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Gießener Zeitung
( Gießener Tageblatt)
Erscheint Mittwochs und Samstags. Bezugspreis 2,40 M vierteljährlich frei ins. Haus.
Gedanke des Zwedipaten daktionsschluß früh 8 Uhr. Für Aufbewahrung oder Rüd
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ferdung nicht verlangter Manuskripte wird nicht garantiert.
44 Jahrg.
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Drud und Verlag von Albin Klein in Gießen Geschäftsstelle: Gießen, Südanlage 21. Fernsprecher Nr. 2525 und 2526. Postschedkonto Nr. 69 530 Amt Frankfurt a. M.
Samstag, den 14. November 1931
Morgen Wahltag in Hessen. Heisen im Mittelpunkt des innerpolitischen Interesses.
Es ist lein Zweifel darüber, daß man den Hessen- Wahlen im übrigen Deutschen Reich und auch teilweise im Ausland mit einer gpannten Aufmerksamkeit entgegensieht. Das tommt in der
auf Wunſch gerne zur Gutschen Preſſe unverhohlen zum Ausbrud. Man beschäftigt sich der fehrt, sondern bringt die Hessenwahlen in engste Verbindung mit der Reichspolitik. Ueberall werden die Wahlen vom
dert nicht nur mit der Frage, ob ein rotes Hessen wie:
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äftsführung oder gegen b echtig sind. Es wird& nehmungen nur gegründe
15. November als entscheidend für die Frage der Volksmehrheit and Meinung betrachtet.
Von dem Ausfall der Wahlen hängt die Zusammensetzung
Borteile zu verschaffen. Under künftigen Regierung ab. Es stehen für Hessen nicht nur us diesen Zwedsparkasse Millionenbeträge aus dem Steueraufkommen und wirtschaftliche Fragen erster Ordnung auf dem Spiele, sondern auch die Art des
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iber die Bausparkassen
11.
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Reichswirtschaftsministerin gabe mit lebhaftem Inte
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und ein Zimmer mit B von 32 bis 35 RM. be fer Mietzins liegt um etm Johnungen sonst gefordert Raum koftet 24 RM.2 sten Endes dadurch erreid r Auftragserteilung an e. Man hatte sich sofort vandt". Die einzelnen billiger als die Gener
Politische Rundschau.
Unter Führung des Regimentskommandeurs Oberst von Roos wird eine Abordnung des 3. Kgl. Ungarischen InfanterieRegiments Stuhlweißenburg in Berlin eintreffen, um dem Reichspräsidenten die Inhaberschaft dieses Regiments anzu
bieten.
Die Reichsregierung veröffentlicht eine 7. Durchführungs
hessischen Einflusses auf die Reichsinnenpolitit, wie z. B. Reichsreform. In vielen solcher politischen Fragen wird der hessische Wahlausgang von entscheidender Bedeutung sein. Es tann somit dem gesamten deutschen Volke nicht gleichgültig sein, wie die hessische Regierung sich zusammensetzen wird.
Das hessische Volk muß sich darüber im flaren sein, daß es am morgigen Sonntag nicht nur den hessischen Landtag, sondern mit ihm auch die neue hessische Regierung wählt. Wenn an dem Ansehen Hessens außerhalb seiner Grenzen und an einer ernsthaften Aufbauarbeit zum Wohle des engeren und des großen deutschen Vaterlandes gelegen ist, wer das Vertrauen in die ruhige Entwidlung Hessens nicht enttäuschen will, der muß morgen pflichtgemäß und unter allen Umständen wählen.
Der Rat der Stadt Konstantinopel hat eine Verordnung erlassen, nach der ein Autoführerschein hinfort nur noch an verheiratete Männer erteilt werden darf.
Der Nobelpreis für Chemie für 1931 wurde am Donnerstagabend den deutschen Forschern Professor Bosch und Generaldirektor Bergius zugesprochen.
