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einem Rittergutsbefizer sversteigerung stattfinde schwarze Fahne. Aus ern herbeigeeilt, um d ahme zu zeigen. Die B Irbeiter und Bauern ein Abfingen des Deutschland
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Tändungsgrenze.
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Eamstag, den 14. November 1931.
,, Gießener Zeitung"
Das Problem der Arbeitslosigkeit.
Schluß.
Auch der Plan nach periodischer Auswechslung der Beleg schaften mit Arbeitslosen( Krümper- System) begegnet großen Bedenken. Die Dritte Notverordnung versucht diesen Weg zu gehen und bestimmt, daß der Vorsitzende des Landesarbeitsamts, in dessen Bezirk der betreffende Betrieb liegt, zweck's Entlastung des Arbeitsmarktes anordnen kann, daß die Ausgeschiedenen, auch wenn sie sonst nicht als arbeitslos anzusehen wären, beim Vorliegen der übrigen Voraussetzungen Arbeitslosenunterstügung erhalten. Diese Bestimmung knüpft jedoch an die Voraussetzung daß in dem betreffenden Betriebe eine Vereinbarung mit dem Betriebsrat, Arbeiterrat oder Angestelltenrat besteht, nach der im regelmäßigen Wechsel ein Teil der Belegschaft vorübergehend entlassen wird oder vorübergehend die Arbeit aussetzt. Die An ordnung soll nur erlassen werden, wenn der Wechsel in der Be legschaft nicht in größeren als monatlichen Zeitabschnitten erfolgt und die während der Regelung im Betriebe arbeitende Beleg schaft, ohne Berücksichtigung des jeweils ausgeschiedenen Teils, nicht wesentlich geringer ist als die durchschnittliche Belegschaft der letzten Zeit. Die Höhe der Unterstützung darf die Hälfte des sonst zuständigen Betrages nicht übersteigen. Die näheren Bestimmungen zur Durchführung kann der Präsident der Reichsanstalt für Arbeitsvermittlung und Arbeitslosenversicherung erlassen. Nach diesen Bestimmungen kommen von den handwerkerlichen Betrieben nur die in Frage, welche einen besonderen Betriebsrat haben, d. h. in der Regel mindestens 20 Arbeit nehmer beschäftigen. Diesem Krümper- System stehen aber die größten Schwierigkeiten in betriebstechni scher, wirtschaftlicher und lohnpolitischer Hinsicht gegenüber Auch für große Betriebe werden die damit verbundenen Nachteile nur allzu leicht etwaige Vorteile pieder ausgleichen. Jeder neu eingestellte Arbeiter braucht eine gewisse Zeit zum Eingewöhnen und nicht jeder, vor allem nicht jeder qualifizierte Arbeiter, kann durch einen Erwerbslosen ersetzt werden. Dieses Eingewöhnen koster aber dem Unternehmer Geld, da die volle Leistungsfähigkeit seines Betriebes mit neu eingestellten Arbeitskräften nicht so rasch; crreicht werden kann.
Wirkungsvoll läßt sich die Arbeitslosigkeit nur durch die Bereitstellung von Arbeit bekämpfen. Diese Arbeiten kosten aber Geld. Woher soll nun das Reich, die Länder und die Gemeinden zu solchen Plänen das Geld nehmen in einer Zeit und in einem Lande, das kein Kapital mehr hat und dessen einzige große Krankheit doch der Kapitalmangel ist, ein Kapitalmangel, den die völlige Zerstörang des Kapitalmarktes bedingte? Kein Kapital vom Innern des Landes und kein Kapital vom Ausland, das Vertrauen zur deutschen Wirtschaft nicht mehr besitzt. Darum mußte auch das Gutachten der Brauns Kommission ohne jede praktische Auswirkung bleiben, da es zu der Hereinnahme von Auslandskapital für Arbeitsbeschaffung riet, das zu tragbaren Bedingungen aber einfach nicht erhältlich ift. Umsomehr erwächst jedem Einzelnen die Pflicht, notwendige Arbeiten erledigen zu lassen. Kleine und kleinste Aufträge gibt es in jedem Haushalt. Ihre Vergebung wird eine Verminderung der Arbeitslosigkeit ermöglichen. Es sind das die gleichen Gedankengänge, die die Reichs- Handwerks- Woche vom Früh jahr dieses Jahres propagierte. Die Beauftragung des Handwerks mit notwendigen Reparaturen und Arbeiten ist zudem praktische Winterhilfe.
