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Nr. 64.

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Gießener Zeitung

( Gießener Tageblatt)

Erscheint Mittwochs und Samstags Bezugspreis 2,40 M vierteljährlich frei ins Haus

Redaktionsschluß früh 8 Uhr.

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Für Aufbewahrung oder Rüd­endung nicht verlangter Manuskripte wird nicht garantiert.

44. Jahrg.

Politische Rundschau.

Der Berliner Besuch von Briand und Laval wird nunmehr doch erst im September nach der Genser Tagung stattfinden.

Die südslawische Regierung hat gestern das amerikanische Staatsdepartement offiziell davon unterrichtet, daß die südla­wische Regierung das Hoovermoratorium ablehne.

Das Reichswirtschaftsministerium hat eine weitere Ergän­zung der Richtlinien für die Devisenbewirtschaftung den Lan­desfinanzämtern zugeleitet.

Die Verhandlungen, die im Reichsarbeitsministerium über die Neufestsetzung der kommunalen Arbeiterlöhne auf Grund der Notverordnung von 5. Juni 1931 geführt werden, sind noch nicht abgeschlossen.

Drud und Verlag von Albin Klein in Gießen Geschäftsstelle Gießen, Südanlage 21.

Fernsprecher Nr. 2525 und 2526. Postschedtonto Nr. 69 530 Amt Frankfurt a. M.

Samstag, den 15. August 1931

Kommunistische Drohbriefe.

Der bei den Unruhen am Bülowplatz verletzte Oberwacht­meister Willich, der sich zurzeit im Staatskrankenhaus be­findet, hat, einer Meldung des Berliner Lokalanzeigers zufolge, einen Drohbrief erhalten, in dem es heißt:

,, Es hat sich herausgestellt, daß das Kaliber 6,35 für Dich nicht genügt. Wenn Du heraustommst, werden wir Dich mit 9 mm empfangen! Eine Probe anbei." Dem Briefe war eine 9- mm- Revolverpatrone beigefügt. Der Reviervorsteher vom Polizeirevier 62 in der Pappelallee 85, Hauptmann Schmedes, hat ebenfalls von kommunistischer Seite Drohbriefe erhalten. Bei den gestern in Weißensee verhafteten 7 Kommunisten hat man Aufzeichnungen gefunden, die den Plan zur Ermordung des Oberleutnants Böker enthüllen.

( Neueste Nachrichten)

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Nummer 65

Finanz- und Wirtschaftskrise und gewerblicher Mittelstand.

Der Deutsche Handwerks- und Gewerbekammertag und der Reichsverband des deutschen Handwerks haben unterm 24. Juli ds. Js. dem Reichskanzler nachstehende Eingabe unter­breitet:

Die nunmehr zum Ausbruch gekommene Finanz- und Wirtschaftskrise in Deutschland hat eine Reihe von Maß­nahmen der Reichsregierung erfordert, die sehr erhebliche Ein­griffe in das Wirtschaftsleben bedeuten. Wir sind weit davon entfernt, die Notwendigkeit dieser Maßnahmen zu bestreiten. Wir haben seit Jahren bei den Kundgebungen unserer Körper­schaften den Standpunkt vertreten, daß alles darangesetzt werden

Wie wir hören, sind Verhandlungen im Gange, die darauf Statt deutscher Erzeugnisse- Auslandsware? muß, um eine Gesundung der deutschen staatlichen und wirt­

hinzielen, durch Vermittlung der Gemeinschaftsgruppe Deutscher Hypothekenbanken im Einvernehmen mit der Deutschen Giro­zentrale eine langfristige Konsolidierung der kurzfristigen Kom­munalschulden vorzunehmen.

Wie die Telegraphen- Union aus zuverlässiger Quelle er: fährt, beläuft sich die gesamte deutsche kurzfristige Verschuldung auf 7 Milliarden Mark.

Im Juni d. J. ist zum ersten Male seit der Markstabilisie­rung der bis dahin ständig gewachsene Einlagenbestand der deut­ichen Sparkassen zurückgegangen und zwar um 152,2 auf 11 073,6 Millionen Reichsmart.

In der Nacht zum Freitag tam es in Jhehoe zu blutigen Zusammenstößen zwischen Reichsbannerangehörigen und Natio: nalsozialisten.

Die ,, Rheinisch- Westfälische Zeitung" ist durch Verfügung des Oberpräsidenten der Rheinprovinz für 14 Tage, und zwar vom 12. bis 26. August, wegen eines Volksentscheids- Aufrufes, der im Inseratenteil veröffentlicht wurde, verboten worden.

