8 Min.; 2. 05 Göttingen 18:38; 3. Hessen- Preußen Kassel
20: 27,4.
Weitsprung: 1. Schaurig, Hessen- Preußen Kassel, 6,85 Meter; 2. Blümer, Hessen- Preußen Kassel, 6,44; 3. Braun, HessenPreußen Kassel, 6,29.
Hochsprung: 1. Kraak, Hessen- Preußen Kassel, 1,75 Meter; 2. Blümler, Hessen- Preußen Kassel, 1,70; 3. Bartell, 05 Göttingen, 1,65.
Stabhochsprung: 1. Köhler, Hessen- Preußen Kassel, 3,10 Meter; 2. Schröder, ASC. Göttingen, 2,90; 3. Völker, Nörten, 2,80. Kugelstoßen: 1. Kilo, VfL. Weglar, 13,40 Meter; 2. Schade, ASC. Göttingen, 12,15; 3. Stück, Hessen- Preußen Kassel, 11,65; beidarmig: 1. Schade, ASC. Göttingen, 22.76; 2. Kilo, VfL. Wetzlar, 22,57; 3. Junghenn, Hessen- Preußen Kassel, 20,60.
Diskuswerfen: 1. Kilo, VfL. Wetzlar, 41,63 Meter; 2. Junghenn, Hessen- Preußen Kassel, 40,55; 3. Schade, ASC. Götfingen, 39,38; beidarmig: 1. Schade, ASC. Göttingen, 71,21; 2. Kilo, VfL. Wezlar, 69,19; 3. Junghenn, HessenPreußen Kassel, 64,06.
Der Mittelstürmer von Hollywood.
Ein Fußball- Roman von Sidney Horler. 10. Fortsetzung.
Finnegan hat sich das Knie ausgerentt, Doktor," sagte er Da Sie hier sind, als Antwort auf dessen fragenden Blick. dachte ich, es sei das beste, wenn er zur Untersuchung hereinfommt. Das ist eine schöne Geschichte, sage ich. Jetzt haben die Wanderer ausgeglichen, und uns fehlen zwei Leute."
,, Die Wanderer haben ausgeglichen?" schrie Marr auf. " Ja, verflucht noch einmal, das haben sie. Sie erzielten in den ersten fünf Minuten eine Ecke, und ein halbes Dutzend ihrer Leute drückten den Ball endlich ins Neh. Jetzt, wo auch Pat vom Feld ist, versuchen wir das Verteidiger- System; ich fürchte aber, daß dieses Wettspiel auf jeden Fall für uns verloren ist." Marr sprang auf und ging durchs Zimmer.
Entschuldigen Sie mich, Doftor," sagte er zum Arzt, der gerade das Knie des neu verletzten Spielers untersuchte, aber ich fühle mich jetzt ganz wohl und möchte hinaus aufs Spielfeld."
,, Sehr gut!" brummte der Doktor, welcher vollständig mit dem gegenwärtigen Fall beschäftigt zu sein schien.„ Geben Sie auf alle Fälle acht und machen Sie feine Dummheiten, die Sie später bereuen fönnten."
Diese warnenden Worte folgten Marr, als er schon auf dem Fußweg dahineilte, der zum Spielfeld führte.
Ein vielstimmiger Ruf, teils Beifalls- und Begrüßungsschrei, teilweise wie ein Jubelton der Erleichterung empfing ihn, als er sichtbar wurde. Stolz hob sich Richards Brust. Wie dieser Jubel beglückte! Nun wollte er alles einsehen, was er an Kraft und Spielbegeisterung zu bieten hatte.
Er lief sogleich in die Mitte des Feldes, um seinen Posten in der geschwächten Angriffsreihe seiner Mannschaft einzunehmen. Aber obschon die Aufregung ihn erwärmt hatte und seine Nerven stählte, fühlte er sich noch immer matt und spürte, wie er zitterte. Seine Füße hatten augenscheinlich alle Kraft verloren, während ihm der Kopf noch immer abscheulich brummte.
Als er den Ball zum ersten Male wieder föpfte, verstärkte sich dieses Hämmern. Von diesem Augenblick an bewegte er sich nur noch in einem Zustand von mehr oder minder großer Ver= wirrung. Ohne die dirigierende Arbeit des Gehirns funktionierten die Füße zwar noch, aber nur rein mechanisch. Bei jedem Schritt und jedem Stoß, den er ausführte, fühlte er die Anstrengung, die ihm dies kostete.