Verbot aller Demonstrationen
( Neueste Nachrichten)
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Nummer 91
Jetzt ist's genug.
Trotz des am letzten Sonnabend verbreiteten Dementis bleibt in der Deffentlichkeit, aber auch in gut informierten wirtschaftspolitischen Kreisen der Eindruck bestehen, daß führende Persönlichkeiten der Reichsregierung und auch einige, bisher inflationistischen Gedankengängen zuneigende ,, Interessentengrup pen" an dem Plan einer Zwangskonvertierung von Hypotheken und Pfandbriefzinsen festhalten. Es ist geradezu ungeheuerlich, mit welcher Leichtfertigkeit man solche Gedankengänge in die breite Deffentlichkeit gebracht hat. Und in der Atmosphäre des Mißtrauens ist es nicht verwunderlich, in welcher Form sofort der Markt auf das Diskutieren solcher Pläne reagierte. Man überlegte Wege einer zwangsweisen Zinsseßung und hat schon allein durch Andeutung entsprechender gesetzgeberischer Eingriffe z. B. das Kursniveau für 7-8prozentige Pfandbriefe derart herunterzuschlagen, daß für die etwaigen Neukäufer eine Effektivverzinsung von 15 bis 18 Prozent herauskommt, wäh rend gleichzeitig die Sparer neue Verluste erlitten und das ganze kreditwirtschaftliche Gebäude an einer seiner wichtigsten Stellen neue Keulenschläge empfangen hat. In einer Zeit, in der es m nichts anderes gehen darf, als alle wirtschaftspolitischen Maßnahmen auf Vertrauensstärkung zu richten, glauben der Regierung angehörende Persönlichkeiten es verantworten zu können, eine neue Vertrauenserschütterung größten Umfanges durch sehr törichte Gedankenspielerei direkt provozieren zu dürfen. Wir haben genug, übergenug von solcher Wirtschaftspolitik! Wir
stordnung zur Notverordnung über den Verkehr mit Devisen. und Versammlungen unter freiem Himmel. verbitten es uns, daß man mit solcher Projektmacherei die letzten
Die deutsche Regierung wird voraussichtlich am Montag oder Dienstag der kommenden Woche die Einberufung des Sonderausschusses der B. J. Z. fordern, womit die offizielle neue Reparations: und Schuldendebatte ins Rollen gebracht würde. Auf der Länderkonferenz am Dienstag der kommenden Woche, zu der sich die Innenminister der deutschen Länder in Serlin versammeln werden, wird man in erster Linie über die notwendigen Maßnahmen sprechen, die man zur Abwehr des immer stärker um sich greifenden kommunistischen Mordterrors 31 treffen haben wird.
Einer amtlichen Mitteilung zufolge haben die beiden Aushüsse für Produktionskosten und Preise und für die Fragen des Zinses und Kredits des Wirtschaftsbeirates ihre GeneralausSprache zu Ende geführt. Die Reichsregierung wird nunmehr die Formulierung von Leitsägen über die Gestaltung des Wirthaftsprogramms vorbereiten.
Der Desterreichisch- Deutsche Volksbund Wien hat an den Borsitzenden des Auswärtigen Ausschusses des Senats der Vereinigten Staaten von Nordamerika, Borah, ein Schreiben ge= nichtet, in dem aus Anlaß des Jahrestags der Republik daran erinnert wird, daß im Jahre 1918 die deutsch- österreichische Nationalversammlung den Beschluß faßte:„ Deutsch- Desterreich ist
iebe" mit ihren schmudlo ein Bestandteil der Deutschen Republit."
toolles Eingeständnis aus
her.
ift für Gesundheitspfleg
Die deutsch- französischen Vorverhandlungen zeichnen sich gegenwärtig dadurch aus, daß eine neue leichte Versteifung der Berhandlunglungen eingetreten ist, nachdem zunächst wenigstens der Weg des Verfahrens geklärt schien. Schuld daran mag die Zuspigung der französischen Kammerdebatte tragen.
