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Nr. 20

Gießener Zeitung

auch auf dem der n Anspruch nehmen, nicht allein durch die ird ihre zweckmäßige ortzweige, die auf be h bei günstigem Wet en, wie Fechten, Rin­men betrieben worden, en zugute getommen. gegebene Boden für chstagerennen, die ja Hierbei tommt es am Senjationssport von Freien unterscheidet. und Tennisspieler im rstaunlicher, da gerade me Sommersporte find, önnen scheinen. Und ne jehr wertvolle, fajt

und Wettkampfbetrie hland in diejen Sport ten.

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Die furzen Streden 30 Meter gehen; dabei den sehr beliebt. Auch Bauch Rundläufe, na hführbar sind. Natür 3 aus, während kugel­onders dafür erbauten h sind wir allerdings eigne Hallenrekorde zu Hallenzeit hat, die in hrt wird, ist bekannt. die Erfahrung, daß es Städte gibt, die über Möglichkeiten, die die Gestalt bieten, rüden e, die möglichst viele Geltung bringen, also r Abwechslung. Diese Hallenzeit jedes Win Höhepunkt finden sie in Berlin, Dortmund, fann man am besten r neuzeitlichen Leibes ud) bei uns schon ge

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den Kaufmann zu wohl in 75 von 100 seiner langjährigen können. In dieser aeth u. Linde( Ber rausgabe der un wissenschaften, so recht das wir unsere Leser

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zt aus gesehen. Die I aus allen Teilen des steins und eine knappe -trefflich ausgestattete urch jede Buchhandlung zogen werden.

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Dem Thema Gas" eine inzelheiten dieser großen abwägt. Die Gas- Son­3. überall zu haben.

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on Albin Klein, Gießen

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wesentlich zu erniedrigen werteste d. Technik kaufen s bisher dagewesene in d. nm. d. Worten: ,, Endlich lamewagen kommt in den werden Interessenten geb. d. Gesch. d. Bl. zu richten.

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Erscheint Mittwochs und Samstags. Bezugspreis 2,40 M vierteljährlich frei ins Haus. Pedaktionsschluß früh 8 Uhr. Für Aufbewahrung oder Rüd­fendung nicht verlangter Manuskripte wird nicht garantiert.

44. Jahrg.

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Bolitische Rundschau.

Der Reichsrat hat in seiner gestrigen Sigung Einspruch gegen die vom Reichstag beschlossene Novelle zum Brotgeset und gegen das vom Reichstag angenommene jozialdemokratische Initiativgeseh, das wieder ein zollfreies Gefrierfleischkontin­gent einführen wollte, erhoben. Damit dürften beide gegen den Willen der Reichsregierung angenommenen Gesege erledigt jein, da der Reichstag ihre Infraftsegung nunmehr mit Zwei­brittelmehrheit beschließen müßte.

Im Haushaltsausschuß des Reichstages wurde am Don nerstag die Beihilfe an die Deutschen Werke in Kiel in Höhe DON 2% Millionen Mart bewilligt.

Der Strafrechtsausschuß des Reichstages erledigte am Freitag bie Borschriften des neuen Strafgesetzbuch- Entwurfes über die Schäbigung der Rechtspflege und über die Urlunden­fälschung. Beide Abschnitte wurden nach den früheren Be fchlüssen angenommen. Der Ausschuß hat dann die Weiters beratung bis in den April vertagt.

Der Handelspolitische Ausschuß des Reichstages nahm nach einer längeren Beratung das Genfer Handelsabkommen an. 3m Reichstag wurde das Kraftfahrzeugsteuergesetz in 2. und 3. Lelung angenommen.

Im Steuerausschuß des Reichstages wurden die sozialdemo featischen Anträge auf Tantiemensteuer für Aufsichtsratsmit glieder und die Erhöhung der Zuschläge zur Einkommensteuer angenommen.

