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Mittwoch, den 23. September 1931.

Handwerkerfragen.

Von Gustav Voigt. M. d. L. Präsident des Deutschen Handwerkerbundes

Es gibt ein Wort, welches reichlich mißverstanden wurde und viel böses Blut erregt hat das Wort von der Preissenkung". Man soll immer gegen Schlagworte sein, vor allem im politischen und wirtschaftlichen Leben. Es ist grundfalsch, die Erwartungen der Deffentlichkeit, die Hoffnungen der Hausfrau bezüglich des Preisabbaues zu hoch zu spannen. Wirtschaftliche Gesetze, an die auch die allgemeine Preissenfung gebunden ist, können nicht durch Parolen und Diftate umgestoßen werden. Durch den Druck der in ihren Erwartungen fünstlich gesteigerten öffentlichen Meinung zwingt man die bescheidenen Kreise des Mittelstandes zu Preis­fcnfungen, die praktisch ohne jede Bedeutung sind. Letzten Endes wird damit der Steuerkraft dieser Kreise und der deutschen Volks: wirtschaft überhaupt nur geschadet.

Wir haben im Handwerk schon oft mit derartigen Parolen sehr trübe Erfahrungen gemacht, und wir bieten alles auf, um die stark notleidenden Schichten des Mittelstandes vor überflüssi­gen und schädlichen Experimenten zu warnen.

Ein Preisabbau muß bei den Produktionskosten, bei den Herstellungskosten der Waren beginnen. - er muß von oben er­folgen. Die Steuern, Gebühren, Abgaben und Tarife der öffent lichen Verwaltung müssen grundlegend gesenkt werden, damit Schritt für Schritt nach unten hin an eine Preissenkung heran­getreten werden kann.

Wer eine lebendige Fühlung mit den Kreisen des Mittel­standes und des deutschen Handwerks besitzt, fann sich feiner Täuschung hingeben. Das Handwerk leidet unter der Wirtschafts­frise vielleicht am aller stärksten. Das Handwerk ist willig, iſt bereit, an einer Preissenfungsaktion mitzuarbeiten. Es läßt sich aber nicht blüffen und feinesfalls dazu verleiten, unüberlegte Schritte zu tun, die in Wirklichkeit niemand nützen können.

Die Bedeutung des deutschen Handwerks wurzelt auf kauf­männischem und rechnerischem Geiste. Es ist nicht allein in der Gegenwart, sondern auf der traditionellen Meister- und Quali­tätsarbeit gegründet. Und so ist es interessant, zu verfolgen, welches Echo in Kreisen des Handwerks unsere Bestrebungen zur Hebung der Qualitätsarbeit des Handwerkers sind.

In diesem Zusammenhang verweise ich auf die pädagogische Arbeit der Handwerker- Organisationen, auf die Maßnahmen zur Erziehung der Deffentlichkeit, feine Pfuscharbeit anzuerkennen oder zu unterstützen. Wir wissen, daß wir hierdurch vielleicht schädigend für viele Handwerker wirfen aber im Interesse des Ansehens und auch der wirtschaftlichen Lebenskraft des deutschen Handwerks tätig sind. Wir sind für rücksichtslose Bekanntgabe heimlicher Pfuscher bei den Fachorganisationen, beim Arbeits­nachweis, beim Gewerbeamt usw. Der deutsche Handwerker ist heute gezwungen, so scharf zu falfulieren, oftmals unter Verzicht auf den Lebensstandard des Mittelstandes, daß auch der Pfuscher laum irgendwelche Preisvorteile bieten kann.

So erziehen wir den Handwerker derart, daß er in regel­mäßigen Abständen eine Prüfung seiner Werkzeuge, Materialien und Maschinen vornimmt und daß er in demselben Sinne seine bisherigen Lieferanten- Beziehungen einer strengen Kontrolle unterzieht.

Ich habe vielfach in meinen Vorträgen auf die Gefahren des üblichen Berufsschul- Unterrichtes für die Erziehung des jungen Handwerkers hingewiesen. Und oft sind diese meine Ausführun­gen mißverstanden worden. Wir wollen nicht den Fachunterricht in Schulen beseitigen, sondern Fachschulen errichten, ausgestattet mit den besten Handwerksmeistern, Künstlern usw., mit neuen Maschinen, Hilfskräften, um dem Handwerksgesellen, der Meister werden will, eine praktische Ausbildung zu schaffen, die es ihm ermöglicht, als erstklassiger junger Meister sein Gewerbe zu be= gründen. Der Geselle hat, wenn er Meister werden will, für diese Art Ausbildung viel mehr Interesse als der aus der Schule ent­lassene junge Mann, der vom Handwerk noch nichts versteht, und so wird eine derartige von uns geforderte Fachschule nur zum Segen des gesamten deutschen Handwerks und für dessen Nachwuchs wirken.