Auf der für nächste Woche nach Paris einberufenen Tagung
usgeber Dr. med Fehlan des Bölkerbundsrates zur weiteren Behandlung des mand: 2,20 Pfg. Hausarzt- Betshurischen Konflikts wird Deutschland durch den Gesandten z. D.
1. Aus dem Novemberbe
ittel. Das warme, schwe
I.
von Mutius vertreten werden.
Im Lohnstreit der Deutschen Reichsbahngesellschaft ist von
der Schlichterkammer ein Schiedsspruch gefällt worden, nach
Auf Grund des Artikels 123, Absatz 2 der Reichsverfassung und zur Aufrechterhaltung der öffentlichen Ruhe, Sicherheit und Ordnung, hat der hessische Minister des Innern im gesamten Gebiet des Volkesstaates Hessen vom 15. November 1931 an einschließlich bis auf weiteres alle politischen Versammlungen unter freiem Himmel, Demonstrationen, Aufzüge usw. verboten.
Für Frankreichs Wiederaufbau?
Keine internationale Reparationsdebatte wurde bisher ge= führt, ohne daß die Franzosen nicht ihren Anspruch auf die Zahlungen Deutschlands, hergeleitet aus der Tatsache der zerstörten Gebiete, in den Vordergrund gerückt hätten. Auch in letzter Zeit haben sie nicht darauf verzichtet, zu diesem altbewährten Argument zu greifen, als zu einer von der Weltöffentlichkeit wirksamen Waffe aus dem Arsenal ihrer politischen Propaganda. Wieder konnte man in Teilen der französischen Presse lesen: Frankreich, das vom Kriege am schwersten betrof= fene Land, brauche die deutschen Reparationszahlungen zum Wiederaufbau seiner verwüsteten Gebiete. Die Kosten dieses Wiederaufbaus seien heute noch nicht bestritten, Deutschland habe seine Aufgabe, das zerstörte Land wieder herzustellen, noch nicht erfüllt. Entspricht diese Behauptung wirklich den Tatsachen?
Eine objektive Betrachtung der Dinge lehrt, daß die französische Argumentation unhaltbar ist. Zwei Ziffern nur braucht man zu vergleichen, um das zu beweisen: die Gesamtaufwendungen Frankreichs für den Wiederaufbau seiner zerstörten Ge: biete und den Anteil Frankreichs an den deutschen Reparationen.
Was zunächst die Kosten des Wiederaufbaus betrifft, so hat Frankreich seine Gesamtaufwendungen selbst mit rund 100 Milliarden Franken, also 16,7 Milliarden RM. angegeben.
Dieser Summe steht der Betrag der Reparationen gegen
Belt verfolgt mit gespannt welchem mit Wirkung vom 8. November 1931 die Grundlöhne über, den Frankreich seit 1918 erhalten hat. Die Berechnungen e", die immer wieder gu malig fündbar zum 31. März 1932.
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um 4% Prozent gesenkt werden. Diese Lohnregelung ist erst
Die ursprünglich für den 16. November anberaumten Parteienverhandlungen über Lohn- und Arbeitszeit in der Nordwestgruppe sind auf den 19. November anberaumt worden.
Die zuständigen preußischen Ministerien haben der Bank für Industrieobligationen die im Rahmen des Osthilfeprogramms vorgesehene Genehmigung zur Ausgabe von mit 7 Prozent verzinslichen Schuldverschreibungen im Gesamtbetrage von 100 Millionen Reichsmart erteilt.
In der Nacht zum Freitag haben Kommunisten in Grüna bei Chemnitz Nationalsozialisten, die von einer Versammlung heimlehrten, aus Revolvern beschossen und bei einer sofort einsetzenden Razzia auch gegen die Polizei mehrere Schüsse abgefeuert. Unter den fünf durch Schüsse verlegten Personen befinden sich auch drei Kommunisten, die in der Dunkelheit von ihren Parteigenossen angeschossen worden sind.