zurzeit die vorstädtische Kleinsiedlung( Stadtrandsiedlung). Die Notverordnung vom 6. Oktober sieht vor, daß ein besonderer Reichskommissar hierzu bestellt wird. Nach den bislang bekannt gewordenen Plänen der Reichsregierung sollen hierzu einfachste Siedlungshäuser( Holzblockhäuser mit 2-3 Zimmern) errichtet werden, denen Land in einem Umfange von 2-4 Morgen bei gegeben wird. Die Kosten werden auf 2000 RM. für den Bau und auf weitere 500 NM. für die Einrichtung geschätzt. Diese Siedlung soll dem städtischen Lohnarbeiter nebenberuflich den Anbau von Gemüse, Kartoffeln, Obst und das Halten von Kleinvieh ermöglichen. Für Berlin wird z. B. daran gedacht, etiva 20-25 000 Siedler am Rande der Stadt anzusetzen. Ins gesamt rechnet man mit der Ansiedlung von 100 000 Arbeits losen. Die Siedlungshäuser sollen in der Hauptsache von den Arbeitslosen selbst errichtet werden, die gleichfalls auch das Gelände erschließen sollen.
So sehr wir den Wert dieser Siedlungen zu schäßen wissen, wird die Bereitstellung der finanziellen Mittel nicht ganz ohne Schwierigkeiten vor sich gehen. Einen greifbaren Erfolg wird außerdem erst die Zeit bringen können, wenn es gelingen sollte, über die angegebene Zahl hinaus größere Massen Arbeitsloser seßhaft zu machen. Daß nur geeignete Erwerbslose in Frage kommen, unterliegt keinem Zweifel und jeder Ansiedler wird sich auch darüber klar sein müssen, daß er erst nach harter Arbeit wird ernten können. Dringend geboten erscheint es uns auch, bei der Durchführung der ganzen Siedlungen das Handwerk einzu schalten. Nur fachmännische Arbeit gewährt die Dauer der Bauten und vermeidet nußlose Anlage öffentlicher Mittel.
Bedauerlich bleibt, daß die Dritte Notverordnung sich zu einer wesentlichen Senkung der Hauszinssteuer nicht aufraffen konnte. Eine Ermäßigung um 20% ab 1. April 1932 in allen Steuerstufen genügt nicht, um der Wirtschaft durch die Ermöglichung der Vornahme dringender Hausreparaturen einen merklichen Auftrieb zu geben.
Die schwere Last der Arbeitslosigkeit wird nur eine von innen herauskommende Gesundung der Wirtschaft vermindern können. Voraussetzung hierzu geben alle Maßnahmen der Reichsregierung, die zu einem vernünftigen Lohn und Preisniveau beitragen. So wird die Starrheit der Tarife beseitigt werden müssen, die mit der gegenwärtigen Notlage nicht mehr zu vereinbaren ist. Arbeitsgerichtsurteile, die bei Lohnstreitigkeiten wörtlich feststellen ,,, daß es nicht darauf ankommt, ob übertragene Arbeiten vollkommen oder unvollkommen erledigt werden, denn nicht der Erfolg der geleisteten Arbeiten sei für die Eingruppierung in eine Reichstarifklasse ausschlaggebend, sondern allein die Tätigkeit, die ausgeübt werde", müssen der Vergangenheit angehören. Für das Handwerk bleibt hier das Ziel weder ein zu hohes, noch ein zu niedriges Lohnniveau, sondern ein gerechter Stand der Löhne, der Möglichkeiten zur Kapitalbildung gibt und eine ausreichende Kaufkraft zu steigender Bedarfsbefriedigung sichert.