Alles dies ist wichtig, und es ist notwendig, daß die große Deffentlichkeit mehr als bisher über die fortschrittlichen Gedanken modernen deutschen Handwerkertums orientiert wird. Der Wert­gedanke der Qualität der Ware, das ist die große, lebendige Idee, die das Handwerk entwickelt hat und die fortzupflegen eine historische Aufgabe auch in den heutigen Tagen ist.

Das Ernteergebnis in Hessen. Infolge des schlechten Wet­ters haben sich die Ernteergebnisse gegenüber den ersten Schäzun­gen im August erheblich verringert.

Gegenwart und Zukunft

der deutschen Fahrrad- Industrie.

Der Zahn der Not nagt am Mark unserer Industrie. Uebe:- all herrscht Mangel. Mangel an Arbeit, Mangel an Geld, Mangel an Mut. Die Hoffnungslosigkeit ist die schwerste Last. Unsere Wirtschaft schleppt sie mit sich herum. Man sucht nach dem Silberstreifen am Horizont. Fühling muß es doch einmal werden. Es fragt sich nur wann. Vielleicht ist es für die deut­sche Wirtschaft zu spät, wenn der düstere Himmel zerreißt und die Sonne der Zukunft den silbernen Streifen zaubert, wenn der neue Frühling über die Welt hereinbricht.

Es geht allen schlecht. Auch der deutschen Fahrradindustrie, Zu dieser Feststellung brauchen wir die kalten Zahlen der Sta­tistik nicht aufmarschieren lassen. Vielleicht leidet sie schwerer Sie ist aus dem Himmel einer Hochkonjunktur in die Hölle der Absatzlosigkeit gestürzt. Sie hat gute Jahre gehabt, sehr gute Jahre, Jahre, in denen sie den Inlandsbedarf kaum zu decken vermochte, wo sie den Export hätte entbehren können. Nun hat der Inlandsmarkt seine Aufnahmefähigkeit verloren, nun ist der Export zurüdgegangen. Es geht nicht nur den Deutschen schlecht. Nicht daß es draußen an Geld fehlte. Man hat es, aber man hält es fest. Aus Furcht vor dem Morgen. Aber ein Licht leuch tet in der Finsternis. Das Licht der Erkenntnis, daß die Lage nicht trostlos ist.

Früher glaubte man, die Fahrradindustrie stelle einen Mode­artikel her. Heute weiß man, daß das Fahrrad bei Millionen dicht hinter dem Brot kommt. Wäre das Radfahren eine Mode, so hätte sich sein Schicksal schon erfüllt. Das Schicksal, das man dem Fahrrade bei seiner Geburt prophezeit hat, Untergang. Das Fahrrad wird nicht untergehen und auch seine Industrie wird nicht das Schicksal der Haarnadelindustrie teilen, die an der Mode des Bubentopfes zugrunde gegangen ist.

Gießener Zeitung"

Lokales.

Herbstanjang.

Der Herbst beginnt am 24. September um 1 Uhr. Zu die­sem Zeitpunkt überschreitet die Sonne mit ihrem Mittelpunkt den Aequator, um fortan sechs Monate hindurch ihre wärmenden Strahlen vorwiegend der südlichen Halbfugel zukommen zu las= sen. Uebrigens hingt der astronomische Herbstbeginn in diesem Jahre den meteorologischen Verhältnissen beträchtlich nach; denn schon seit Anfang September befinden wir uns, was die Witte­rung anbelangt, im Herbst, und die letzten Lebensäußerungen des Sommers haben schon vor drei Wochen in Gewittern mit nachfolgenden Landregen geendet. Seither ist es fühl, veränder­lich und ungemein trüb gerade für den September, der sich sonst durch beständiges und heiteres Wetter auszuzeichnen liebt, und dieses Sommerende paßt im Grunde genommen nicht schlecht zu der verflossenen warmen Jahreszeit, die, bei Lichte besehen, wie­der einmal eine große Enttäuschung gewesen ist.