Bon zuständiger Stelle wird zu den Nachrichten über Bin­bungen, die deutscherseits hinsichtlich der Erledigung des deutsch­polnischen Handelsvertrages eingegangen sein sollen, folgendes ceflärt: Es besteht weber ein Junctim zwischen dem deutsch­polnischen Handelsvertrag und dem deutsch- polnischen Liqui­bationsablommen, noch eine Verbindung zwischen dem deutsch­polnischen Handelsvertrag oder irgend welchen deutsch- französ ischen Anleiheverhandlungen.

Das Ehrengericht der Wirtschaftspartei hat festgestellt, daß fich alle gegen den Barteiführer Drewig erhobenen Beschuldi gungen als unbegründet herausgestellt hätten.

In dem Lohn: und Tarisstreit der bayerischen Metallindu­stzie ist nunmehr der bayerische Staatssekretär Funke vom Reichsarbeitsminister beauftragt worden, über den Verbind Ehkeitsantrag der Arbeitnehmer zu entscheiden. Die Ente heibung über den Verbindlichkeitsantrag ist auf Dienstag an­gejezt worden.

Bor Beginn einer für Donnerstagabend von der NSDAP., Gau Samburg, einberufenen Versammlung bei Sagebiel, in der der braunschweigische Staatsminister Dr. Franzen sprechen sollte, nahm die Polizei im Versammlungslokal mehrere hun dert Kommunisten fest, die sich mit gefälschten Karten, Einlaß verschafft hatten,

Die Filmoberprüfstelle hat am Freitag den sozialdemo: fatischen Trickfilm Das dritte Reich" zugelassen.

In dem öffentlich- rechtlichen Ausschuß des lettischen Parla­ments gelangte am Freitag das Gesetz über die Enteignung der deutschen Domkirche zur Abstimmung. Das Gesetz wurde mit fnf gegen vier Stimmen abgelehnt.

Die Sozialdemokraten ,, handeln weiter.

Im Reichstag gingen die Besprechungen zwischen dem Zen­tum und den Sozialdemokraten über die sozialpolitischen For­berungen der Sozialdemokratie weiter. Irgendwelche Entschei­bungen sind jedoch nicht gefallen. Man beurteilt die Lage

berhaupt viel ruhiger als in den letzten Tagen. Aus Zen­tzumstreisen hört man, daß die Erklärungen des Reichsarbeits­ministers Dr. Stegerwald in der Reichstagsfizung vom Don­Rerstag ein ausreichendes Entgegenkommen für die Sozial­bemokratie enthalte. Die Sozialdemokraten sind vorerst zwar moch anderer Meinung, sie feilschen noch um ihre Panzerfreuzer­ausage. Für den äußersten Konfliktsfall sind sie aber gewiß hon heute bereit, der Regierung Zugeständnisse zu machen. Im übrigen ist es sehr bemerkenswert, daß im Zusammenhang rit der möglichen Annahme der sozialistischen Steuerpläne im Blenum des Reichstags bereits vom Einspruchsrecht des Reichs­mats gesprochen wird. Die Ländervertreter im Reichsrat haben Hegreiflicherweise ein außerordentlich großes Interesse daran, Daß die Länder und Gemeindefinanzen, die durch die Wohl Fahrtserwerbslosenfürsorge ohnehin ganz gewaltig in Anspruch genommen werden, in Ordnung bleiben. Eine Voraussetzung Hierfür ist aber, daß der Wirtschaft und der Allgemeinheit keine weiteren steuerlichen Belastungen zugefügt werden. Bet dieser Sachlage glaubt man, daß der Reichsrat gegen die sozialistischen Steuerpläne Einspruch erheben wird, was die Durchführung Der sozialdemokratischen Forderungen ihre Annahme im Reichstag natürlich vorausgesetzt, was im Augenblid weder geschehen noch wahrscheinlich ist verhindern würde. Diese Frage ist indessen, wie gesagt, noch nicht spruchreif.

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In den nächsten Tagen wird man sich im Haushaltausschuß Res Reichstages zunächst einmal mit dem volfsparteilichen An­drag auseinanderzusehen haben, der die Einsparung von weite en 300 Millionen Mart am Etat für 1931 fordert, und zu Diesem Zwed der Regierung ein Ermächtigungsgesetz verschaffen will. Die Sozialdemokraten widerstreben dieser Forderung.