Für eine angemessene Gestaltung der Preise muß die Beseitigung aller vorliegenden Bindungen Sorge tragen. Auch die öffentliche Hand hat mit ihrer eigenen Preisgestaltung diesem Ziele zu dienen. Ihre Mitwirkung darf sich nicht auf eine Forderung nach Preisermäßigung für die private Wirtschaft beschränken, während sie selbst mit hart
Die Dritte Notverordnung will nun zur Minderung der Erwerbslosigkeit die landwirtschaftliche Siedlung sowie die Kleinsiedlung in der Umgebung von Städten und größeren In- näckiger Ausdauer die eigenen Gebühren, Tarife, Steuern usw. übrigen Spitzenverbande duſtriegemeinden( vorstädtische Kleinsiedlung) und die Bereit gewandt, um eine Haftellung von Kleingärten für Erwerbslose gefördert wissen( 4. Teil der Notverordnung, Wohnungs- und Siedlungswesen,
uf mindestens 150 R
fordern. Neben fachlich für eine Neuregelung, d liche Regelung am 31.
nach die unter den heutign völlig unhaltbare, w noch weiter in Kraft bl
Kap. II). Ganz unverkennbar hat die Flucht vom Lande durch
die wirtschaftlichen Verhältnisse ein Ende erreicht. Während früher alles der angenehmeren Arbeitsbedingungen wegen nach der Stadt strömte, haben gar viele jezt den Rückweg wieder angetreten. Daß hierbei der Drang des Menschen nach dem eigenen
hoch hält. La stensenkung ist der Weg, den auch die öffentliche Wirtschaft gehen muß, ein Weg, den uns auch der Sturz des Pfundkurses zur Aufrechterhaltung der aktiven Handelsbilanz mit zwingender Notwendigkeit vorschreibt. Selbst eine Legion von Notverordnungen bleibt Behelf und Probleme werden nicht gelöst, wenn man sie mit Stillschweigen umgeht. Dr. Br.
Herd, der ja auch in Zeiten großer Not und schwankender Immer weiße Zähne möchte Ihnen mitteilen, he Bestimmung notwendig europäischer Währungen seinen ,, Goldeswert" nicht einbüßt,
genheit zu geben, fich ma m Inkrafttreten der neu
eine ausschlaggebende Rolle mitspielt, ist gar nicht zu bestreiten. Der Siedlungsgedanke besitzt eben in den breiten Massen des
uf die veränderten Besti Volkes eine starke Zugkraft und verdient darum tatkräftige För
Bersönlichkeiten im Staat die Fähigkeit der Menje Dervorragenden Teil feines llung hat ihn auch mit be die feine Lebensgefährtin rie von Brühl Claujem ehmite Glüd feines Lebens
die nach dem Tode ihres
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iedrich Wilhelm. Im Mar 32 die Vorrede zum Haup
geschrieben und darin on daß der kleine Prinz der be zu Taten begeistert ege der Vergangenheit. denn es war ,, unjer Fri utschen Einigungstriege, durfte.
derung. Im Mittelpunkt der ganzen Siedlungsfrage steht
in den ,, Nachrichten über Preußen in seiner großen Katastrophe". An die Spike schrieb er die Sätze: Alle vorurteilslosen Männer, welche Preußen vor und im Jahre 1806 beobachtet, haben von ihm das Urteil gefällt, es ei in seinen Formen untergegangen. Ein unmäßiges, mit Eitelkeit gemischtes Vertrauen auf diese Formen ließ es ganz übersehen, daß der Geist daraus entwichen war. Man hörte die Maschine noch flappern und so fragte niemand, ob sie auch ihren Dienst noch leiste."
Zur Zeit der Franzosenherrschaft
er die bitteren Worte:
im Jahre 1808- schrieb
Nie hat es eine Nation gegeben, welche den unmittelbaren Druck, den eine andere gegen sie ausübt, anders erwidert als mit Haß und Feindschaft! Nur wir haben diese Afterweisheit, diesen Narrenstolz, der sich einbildet, eine Krone zu tragen, während er eine Sflaventette schleppt."