Ben Warriner, durch die in hundert harten Kämpfen erworbenen Erfahrungen flug geworden, wußte, daß mit drei gefunden Stürmern im Felde und einem vierten, der augenscheinlich noch halb unbrauchbar war, Vorsicht der bessere Teil der
Speerwerfen: 1. Schade, ASC. Göttingen, 47,69 Meter; 2. Waßmann, 05 Göttingen, 45,09; 3. Dr. Schlotthauer, Fritzlar, 45; beidarmig: 1. Schade, ASC. Göttingen, 82,49; 2. Waẞmann, 05 Göttingen, 69,80; 3. Dr. Schlotthauer, Frizlar, 67,51.
110 Meter Hürden: 1. Mergard 17,8 Sef.; 2. Wagener 18,3; 3. Dr. Kreuter 20,1( alle Hessen- Preußen Kassel).
400 Meter Hürden: 1. Wagener 63,6; 2. Dr. Kreuter 65,1; 3. Kleemann 65,1( alle Hessen- Preußen Kajjel). Fünftamps: 1. Kilo, ViL. Wetzlar, 2221 Punkte.
Bierverbändekampf in Leipzig.
Süd-, West- und Mitteldeutschland und Berlin tragen jedes Jahr einen leichtathletischen Wettkampf aus. Der diesjährige fand vor nur 3000 Zuschauern in Leipzig statt. Die Laufbahn war aufgeweicht, so daß diese Ergebnisse etwas gedrückt erscheinen. Bei den übrigen Konkurrenzen gab es aber prachtvolle Leistungen.
Ergebnisse:
100 Meter: 1. Jonath- W. 10,7; 2. Kreher- M. 11; 3. LierschB. 11,1; 4. Mahrlein- S. 11,3.
200 Meter: 1. Borchmeyer- W. 21,4; 2. Kreher- M. 21,6, 3. Neumann- 6. 21,7; 4. Schlößte- B. 22.
400 Meter: 1. Noeller- W. 50,4; 2. Megner- S. 50,6; 3. Engelhard- B. 51,2; 4 Zimmermann- M. 52,6.
3.
800 Meter: 1. Dr. Pelzer- Berlin 1.55,8; 2. Lefeber- W. 1.57,8; 3. Scherer- S. 1.58,8; 4. Tarnogrodi- M. 1.59,8. 2. Schilgen- S. 4.04,8; 1500 Meter: 1. Krause- B. 4.04,6; Schumburg- W. 4.07,4; 4. Stöger- M. 4.20,6. 5000 Meter: 1. Rohn- B. 15.29,4; 2. Kilp- W. 15.31,4; 3. HelberG. 15.44; 4. Kraft- M. 15.58,2.
110 Meter Hürden: 1. Welscher- G. 15,5; 2. Wienecke- W. 15,7; 3. Leschezznick- B. 15,9; 4. Goldberg- M.( disqualifiziert). 4 mal 100 Meter: 1. Westdeutschland( Jonath, Borchmeyer, Mölle, Hendric) 42,7; 2. Brandenburg( Hübner, Grosser, Liersch, Schlößte) 43,4; 3. Süddeutschland 43,8; 4. Mitteldeutschland 44,4.
Olympische Staffel: 1. Brandenburg( Dr. Pelzer, Engelhardt, Schlößte, Grosser) 3,23,5; 2. Westdeutschland 3.24; 3. Süddeutschland 3.25; 4, Mitteldeutschland 3.27.
Weitsprung: 1. Mölle- W. und Biebach- M. mit je 7,23; 3. MeierB. 7,15; 4. Sched- S. 7,08.
Hochsprung: 1. Bezz- B. und Brotbed- S. je 1,77; 3. Biebe- M. 1,75; 4. Busch- W. 1,70.
Stabhochsprung: 1. Wegener- M. und Reeg- S. 3,90; 3. Born- W. 360; 4. Ritter- B. 3,50.
Kugel: 1. Uebler- S. 15,29; 2. Seraidaris- M. 14.04,5; 3. Werring- W. 13,09; 4. Hähnchen- B. 12,64.
Disfus: 1. Hähnchen- B. 42,67; 2. Seraidaris- M. 42,11; 3. Hoffmeister- W. 41,97; 4. Rödl- S. 38,68.
Speer: 1. Weimann- M. 61,42; 2. Vögelin- W. 59,45; 3. BarthG. 56.75,4; 4. Wedekind- B. 53,45. Gesamtpunktzahl: 1. Westdeutschland: 43,5; 2. Brandenburg 38,5; 3. Güd 36; 4. Mittel 31.
