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Das Diferfeit.

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d ans Herz gelegt. Anti

Irmee, die roten Klubs und

Samstag, den 14. März 1931.

,, Gießener 3eitung"

Reichs- Handwerks- Woche.

Reichshandwerkswoche.

Von Handwerkskammer Direktor Schüttler, Darmstadt.

In der Woche vom 15. bis 22. März veranstaltet das Sandwerk im ganzen Deutschen Reich und darüber hinaus in ben in Dst und West abgetrennten deutschdenkenden Gebiets­teilen, die sich noch Heimatgefühl, Verbundensein mit dem

Ehret eure deutschen Meister!

Ein Mahnruf, dem gerade in unserer Zett wirtschaftlichen und Bulturellen Tiefstandes wieder besondere Bedeutung zu tommt. Das deutsche Handwerk, seit Jahrhunderten schon Deutschlands wichtigster Mittelstand, rüstet zum erstenmal zu einer machtvollen Rundgebung von geschlossener Einheit. Die

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gesetzt sind, daß eine Erhöhung der Produktionsmenge bei gleich zeitiger Verminderung menschlicher Arbeitskräfte nicht über einen gewissen Punkt hinausgetrieben werden kann. Das be weist die heutige Weltwirtschaftsfrisis und die stei gende Arbeitslosigkeit, die zum Teil darin ihre Ur sache haben. Denn in dem Bestreben, gewinnbringend zu arbei ten ,,, rationell" zu wirtschaften, vergaß man vielfach, daß wahre

e Richtungen bereitgestellt deutschen Vaterlande bewahrt haben, machtvolle Kundgebungen Reichs- Handwerks- Woche, die laut Beschluß des Reichsverbandes Rationalisierung darin bestehen muß, jeder Arbeitshand im

wird mit einer eigenen, auj Sammlung" bedacht! Außer alfammlungen für anti Lejestüde, Gefänge, Mufit), ren, 3. B. über die Ent ng gestellt. Der driftliche muß doch trok allem wilden Ten des ruffifchen Reiches

für seinen Berufsstand.

Alle Arten handwerklicher Drganisationen in Stadt und Land, an der Wasserkante, in Ebenen und in den Bergen, werden in dieser Woche nach einheitlichem Plane mit Ver­anstaltungen mannigfachster Art heraustreten, um der gesamten Deutschen Deffentlichkeit vor Augen zu führen, was das Hand­vert ist, was es für unser Volks- und Staatswesen, ja für eben einzelnen auch noch heute bedeutet.

ein solches Riefenaufgebot eitigen wirtschaftlichen Verhältnisse, über die drückenden

Nicht gilt es, in dieser Woche Klagelieder über die der­

eter verhaftet,

lizei hat zu einem neuen Ingen der Gefeße über das

geht sie gegen die Aerzte Rezepte für den Bezug alto Aerzte und Apotheker sind verhaftet worden und man Tagen nog weitere 500 et werden. Die Aktion, die Een Horace J. Simmonds , begann mit einem großen orts gelegene Zentrale des Nathan Bernstein gehörte House ausgebaut war.

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Südanlage 21. nderei. hriften.

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n tiefsten Somerz umfassen, zaubert es ihm wieder ins iebe, dem er bis zu diesem euze, auf dem in goldenen Cauer. Es sind nun 35 Jahu ört hat. Er war damals ei Soffnung, wie arm an irdi gesehener Gast.

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uns, Arndt," sagte eines n auch johon seit 16 Jahren nmen nur noch ein paar ne Nichte meiner Frau zum usizieren." Und er fam und Sie war noch nie in de ne Gesellschaften mitgemacht

ß fie tief errötete, als er ih wurde auch er tot, der ver Hatte fie's ihm auf den ersten dunklen Blauaugen und den er das schlichte, weiße Kleid

nder, aber sie spraden wenig er Seite an. Die harmlojen

n gegenüber saß, über ihre

n nur noch ihre Verlegenheit

Klavier sehen und fingen. Er

Steuern, sozialen und sonstigen Belastungen anzustimmen, oder bie Not des Handwerks, seine wirtschaftlichen Forderungen in Protesten vorzutragen. Dies hieße den Zweck der Reichshand­verkswoche in das Gegenteil verkehren.