Bis zum Jahre 1812 arbeitete Clausewitz als Major im Generalstab und Gehilfe Scharnhorsts; außerdem gab er dem Kronprinzen, dem späteren König Friedrich Wilhelm IV. und dem Brinzen Friedrich der Niederlande Unterricht in den Kriegsbissenschaften.
jewig gehörte als Hojdam reise, über den die Königi Prinzessin Wilhelm edrich Wilhelms III., und adziwill, die Schweiter qust, waren mit der jung perbunden. Auch der Reid feine Freundschaft, auf ligten die beiden Liebenber jeiraten fonnten.
Kriegszeiten und die tran
machte Clausewit an b Der ein Grenadier- Bataill
er mit dem Prinzen bei de Bataillon der fhmadpole en Durchbruch zu entziehen Rüdtehr aus der Gefangen Scharnhorsts. Ueber die
gte er feine Gedanten nie
Wie viele andere, verzweifelte auch Clausewitz an der Erebung Preußens gegen den Korsen und trat im Jahre 1812 in ussische Dienste. Als Rechtfertigung schrieb Clausewitz seine lammenden ,, Drei Bekenntnisse" in denen es heißt: Ich sage mich los von der leichtsinnigen Hoffnung einer Ertettung durch die Hand des Zufalls! Ich glaube und bekenne, daß ein Volt nichts höher zu achten hat als Freiheit und die Würde seines Daseins, daß es diese mit dem letzten Blutstropfen verteidigen soll daß es feine heiligeren Pflichten zu erfüllen, feinem höheren Gesetze zu gehorchen hat! Ich erkläre und beteuere der Welt und Nachwelt, daß ich die falsche Klugheit, die sich der Gefahr entziehen will, für das Verderblichste halte, was Furcht und Angst einflößen tönnen, daß ich mich glüdlich fühlen würde, einst in dem herrlichen Kampf um Freiheit und Würde des Vaterlandes einen glorreichen Untergang zu finden."
Sein Ausscheiden aus dem preußischen Dienst wurde verängnisvoll für ihn. In Preußen wurde ein friegsgerichtliches Berfahren gegen ihn geführt und sein Vermögen konfisziert. Er
baß wir schon über 15 Jahre die Zahnpaste Chlorodont be nußen. Noch nie hat sie uns enttäuscht! Wir hatten immer weiße Zähne und einen angenehmen Geschmad im Munde, umsomehr, da wir schon längere Zeit das Chlorodont- Mundwasser benußen. Auch benutzt die ganze Familie nur Chlorodont- Zahnbürsten". gez. C. Chudoba, Fr.... Man verlange nur die echte Chlorodont- Bahnpaste, Tube 54 Pf. u. 90 Pf., u. weise jeden Erfaz dafür zurüd.
tröstete sich mit dem Gedanken, daß es ihm leichter sein werde, ., ein ehrenvolles Unglüd zu tragen, während so viele andere sich in ein schmachvolles fügen".
Den Russischen Feldzug gegen Frankreich im Jahre 1812 machte er als Oberst und Quartiermeister des russischen Kavallerie- Generals Bahlen, später beim Heere des Fürsten von WittEr vertrat den Plan, daß Napoleon ,, an den genstein mit. großen Dimensionen des Russischen Reiches zugrunde gehen müſſe". Und er hat mit seiner Ansicht Recht behalten. Mit der Konvention von Tauroggen ist sein Name auf immer verknüpft: am Morgen des 30. Dezember 1812 traf York, begleitet von seinem Adjutanten Major Sendlig und seinem Generalstabs= chef Oberst Röder, in der Mühle zu Poscherun bei Tauroggen mit dem russischen General Diebitsch, in dessen Begleitung sich Clausewit befand und Graf Friedrich Dohna,- alle Anwesen= Dort wurde die zusammen. den waren geborene Preußen denkwürdige Konvention geschlossen, in der sich York verpflichtete mit seinen Truppen zweds Abwartens weiterer Befehle seines Königs in eine neutrale Stellung zwischen Memel und Tilsit zurüdzugehen. Für das befreite Ostpreußen arbeitete Clausewit das Gesetz zur Bildung der ostpreußischen Landwehr im Sinne Scharnhorsts aus.