Von den Heeresmeisterschaften.
Bei den Ende letzter Woche in Hannover ausgetragenen gen und unseres Gießener Bataillons, sich siegreich durchzusetzen. Heeres- Leichtathletik- Meisterschaften gelang es zwei AngehöriObergefreiter Gugel wurde deutscher Heeresmeister im Hammerwerfen mit 43,20 Meter, und Obergefreiter Mohl belegte mit 70,48 Meter den 2. Platz im Handgranaten- Weitwurf.( Wir erinnern an dieser Stelle, daß Mohl in dieser Konkurrenz Rekordhalter mit 79 Meter ist.) Beide Leichtathleten sind Mitglieder des VfB. Gießen.
Norwegen
Deutschland 2: 2( 1: 1).
Nach dem 0: 0- Ergebnis im Fußball- Länderkampf gegen Schweden kann man mit dem in Oslo erzielten 2: 2- Resultat gegen Norwegen sich im großen und ganzen zufrieden geben. Denn Norwegen repräsentiert von den nordischen Fußballnationen immerhin noch die spielstärkste. Auch gegen Deutschland rafften sich die Norweger zu sehr achtbaren Leistungen auf. Wäre nicht Kreß im deutschen Tor ein Hüter von internationaler Extraklasse, so wäre sehr wahrscheinlich noch in den Schlußminuten aus dem Remis eine Niederlage geworden. Die deutsche Mannschaft spielte in derselben Ausstellung wie gegen
Tapferkeit sei. Es würde sich als praktischer erweisen, das Resultat zu halten, als in dem vergeblichen Versuch, den Sieg zu erringen, beide Punkte zu riskieren. Dementsprechend fon= zentrierte er seine Hauptaufgabe auf die Verteidigung. Seine Absicht wurde von der Menge bald erkannt und auch von der gegnerischen Mannschaft. Wenn aber die Einheimischen sich auf die Verteidigung beschränkten, waren die Wanderer gleichfalls bemüht, die Vorteile, die ihnen die Götter geschenkt hatten, auszunußen und festzuhalten und den Widerstand der anderen zu brechen. Angriff auf Angriff wurde vorgeworfen, die Wut der attackierenden Stürmer erinnerte an eine rasende Gee, die vergeblich gegen eine felsige Küste anrollt.
Bennett und Tranfield, die Verteidiger Hollywoods, waren beide einheimische Spieler, und sie brachten an diesem Tage ihrer Vaterstadt und sich selbst unvergänglichen Ruhm.
Jmmer und immer wieder flärten sie, wenn alles schon verloren schien. Einmal, als der Tormann aus seinem Gehäuse gelaufen war, wehrte Bennet, knapp vor der Torlinie stehend, einen scharfen Schuß mit dem Kopfe ab, den der Torhüter mit beiden Händen taum hätte halten können.
So widelte sich der Kampf unter unaufhörlichen Angriffen der Gegner ab, die jedoch jedesmal tapfer zurückgeschlagen wur den. Und während der ganzen Zeit trieb sich eine einsame Gestalt unbeschäftigt in der Mitte des Feldes umber, wartend wartend.
Die Menge hatte die Anwesenheit des neuen Mittelstürmers gänzlich vergessen. Ihre Aufmerksamkeit war auf die verzweifelte Abwehrarbeit vor dem Tore der einheimischen Mannschaft gerichtet, so daß sie für alles andere fein Auge hatte.
Die Bedrängung des Hollywood- Tores hörte nicht auf. Nur ein Wunder konnte Wallis Heiligtum reinhalten. Und dieses Wunder trat wirklich ein. Die einheimischen Verteidiger mach ten, fortgesetzt Uebermenschliches leistend, das Unmögliche möglich
Als nur mehr fünf Minuten Spielzeit blieben, stand das Spiel noch immer 1: 1, und noch immer strich Did Marr in scheinbar ganz und gar zwedloser Weise in der Mitte des Feldes umber. Da tauchte plöglich aus dem Gewirr der schwarz- und weißgekleideten Gestalten die gedrungene Figur Ben Warriners, des Hollywood- Führers, auf, den Ball am Fuß.
Er wurde sofort energisch angegangen, doch gelang es ihm noch im letzten Augenblid, den Ball genau seinem freistehenden, unbeschäftigten Mittelstürmer vorzulegen.