Die Wochenbilanz der Bank von Frankreich vom 30. Oktober bis 6. November weist die stärkste je beobachtete Goldzufuhr nach Frankreich auf. Der Goldbestand der Bank ist um fast 3 Milliarden Franken auf 67 580 Millionen angeschwollen.
Der Vertreter Chinas, Dr. Sze, hat den Präsidenten des Sölkerbundsrats, Briand, dringend ersucht, sofort bei der ja= panischen Regierung vorstellig zu werden, weil infolge der ggressiven Haltung Japans schwere Kämpfe in der Mandshurei zu befürchten seien.
Im Zusammenhang mit der überaus gespannten Finanzlage lat die finnische Regierung beschlossen, die großen staatlichen Setriebe, die staatlichen Forsten und Bergwerke in Aktiengesellhaften umzuwandeln. 45 v. H. der Attien sollen auf den freien Markt gebracht werden.
Ein ur
über die Gesamthöhe der deutschen Leistungen seit Kriegsende gegen allerdings zum Teil erheblich auseinander. sprüngliche, von dem verstorbenen deutschen Gelehrten Lujo Brentano zusammengefaßte Aufstellung ergibt für die Leistun= gen bis 1923 den Betrag von 55 Milliarden RM. Berechnungen von neutraler Seite, z. B. die des Instituts of Economics in Washington, ergeben für die Leistungen Deutschlands bis zum Ruhreinbruch die Summe von rund 25 Milliarden RM. Der bekannte englische Nationalökonom Keynes fommt zu einem ähnlichen Ergebnis. Halten wir uns an die relativ ungünstige amerikanische Berechnung und lassen wir die Ziffer von 25 Milliarden bis zum Ruhreinbruch gelten, schlagen wir den Erlös Frankreichs und Belgiens aus der Ruhrepisode in Höhe von nur einer Milliarde hinzu, ferner 8 Milliarden aus der Laufzeit des Dawes- Planes und schließlich etwa 3 Milliarden unter dem Youngplan bis zum Inkrafttreten des Hoover- Schonjahres, so ergibt sich als unterste Grenze der Schäzung ein Ge: samtbetrag der deutschen Leistungen von rund 37 Milliarden RM. Von dieser Summe hat Frankreich nach dem Verteilungsschlüssel 52 Prozent, also etwas mehr als die Hälfte, empfangen. Ihm sind an Reparationonen demnach insgesamt etwa 18% Milliarden RM. zugeflossen.
Um es in klaren Ziffern gegenüberzustellen: Frankreich hat nach seinen eigenen Angaben 16,7 Milliarden RM. für den Wiederaufbau seiner zerstörten Gebiete aufgewendet; es hat an deutschen Reparationszahlungen mindestens 18% Milliarden RM. erhalten. Was Frankreich also an Kosten für den Wiederaufbau aufgewendet hat, ist ihm aus deutschen Vermögenswerten ersetzt worden. Mit gutem Gewissen kann man jogar sagen, daß Frankreich darüber hinaus Beträge erhalten hat, die sich um die Höhe von etwa 2 Milliarden RM. bewegen.
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Kraftpfeiler unseres volkswirtschaftlichen Bestandes miniert. Die deutsche Wirtschaft will und darf nicht weiterhin das Experimentierobjekt eines ,, Klubs für wirtschaftspolitische Versuche" bleiben. Das erwerbstätige Bürgertum hat wahrlich Geduld und nochmals Geduld gezeigt und Vertrauen über Vertrauen dieser Reichsregierung in oftmals erschreckender Gorg losigkeit und Urteilslosigkeit entgegengebracht.
Jetzt ober Schluß damit!