Seine Versuche, nach Abschluß des Bündnisses zwischen Preußen und Rußland, wieder in preußische Dienste zu treten, schlugen fehl. Nur als tommandierter russischer Offizier durfte Clausewitz an dem Frühjahrs- Feldzug 1813 im Stabe Blüchers teilnehmen. Auch später lehnte der König ein Gesuch Gneisenaus, der sich Clausewitz als Gehilfen erbeten hatte, ab. Clausewit mußte das preußische Hauptquartier verlassen. Abseits vom Schauplatze der großen Entscheidungen machte er den Herbst- Feldzug 1813 und den Feldzug 1814 als General- Quartiermeister des Korps Wallmoden mit, das nur die Rolle eines Beobachtungs- Korps spielte Endlich nach dem ersten Pariser Frieden vom 30. Mai 1814wurde Clausewig wieder in preußische Dienste übernommen. Im Feldzuge 1815 war er Generalstabschef des preußischen Korps Thielmann. Nach dem Friedensschluß wurde er Generalstabschef des Rheinischen Armee- Korps in Koblenz, dessen Komman dierender General Gneisenau war Zwischen Koblenz und dem nahen Nassau bestand in den Zeiten, wo der Reichsfreiherr vom Stein dort anwesend war, ein reger Verkehr Von 1818 bis 1830
Lofales.
Sonntagsgedanken.
Nr. 91.
Ahnungslos gehen wir täglich an einem Feind des Lebens vorüber. Es ist der graue Alltag. Vielle sind ihm schon erlegen, und seine Fangarme streden sich gerade heute in dieser düsteren Zeit nach den Menschen. Da tlagen viele, daß es nicht ihre Schuld sei, wenn sie sich diesem Feinde ergeben müssen. Heute ist es freilich zu einer Lebenskunst geworden, den Alltag zu bezwingen. Wer aber die Kraft dazu aufbringt, dem scheint am Sonntag dann die Sonne und dem wird sie dann Freudenspenderin.
Hart und schwer und rauh ist heute der Alltag. Er hat den Menschen zur Maschine gemacht und sein Gleichtakt überstimmt oft alle Regungen der Herzen und der Seelen. Und doch wartet jeder Tag und jede Zeit, wie ein leeres Gefäß darauf, daß wir es füllen. Auch der Alltag.
Du mußt tiefer in den Alltag sehen. Denn auch Großes und Wertvolles kann in ihm entdeckt werden. Im Alltag zeigt sich die Größe und die Kraft des Menschen. Wer mit der Arbeit, mit den Nöten dieser Zeit und mit den vielen Sorgen, wer mit Schmerz und Leid die Woche über ringen muß und trotzdem oben bleibt, wer durch den Eisenschlag der Hämmer und den Lärm der Maschinen noch den feinen Klang der Herzenssaiten hört, für den kann der Alltag nicht zum Feinde werden. Wenn du noch Brot hast zum Essen, einen Ofen, der dich wärmt, wenn du noch einen Freund hast, der dir Halt verleiht, dann flage nicht über die Schwere dieser Zeit. Denn so viele Tausend haben alles das heute verloren. Auch wenn du ringen mußt und dich wehren, wenn der Alltag deine ganze Kraft erfordert, und wenn du da dann. Sieger bleibst über ihn, dann erscheint dir das Große und Gute desselben und du kannst dich freuen über den Sieg.
In endlosen Zügen ziehen die langen grauen Alltage an deinem Leben vorüber. Wenn wir sie zum wahren Werktag machen, dankbar sind für jede Arbeit und jedes verdiente Brot, wenn wir nie den Morgen beklagen, der Müh' und Arbeit gibt, dann haben wir nach sechs harten Arbeitstagen ehrlich verdient unseren Sonntag.
Der Sonntagsschreiber.
Die Landtagswahl
am 15. November wird im ganzen Hessenland einheitlich durchgeführt. Es sind amtliche Stimmzettel herausgegeben. Der Wähler hat eine Partei deutlich fennbar zu machen. Stimmzettel, die Zweifel über die gewählte Partei offen lassen, sind ungültig. Die Wahlzeit ist auf 9 Uhr vormittags bis 18 Uhr( 6 Uhr nachmittags) festgesetzt. Es wird sich empfehlen, schon in den Vormittagsstunden seiner Wahlpflicht zu genügen.