Wie ein plötzlich losgelassener Windhund ergriff Marr die sich ihm so unerwartet bietende günstige Gelegenheit. Er sah, ehe er noch den Ball übernahm, den er im Fluge erhaschte, daß feiner seiner Kameraden in der Nähe war, und daß der Versuch. den er unternahm, eine Sololeistung werden mußte.
Nr. 50
Schweden, also mit Krez; Emmerich, Brunke; Hergert, Leinberger, Knöpfle; Bergmeier, Sobed, Ludwig, Widmener, Sadenheim. Wie schon erwähnt, war Kreß die Stütze der deutschen Mannschaft, sein ausgezeichnetes Spiel verhinderte in den brenzlichen Schlußminuten eine deutsche Niederlage. Von den beiden Verteidigern war Emmerich der bessere, während Brunke verschiedentlich bedenklich schwach war. In der Läuferreihe lieferte Leinberger eine abgerundete Leistung, auch Hergert und Knöpfle hielten sich recht gut. Der Sturm sah diesmal die beiden Halbstürmer Sobed und Widmayer als die aktivsten, dasfelbe gilt von Bergmeyer, Ludwig als Sturmführer ging an, während Sadenheim auf verlorenem Posten stand.
Aus dem Spielverlauf. Schon die ersten Minuten brachten die Deutschen in Führung. Bergmeier unternahm einen famosen Durchbruch, er gelang, und unhaltbar saß sein Schuß in den Maschen. Deutschland führte 1: 0. Norwegen ließ sich je= doch nicht verblüffen und kämpfte unentwegt weiter. Bald erwies sich, daß der norwegische Sturm in seinen Flügelaktionen äußerst gefährlich ist. Die Ueberlegenheit der Norweger wuchs. Bereits die 15. Minute brachte für sie dann auch auf eine nicht ganz einwandfreie Entscheidung des Unparteiischen hin den Ausgleich. Kreß war angeblich zu lange mit dem Ball gelaufen. Der verhängte Freistoß im deutschen Strafraum führte zum Ausgleich. Eine leichte Ueberlegenheit Norwegens hielt an, doch verhinderten Schußpech und die sichere Arbeit von Krep weitere Erfolge.
Auch nach dem Wechsel hielt die norwegische Ueberlegenheit an. Verschiedentlich tamen auch die Deutschen erfolgversprechend durch, aber auch hier werden sichere Gelegenheiten ausgelassen, so von Ludwig und wenig später von Sobed und Sadenheim. In der 15. Minute servierte Sadenheim Ludwig eine Flante, die unhaltbar zum zweiten Treffer führte. Die Freude war furz. Die nächste Minute brachte schon den Norwegern durch ihren Mittelstürmer wieder den Ausgleich. Nun setzten die Norweger zu einem energischen Endspurt ein. Deutschland hielt aber stand, so daß es bei dem 2: 2- Ergebnis blieb.
Universität Marburg Universität Gießen 2: 2.
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Zum Gesellschaftsspiele trafen sich am vergangenen Mittwoch im Marburger Stadion vorgenannte Mannschaften. Um 14 Uhr, bei einer Gluthitze, nahm dieses Spiel seinen Anfang. Wie vorausgejagt, so tam es auch, denn bei dieser Hitze mach ten sich bald Ermüdungserscheinungen bemerkbar und dadurch fam es auch, daß kein schönes Spiel zustande tam; es wurden nur schwache Leistungen gezeigt. In der Marburger Elf ver mißte man einige gute Kräfte, aber dennoch mußte den Torchancen nach das Spiel gewonnen werden. Während die erste Hälfte ziemlich ausgeglichen war, ist Marburg in der zweiten Hälfte zeitweise überlegen. 10 Minuten vor Schluß erzielt Gießen im Anschluß an eine Ede den Ausgleich. 3 Elfmeter werden von Friebel, Marburgs Spielführer, der erst Verteidiger, dann Läufer und zuletzt( Stürmer(!!) spielte, nicht verwandelt zwei wanderten neben das Tor und der dritte wurde gehalten. Egoismus, oder was soll man sagen?
Deutsches Turn- und Sportabzeichen. Erweiterung der Bedingungen der Gruppe 4. Kleinfaliber- Schießen. Die Prüfung besteht im Schießen auf einem polizeilich genehmigten Schießstand und auf 50 Meter Entfernung. Je 5 Schuß liegend freihändig, knieend, stehend freiZielfernrohr und andere Hilfs= händig, offene Visierung, mittel sind verboten. Jede Serie zu 5 Schuß ist innerhalb von 5 Minuten abzufeuern, von dem Kommando Feuern" ab gerechnet. Die Serien folgen sich unmittelbar.