Die Schlüsse, die sich aus dem Verlauf des letzten Sommers auf die mutmaßliche Witterung im Herbst und Winter führen lassen, sind ziemlich eindeutig. Angesichts der nun schon mehrere Monate dauernden Periode reichlicher Niederschläge wird man erwarten dürfen, daß diese in nicht zu ferner Zeit eine Unter­brechung erfährt, und daß demgemäß im Spätherbst die Ten= denz zu kontinentalem Hochdruckwetter durchbrechen wird. Da= für spricht auch der frühe Beginn herbstlicher Witterung. Es besteht also die Wahrscheinlichkeit frühzeitigen Eintritts von Frostwetter, und falls diesem Schneejälle vorangehen, auch für ausgesprochene November- und Dezemberkälte. Damit ist aller­dings nicht gesagt, daß der ganze Winter kalt und streng wird. Denn auf tühle und regnerische Sommer folgt in der Mehrzahl der Fälle ein mäßig milder Winter, und es ist deshalb sehr wohl möglich, daß nach einem mehr oder weniger falten Spätherbst und Vorwinter der eigentliche Winter wieder vorwiegend mild und regnerisch wird.

* Verzugszuschläge bei Steuerzahlungen. Der Hessische In­dustrie- und Handleskammertag hat sich in nachdrücklicher Weise bei den zuständigen Stellen dafür eingesetzt, daß die durch Ver­ordnung vom 20. Juli festgesetzten Verzugszuschläge von 5 Pro­zent für jeden halben Monat aufgehoben werden. Er hat seinen Schritt damit begründet, daß diese Verordnung ihren Grund in den Schwierigkeiten im Zahlungsverkehr, wie sie Mitte des Monats Juli eintraten, gehabt hat, die jedoch inzwischen zum großen Teil weggefallen sind. Die Erfüllung der Forderung nach Abänderung der Verordnung sei daher lediglich ihre Anpassung an die veränderten wirtschaftlichen Verhältnisse.

* Dienststunden des Polizeiamts. Dienststunden des Polizei­amis für den Publikumsverkehr ab 1. Oktober ds. Js. sind: von 8 bis 12 Uhr und von 15 bis 17 Uhr. Samstags von 8 bis 12 Uhr. Für Samstag- Nachmittags ist in der Zeit von 16% bis 17 Uhr ein Eildienst eingerichtet, bei dem aber nur An­träge, die unaufschiebbar sind, erledigt werden können.

* Frachtermäßigung für Kartoffeln. Wie im vorigen Jahre, so wird auch in diesem Jahre die Reichsbahn die Versorgung der Bevölkerung mit Winterkartoffeln durch Frachtermäßigung er­leichtern. Die durch den Ausnahmetarif 16a gewährte Frachtver­gütung erstreckt sich auch auf Stückgutsendungen.

* Von der Reichsbahn. Mit Gültigkeit vom 21. September 1931 ist ein Ausnahmetarif für frische Aepfel und Birnen zur Verarbeitung in industriellen Verwertungsbetrieben in Kraft gesetzt worden. Der Tarif gilt nur für Sendungen in loser Schüttung, ohne jede Verpadung, die an industrielle Verwer­tungsbetriebe gerichtet sind und in diesen verarbeitet werden und ist befristet bis 30. November 1931. Nähere Auskunft er= teilen die Güterabfertigungen.

* Welttierschuttag. Ein Tag im Jahr soll dem Tiere ge= weiht sein, dies ist der einmütige Wille der Tierschutzvereine der ganzen Welt. Den 4. Oktober hat man als Welttierschutztag gewählt, denn dieser Tag ist der Todestag von Franzistus von Assissi, eines Mannes, der als einer der größten Tierfreunde be tannt ist. Im Hinblick auf die allgemeine Notlage lehnt der Tierschutzverein für Hessen geräuschvolle Veranstaltungen am Welttierschutztag ab. Er wird an die Kirchen und Schulen herantreten mit der Bitte, am Welttierschutztag des Tieres in geeigneter Weise zu gedenken.

Es geht schlecht. Die Fahrradindustrie leugnet es nicht, sie aber blidt nicht mit den Augen des Pessimisten in die Weit.. Sie weiß, daß es ihr nicht schlecht ergeht, weil ihre Kunden Sorgen haben, weil das Fahrrad überlebt ist, weil das Schlag­wort von der Motorisierung der Welt umgeht. Sie glaubt daran, daß das Fahrrad ewig sein wird, wie Nadel und Ham­mer, die Werkzeuge des Urmenschen. Sie sieht die Welt mit offe­nen Augen, und so entgeht ihr nicht die rüdläufige Bewegung in Amerika. Man erinnert sich ,, drüben" wieder des fleinen Freun des aus Stahl. Wir brauchen nicht über den Ozean zu bliden, sondern nur über den Rhein. In Frankreich ist es nicht anders. Wer schnell vorwärts tommen will in den großen Städten, geht zu Fuß oder fährt auf der ,, kleinen Königin". Das geschieht in Ländern, die weniger Sorgen haben als Deutschland, in denen die Arbeitslosigkeit nicht so unvorstellbare Dimensionen ange nommen hat wie bei uns.