Der Haushaltsausschuß des Thüringer Landtages stimmte bei Enthaltung der Kommunisten mit allen übrigen Stimmen der Regierungsvorlage für die Uebernahme einer Bürgschaft für einen den thüringischen Sparkassen und Kommunal- Kredit­Instituten zu gewährenden Reichstredit von 12 Millionen RM. zu.

Der für den 2. bis 4. Eeptember ds. Js. nach Jena einbe= rufene deutsche evangelische Pfarrertag ist wegen der augen­blicklichen schweren Wirtschaftslage soeben abgesagt worden. Er findet in diesem Jahre nicht statt.

Die Christlich- Nationale Volkspartei ist am Donnerstagnach: mittag zu ihrem diesjährigen Parteitag zusammengetreten.

Die revolutionäre Bewegung in Kuba greift immer weiter um sich, auch in der bisher nicht erfaßten Provinz Orient.

Andauernde Regenstürme, Wolkenbrüche und Fluten haben sich in China zu einer der schwersten Naturkatastrophen, die das Land je heimgesucht haben, entwickelt und Tausende von Todes: opfern gefordert.

Das Erdbeben in Tibet hat bis nach Nordindien seine Aus: läufer gesandt. In Turkestan ist die Stadt Jarkand zu zwei Dritteln zerstört, die Zahl der Toten geht über tausend.

Die Zahl der Todesopfer der Einsturzkatastrophe in Lyon hat sich auf 10 erhöht.

Der deutsche Flieger v. Gronau, der am Donnerstag in Reikjavik aufgestiegen war, ist in Scoresbysund glatt gelandet.

Reichsfabinett und Banken.

Berlin. Gestern fand eine Ministerbesprechung statt, in der alle mit den Banken zusammenhängenden Fragen erörtert wur­den. Reichskanzler Dr. Brüning hatt in seiner letzten Rund­funkrede angekündigt, daß auf diesem Gebiete sowohl sachliche wie personelle Aenderungen bevorständen. Es handelt sich, wie verlautet, im wesentlichen um Personaländerungen im Vorstand der Dresdner Bank, während die Möglichkeit eines Wechsels in der Leitung der Danatbank weniger wahrscheinlich ist. Es steht zu erwarten, daß sich das Reich durch Entsendung eigener Ver­treter zum mindesten für die Dauer der Interessenahme des Reiches an diesen Banten einen ständigen Einfluß auf die Kre­ditpolitik dieser Institute sichert.

Mit großer Spannung sieht man der Entscheidung des Ka­binetts entgegen, namentlich in der Richtung, ob über diese Kontrolle der beidengenannten Banken hinaus eine allgemeine Aufsicht aller deutschen Kreditinstitute durchgeführt werden wird.

Befriedigende Steuereingänge.

Infolge der Stockung des Zahlungsverkehrs im Juli waren bei den Finanzämtern ganz wesentliche Mindereinnahmen an Steuern zu beobachten, die sich insgesamt auf 180 Millionen RM. beliefen. Wie aus Berlin mitgeteilt wird, sind aber be­reits in den ersten Augusttagen erhebliche Teile dieser Steuer­rückstände nachgeliefert worden. Im übrigen ist, so weit es sich bis jetzt überblicken läßt, der Steuereingang im August nicht nur normal, sondern es ist auch ein stärkeres Hereinfließen von Steuern als sonst im August zu beobachten. Natürlich ist die Ursache für diese Erscheinung die Notverordnung, die säumigen Steuerzahlern mit empfindlichen Zuschlägen droht, wenn sie nicht pünktlich ihren Steuerverpflichtungen nachkommen.

Der preußische Wohlfahrtsminister Dr. Hirtsiefer stellte in einer Rundfunkrede fest, daß Deutschland im vergangenen Jahr für über 500 Millionen Obst und Gartenerzeugnisse und für über 7 Millionen Eier, Butter und Käse aus dem Ausland eingeführt hat. Der Minister betonte die Notwendigkeit, durch Besiedlung des flachen Landes, insbesondere im Osten, in der Form von Wirtschaftsheimstätten und Kleinbauernstellen diese Erzeugnisse im eigenen Land zu gewinnen, um damit hunderttausenden Er­werbslosen Arbeit und Brot zu geben.

Soll jedoch eine stärkere Ausnutzung des deutschen Innen­marktes erfolgen, müssen die Käufer es sich endlich abgewöhnen, immer nach der Auslandsware zu schielen. In einer Zeit, da es deutsches Obst in Menge gibt, braucht man nicht nach ausländi­scher Ware zu greifen. Sonst haben die deutschen Obstbauern das Nachsehen.