Mindestleistung auf die 10ringige Scheibe 105 Ringe. 135 Ringe. Mindestleistung auf die 12ringige Scheibe Randfeuerpatronen 5,6 Millimeter lang für Büchsen. Unmittelbar vor Beginn der ersten Serie des einzelnen Schützen sind ihm 5 Probeschüsse gestattet. Im übrigen gelten die Schießregeln des prüfenden Verbandes.
Prüfung durch die der Reichsgemeinschaft für KleinkaliberSchießsport angeschlossenen Verbände.
Großkaliber- Schießen. a) Scheibengewehr auf Standscheibe 175 Meter( 20treisige Ringscheibe) 235 Ringe oder b) Wehrmanngewehr, Scheibe: Lorenzsche Figuren, Wehrmann- Gewehrscheibe( 20freijige Ringscheibe), Entfernung 175 Meter, fünf Schuß stehend freihändig, 5 Schuß knieend oder sigend freihändig, 5 Schuß liegend freihändig 210 Ringe oder c) Pistole 50 Meter ( 20freifige Ringscheibe) 215 Ringe."
Nach den Ausführungsbestimmungen des Deutschen SchützenA. E. bundes. Prüfung durch den Deutschen Schützenbund.
Er bewegte sich vorwärts wie im Traum, während die Menge, die ihre Hoffnungen in so außerordentlicher Weise steigen sah, sich heiser zu schreien begann.
Instinktiv wich er aus, als ihn ein Spieler der Wanderer er glaubte in dem Mann seinen alten Widersacher Bartley scharf anging. zu erkennen, war dessen aber nicht ganz sicher Er taumelte, verlor beinahe sein Gleichgewicht, richtete ich aber doch wieder auf, während ihm die Bravorufe wie Donner in den Ohren flangen.
Jetzt fauchte das feindliche Tor vor ihm auf. Gleichzeitig erschien jedoch auch das Verteidigerpaar der Wanderer, das gestartet war, um ihn aufzuhalten. Ohne Aufenthalt wich er nach rechts aus, brachte den Ball über den Kopf des ihm am nächsten stehenden Gegners und nahm alle ihm noch in den Beinen gebliebene Kraft zusammen, um am Ball zu bleiben. Nur um die furze Spanne von sechs 3oll fam er seinem Gegner zuvor und schoß mit aller Wucht, während der gegnerische Verteidiger tapfer versuchte, ihn vom Ball zu trennen.
Es war eine verzweifelte Anstrengung, aber selbst in solch äußerst schwierigen Momenten zeigte Marr, daß er den sicheren Fuß eines gewiegten Spielers hatte. Der Ball erwies sich als tadellos getreten, er streifte die Unterseite der Querlatte und nahm summend seinen Weg in das Netz
Dem Schützen schien es, als ob die Welt plötzlich verrüdt geworden wäre. Er hatte eine unbestimmte Erinnerung an Leute, die wild um ihn herumtanzten und bemüht waren, ihm die Hand aus dem Gelenk zu schütteln, während ein unbeschreiblicher Tumult wütete; er jühlte, wie sich eine Menge Leute an ihn herandrängten, die ihn auf Rüden, Kopf und Arme flopften, und befand sich plöglich wieder im Antleidezimmer, wo er einem Manne zuhörte.
,, Ein ausgezeichnetes Tor! Das hast du glänzend gemacht," Schnarrte eine Stimme. Gewissermaßen im Moment der höchster Verzweiflung war ein erstaunlicher Sieg errungen worden, und sogar Hollister, das Opfer eines immer verstimmten und schmerzenden Magens, sah sich dazu veranlaßt, ihn zu loben.
,, Nimm einen Schlud von dem da, du siehst wirklich zum Speien aus!"
Der Schluck Branntwein, den Sage ihm besorgt hatte, etwies sich als ein wunderbares Elixier. Er nahm Marr jojort das Gefühl, das er bis jetzt gehabt hatte, als ob alles sich um ihn im Kreise drehte, jogar das grinsende Gesicht des Trainers. Ein Bad, eine Dusche und fünf Minuten fachmännischer Behandlung durch den Trainer vervollständigen seine Heilung. Als er wieder fertig angekleidet war, hatte der Mittelstürmer die schmerzhaften Ereignisse dieses schweren Nachmittags vollständig überwunden.
Fortsetzung folgt.