Die Arbeitslosigkeit ist ein schwerer Schlag für die Fahr­radindustrie. Sie wird zweifach davon betroffen. Arbeitsloje ohne Rad können sich feines kaufen. Arbeitslose Radfahrer nutzen ihr Rad nicht ab. Sie brauchen es nicht mehr zum Wege zur Arbeitsstätte. Es wäre eine günstige Zeit für eine Wer­bung. Alles ist teuer, besonders die Verkehrsmittel, die Wohn­stätten entfernen sich immer weiter von der Arbeitsstätte, Wochenendbewegung, Freude am Sport, am Wasser, Wald und grünen Wiesen.

Der Bedarf ist da, die Lage nicht trostlos. Ein Hoffnungs­strahl würde Blüten treiben tausendfach am noch immer grünen Baum unserer Fahrrad- Industrie. Er ist grün, denn seine Wur­zeln werden von den Wassern der Hoffnung umspült. Wäre es anders, hätte man feine Erklärung für den Mut, zu den Mil­lionenopfern für Sport und Verkehr. Eine Deutschlandrund­fahrt ist gerollt. Hunderttausende hat sie gekostet. Arbeit

Nr. 76. Mittwoch, den 23.

* Tagung der hessischen und deutschen Krüppelfürsorge. Die Einweihung der neuen Orthopädischen Universitätsklinik erfolgt am 10. Oktober, vormittags 10.30 Uhr, im Studentenhaus. An die Einweihung schließt sich eine Besichtigung der neuen Klinik an. Nachmittags findet die Mitgliederversammlung des Hessi schen Fürsorgevereins für Krüppel statt und am 11. Oktober die ordentliche Mitgliederversammlung der Deutschen Vereinigung für Krüppelfürsorge.

* Oeffentliche Versammlung. Im Café Leib spricht am Mittwoch, den 23. September, abends 8.30 Uhr, in einer Ver jammlung der Ortsgruppe Gießen des Christlich- sozialen Volts dienstes Reichstagsabgeordneter P. Bausch über das Thema Zm Kampf um Deutschlands Zukunft".

Lagerung des Winterobstes.

Bei den heute oft beschränkten Wohnungsverhältnissen be gegnet die Lagerung des Winterobstes meist großen Schwierig teiten, und manche Familie gibt im Winter viel Geld aus, um teures Auslandsobst zu kaufen, nur weil im Keller kein Platz für Winteräpfel ist.

Dabei gibt es eine Art der Frischhaltung, die ich aus eigener Erfahrung nur empfehlen kann, und der im Interesse unseres heimischen Obstbaues die weiteste Verbreitung zu wünschen wäre: Die Aufbewahrung in Torfmull! Nachdem man das Obst 3-5 Wochen hat ausdünsten lassen, bededt man den Boden einer geräumigen Riste handhoch mit Torfmull, der heute auch in kleinen Mengen zu beschaffen ist, hierauf eine Lage Obst, das mit Torfmull bedeckt wird, und so weiter, bis die Kiste voll ist. Wichtig ist, daß jede Frucht von allen Seiten mit Torfmull umgeben ist, der im Falle des Faulens eine An­steckung verhindert.

So verpacktes Obst verträgt selbst vorübergehend einige Kältegrade, und das erstaunlich frische Aussehen, der köstliche Geschmack der Früchte, die sich so fast bis in den Sommer hineinhalten, entschädigt weitaus für die geringen Kosten dieser plazersparenden Art der Aufbewahrung.

Dr. P. Lieb, Landwirtschaftslehrer.

Aus Nah und Fern.

Ergebni

Kurh. Kajjel

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Verein Germania Marburg Boruffia Fulda beffen 09 Staffel 8.6.03 Staffel SfBA.- Marburg unheffen Staffel 8. f. B. Gießen Bermania Fulda Odershausen

Bad Nauheim. Zum neuen Kurdirektor in Bad Nauheim ist von der hessischen Regierung Direktor Dr. Meier aus Bad Harzburg ernannt worden. Seine Anstellung erfolgt zunächst auf Privatdienstvertrag.

Büdingen. Wie groß die Obstmengen in diesem Jahre sind, geht aus dem Versteigerungsangebot der Provinzialdirektion Oberhessen hervor. Danach gelangen allein in der Zeit vom 25. bis 30 d. M. über 10 000 3tr. Obst zur Versteigerung, wo bei nur die Mengen erfaßt sind, die an den Provinzialstraßen des Kreises Büdingen anfallen. Mit den Mengen, die aus Privat- und Gutsbesitz usw. hinzukommen, dürfte sich diese Zahl auf das Vielfache erhöhen.