( Gießener Tageblatt)

Drud und Verlag von Albin Klein in Gießen. Geschäftsstelle: Gießen, Südanlage 21. Fernsprecher Nr. 2525 und 2526. Postschedtonto Nr. 69 530 Amt Frankfurt a. M.

Samstag, den 14. März 1931

Ste befürchten, daß die Reichsregierung ihre Ermächtigung zur Ausgabensenkungen dazu benützen wird, um in der Hauptsache am Sozialetat zu sparen, also Erwerbslosengelder zu kürzen und ähnliches. Wie dieser Meinungsstreit ausgehen wird, läßt sich im Augenblick noch nicht sagen.

Eine Ungeschicklichkeit Wirths.

Die Konferenz des Reichsinnenministers Dr. Wirth mit den Innenministern der größeren deutschen Länder über die gesamte innenpolitische Lage und insbesondere über die Frage, unternehmen was die Länder gegen die Gottlosen- Verbände werden, ist auf nächsten Mittwoch vertagt worden. Einladun gen sind zu dieser Konferenz an die Länder Preußen, Bayern, Sachsen, Württemberg, Baden und Hessen ergangen. Die Län­der Thüringen und Braunschweig haben feine Einladungen zu dieser Besprechung erhalten. An zuständiger Stelle motiviert man dieses Uebergehen von Thüringen und Braunschweig da­mit, daß nur die größeren Länder eingeladen seien. Dieser Grund erscheint jedoch wenig stichhaltig, wenn man bedenkt, daß auch der Freistaat Hessen, der zu den kleinsten Ländern ge­hört eine Einladung bekommen hat. Man geht wohl nicht fehl in der Annahme, daß die Länder Thüringen und Braun­schweig vom Reichsinnenminister nicht mit einer Einladung bedacht worden sind, weil die nationalsozialistischen Innen­minister dieser Länder mit dem Herrn Reichsinnenminister jetzt und schon seit längerer Zeit nicht gerade die herzlichsten Be­ziehungen pflegen. Wir halten diese Politik der Nadelstiche für reichlich ungeschikt.

Braun gegen Stahlhelm.

Im Hauptausschuß des Preußischen Landtages, der am Freitag den Etat des Staatsministeriums und des Minister­präsidenten beriet, teilte Dr. Braun mit, daß die Verhand­lungen mit der Evangelischen Kirche bis auf einen strittigen Punkt, der hoffentlich demnächst ausgeräumt sein werde, so­weit gefördert seien, daß der Vertrag alsbald im Landtage vorgelegt werden könne.

Er beschäftigte sich sodann mit der Osthilfe und bestritt. daß Preußen versucht habe, Einfluß auf die Ausführung der Osthilfe zu gewinnen. Das Gesetz sei auch nicht durch Preußen, sondern durch das Verhalten des Vertreters der Provinz Ost= preußen im Reichsrat gefährdet gewesen.

Zum Stahlhelm- Volksbegehren verwies der Ministerprä­sident auf die Ausführungen Severings, dessen Auffassungen er vollkommen teile. Der Verdacht, daß die Staatsregierung dem Volksbegehren Schwierigkeiten machen wolle, sei unbe­gründet. Allerdings werde die Regierung nicht etwa einen Antrag besonders fördern, der unsinnigerweise weit mehr als eine Million Mark Kosten verursache. Auf alle Fälle werde sie aber streng forrekt nach den gesetzlichen Vorschriften ver= fahren. Hinsichtlich seiner Bielefelder Rede hielt Ministerpräsi­dent Braun ausdrücklich seine Aeußerung aufrecht, wonach er es als erwünscht bezeichnet habe, wenn der über den Parteien stehende Reichspräsident die Ehrenmitgliedschaft im Stahlhelm niederlegen würde.

( Neueste Nachrichten)

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Nummer 21

Fördert das Handwerk! Ehre deutsches Volk und hüte treulich deinen Handwerksstand, als das deutsche Handwerk blühte, blühte auch das deutsche Land!"