Nein, gerade in der jetzigen wirtschaftlich und politisch schweren, Eritischen Zeit, in der unser Volt sich auseinander­jureden droht, in der die verworrensten Auffassungen über Sein oder Nichtsein von Staat und Wirtschaft herumschwirren, tritt das deutsche Handwerk mit einem eisernen ,, Dennoch, nun erst techt", hervor. Den denkenden, noch an das Wiedererstarken arjeres Volkes glaubenden Kreisen will das Handwerk vor Ungen führen, was es an staatserhaltenden, sittlichen, werte Schaffenden Kräften in sich birgt. Dartun will das Handwerk, wie es mit seinen Arbeiten für den täglichen Bedarf jeden inzelnen befriedigen kann; zeigen will das Handwerk, wenn anch gebunden an alte Ueberlieferungen, wie es versteht, auf bie individuellen Wünsche der Auftraggeber einzugehen, Rück­ficht nimmt auf Eigenart und Wert der ihm in Auftrag ge­gebenen Gegenstände, sich anpaßt an die jeweilige Geschmacks­richtung und sich Mühe gibt, nur mit Qualitätserzeugnissen herauszutreten. Gerade dieses letztere ist es ja, was der Hand­werksarbeit den Stempel anfdrückt, die Handwerksarbeit adelt und damit das Handwerk zu allen Zeiten zu einem bedeutenden Kulturträger gemacht hat. Geht ein Gegenstand aus der Werkstatt eines richtigen Meisters hervor, dann muß er Per sönlichkeitswert in sich tragen, dann soll man ihm ansehen, mit welcher Liebe die schaffende Hand tätig war. Jeder richtige Meister wird auf jedes von ihm vollendete Arbeitsstück, und sei es noch so gering, stolz sein. Sagt doch auch Schiller: ,, Das ist's ja, was den Menschen zieret

Und dazu ward ihm der Verstand, Daß er im innern Herzen spüret,

Was er erschafft mit seiner Hand." Besonders in unserer heutigen Zeit öder Gleichmacherei, moder­er Sachlichkeit und dergleichen Bewegungen, die ihre tiefen Spuren im Hinabsinken einst blühender Handwerkszweige hinterlassen haben, sollte man sich wieder mehr der Persönlich leits- und Schönheitswerte schaffenden Handwerksarbeit erin­Wie würde unser- tägliches Leben, unser Heim und all das, was uns ständig umgibt, so öde und leer, hätten wir nicht den Handwerksmeister, der nach Angaben des Künstlers, nad vorgetragenen Wünschen und Anweisungen oder auch nach eigenem Ermessen alles, was zum Leben oder seiner Ver­hönerung notwendig ist, in vollendeter Form erzeugt.

hern.

So gesehen ist die Handwerksarbeit vieltausendfältig im Rahmen der engen Heimat, des deutschen Vaterlandes und darüber hinaus, in Stadt und Land für den Alltagsbedarf, für die besonderen Aufgaben und Gelegenheiten als unentbehrlicher Bestandteil unserer Gesamtwirtschaft anzusprechen und wird immer kulturnotwendig bleiben.

1,3 Millionen Handwerksbetriebe bestehen nach den Fest­tellungen des Enquête- Ausschusses in Deutschland, die neben bem Inhaber 1,5 Millionen Gesellen, 700 000 Lehrlinge, 100 000 Angestellte und noch 2 bis 300 000 mithelfende Familienangehörige beschäftigen, mithin 8 Millionen Menschen dauernd Arbeit und Brot geben. Etwa 20 Milliarden RM. beträgt der jährliche Umsag des deutschen Handwerks, wovon icka 3 Milliarden RM. auf Löhne und zirka 10 bis 12 Mil­liarden RM. auf verarbeitete Rohstoffe entfallen.

Vergessen wir aber auch nicht, was auf dem Gebiete der Volkswohlfahrt und Volkserziehung im Handwerk geleistet wird. Jahraus, jahrein treten hunderttausende junger Menschen in die Handwerkslehre ein, werden dort im gesunden, geraden Sinne des Handwerks erzogen, in die Fertigkeiten ihres Be­

daß er ihr Gefichtichen sehen tufes eingeweiht und treten dann mit Unterstügung der ge

eine Bravouritüde, die fe vor Lieder von Gubert, aber ein in den Tönen aus und ihre all und baten fie noch um ein

n, begann fie: Ich schnitt es eutnant Arndt fand in dieser

Die Augen schloß, sah er immer es Gesichtchen vor sich und vo mein Herz und soll es ewig Gesellschaften, auf der Strafe erlor fim, fie fprachen gern zu fich nicht mehr, wenn ihre chte er fie eines Abends aus gre Berwandten besucht hatte durch die dunklen, menjer

f seinem Arm und entzog fi eine Bruft preßte. Vor ihre ein der Straßenlaterne fabe ht, als er ihr ,, Gute Nach füß, ihre Lippen waren

en und wollten fie nicht laffen

flüfterte fie; da übertam es cia," stammelte er, ich später seiner Wohnung d wieder, ob es denn mögli

gehalten und ihren Mund ge fein Weib werden zu wolle

t vor sich hin: ,, Dein ist mein

Schluß folgt

werblichen Unterrichtsanstalten als sittlich gefestigte, für das pätere Leben gut geschulte Persönlichkeiten in die Gesellschaft

Ehrbarkeit und strenge Sitte, Achtung vor einem geord­heten, gut geleiteten Staats- und Gemeindewesen herrscht in den Familien des Handwerksmeisters, was sich wieder übertra­gen muß auf den werdenden Handwerker und sich später aus­wirkt im Leben der Volksgemeinschaft.