Dr. Göbbels in Gießen.
Wieder einmal war gestern ganz Gießen auf den Beinen: Die Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei hatte zu einer zweiten Massenfundgebung in der Volfshalle einberufen, wo der bekannte Reichstagsabgeordnete Dr. Göbbels sprach. Schon um die 6. Nachmittagsstunde hatten sich die ersten Volkshallen= besucher eingefunden, um einen günstigen Platz zu ersitzen. Bis gegen 8 Uhr füllte sich die Voltshalle: 7000 Personen mögen es gewesen sein. Die NSDAP.- Kapelle spielt alte deutsche Märsche, dann rüden in 3ivil GS., SA.- und Hitler- Jugend unter be= geisterten Zurufen ein und unter ungeheurem Jubel betritt furz vor 9 Uhr Dr. Göbbels die Bühne. Blumen werden ihm von einem Hitler- Mädchen überreicht und schon eröffnet der Kreisleiter Graf Solms zu Laubach die letzte Versammlung der Partei vor den Wahlen. Der Versammlungsleiter fommt auf die unsaubere Wahlpropaganda der Sozialdemokratie zu sprechen, die zurzeit von diesen in der„ Oberhess. Volkszeitung" und durch Flugblätter getrieben wird. Er stellt fest, daß alles, was dort über die NSDAP. bezüglich einer Liste über Gießener Bürger und ,, eine Nacht der langen Messer" gesagt wird, Lügen sind. Gegen solche Schmutzereien gibt es nur eins: die Treue zu Adolf Hitler. Es folgte ein Gedenken an Peter Gemeinder, und dann tritt unter stürmischen Heilrufen
Dr. Göbbels im dunklen Anzug vor das Mikrophon, um in zweistündiger Rede das Wollen des Nationalsozialismus darzulegen. Er erklärte, oft von großem Beifall unterbrochen, u. a.:
Niemand kann sagen, was die Zukunft uns bringt, doch
war Clausewitz Direktor der Allgemeinen Kriegsschule in Berlin. Jm Jahre 1830 wurde Clausewig zum Inspekteur der 2. Artillerie- Inspektion in Breslau ernannt. Da brach im Juli 1830 in Paris die Revolution aus; ein Krieg mit Frankreich drohte. Zum Oberbefehlshaber der preußischen Truppen war vom König der Generalfeldmarschall Graf Gneisenau ausersehen, sein Stabschef wurde Clausewitz, Scharnhorsts begabtester Schüler". Seine damals niedergeschriebenen Pläne für die Kriegführung gegen Frankreich waren wie Generalleutnant von Caemmerer sagt ,, ein echter Vorläufer der Untersuchungen, durch welche Moltte später so oft die rechten Wege für schwierige Lagen gefunden hat."
3um Kriege gegen Frankreich fam es nicht; aber gegen die aufständischen Polen wurden vier Grenz- Korps mobilisiert, deren Oberbefehl Gneisenau übernahm: sein Generalstabschef wat Clausewit.
Am 23. August 1831 starb Gneisenau an der Cholera, am 16. November erlag sein Generalstabschef derselben Krankheit. Erst nach seinem Tode wurden seine Werte über Krieg und Kriegführung" in zehn Bänden herausgegeben.
In dem Jahre, da wir den 100. Todestag des Reichsfreiherrn Dom Stein und des genialen Gneisenau in ehrender Erinnerung begangen haben, wollen wir auch dieses glühenden Patrioten gedenten, des größten militärischen Denters vor Moltke. Clausewig's ganze Pflichttreue und Opferbereitschaft offenbart sich in seinem Wort:
,, Es ist mein Stolz, dem Vaterlande zu dienen, und mein doppelter Stolz unter demütigenden Bedingungen."
UniversalReichsiteuer- Kassebuch
mehrfach gefeßlich geschützt
Albin Klein Gießen