Darmstadt. Ein 70jähriger Mann wurde von einem Trieb­wagen überfahren und sofort getötet. Man vermutet, daß der Greis von einem Unwohlsein überfallen wurde und dabei auf das Gleis fiel.

Mainz. In der Stadthalle fand die Feier des ersten Grün dungstages des Mainzer Stahlhelms statt, wozu sich etwa 4000 Menschen eingefunden hatten.

Montabaur. Diebe drangen nachts in die hiesige katholische Kirche ein und raubten die Opferstöcke aus. Gie entfamen un erkannt.

Frankfurt a. M. Die Genossenschaft deutscher Bühnenange höriger beging den 60. Jahrestag ihrer Gründung.

Cronberg. Eine böse Ueberraschung erlebte ein aus dem Urlaub zurückkehrender Villenbejizzer. Er mußte die Feststellung machen, daß während seiner Abwesenheit die Villa vollständig ausgeplündert war.

Schnee in den bayerischen Alpen.

München, 22. September. Die bayerischen Alpen werden gegenwärtig von einer strengen Kältewelle heimgesucht. Zum erstenmale hat es bis in die Gebirgstäler herunter fräftig ge= schneit.

Zeit und Geld wendet die Industrie für die Propagierung des Radfahrwegegedankens auf.

Alles Zeichen der Hoffnung, Zeichen des Lebens. Die Opfer werden sich lohnen. Im Inland und im Ausland. Das deutsche Markenrad hat Weltruf. Diesen Ruf kann keine Welt­frise vernichten. Die gute deutsche Ware hat sich empfohlen, wird sich wieder empfehlen. Der deutsche Markt ist der deutschen Industrie sicher. Wenn das Geld wieder rollt, wird sie den Bedarf an Fahrrädern im Inlande nur mit Mühe decken kön­nen, sie wird wieder an die Spitze der exportierenden Industrie gelangen.

Doras

Spielo. Raffel Sport Raffel 05 Göttingen Hersfeld 05 Einbed

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Wiesenbach Dillenburg

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Verein

Sallau Seglar Bottenhorn Frohnhausen 1900 Gießen B.- Niedergirmes Dillenburg Breidenbach Butzbach Sicfenbach FV. Frizlar­Helen Preußen Rot- Weiß Homb Corbach 1. Arolsen- 06 SC. Weende

Manderbach 1. Oberroßbach 1. Offenbach 1.­Ginn 1.- Bu Donsbach 1.­Langenaubach Weidelbach 1. Dillenburg 2. Frohnhausen 2 Gijemroth 1.­haiger 2.- M Slanzenbach 1. Allendorf 2.­Sechshelden 2 Steinbach 1. Lügeln 1.­Niederscheld 2. Burg 2.- A Beilstein 1.­Herbornseelbac Biden 1.­Erda 1. Ho

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Worauf begründet sich diese Hoffnung? Zuerst auf die Un­sterblichkeit des Fahrrades. Das Fahrrad hat alle Krisen über­standen. Es hat dem Ansturm von Kraftrad, Kraftwagen und Flugzeug standgehalten. Mehr als nur das. Es hat seine Kreise erweitert. Zwölf Millionen Radfahrer besitzt Deutschland, das bedeutet eine Verdoppelung gegen die Vorkriegszeit. Man mag sagen, die Not hat die Radfahrer beim Fahrrad gehalten, eine bessere Zeit hätte sie dem Fraftfahrzeug zugeführt, mag man jagen, die Verkehrsmittel seien so teuer, daß die Anschaffung eines Fahrrades sich verlohnt, die Tatsache ist nicht aus der Welt zu schaffen, das Fahrrad regiert. Die Industrie hat es rechtzeitig erkannt. Sie hat in guter Zeit geworben. Sie hat auf der Höhe der Konjunktur begonnen, die Radfahrwege zu propagieren. Das tommt ihn nur zu statten. Es ist begreiflich, daß dem Fahrrade Millionen neuer Freunde geworben und Mil­lionen alter Freunde wiedergewonnen werden, wenn der Rad­fahrer eigene Wege bekommt. Vielleicht bricht erst dann die große Zeit des Radfahrens an. Die teueren Mieten in der Stadt zwingen die Werktätigen, ihre Wohnung in die Vororte zu verlegen, die Wochenendbewegung verlangt schnelle, leichte, billig zu erwerbende und billig zu erhaltende Verkehrsmittel. Das Fahrrad bietet alles. Es ist Kamerad bei der Arbeit,

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