Wir sehen somit, daß das Handwerk einen bedeutenden Faktor in der deutschen Volkswirtschaft darstellt, in staatserhal fender, wirtschaftlicher und sozialer Bedeutung eine bedeutende Stellung einnimmt. Seine Verflochtenheit mit den anderen Wirtschaftsgruppen, Industrie, Handel und Landwirtschaft, feine Beziehungen zu den breitesten Verbraucherschichten aller Art rechtfertigen den Anspruch auf Beachtung, den das Hand­werk mit seiner Reichshandwerkswoche erreichen will.

Eine Werbewoche soll es sein, eine Woche, in der man Don dem Handwerk spricht, sei es in anerkennendem, sei es in ablehnendem Sinne. Jedenfalls will das Handwerk zeigen, daß es nach wie vor lebensfähig und lebensbejahend ist, daß es aber auch um Beachtung in breitesten Kreisen wirbt. Schäze und schüße daher jeder Denkende das Handwerk, führe er wieder diesem für unser Volksganzes wichtigen Berufsstande seine Arbeiten zu und helfe jeder an seinem Teil mit, diesen großen Berufsstand zum Nußen deutscher Wirtschaft und Kultur zu abalten.

des deutschen Handwerks und des Deutschen Handwerks- und Gewerbekammertages unter der Schirmherrschaft des Reichs. präsidenten von Hindenburg stattfindet, soll den Ruf: Ehret eure deutschen Meister! von neuem in alle Lande tragen. Diese

Losung bedeutet mehr als das Ringen eines Standes um An erkennung und Dasein. Sie bedeutet Kampf gegen die mecha­nisierende Gleichmacherei unserer Zeit, Kampf aber auch gegen Teilnahmslosigkeit, Mutlosigkeit und schlappes Verzagen. ,, Ehret Eure deutschen Meister, dann bannt Ihr gute Geister!" Dies Wort, durch Richard Wagners überragende Kunst mit tiefster Weihe erfüllt, wird vielleicht auch die Losung kommen­der Zeiten wieder sein, seine Befolgung mag von entscheidender Bedeutung für Deutschlands fünftige Wirtschaft, Kultur und Volksgemeinschaft werden!

Die Belange des deutschen Handwerks, seine Wünsche und Forderungen sind für die deutsche Zukunft so wichtig, daß jeder­mann die Pflicht hat, sich mit diesen Fragen zu beschäftigen.

Zeitprobleme.

Die Frage, ob Maschinen- oder Handarbeit das zeitgemäßere sei, ist bisher vorwiegend zugunsten der Maschine entschieden worden. Der vielgerühmte Siegeszug der Technik führte zu einer beispiellosen Steigerung der Produktion, allerorts wurde und wird die Welt mit Massenerzeugnissen überschwemmt. Da­bei vergaß man aber, daß jeder Entwicklung bestimmte Grenzen

Volke wertschaffende Arbeit zu geben und das Angebot der Nachfrage, die Produktion dem Absatz anzupassen.

Nun ist es aber unstreitig ein wesentlicher Vorzug hand­werferlicher Erzeugung, daß ihr eine solche Anpassungs fähigkeit an den Bedarf in viel stärkerem Maße zu eigen ist, als der stets unter dem starren 3wang der Maschine stehenden Industrie. Bedentt man weiter, daß die Erzeugnisse des Hand­werks, was ihre Güte, Dauerhaftigkeit und besonders ihren in­meren Wert anbelangt, den Massenerzeugnissen der Industrie vielfach überlegen sind, so wird es verständlich, daß das allge­meine Interesse sich langsam wieder dem Handwerk zuzuwenden beginnt. Nicht wenige sehen geradezu im deutschen Handwerk die Rettung aus dem Wirrsal der dauernden Wirtschaftskrisen. Jedenfalls aber beginnt die Erkenntnis zu wachsen, daß eine Herstellungsmethode, die in Gestaltung und Absatz jede indi­viduelle Freiheit gewährleistet, niemals veralten" kann, son­dern stets sich neben der Maschine behaupten fann und muß. Die Antwort auf die Frage, ob Maschinen- oder Handarbeit, wird stets nur lauten fönnen: beides zusammen!

In diesem Sinne ist der Reichs- Handwerks- Woche, die vom 15. bis 22. März 1931 stattfindet, eine besonders tiefe innere Bedeutung zuzumessen. Der Gegenpol maschineller Massen produktion, verkörpert im deutschen Handwerk mit seinen 1,3 Millionen Betrieben, verdient gerade jetzt unsere größte Be­achtung. Was darüber zu sagen ist, das steht in der Aufklä rungsbroschüre: ,, Sandwerk tut not! Fördert das Handwerk!"

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