Die Woche vom 15. bis 22. März ist für ganz Deutschland zur Reichs- Handwerks- Woche" proffamiert, mit dem Ziele, das Verständnis für die volkswirtschaftliche. Kulturelle und soziale Bedeutung des deutschen Handwerks weithin zu verbreiten und alle Verbraucherschichten zur Auftragserteilung an das Hand­wert anzuregen.

Wichtig ist es heute, die Elemente aufzuzeigen, die vor etwa einem Menschenalter das deutsche Handwerk erneuert, ver. jüngt und wieder lebensfähig gemacht haben, und die der Pa role der Reichs- Handwerks- Woche: Fördert das Handwerk!" die innere Berechtigung verleihen. Denn auf diese Legitimation fommt es wirklich entscheidend an.

Drei Gesichtspunkte erscheinen uns hierbei besonders be­merkenswert:

die Handwerksgefeggebung,

die Stellung des Handwerks zur Industrie und Technik, und der Einfluß der modernen Kunste und Geschmadsentwidlung auf das Handwert.

Die strenge Rechts- und Wirtschaftsordnung des Zunft­wesens hatte dem Handwerk älterer Zeit Grundlage und Halt gewährt. Was aber in den Tagen der Meistersinger noch Aus­druck blühenden Lebens war, mußte später erstarren. Und der Industrialisierung freien Raum zu geben, zertrümmerte im vorigen Jahrhundert die Gewerbefreiheit, das Wettbewerbs prinzip, den altersschwachen Reichsaufbau des Korporativ­systems, der gesicherten Handwerksnahrung". Härten und Uebertreibungen waren dabei, wie bei jedem Durchbruch eines neuen Gedankens, unvermeidlich gewesen. Hier setzte die ge­duldige, aber letzten Endes erfolgreiche wirtschaftspolitische Arbeit des Handwerks ein, nachdem es sich von der ersten Be­täubung erholt und auf seinen Eigenwert wieder besonnen hatte. Unbeschadet des gesunden Grundsages der Gewerbefrei­heit wurde das Handwerk weitgehend öffentlich- rechtlich fun­diert, sein Gemeingeist durch das Jnnungswesen neu belebt. Vor allem erstredten sich die Reformen auf den Schutz handwerk­licher Qualitätsleistung, auf die Förderung der Meisterlehre, auf den Kampf gegen unlauteren Wettbewerb. Gleichzeitig wurden die Rechtsgrundlagen des Genossenschaftswesens und das Fachschulwesen ausgebaut, wurde gegen Auswüchse des. Submissionswesens eingeschritten. Die gesetzlich verfügte Or ganisation fand vielseitige Ergänzung durch freiwilligen Zu­sammenschluß. So ist zugleich mit der Handwerksgesetzgebung ein umfassendes Werk wirtschaftlicher und fachtechnischer Selbst­hilfe entstanden, dem in nicht geringem Maße der Wiederauf stieg des deutschen Handwerks zu verdanken ist.

Von Grund auf hat sich seit den Zeiten der großen Sand

Das hessische Arbeitsbeschaffungsprogramm. wertstrise das Verhältnis zur Industrie, zur Technik umgestal