Die Einfuhr von Wein und Most

belief sich in en ersten vier Monaten dieses Jahres wieder auf 11,1 Millionen Mark trotz der Losung: Deutsche, trinkt deutschen Wein!" Dahinter blieb die Einfuhr an Bier mit 1,019 Millionen RM. und an Branntwein und Sprit aller Art mit 719 000 RM. immerhin etwas zurüd.( Nach ,, Wirtschaft und Statistik", 2. Mai- Heft.)

Wie hoch ist unser Geldumlauf?

Die Maßnahmen des Reiches haben ihr Ziel nicht verfehlt: der Weg aus dem Engpaß der Zahlungsmittelschwierigkeiten ist gebahnt, der Strom des Geldes ist wieder ins Fließen gebracht. Nun gilt es, dafür Sorge zu tragen, das Vertrauen in die Zu­funft unseres Wirtschaftslebens zu stärken und auf die Dauer zu festigen. Vertrauen ist der Wegbereiter jedes wirtschaft­lichen Aufstiegs. Es ist daher von größter Bedeutung, daß Ruhe und Selbstbesinnung im deutschen Volk wiederkehren. Die völlig unbegründete Furcht vor einer Geldentwertung, diese Furcht vor eingebildeten Inflationsgefahren, ist abgeklungen. Was not tut, ist, der Wiederkehr einer solchen Massenangſt vorzubeugen.

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Feste, zuverlässige Dämme insbesondere die Organi­sation der Reichsbank, ihre vollständige Trennung von den Staatsfinanzen, die strengen Vorschriften über die Notenaus­gabe, die scharfen Abwehrmittel der Diskont- und Kreditpolitik

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der Reichsbank machen eine Ueberschwemmung der deutschen Volkswirtschaft mit Zahlungsmitteln ein für allemal unmög= lich. Der Umlauf an Reichsbanknoten und Rentenbankscheinen zeigt heute grundsätzlich das gewohnte Bild. Ja, er ist sogar kleiner als etwa vor ein oder zwei Jahren. Am 31. Juli 1931 belief sich der Umlauf an Reichsbanknoten auf 4,45 Milliarden Reichsmart, der an Rentenbankscheinen auf 0,42 Milliarden RM. Zum gleichen Zeitpunkt des Vorjahres betrug er 4,63 bezw. 0,44 Milliarden RM., Ende Juli 1929 4,72 bezw. 0,43 Milliarden RM.

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In diesem Zusammenhang ist eine Berechnung von aktuel lem Interesse, die neuerdings vom Institut für Konjunktur­forschung angestellt worden ist. Es hat den Geldumlauf( No­ten und Münzen) in verschiedenen Ländern der Welt jeweils auf den Kopf der Bevölkerung umgelegt. Das Ziffernbild ent­hüllt bemerkenswerte Unterschiede im Geldumlauf der einzelnen der Geldumlauf Länder. Jm Durchschnitt des Jahres 1929- war damals in Deutschland höher als im Durchschnitt dieses Jahresbetrug der Umlauf an Noten und Münzen in Deutsch­land 93 RM. je Kopf der Bevölkerung. In anderen vergleich­bare

Ländern war er wesentlich höher. In Frankreich z. B. belief er sich auf 262 RM., in der Schweiz auf 251, in den Nie­derlanden auf 215, in England auf 206, in den Vereinigten Staaten auf 165 RM. Diese Unterschiede sind zum Teil eine Folge der verschiedenen Zahlungsgewohnheiten in den einzel­nen Ländern. In Deutschland hatte man sich durch jahrelange Uebung an bargeldlosen Verkehr gewöhnt. Nicht unbedingt be­nötige Gelder ließ man auf den Konten bei Banken, Spartas­sen, Genossenschaften oder auf den Postscheckkonten stehen. Es steht zu hoffen, daß das deutsche Volk zu diesen guten Grund­jätzen im Zahlungsverkehr wieder zurückkehrt. Damit werden nicht nur die letzten Reste der unheilvollen Krise vom Juli 1931 ausgeräumt sein; auch der Wiederkehr der Massenpanik werden unübersteigbare Dämme der Vernunft und der Beson­nenheit entgegengestellt sein.

schaftlichen Verhältnisse unter äußerster Anspannung der eigenen Kräfte des deutschen Volkes zu erreichen Wir waren immer der Ansicht, daß nur auf dieser Grundlage auch eine den Lebens­bedürfnissen des deutschen Volkes gerecht werdende Verständi­gung mit dem Ausland zu erreichen sein würde. Wir gestatten uns, als Beleg hierfür auf die Beschlüsse zu verweisen, die letzt­malig gelegentlich der ersten Notverordnung durch die Vorstände des Kammertages und Reichsverbandes gefaßt worden sind. Hier heißt es:

,, Die wirtschaftliche und politische Lage des Volkes er­fordert dringend eine endliche grundsätzliche Wandlung der bisherigen Methoden der deutschen Finanz- und Sozialpolitik in ihrer Wirkung auf die deutsche Wirtschaft. Durch ent­schlossene und zielbewußte Zusammenfassung aller Kräfte muß die Steigerung der Produktivität der Gesamtwirtschaft er­strebt werden, die zur endgültigen Befreiung des deutschen Volkes durch Arbeit und Leistung unerläßlich ist. Dabei ist der Bedeutung der auf verantwortungsbewußten Persönlich­keiten beruhenden Wirtschaftsführung des gewerblichen Mit­telstandes für die Gesamtwirtschaft und Volksgemeinschaft weit mehr als bisher Rechnung zu tragen."

Wir brauchen die stärkste Entfaltung der produktiven Kräfte des Volkes und den bewußten Willen zur wirtschaft­lichen Gesundung, und daraus müssen die innerpolitischen Folge­rungen gezogen werden. Die Hemmungen, die einer Entwick lung der produktiven Kräfte bisher gegenüberstehen, müssen be­seitigt werden. Wir brauchen eine Steuerpolitik, welche die Kapitalbildung fördert und nicht auf Kosten der Substanz und des Unternehmerwillens geht. Wir brauchen eine Sozialpolitik, die die Wirtschaft nicht weiter einengt und belastet. Wir brau chen eine Preis- und Lohnpolitik, in allen Wirtschaftszweigen, die der notwendigen Kapitalbildung gerecht wird und die Stei gerung der Reallöhne und der Kaufkraft zuläßt. Wir brauchen vor allem in dem Gefühl der Masse, in der öffentlichen Mei­nung des Volkes eine Rehabilitierung des Erwerbsstrebens und der wirtschaftlichen Leistung, eine gerechtere Bewertung der Jni­tiative des persönlich schaffenden Unternehmers, einen Rückstoß gegen übertriebene großwirtschaftliche und ganz oder halbsozia­listische Kräfte und Anschauungen, welche die Produktivität, den Leistungswillen und das Erfolgstreben hemmen. Der Wille, alle Wege offen zu legen und alle Kräfte zu entwickeln, die zur Ge­sundung und Erstarkung der Wirtschaft führen, muß dem gan­zen Volksbewußtsein und seinen politischen Vertretungen ein­gehämmert werden.

Wenn wir solchergestalt die Notwendigkeit einer straffen und zielbewußten Führung durch die Reichsregierung anerkennen und wenn wir zugeben, daß eine Ueberwindung der Krise ohne Opfer durch alle Teile des Volkes nicht zu erreichen ist, so halten wir uns doch für verpflichtet, darauf hinzuweisen, daß die beson deren Verhältnisse des gewerblichen Mittelstandes mehr als bis her bei den zu treffenden Maßnahmen berücksichtigt werden müssen.

In dem letzten Jahrzehnt ist der gewerbliche Mittelstand in einer Weise geschwächt worden, die vom staatspolitischen Standpunkt aus außerordentlich zu bedauern ist. Wir sind der Meinung, daß die Ueberwindung der jetzigen Wirtschaftskrise sehr viel leichter wäre, wenn die breite Schicht des gewerblichen Mittelstandes in seiner früheren Leistungsfähigkeit heute noch vorhanden sein würde und einen großen Teil ihrer Auswirkung auffangen und ausgleichen könnte. Wir halten es aber zum mindesten für unbedingt erforderlich, dafür zu sorgen, daß nicht etwa durch die Maßnahmen zur lleberwindung der wirtschaft­lichen und finanziellen Krise eine weitere Zertrümmerung des Mittelstandes erfolgt. Wir haben die Befürchtung, daß bei all' den Maßnahmen, die zurzeit erwogen und durchgeführt werden, allzu stark die Rücksichtnahme auf die Großwirtschaft und auf die Arbeitnehmerschaft ausschlaggebend ist und daß hinter diesen Einflüssen die notwendige Echonung des gewerblichen Mittel­standes zurücktritt.

Es kommt hinzu, daß durch die Ausschaltung des Parla­ments, über deren Zweckmäßigkeit und Unzweckmäßigkeit wir unfererseits nicht zu befinden haben, uns die Möglichkeit genom­men ist, für unsere berufsständischen Bemühungen parlamenta rische Hilfe zu gewinnen Die Möglichkeit einer unmittelbaren Einflußnahme auf die Reichsregierung ist uns nicht in dem Maße gegeben wie anderen Berufsgruppen des deutschen Volkes. Wir wollen dabei die Einrichtung des Reichskommissars für das