Die Eristenz von Staat und Wirtschaft ist zu gefährdet, als daß es die verantwortungsbewußten Kreise des deutschen Volkes weiter mitansehen dürften, wie das Notwendige zur Rettung ungetan bleibt, während Tag für Tag mit neuen Unzulänglichkeiten an der Wirtschaft herumexperimentiert und damit die Not vergrößert wird.
Immer deutlicher erweist sich die Richtigkeit des in der Gemeinschaftskundgebung der deutschen Wirtschaftsverbände vom 29. September 1931 aufgestellten Leitsazes, daß die deutsche Wirtschafspolitik sich klar entscheiden muß: kollektive oder freie Wirtschaft. Wir verkennen keinen Augenblick, wie sehr Vorkommnisse, wie Favag, Nordwolle, Danatbank, Schultheiß usw., in der Deffentlichkeit eine Diffamierung der freien Wirtschaft, ein Bejahen der Notwendigkeit erhöhten Staatseinflusses auf die Wirtschaft erleichtert haben. Aber liegt nicht gerade in dem Zusammenbruch solcher Konzern- und Finanzierungsgebilde, die sich im Interesse einer Rentensicherung, einer Risikolosigkeit der kreuz und quergeflochtenen Anteile der Großaktionäre glaubten von den Gesetzen des Marktes loslösen zu können, ein Beweis dafür, daß sich über die regulierenden ordnenden Geseze von Angebot und Nachfrage kapitalistische Machtgruppen ebensowenig hinwegsetzen können, wie irgendwelche staatskapitalistischen oder sonstwie unterbauten kollektivistischen Versuche? Ist nicht das Beispiel der amerikanischen Wirtschaftskrise geradezu der klassische Beweis dafür, daß die freie Wirtschaft einer inneren Drdnung unterworfen ist, die nicht ausgeschaltet werden darf, auch nicht durch die stärkste Konzentration wirtschaftlicher Kräfte ausgeschaltet werden kann, soll nicht Anarchie und Not die volksund weltwirtschaftliche Arbeitsteilung zerfeßen? Man stelle die Voraussetzungen für freies wirtschaftliches Schaffen wieder her, man arbeite an der Ausschaltung alles dessen, was in den freien die WirtAusgleich von Angebot und Nachfrage eingreift, schaft wird gesunden, die soziale Not wird überwindbar werden. Das ganze Elend in Deutschland und in der Welt ist dadurch entstanden, daß man die kapitalistischen Grundsäße ignoriert und die automatische Regulative des freien Handels weitgehend außer Kraft gesetzt hat! Mit der Parole: 3inssenkung" hat die Regierung zweifellos neuen Zwiespalt und neue Gegensäßlichkeiten in die Reihen der Wirtschaft getragen. Der ,, Gesetz entwurf gegen das Zugabewesen" dient der gleichen Tendenz, die einheitliche wirtschaftspolitische Front des erwerbstätigen Bürgertums, wie sie als wirtschaftspolitische Willenskundgebung von 7 bis 8 Millionen Bürgern der Reichsregierung in dem Wirtschaftsmanifest vom 29. September entgegentrat, zu zermürben. Ginge es um die taktische Aufgabe: Wie halte ich auch weiterhin das erwerbstätige Bürgertum von einer Auswir fung seines wirtschaftspolitischen Wollens auf die nächsten gesetzgeberischen Entscheidungen fern und wie erhalte ich die Möglichkeit, die Wirtschaft auch weiterhin als Objekt der politischen Taktik mißbrauchen zu können?", so wäre der Reichsregierung die größte Anerkennung für ein sehr geschicktes Taktieren nicht zu versagen. Aber- es geht um das Leben von Volk und Wirtschaft! Und da es keinen anderen Weg aus der Not dieſer Zeit gibt, als den der Wiederherstellung der Elastizität des volkswirtschaftlichen Körpers, als die weitestgehende Befreiung der Wirtschaft von den unzähligen Bindungen gesetzlicher und daran