Darmstadt. Der Finanzausschuß beendete Freitag die Be­ratung der Etatkapitel des Ministeriums für Arbeit und Wirt schaft. Auf eine Anfrage, was mit den vom Landtag für Ar­beitsbeschaffung bewilligten Mitteln geleistet wurde, erklärte ein Regierungsvertreter: Es gibt zur Zeit 109 öffentliche Rör­perschaften, die 153 Projekte mit einem Kapitalaufwand von 11 809 830 Mark ausführen. Davon sind 6 628 200 Mart bis auf 3 Prozent 3ins verbilligt. Den Rest des Zinses trägt der Staat. Bürgschaften wurden für 540 000 Mart übernommen. Bei den bisher kontrollierten Arbeiten wurden 2757 Personen beschäftigt. Nach Durchführung aller geplanten Arbeiten wer­den ca. 5000 Arbeiter unmittelbar beschäftigt worden sein. Eine Anfrage, ob man nicht bei diesem Kapitel, namentlich unter Gemeinnügige Rechtsauskunftsstellen, sparen könne, wird vom Minister dahin beantwortet, daß angesichts der Wirtschaftsnot feine Abstriche gemacht werden dürften. Beim Kapitel Dampf­fesselprüfung bemängelt der Vertreter der Deutschen Volks­partei, daß die Dampftesselinspektion dezentralisiert werben soll, offensichtlich aus persönlichen Gründen. Der Ausschuß be­schließt, aber bie Angelegenheit später noch einmal zu beraten. Professor Cassel zur Weltwirtschaftskrise. Jm ,, Berliner Börsencourier" nennt der Stocholmer Pro­feffor Caffel bie Rationalisierung des Geldwesens als erste Vor­auslegung für die Gesundung der Weltwirtschaft. Ein Licht­strahl fet es, daß in England eine flare Auffaffung von der Geldseite der Krise durchzubringen beginne. Cassel verweist auf die Vorschläge Lord d'Abetnons, bet eine vernünftige Aus. nutzung des Goldes der Reserven der Zentralbanken fordert und der Auffassung ist, daß angemessene Beschlüsse schon in einem Monat die weltwirtschaftliche Lage verändern könnten. Ferner zitiert Cassel den Engländer Mac Kenna, ber die Sta bilisierung des Preisniveaus fordert. Cassel fügt hinzu, bie Rationalisierung des Gelbwesens scheine ihm wirtschaftlich wie politisch eine absolute Vorbedingung auch für die Lösung des Kriegsschuldenproblems.

tet. Aus dem Gegeneinander ist ein Miteinander geworden. Manche Handwerkszweige verschwanden freilich für immer, weil die neue Zeit ihrer Erzeugnisse nicht mehr bedurfte oder weil die Industrie gänzlich ihre Funktion übernahm. Zugleich aber entstanden, aus neuer Technik heraus, auch völlig nene Handwerksberufe, wie die des Elektrotechnifers, des Installa. teurs, des Photographen. Mit der wachsenden Verwendung moderner Maschinen und Fahrzeuge blühten die Reparaturge­werbe auf. Die mächtige Bevölkerungsverdichtung im industriali­sierten Deutschland fam den Handwerkszweigen der Nahrungs­mittelversorgung und des Baugewerbes zugute. Die Industrie selbst gewann ein startes Interesse an der Erhaltung des Hand­werks, da gerade die Handwerkslehre ihr immer noch den besten Facharbeiternachwuchs liefert. Bahnbrechend hat hier auch das Berufs- und Fachschulwesen sich betätigt. Wir müssen dem Bildungsdurfte unserer Jugend verschüttete Quellen wieder öffnen zur harmonischen Erziehung von Geist und Gemüt, Herz und Sand, künstlerischem, technischem und wirtschaftlichem Sinn. Dem fann in erster Linie die Handwerkslehre dienen. gutes Gesellenstüd ist mindestens ebenso ehrenvoll wie ein Abi­tur und ein gutes Meisterstüd wie eine Dottorarbeit. Auf diese Einsicht tommt es an. Sie weithin zu verbreiten, ist bei den heute so unerquidlichen Berufsverhältnissen in Deutschland eine der dringlichsten Aufgaben der Gegenwart. Millionen Be triebe umfaßt heute das beutsche Handwerk, mit annähernd vier­Millionen beschäftigten Personen. Ein vielseitiger technischer Ausbau, der sich modernster Werkzeuge, Spezialmaschinen und Arbeitsmethoden bedient, verbürgt dem Arbeitgeber des Hand werks solibe Leistung zu zeitgemäßem Preise. Deshalb soll ein jeder, der Aufträge zu vergeben hat, bazu beitragen, unser deut­sches Handwert über die schwere Zeit hinwegzubringen. Hierzu ruft mit Recht die Reichs- Handwerks- Woche auf, nicht weniger aber auch dazu, uns wieder eines Kulturfaktors zu erinnern, der an Werten für die Boltsgemeinschaft hinter allem Bücher­wissen nicht zurücsteht, der schöpferischen Hand.

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